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MY HERO ACADEMIA: All's Justice im Test

MY HERO ACADEMIA: All's Justice im Test

Philipp

Nach dem Release auf den anderen Konsolen Anfang des Jahres ist MY HERO ACADEMIA: All's Justice seit dem 4. September 2026 nun auch endlich für die Nintendo Switch 2 erhältlich. Bandai Namco und Entwickler Byking Inc. versprechen das ultimative Arena-Kampfspiel zur beliebten Anime-Serie, das den epischen "Final War"-Arc abdeckt. Wir haben uns für euch in die actiongeladenen 3-gegen-3-Kämpfe gestürzt und verraten im Test, ob der Titel dem Hype gerecht wird.

MY HERO ACADEMIA: All's Justice – Ein Plus-Ultra-Abschluss für Fans?

Für alle, die mit dem Phänomen bisher noch nicht in Berührung gekommen sind: My Hero Academia gehört zu den weltweit erfolgreichsten Shōnen-Reihen der letzten Jahre. Das Setting versetzt uns in eine Welt, in der rund 80 Prozent der Menschheit mit Superkräften geboren werden. Das Dasein als Superheld ist dort keine reine Comic-Fantasie, sondern ein ganz regulärer, hochangesehener Berufszweig mit eigenen Agenturen und staatlichen Lizenzen.

Im Mittelpunkt steht der gutmütige Schüler Izuku „Deku“ Midoriya. Ausgerechnet er gehört zu den unglücklichen 20 Prozent der Bevölkerung, die völlig ohne Superkraft aufwachsen, dennoch hält er unbeirrt an seinem großen Traum fest, ein Held zu werden. Nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem legendären Friedenssymbol und Vorzeige-Superhelden All Might erbt Deku dessen gewaltige Fähigkeiten und erkämpft sich einen Platz an der renommierten U.A.-Oberschule für angehende Superhelden. Was als klassische Coming-of-Age-Geschichte über Training und Kameradschaft beginnt, entwickelt sich im Laufe der Staffeln zu einem erbitterten, düsteren Krieg zwischen der Heldengesellschaft und einer gefährlichen Schurken-Allianz.

Der letzte große Krieg: Die Handlung im Spiel

Genau am dramatischen Höhepunkt dieser Entwicklung setzt All's Justice an: Statt die Anfänge der Serie noch einmal aufzuwärmen, springt das Spiel direkt in den „Final War“-Arc, den finalen Großkonflikt zwischen den vereinten Helden um Deku und der Schurken-Armee von Tomura Shigaraki und All For One.

Die Inszenierung hält sich dabei sehr nah an die Vorlage. Die entscheidenden Konfrontationen sind originalgetreu und actionreich in Szene gesetzt, was Kennern der Serie regelmäßig Gänsehaut bescheren dürfte. Wer den Anime allerdings nicht kennt, wird förmlich ins kalte Wasser geworfen und muss sich das Beziehungsgeflecht der vielen Figuren erst mühsam zusammenreimen. Immerhin kann man auch einige „Archiv-Kämpfe“ absolvieren, in welchen wir diverse Schlüssel-Kämpfe aus der Vergangenheit nachholen können.

Volle Kontrolle im 3-gegen-3

Das Herzstück des 3D-Arena-Fighters ist das überarbeitete Kampfsystem. Ihr tretet in spektakulären 3-gegen-3-Kämpfen an. Die wohl größte Neuerung im Vergleich zu den Vorgänger-Spielen My Hero One’s Justice: Anstatt eure Partner nur für kurze Assist-Angriffe zur Hilfe zu rufen, wechselt ihr nun komplett aktiv durch. Das bedeutet, dass euer Team über drei vollwertige Gesundheitsleisten verfügt! Das verleiht den Kämpfen eine spürbare, taktische Tiefe.

Das ist auch nötig, denn denn jeder Charakter verfügt zwar über ein individuelles Set an Moves, aber man darf hier keine ausgeklügelten Kombos ala Street Fighter oder Mortal Combat erwarten.

Zudem feiert das bekannte Plus-Ultra-System seine Rückkehr. Habt ihr eure Energiebalken gefüllt, könnt ihr verheerende Ultimates entfesseln oder mit einem vollen Team die Finisher direkt hintereinander zünden, was für epische Szenen sorgt. Neben der Hauptstory könnt ihr euch in die sogenannten "Team Up Missions" stürzen, die zwar nette Ansätze und kleine Charakter-Interaktionen bieten, auf Dauer aber etwas repetitiv werden und eher als Grind-Modus fungieren.

Riesiges Roster und kleine Technik-Macken

In Sachen Fanservice ist das Spiel ein absolutes Fest: Mit knapp 70 spielbaren Charakteren (darunter viele Fan-Lieblinge in ihren finalen Helden-Formen) platzt das Roster aus allen Nähten. Zwischen den Kämpfen der Hauptstory dient euch ein Teil der Stadt Musutafu, in welcher die U.A.-Oberschule ansässig ist, als Hub in dem ihr z.B. mit anderen Charakteren interagieren oder die bereits erwähnten Archiv-Kämpfe absolvieren könnt. Auch andere Spielereien wie kosmetische Anpassungen der Charaktere können hier entsprechend vorgenommen werden. Alles in allem ein ordentlicher Fanservice, der die Langzeit-Motivation aufrechterhalten soll, denn für bestandene Kämpfe erhält Münzen, die man wiederum in das Charakter-Design investieren kann.

Technisch zeigt sich auf der Switch 2 allerdings das typische Bild eines extrem rasanten Arena-Brawlers: Während die Cel-Shading-Optik und die Charaktermodelle den Anime perfekt einfangen, kommt die Bildrate in extrem chaotischen Momenten (wenn überall Spezialattacken und Effekte explodieren) ab und an ins Stottern. Auch die mitunter etwas bockige Kameraführung und teils ungenaue Trefferabfragen trüben das ansonsten runde Gesamtbild gelegentlich.

7.8Wertung

Fazit

MY HERO ACADEMIA: All's Justice erfindet das Rad der Anime-Arena-Fighter nicht neu, liefert aber für Fans der Serie das bisher kompletteste und schönste Paket ab. Die taktischeren 3-gegen-3-Kämpfe machen dank des gigantischen Rosters viel Spaß, besonders im Multiplayer-Modus. Wer über repetitive Nebenmissionen, eine teils leicht gestreckte Story und kleinere technische Macken hinwegsehen kann, bekommt hier einen absolut würdigen, spielbaren Abschluss der Serie serviert.

Barrierefreiheit

P
Meinung vonPhilipp

Da ich im vergangenen Winter den MY HERO ACADEMIA-Anime fast am Stück durch geguckt habe, kam mir der Spieletest zu All’s Justice natürlich sehr gelegen und die Geschichte war mir noch entsprechend präsent. Fans werden mit dem Spiele jede Menge Spaß haben können, wer allerdings bisher keine Berührungs-Punkte zum Manga oder Anime hatte, sollte vlt. erst etwas Vorarbeit leisten um das Spiel voll auskosten zu können.

Design
8.0
Sound
8.0
Technik
7.5
  • Gigantisches Roster mit knapp 70 spielbaren Figuren
  • Taktische 3v3-Kämpfe mit aktivem Charakterwechsel
  • Schöne Anime-Optik und originalgetreue Inszenierung
  • Toller Fanservice durch unzählige Anpassungsmöglichkeiten
  • Wer die Vorgeschichte nicht kennt, wird ins kalte Wasser geworfen
  • "Team Up Missions" nutzen sich recht schnell ab
  • Gelegentliche Ruckler bei viel Action auf dem Bildschirm
  • Brawler-typische Probleme mit der Kamera und Kollisionsabfrage

Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.

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