Nach Lords of Shadow 2 aus dem Jahr 2014 kehrt Castlevania zwölf Jahre später mit einem neuen Abenteuer zurück. Castlevania: Belmont’s Curse setzt auf klassisches 2D-Gameplay und schickt euch in die Rolle von Rose Belmont, der Tochter von Trevor Belmont, der einst Dracula besiegte. Im Jahr 1499 wird Paris von monströsen Kreaturen heimgesucht, und Rose muss sich dem drohenden Untergang der Stadt entgegenstellen. Dabei wird sie nicht nur mit den Schrecken konfrontiert, die aus den Schatten hervortreten, sondern auch mit dem düsteren Vermächtnis ihrer Familie.
Die Geschichte wird über Zwischensequenzen, Dialoge und Begegnungen mit verschiedenen Figuren erzählt. Im Laufe des Abenteuers führt Rose auch Gespräche mit ihrem Vater, die weitere Hintergründe offenbaren und die Handlung vorantreiben. Die Widersacher sind englisch vertont, deutsche Untertitel stehen euch zur Verfügung. Allerdings hält sich das Spiel mit ausführlichen Erklärungen zurück. Ihr müsst aufmerksam zuhören, Hinweise lesen und Details in der Umgebung beachten, um herauszufinden, wohin euch eure Reise führt.
Konami Digital EntertainmentPeitschen Action und forderndes Plattforming
Spielerisch erwartet euch ein klassisches Metroidvania, in dem Erkundung, Kämpfe und anspruchsvolle Sprungpassagen eng miteinander verbunden sind. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die legendäre Peitsche, die Rose bereits nach dem ersten Bosskampf gegen den Gefallenen erhält. Sie ist nicht nur eine wichtige Waffe, sondern erweitert auch eure Bewegungsmöglichkeiten. Ihr schwingt euch über Abgründe, überwindet Hindernisse und nutzt die Peitsche ähnlich einem Enterhaken, um euch durch die Spielwelt zu bewegen.
Mit zunehmendem Fortschritt wird das Bewegungssystem durch weitere Fähigkeiten ergänzt. Wandsprünge, präzise Sprungfolgen und gefährliche Hindernisse verlangen euch einiges an Geschick ab. Gerade in schwierigen Passagen müsst ihr eure Bewegungen genau timen, um nicht in Fallen zu geraten oder in die Tiefe zu stürzen. Die Steuerung reagiert dabei schnell und weitestgehend präzise, sodass Fehlschläge in der Regel nicht auf eine verzögerte Eingabe zurückzuführen sind, auch wenn die Peitsche uns zuweilen etwas zu genaue Richtungsanzeige abverlangt hat.
Das sorgt grundsätzlich aber auch für ein dynamisches Spielgefühl. Besonders dann, wenn ihr eine knifflige Passage nach mehreren Versuchen endlich überwindet, entfaltet das Platforming seine Stärken. Gleichzeitig fällt auf, wie häufig euch das Spiel bereits bewältigte Hindernisse erneut in den Weg stellt. Was zunächst als willkommene Herausforderung beginnt, kann sich durch die weitläufigen Gebiete und das häufige Zurücklaufen allerdings zunehmend abnutzen, selbst bei entsprechender Lernkruve.
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Arkana-Fähigkeiten und taktische Kämpfe
Neben der Peitsche bilden die Tarotkarten von Roses Mutter das Herzstück des Kampfsystems. Besiegte Bosse werden in den Karten versiegelt und schalten neue Arkana-Fähigkeiten frei. Dazu gehören beispielsweise Feuerangriffe, eine mächtige Faust, die aus der Luft auf Gegner herabstürzt, aber auch Medusas Versteinerungseffekt. Letzterer setzt Feinde kurzzeitig außer Gefecht und macht sie anfälliger für weitere Attacken.
Die Fähigkeiten lassen sich im Verlauf des Abenteuers verbessern. Dafür müsst ihr bestimmte Nebenaufgaben erledigen, die euch beispielsweise dazu auffordern, Gegner auf eine bestimmte Weise zu besiegen. Als Belohnung erhaltet ihr Gnaden, mit denen ihr weitere Verbesserungen freischaltet. So kann euch eine Fähigkeit nach einem erfolgreichen Gegnerbesiegen z.B. zusätzliche Mana-Energie zurückgeben.
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Gerade in Bosskämpfen zahlt sich der Wechsel zwischen den verschiedenen Arkana aus. Ihr könnt Gegner zunächst lähmen und anschließend mit stärkeren Attacken nachsetzen oder eure Fähigkeiten so kombinieren, dass ihr möglichst effektiv Schaden verursacht. Das Kampfsystem gewinnt dadurch mit fortschreitender Spielzeit an Tiefe und belohnt euch dafür, die Möglichkeiten von Rose auszuschöpfen.
Die Bosskämpfe sind allerdings nicht nur eine Gelegenheit, euer Können unter Beweis zu stellen. Sie dienen auch als wichtige Fortschrittsmarken, da neue Fähigkeiten weitere Wege in der Spielwelt öffnen. Das Zusammenspiel aus Kämpfen, Erkundung und neuen Bewegungsmöglichkeiten funktioniert gut und gehört zu den überzeugendsten Aspekten des Spiels.
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Waffen, Relikte und individuelle Builds
Auch bei der Ausrüstung bietet euch Belmont’s Curse verschiedene Möglichkeiten. Im Spielverlauf könnt ihr sieben unterschiedliche Waffenkategorien finden, darunter Klingen, Peitschen, Fäuste und Lanzen. Damit stehen euch unterschiedliche Optionen für den Nah- und Fernkampf zur Verfügung. Die Waffenvarianten unterscheiden sich spielerisch allerdings nicht immer grundlegend voneinander. Häufig besteht ihr größter Vorteil in einem höheren Trefferschaden, wenn ihr fortfolgende Modelle einer Waffenkategorie findet (25; 50; 75; 100 ANG).
Mehr Einfluss auf euren Spielstil haben die Relikte, die ihr in Truhen und versteckten Bereichen entdecken könnt. Sie gewähren passive Effekte und können beispielsweise euren Schaden gegen Gegner mit Statuseffekten erhöhen, Heiltränke wirkungsvoller machen oder euch nach bestimmten Aktionen vorübergehend immun gegen Schaden werden lassen.
Drei Reliktplätze stehen euch gleichzeitig zur Verfügung. Ihr müsst also entscheiden, welche Boni euch am meisten helfen, dürft darauf aber von Spielbeginn an zugreifen. Gerade in Verbindung mit den Arkana-Fähigkeiten ergeben sich sinnvolle Kombinationen, die bestimmte Kämpfe erleichtern oder euren bevorzugten Kampfstil unterstützen. Wer sich gründlich mit der Ausrüstung beschäftigt und versteckte Truhen hinter messerscharfen Platforming-Passagen sucht, wird für die zusätzliche Erkundung belohnt. Darüber hinaus steigt ihr mit der Zeit für Erfahrungspunkte im Level auf, was euch wiederum geringfügig stärker Macht. Da die Gegner aber auch stärker werden, ist dies tendenziell ausgeglichen.
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Große Areale und undosiertes Backtracking
Die Erkundung ist zugleich die größte Stärke und Schwäche von Castlevania: Belmont’s Curse. Das Spiel setzt auf eine weitläufige Karte mit miteinander verbundenen Gebieten, verschlossenen Türen, versteckten Passagen und Hindernissen, die ihr erst mit später freigeschalteten Fähigkeiten überwinden könnt. Dieses Prinzip gehört zum Genre und kann für zahlreiche befriedigende Entdeckungsmomente sorgen. In Belmont’s Curse wird es jedoch unserer Auffassung nach etwas überstrapaziert.
Problematisch ist teilweise, dass euch konkrete Hinweise fehlen, wohin ihr euch als Nächstes begeben sollt, wenn die Hinweise in den Tarot-Karten noch zu dürftig sind. Ihr durchquert dadurch mehrere Areale wiederholt, ohne sicher zu wissen, ob euch dort tatsächlich ein neuer Hinweis und damit Weg offensteht. Dabei müsst ihr nicht selten große und schwierige Plattformsequenzen erneut meistern, obwohl diese für den eigentlichen Fortschritt keinen erkennbaren Mehrwert bieten.
Zwar entdeckt ihr im Verlauf des Spiels ein Fährmann-System, mit dem ihr zwischen ausgewählten Punkten der Karte reisen könnt. Dieses steht euch allerdings erst nach einigen Spielstunden zur Verfügung und löst das Problem nur teilweise. Die verfügbaren Haltestellen liegen häufig so ungünstig, dass ihr nach der Schnellreise weiterhin größere Strecken zu Fuß zurücklegen müsst. Eine wesentlich komfortablere Lösung wäre die Möglichkeit gewesen, über die deutlich häufiger platzierten Spiegel, die als Speicherpunkte dienen, direkt zwischen bereits besuchten Orten zu reisen.
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Hinzu kommt, dass euch das Spiel nicht immer ausreichend dabei unterstützt, fehlende Voraussetzungen zu erkennen. Stellt ihr nach einem langen Rückweg fest, dass euch eine Fähigkeit, ein Ausrüstungsgegenstand oder eine entscheidende Information fehlt, beginnt die Suche von vorn. Die daraus entstehende Orientierungslosigkeit ist kein einmaliges Problem, sondern kehrt während des Abenteuers immer wieder zurück.
Das ist besonders schade, weil die grundlegende Bewegungsgeschwindigkeit ausreichend hoch ist und sich Rose angenehm flott steuern lässt. Das Spiel bremst dieses Tempo durch seine eigenen Designentscheidungen aber partiell aus. Die großen Areale und die wiederholten Laufwege strecken die Spielzeit, ohne dass sich daraus zwangsläufig ein besseres Spielerlebnis ergibt. Belmont’s Curse hätte von einer komfortableren Schnellreise und gelegentlich klareren Hinweisen auf die nächsten Ziele deutlich profitiert.
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Schwierigkeitsgrad und Barrierefreiheit
Immerhin räumt euch das Spiel umfangreiche Möglichkeiten ein, den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Ihr könnt euren verursachten Schaden und den Schaden der Gegner in Zehn-Prozent-Schritten verändern. Zusätzlich lässt sich die Anzahl der Heiltränke erhöhen. Wer möchte, kann sogar einstellen, dass Rose nicht sterben kann, weniger Schaden durch fallen nimmt und mehr Erfahrungspunkte sammelt.
Diese Optionen sind sinnvoll, weil sie euch erlauben, einzelne Aspekte der Herausforderung gezielt zu verändern. Ihr könnt beispielsweise den eigenen Schaden erhöhen, wenn euch ein Bosskampf zu lange aufhält, ohne gleichzeitig sämtliche anderen Herausforderungen zu entschärfen. Auch für besonders schwierige Plattformpassagen können die Einstellungen hilfreich sein, wenn ihr feststeckt.
Trotzdem beseitigen diese Anpassungen nicht alle Frustmomente. Wenn ihr in einer längeren Passage scheitert, kann es passieren, dass euch weder ein Speicherpunkt noch eine Heilungsmöglichkeit in unmittelbarer Reichweite zur Verfügung steht. Dann müsst ihr unter Umständen einen beträchtlichen Teil des Weges erneut zurücklegen. Die Anpassungsmöglichkeiten helfen gegen den Schwierigkeitsgrad, ändern aber nichts an der grundlegenden Struktur und Gameplay-Mechanik der Areale und den teils vertrackten Laufwegen.
Wer die Herausforderung sucht, bekommt etliche gut designte und überaus anspruchsvolle Passagen geboten. Wer hingegen vor allem die mäßig tiefe Geschichte und die Erkundung genießen möchte, kann die Einstellungen nutzen, um sich das Abenteuer angenehmer zu gestalten. Die Optionen sind deshalb eine klare Stärke, auch wenn sie die Schwächen des Leveldesigns nicht vollständig auffangen.
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Grafik und Design
Optisch präsentiert sich Belmont’s Curse als stimmungsvolles 2D-Abenteuer mit einer ausgeprägten Gothic-Ästhetik. Die Gebiete sind abwechslungsreich gestaltet und bieten einer ansprechenden Detailtiefe. Ob ihr euch in Gebäuden, auf Friedhöfen, im Untergrund, im Uhrenturm oder in dee Bibliothek bewegt: Die unterschiedlichen Schauplätze werden mit viel Atmosphäre inszeniert und passen gut zum düsteren Charakter der Reihe.
Auch die Umgebungsgestaltung unterstützt die Erkundung. Verborgene Wege, gefährliche Passagen und Truhen fügen sich in die Spielwelt ein und laden dazu ein, abseits der direkten Route nach Geheimnissen zu suchen und bröckelnde Wände einzureißen. Die Mischung aus klassischer Seitenansicht und zeitgemäßer visueller Gestaltung im Zeichenstil steht Castlevania gut zu Gesicht.
Allerdings fällt auf, dass manche Gebiete recht groß und Cutscenes mitunter grob gezeichnet ausfallen, bevor ein neues Biom für frische Eindrücke sorgt. In Verbindung mit dem häufigen Backtracking verstärkt das den Eindruck, dass sich einzelne Abschnitte zu lange hinziehen. Die visuelle Gestaltung bleibt dennoch eine Stärke des Spiels, auch wenn eine etwas straffere Struktur dem Gesamterlebnis gutgetan hätte.
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Sound und Atmosphäre
Die musikalische Begleitung greift typische Elemente des Gothic-Horrors auf. Orgelklänge, düstere Melodien und mittelalterlich anmutende Klangfarben passen hervorragend zur Welt von Castlevania. Gerade in den atmosphärisch gestalteten Arealen entsteht dadurch eine passende Begleitung für Roses Reise durch das bedrohte Paris.
Allerdings wiederholen sich die Stücke innerhalb der einzelnen Gebiete sehr häufig in Dauerschleife. In der Regel wechselt die Musik erst dann, wenn ihr auf einen (Mini-) Bosskampf trefft oder einen anderen Abschnitt bzw. eine Interaktion, wie einen abgeschlossenen Kampfraum, erreicht. Da manche Areale groß ausfallen und ihr sie durch das Backtracking immer wieder durchquert, verliert die musikalische Untermalung mit der Zeit an Wirkung. Was anfangs stimmungsvoll klingt, kann nach längerer Zeit eintönig werden.
Zudem ist nicht jedes Musikstück gleich gelungen. Einzelne Passagen fallen durch einen deutlich anderen, beinahe an Dubstep erinnernden Charakter aus dem ansonsten düsteren Klangbild heraus. Solche Stilwechsel passen nicht immer zur Atmosphäre, die das Spiel sonst vermittelt. Wer lange an einer schwierigen Passage arbeitet und dieselbe Melodie wiederholt hört, kann die Musik schließlich sogar als störend empfinden.
Die Soundkulisse ist damit grundsätzlich gelungen, schöpft ihr Potenzial aber nicht vollständig aus. Mehr musikalische Abwechslung innerhalb der großen Areale hätte der Atmosphäre und dem Spielfluss geholfen. Wer im Detail nachhören möchte, was der Soundtrack zu bieten hat, kann über die Midnight Edition sogar den gesamten Soundtrack gesondert hören.
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Technik und Performance auf PS5 vs. Nintendo Switch (2)
Technisch überzeugt Belmont’s Curse auf der PS5 vor allem durch seine schnelle Eingabeverarbeitung. Rose reagiert unmittelbar auf eure Befehle, was gerade bei präzisen Sprüngen, schnellen Richtungswechseln und kniffligen Fallen entscheidend ist. Auch nach einem Tod seid ihr nahezu unmittelbar wieder im Spiel. Die Ladezeiten fallen mit wenigen Sekunden sehr kurz aus.
Besonders auffällig ist, dass die Spielwelt beim Wiedereinstieg dynamisch weiterläuft. Bewegliche Hindernisse wie Zahnräder behalten ihren Bewegungsablauf bei, sodass ihr nach dem Neustart unmittelbar wieder mit der aktuellen Situation konfrontiert werdet. Das trägt zu einem organischen Spielgefühl bei und verhindert unnötige Unterbrechungen. Gleichzeitig bedeutet es, dass ihr nach einem Fehler schnell wieder reagieren müsst, wenn sich ein Hindernis bereits auf euch zubewegt.
Diese technische Umsetzung kann allerdings nur bedingt darüber hinwegtrösten, dass manche Passagen dutzende Versuche erfordern und ihr bei einem Scheitern längere Wege erneut zurücklegen müsst. Die Technik funktioniert dabei nicht als Ursache des Frusts, sondern macht vor allem deutlich, wie stark dieser aus dem Spieldesign selbst entsteht.
Konkrete Messwerte zu Auflösung und Bildrate liegen uns nicht vor. Eine darüber hinausgehende technische Bewertung wäre deshalb nicht seriös.
Im direkten Vergleich bietet die Nintendo-Switch-Version jedoch ein deutlich ernüchterndes Spielerlebnis, denn die Lade-Zeiten des Spiels sind für einen schnellen Action-Platformer zu hoch. Startet ihr das Spiel, braucht es bis zum Menü knapp 40 Sekunden. Auf der Nintendo Switch 2 sind es 28s. Sterbt ihr mit Rose, braucht der Wiedereinstieg auf der Switch 2 knapp 8 Sekunden, auf der Nintendo Switch, für die das Spiel regulär erscheint, sogar 12s. Auch der Bereichswechsel braucht Ladezeit und führt zum schwarzen Screen, worauf die Nintendo Switch 2 verzichten kann. Erschwerend ist die Performance von Framedrops durchzogen, wenn sich Rose durch die Lüfte schwingt oder Gegnern entgegenpeitscht, Arkana einsetzt oder in Bosskämpfen ihr ganzes Können einsetzen soll.Mikro-Ruckler und eine tendenziell schwache Auflösung kommen erschwerend hinzu, natürlich bei der Nintendo Switch deutlich stärker spürbar. Insgesamt erschließt sich uns also nicht, warum man nicht von vorn herein auf eine Nintendo Switch 2 optimierte Version gesetzt hat, dem Spiel tut die veraltete Hardware der Nintendo Switch nämlich keinen gefallen, was sich leider unmittelbar auf die technische Wertung auswirkt.
7.8Wertung
Fazit
Castlevania: Belmont’s Curse ist eine gelungene Rückkehr der traditionsreichen Reihe, die mit präziser Steuerung, abwechslungsreichen Arkana-Fähigkeiten und einer stimmungsvoll gestalteten Spielwelt überzeugt. Die Peitsche verbindet Kämpfe und Plattforming auf überzeugende Weise, während Waffen, Relikte und anpassbare Schwierigkeitsoptionen Raum für unterschiedliche Spielstile schaffen. Gleichzeitig verhindern übermäßig ausgedehntes Backtracking, fehlende Orientierungshilfen und eine nur eingeschränkt hilfreiche Schnellreise, dass das Abenteuer sein volles Potenzial ausschöpft. Auch die musikalische Begleitung verliert durch häufige Wiederholungen an Wirkung. Die technische Umsetzung und der 2D-Zeichenstil mit kurzen Ladezeiten und unmittelbaren Wiedereinstiegen sind dagegen auf der PS5 gelungen, während die Nintendo Switch Version deutlich mit Performance, Ladezeit und Auflösung zu kämpfen hat. Unterm Strich erwartet euch ein empfehlenswertes Metroidvania, das seine spielerischen Stärken klar zeigt, sich durch vermeidbare Designentscheidungen und technische Hürden selbst ausbremst.
Barrierefreiheit
Schadenseinstellungen, Unsterblichkeitsmodus, Audio- und Bildanpassungen.
M
Meinung vonMaik
Ich habe mich ungemein auf dieses Castlevania-Abenteuer mit markantem Gameplay gefreut, wurde allerdings durch das Backtracking und die technisch schwache Switch-Version wortwörtlich ausgebremst. Die PS5 Version erhält eine 8.2.
Design
9.0
Sound
7.0
Technik
6.5
Spielwelt
8.0
Spielspaß
8.0
Umfang
8.0
Story
8.0
Stimmungsvolle Gothic-Atmosphäre und detailliert gestaltete Gebiete
Taktische Arkana-Fähigkeiten mit sinnvollen Verbesserungen
Waffen und Relikte ermöglichen unterschiedliche Spielstile
Umfangreiche Optionen zur Anpassung des Schwierigkeitsgrads
Gute Englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln
Häufiges und unnötig ausgedehntes Backtracking
Zu wenige Orientierungshilfen für die nächsten Ziele
Fährmann-Schnellreise mit ungünstig platzierten Haltestellen
Schwierige Passagen müssen oft mehrfach bewältigt werden
Musik wiederholt sich innerhalb großer Areale zu häufig
Waffenvarianten unterscheiden sich spielerisch teilweise nur geringfügig