
Hands-On zu Monster Hunter Wilds für die Nintendo Switch 2
CAPCOM hat eingeladen, Hand an die Nintendo Switch 2 Version von Monster Hunter Wilds zu legen. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, nach Hamburg zu kommen, um in gemütlicher Runde gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Als guter Gastgeber gab uns CAPCOM jeweils eine Nintendo Switch 2 in die Hand, dazu gut ausgestattete Jäger mit Taschen voller Heiltränke, denn wir würden sie brauchen.
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Monster Hunter Wilds
NSW2
- Genre
- ActionRollenspiel
- Serie
- Monster Hunter
- Entwickler
- Capcom
- Publisher
- Capcom
- Konsole
- NSW2
- Modi
- EinzelspielerLokaler Co-opOnline Co-op
- Spieler
- 1–3 lokal1–4 online
- Freigabe
USK ab 12
Vier gegen vier
Viermal 15 Minuten pure Jagd-Action wurden uns versprochen und wir wurden nicht enttäuscht.
Den Anfang machte das „Feuerhühnchen“ Quematrice, dem wir im Wüstenbiom auf den Fersen waren. Das Monster, das ein wenig wie eine Mischung aus T-Rex und Hahn aussieht, zählt noch zu den moderateren Herausforderungen. Damit war es genau der richtige Einstieg, um wieder ins Gameplay hineinzufinden. Unsere Gruppe konnte nicht nur den Sieg erringen, sondern war sogar in der Lage, dem Monster den Schwanz abzutrennen. Solche Erfolge sorgen für zusätzliches lootbares Material, das später zu neuer Ausrüstung verarbeitet werden kann.

Anschließend folgte ein Duell gegen den berüchtigten Rathian. Dieser große Drache mit den giftigen Stacheln an seinem Schwanz ist bereits ein ganz anderes Kaliber. Da sich jedoch bereits etwas Monster-Hunter-Erfahrung am Tisch befand und somit auch das Wissen, wie man diesem feuerspeienden Ungetüm zu Leibe rückt, konnte auch diese Jagd im Dschungel erfolgreich abgeschlossen werden.

Deutlich herausfordernder wurde es im Kampf gegen Seregios. Die Geschwindigkeit dieses geflügelten und stacheligen Gegners machte die Jagd zu einem echten Test des eigenen Könnens. Besonders deshalb, weil wir uns für das Jagdhorn als Waffe entschieden hatten, dessen Angriffe zwar enorm kraftvoll sind, aber auch vergleichsweise träge ausgeführt werden. So trafen unsere Schläge häufiger den Wüstensand als das Monster selbst, das sich meist schon längst an einer anderen Position befand. Schnellere Waffentypen wie die Doppelklingen, Schwert und Schild oder verschiedene Fernkampfwaffen sind hier deutlich leichter zu handhaben.

Das Highlight war jedoch der finale Kampf gegen den lang ersehnten Fanliebling Lagiacrus. Gerade seine Elektroattacken sorgten für spektakuläre Momente und beeindruckten auch optisch. Während unserer Session tauchte zudem der imposante Rathalos auf, sodass sich schließlich zwei der ikonischsten Monster der gesamten Monster-Hunter-Reihe einen epischen Kampf lieferten.

Monster Hunter, eine besondere Spielerfahrung
Die Serie wird seit jeher für ihr komplexes System aus Kampf und Waffen geschätzt, und auch Monster Hunter Wilds bildet hier keine Ausnahme. Ihr müsst nicht nur die drei verschiedenen Angriffe in ihren Kombinationen meistern, sondern auch Blocken und Ausweichen sowie die sehr unterschiedlich zu spielenden Waffen beherrschen. Die Aufgabe ist es, die Bewegungen der Monster zu lernen und zu verstehen und eure Angriffe darauf abzustimmen. Mit bis zu vier Jägern ergeben sich so einige mögliche Strategien.
Neben dem reinen Kampf gegen die Monster setzt Monster Hunter Wilds auch bei der Spielwelt selbst an. Während frühere Teile bereits nahtlose Übergänge innerhalb einzelner Karten boten, verbindet Wilds nun erstmals mehrere Biome und Regionen zu einer einzigen, durchgängig erkundbaren Welt, ganz ohne Ladeunterbrechung beim Wechsel zwischen den Gebieten. Für die Fortbewegung steht euch der neue Reittierbegleiter „Seikret“ zur Seite: Er bringt euch nicht nur zu eurem Ziel, sondern erlaubt es euch unterwegs auch, Waffen zu schärfen, Materialien zu sammeln oder sogar auf eine zweite Waffe zu wechseln, ohne zum Lager zurückkehren zu müssen. Euch stehen weiterhin alle vierzehn aus den Vorgängern bekannten Waffentypen zur Verfügung, ergänzt um neue Systeme wie einen Fokusmodus und einen neuen Enterhaken für die Fangschussklinge. Auch ein dynamisches Wettersystem sorgt für Abwechslung und beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch Sichtweite und Kampfverlauf.

Wenn ein „Fehler“ zur Erfahrung wird
Gespielt wurde im lokalen Mehrspielermodus. Dabei kam es einmal vor, dass die uns zur Verfügung gestellte Konsole die Verbindung verlor. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass es sich um eine noch in Entwicklung befindliche Version des Spiels handelte. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass der Verbindungsabbruch auf den lokalen Spielmodus beziehungsweise die Hardware selbst zurückzuführen war.
Interessant war jedoch, wie das Spiel mit dieser Situation umging. Nach einem kurzen Ruckler auf unserer Konsole setzte sich die Jagd nahtlos fort, allerdings ohne zwei der anderen Jäger. Stattdessen stand uns ein Palico zur Seite. Die katzenartigen Begleiter gehören seit jeher zur Monster-Hunter-Reihe und unterstützen die Spieler sowohl im Kampf als auch mit nützlichen Gegenständen, wenn sie nicht in einer vollständigen Gruppe unterwegs sind.
Der Host der lokalen Sitzung blieb ebenfalls im Spiel, und in dieser neuen Konstellation wurde die Jagd ohne weitere Unterbrechungen fortgesetzt. Eine kurze Rücksprache ergab, dass die beiden verbliebenen Jäger gemeinsam mit dem Host ebenfalls durchgehend weiterspielen konnten, lediglich mit einem Mitstreiter weniger.
Besonders interessant war dabei, dass wir offenbar weiterhin dieselbe Jagd erlebten. Wir kämpften an denselben Orten und schienen auf gewisse Weise noch immer miteinander verbunden zu sein. So reagierte das Monster in der Hauptlobby beispielsweise auch auf die Blitzbombe unseres Palico-Begleiters. Dadurch wurde das Spielerlebnis nur minimal beeinträchtigt.
Das wirkte wie eine ausgesprochen spielerfreundliche Lösung für Verbindungsprobleme. Dennoch möchten wir klarstellen, dass diese Einschätzung ausschließlich auf den Erfahrungen unseres Redakteurs basiert und bislang nicht offiziell von CAPCOM bestätigt wurde.
Flüssig durch eine opulente Welt
Wir haben Monster Hunter Wilds in der Art gespielt, die die Nintendofassung besonders macht: mobil im Handheldmodus. In unserer Session waren wir in einem Dschungel und einer Wüste unterwegs. Diese serientypischen Gebiete machten optisch bereits einen sehr guten Eindruck. Gerade der Dschungel macht mit seiner vielseitigen Flora einen sehr atmosphärischen und detaillierten Eindruck. Gerade in den Kämpfen protzt das Spiel mit Effekten und kann sich absolut sehen lassen, während die Kämpfe flüssig und dynamisch blieben, auch wenn mehrere Kreaturen auf dem Bildschirm waren, sodass man sich auf die technische Präsentation des fertigen Spiels bereits jetzt freuen darf.
Wir freuen uns jedenfalls darauf, den neuesten Teil der Monster Hunter Serie und 2027 den dazugehörigen DLC auf der Switch 2 zu erkunden.
Fazit
Monster Hunter Wilds ist ein voller Jagderfolg. Das Spiel fühlt sich an, als würde es die besten Ideen, die die Serie bisher hervorgebracht hat, zusammenführen und konsequent weiterentwickeln. Die nahtlos verbundene Spielwelt, der Komfort, sich von seinem Reittier automatisch zum nächsten Ziel tragen zu lassen, wenn man einmal nicht selbst lange Laufwege zurücklegen möchte, verbinden sich gelungen mit dem typischen Monster-Hunter-Gefühl.
Im Handheld-Modus lief das Spiel bereits flüssig und hinterließ einen erstaunlich ausgereiften Eindruck. Entsprechend blicken wir der Veröffentlichung mit großer Vorfreude entgegen.
Barrierefreiheit
Auch wenn mein letzter Ausflug auf die Jagd schon eine Weile zurückliegt, fühlte es sich sofort wieder wie „nach Hause kommen“ an. Ich kann es kaum erwarten, erneut in die Serie einzusteigen.
Vielen Dank an die Firma Capcom für die Einladung zum Hands-on Termin.