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Splatoon Raiders

Splatoon Raiders

Maik

Mit Splatoon Raiders erweitert Nintendo das beliebte Splatoon-Universum um ein eigenständiges Abenteuer, das sich erstmals auf eine Einzelspieler-Kampagne konzentriert. Statt kompetitiver Farbschlachten erwartet euch eine Mischung aus Action, Erkundung, leichter Rätselkost und motivierender Gera-Entwicklung. Gemeinsam mit dem Surimi-Syndikat strandet ihr auf den geheimnisvollen Spiralit-Inseln und macht euch daran, deren Geheimnisse zu lüften und nebenbei möglichst viele Schätze einzusacken. Ob dieses Erlebnis bunt genug ist, gibt's in diesem Nintendo Switch 2 Review zu lesen.

Splatoon Raiders

NSW2

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NSW2
Modi
EinzelspielerLokaler MultiplayerOnline-Multiplayer
Spieler
1–4 lokal
1–4 online
Freigabe
USK ab 12

Eine geheimnisvolle Inselgruppe 

In Splatoon Raiders übernehmt ihr die Rolle einer talentierten Mechanikerin, die nach einem heftigen Sturm auf den Spiralit-Inseln strandet. Dort trefft ihr euch gleich auf das Surimi-Syndikat, das aus Mantaro, Muri und Mako besteht und euch fortan begleitet. Während die drei bekannten Charaktere für den gewohnten Humor der Reihe sorgen, steht eure eigene Heldin im Mittelpunkt der Geschichte.

Die Handlung entwickelt sich über zahlreiche Missionen hinweg und führt euch durch unterschiedlichste Regionen der Inselgruppe. Zwar erzählt Splatoon Raiders keine epische Geschichte, dennoch motiviert die Suche nach neuen Aufträgen, verborgenen Schätzen und den Geheimnissen der Inseln bis zum Ende. Kleine Dialoge und niedliche Zwischensequenzen lockern das Geschehen immer wieder auf, auch wenn die Geschichte insgesamt eher Mittel zum Zweck bleibt.

Missionen statt offene Welt

Statt auf eine offene Spielwelt setzt Splatoon Raiders auf klar strukturierte Missionen. Jede Aufgabe führt euch entlang der eigenen Schatzkarte, auf der ihr Salmoniden-Gegner bekämpft, kleinere Umgebungsrätsel löst und wertvolle Kristalle und anderen Krimskrams sammelt. Diese dienen als wichtige Ressourcen für den Großteil eurer Verbesserungen im Spiel.

Der Missionsaufbau sorgt grundsätzlich für ein angenehmes Spieltempo. Die einzelnen Abschnitte sind dabei durchweg kompakt gehalten, fühlen sich aber ausreichend abwechslungsreich an und laden dazu ein, auch bereits absolvierte Gebiete erneut zu besuchen, um weitere Erfahrungspunkte oder Materialien einzusammeln, während ihr Schergen und kreative Bosse platt macht, was wirklich viel Stimmung erzeugt. Praktisch ist außerdem die dargestellte und empfohlene Levelanzeige vor jeder Mission. So erkennt ihr jederzeit, ob ihr bereits stark genug seid oder zunächst noch am nächsten Stufenaufstieg arbeiten soll, ehe ihr der nächsten wilden Salmoniden-Horde die Flossen verkleistert.

Motivierendes Fortschrittssystem

Einer der größten Pluspunkte ist das wirksame Progressionssystem. Insgesamt stehen elf unterschiedliche Waffentypen zur Verfügung, die ihr als Belohnung, Beute oder direkt während der Erkundung findet. Gelungen umgesetzt ist auch, dass neue Waffen und Materialien automatisch eingesammelt werden, sobald ihr euch ihnen nähert. Dadurch entfällt unnötiges Mikromanagement oder Backtracking und ihr könnt euch vollständig auf das Spielgeschehen konzentrieren.

Hinzu kommen zahlreiche Variationen der Verstärker, die etwa Reichweite, Tinteneffizienz oder Schadenswirkung verändern. Dadurch entsteht eine erfreulich große Auswahl unterschiedlicher Spielstile und Dynamiken.

Gimmicks, Relikte und Tanks 

Für zusätzliche Abwechslung sorgen die zahlreichen Gimmicks. Diese funktionieren als aktive Spezialfähigkeiten und erweitern euer Arsenal deutlich. Ob ihr Gegner mit einem mächtigen Hammer attackiert, einen Kreisel zur Verteidigung beschwört oder euch mit einer schützenden Energiekristall-Aura umgebt, jede Fähigkeit verändert das Kampferlebnis merklich.

Ergänzt werden diese durch Relikt-Effekte, von denen ihr im späteren Spielverlauf bis zu fünf gleichzeitig ausrüsten könnt. Kleine Boni wie ein zusätzlicher Sprung oder eine effizientere Tintenverwaltung summieren sich schnell zu einem individuellen Build. Von diesen könnt ihr übrigens mehrere als Standard Profile anlegen, ohne jeweils immer wieder mühsam customizen zu müssen.

Auch die drei Tank-Typen unterscheiden sich angenehm voneinander. Tempo-, Power- und Tricktank richten sich an unterschiedliche Spielweisen und lassen sich mit Talentpunkten kontinuierlich verbessern. So dürft ihr taktisch agieren, direkt ins Getümmel oder mit viel Kraft auf die Salmoniden losgehen.

Euer Robo wird zum treuen Begleiter

Ein echtes Highlight ist der Erkundungs-Robo. Er begleitet euch während sämtlicher Missionen, sammelt Materialien ein, unterstützt euch im Kampf und katapultiert euch sogar zu schwerer erreichbaren Stellen.

Je nachdem, welches Mitglied des Surimi-Syndikats ihr einsetzt, verändert sich auch dessen Spezialfähigkeit. Diese sogenannten Surimi-Solos können in brenzligen Situationen das Blatt wenden und sorgen zusätzlich für spielerische Abwechslung.

Der Hub-Bereich für Zwischendurch

Zwischen den Einsätzen kehrt ihr auf euren Kutter beziehungsweise die gefühlte Bohrinsel zurück. Dieser Hub-Bereich dient als Ankerpunkt zwischen den Schatzjagden.

Hier verbessert ihr in aller Ruhe eure Waffen, Tanks und Gimmicks an der Werkbank, rüstet euren Kutter auf und könnt auf einem Übungsdeck neue Waffen und Taktiken der Gimmicks ausprobieren. Besonders unterhaltsam ist außerdem ein kleines Greifarm-Minispiel, bei dem ihr zusätzliche Kristalle und Materialien aus dem Meer fischt. Völlig unnötig, aber super spaßig.

Ein umfangreiches Archiv dokumentiert zudem sämtliche Gegner, Waffen, Gimmicks, Relikte und co. Wer gerne alles komplettiert, erhält dadurch eine zusätzliche Motivation und vor allem Übersicht. Für erreichte Zwischenstände werdet ihr zudem mit extra Kristallen belohnt, die ihr direkt in Upgrades investieren könnt.

Koop für den Extraspaß

Obwohl Splatoon Raiders in erster Linie als Einzelspieler-Abenteuer konzipiert wurde, lässt sich die gesamte Schatzsuche auch gemeinsam mit bis zu drei weiteren Spielern erleben. Sowohl lokal als auch online funktioniert der Multiplayer angenehm unkompliziert. Auch wenn kritisch erwähnt werden muss, dass es dafür, auch lokal, weitere Konsolen und Spielexemplare braucht. Mal eben so gemeinsam auf die Couch und Splitscreen an ist damit nicht möglich.

Die einzelnen Missionen fallen zwar eher kurzweilig aus, durch mehrere aufeinanderfolgende Einsätze entsteht jedoch ein unterhaltsamer Koop-Flow, der vor allem mit Freunden viel Spaß bereitet. Hinzu kommt das Hilfesystem, über das ihr andere Spieler unterstützen und dafür zusätzliche Belohnungen wie Materialien oder Waffenmods erhalten könnt.

Gelungene Technik auf Nintendo Switch 2

Technisch hinterlässt Splatoon Raiders einen überzeugenden Eindruck. Während unseres Tests lief das Spiel jederzeit flüssig und ohne erkennbare Framerate-Einbrüche.

Die einzelnen Inseln überzeugen mit diversen Umgebungen – von tropischen Küsten über vulkanische Landschaften bis hin zu unterirdischen Salmoniden-Höhlen. Letztere erinnern uns direkt an die Schichten aus Donkey Kong Bananza und machen besonders Spaß. Auch Wasseroberflächen profitieren von gelungenen Reflexionen, während der realistische Himmel und die Beleuchtung die Atmosphäre zusätzlich unterstützen.

Auch wenn zahlreiche Gegner gleichzeitig angreifen oder ihr mit Spezialfähigkeiten für ordentlich Chaos sorgt, bleibt die Performance stabil. Die Steuerung reagiert präzise und ohne spürbaren Input-Lag. Wer möchte, nutzt zusätzlich die Bewegungssteuerung per Gyrosensor, alternativ lässt sie sich aber auch vollständig deaktivieren. Zusätzliche Optionen wie invertierbare Achsen, drei Schwierigkeitsgrade und Farbhilfen runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.

Typisch Splatoon auch beim Sound

Akustisch bleibt Splatoon Raiders der Reihe treu. Statt klassischer Synchronisation kommunizieren die Figuren erneut über das bekannte Fantasie-Gebrabbel, während die eigentlichen Dialoge per Untertitel vermittelt werden. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es hier nicht.

Die Umgebungsgeräusche fügen sich hervorragend in die Spielwelt ein und erzeugen eine stimmige Atmosphäre. Etwas mehr Präsenz hätte man sich allerdings vom eigentlichen Soundtrack gewünscht. Die Musik bleibt eher Beiwerk und entwickelt trotz Metal & Soundeffekt-Einlagen nur selten größeren Wiedererkennungswert anderer Nintendo Kompositionen.

8.3Wertung

Fazit

Splatoon Raiders ist eine große Farbladung Spielspaß! Gleichzeitig zeigt es, dass das Splatoon-Universum auch abseits kompetitiver Mehrspieler-Gefechte hervorragend funktioniert und Einzelspieler ebenso abholt. Die Kombination von kreativer Ausrüstung, abwechslungsreichen Missionen, umfangreichen Upgrade-Möglichkeiten und dem optionalen 4-Spieler-Koop sorgt über viele Stunden für spritzige Unterhaltung. Dank der gelungenen Technik auf Nintendo Switch 2, der farbenfrohen Präsentation und des angenehm zugänglichen Spielprinzips eignet sich das Abenteuer sowohl für Serienfans als auch für Neueinsteiger. Lediglich der Soundtrack und die eher funktionale Geschichte hätten noch etwas mehr Schwung vertragen können. Als Spin-Off liefert Nintendo mit Splatoon Raiders aber allemal einen ersten Aufschlag, der Lust auf weitere Abenteuer dieser Art macht.

Barrierefreiheit

Achsenanpassungen, Farbkorrektur und optionale Bewegungssteuerung sind mit von der Partie.

M
Meinung vonMaik

Splatoon Raiders katapultiert euch sofort in den Spielspaß, der euch garantiert bunt erwischt!

Design
8.5
Sound
7.5
Technik
8.5
Spielwelt
8.0
Multiplayer
8.0
Spielspaß
9.0
  • Motivierendes Fortschrittssystem mit zahlreichen Upgrades
  • Elf unterschiedliche Waffentypen und viele Variationen
  • Gelungene Mischung aus Action, Erkundung und Rätseln
  • Flüssige Performance auf Nintendo Switch 2
  • Koop bis vier Spieler
  • Farbenfrohe und abwechslungsreiche Spielwelt
  • Spaßige Gegner & kreative Bosse
  • Geschichte bleibt eher schlicht
  • Soundtrack tritt häufig in den Hintergrund
  • Missionsstruktur bedingt abwechslungsreich
  • Lokaler Koop nur mit weiterer Konsole & Spiel

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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