
Absolum
Mit Absolumliefern die Genre Experten von Dotemu gemeinsam mit Guard Crush und Supamonks ein Werk ab, das Side Scrolling Beat em ups nicht nur zitiert, sondern mit modernen Ideen erweitert. Das Ergebnis ist ein sogenanntes Rogue em up, das klassische Arcade Tugenden mit Roguelike Mechaniken kombiniert und euch in die magische Welt von Talamh entführt. Warum dieses Spiel eure volle Aufmerksamkeit verdient, egal wie spielerfahren ihr seid, lest ihr in unserem Nintendo Switch Test zu Absolum. Wir vergeben aus guten Gründen eine 9.5/10!
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Absolum
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- DotEmu
- Publisher
- DotEmu
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–2 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Mit Absolum liefern die Genre Experten von Dotemu gemeinsam mit Guard Crush und Supamonks ein Werk ab, das Side Scrolling Beat em ups nicht nur zitiert, sondern mit modernen Ideen erweitert. Das Ergebnis ist ein sogenanntes Rogue em up, das klassische Arcade Tugenden mit Roguelike Mechaniken kombiniert und euch in die magische Welt von Talamh entführt.
Wir haben uns auf der Nintendo Switch durch Horden von Hyänen Soldaten, Kobolden und finsteren Elitewachen gekämpft und können euch versichern, dass hier echtes Herzblut in jeder Animation und in jedem Kampfsystem steckt. Absolum fühlt sich nicht wie ein nostalgischer Rückblick an, sondern wie eine Evolution eines geliebten Genres.
Die Welt von Talamh
Nach einer verheerenden magischen Katastrophe liegt die Welt Talamh in Trümmern. Aus Angst vor weiterer Zerstörung wendet sich das Volk gegen jegliche Form von Zauberei. Diese Furcht nutzt der Sonnenkönig Azra, der mit seinem Scharlachroten Orden Zauberer versklavt und seine loyalen Prinzen über die eroberten Reiche herrschen lässt.
Doch aus dem Schatten erhebt sich Widerstand. Die Hochmagierin Uchawi stellt sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Rebellen gegen das tyrannische Regime. Ihr schlüpft in die Rollen ausgestoßener Helden, die alles riskieren, um Azra die Macht zu entreißen.
Während unserer Testläufe haben wir gemerkt, wie viel Atmosphäre in dieser Welt steckt. Von den Minen von Grandery bis zu den üppigen Wäldern von Jaroba fühlt sich jede Region wie ein Kapitel eines lebendigen Märchens an. Dennoch hätten wir uns eine umfangreichere Chronik oder ein Lore Menü gewünscht, um die vielschichtige Geschichte auch außerhalb der Dialoge nachvollziehen zu können.

Helden mit Charakter
Galandra kämpft mit gewaltigem Schwert und nekromantischer Kraft, während Karl als letzter freier Zwerg mit Donnerbüchse und Fäusten auf explosive Nahkampftaktiken setzt. Später stoßen mit Brome und Cider zwei weitere spielbare Figuren dazu, die eigene Kampfstile und Persönlichkeiten mitbringen.
Gerade Brome, der magische Frosch mit außergewöhnlichem Talent, und der etwas kauzige Karl sorgten bei uns mehrfach für ein Schmunzeln, wenn sie mit NPCs interagierten oder ihre Kommentare zum Geschehen abgaben. Die Figuren sind nicht nur spielmechanisch unterschiedlich, sondern auch erzählerisch glaubwürdig in Szene gesetzt.

Mit jedem Run wachsen euch die Charaktere stärker ans Herz, weil ihr ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt erweitert und ihren Spielstil verfeinert.
Gameplay und Kampfsystem
Im Kern bleibt Absolum ein Beat em up, das schnelle Komboserien, präzises Timing und geschicktes Positionieren verlangt. Ihr kombiniert Nahkampfangriffe mit Zauberkräften, kontert magisch und nutzt seltene Gegenstände, um selbst brenzlige Situationen zu meistern.
Besonders spannend ist die Verbindung mit Roguelike Elementen. Nach abgeschlossenen Abschnitten wählt ihr zwischen Ritualkristallen, passiven Boni oder anderen Verstärkungen. So könnt ihr etwa Wasserangriffe aufwerten, Blitze beschwören, eure Verteidigung erhöhen oder eure Chance auf doppelte Belohnungen steigern.

Wir hatten großen Spaß damit, unterschiedliche Builds auszuprobieren. Ausweichen und Parieren sind essenziell, denn wer Angriffsmuster nicht liest, wird schnell überrannt. Gleichzeitig motiviert das System enorm, da kein Durchlauf exakt dem anderen gleicht. Zufällige Belohnungen, alternative Pfade und verschlossene Wege sorgen für Abwechslung.
Am Ende jedes Runs erhaltet ihr eine detaillierte Auswertung zu besiegten Gegnern, gesammelten Ressourcen und eurer Gesamtleistung. Diese Transparenz spornt an, immer noch eine Schippe draufzulegen.
Rogue Elemente und Wiederspielwert
Die Struktur von Absolum lebt von Verzweigungen und Entscheidungen. Immer wieder steht ihr vor Weggabelungen, erfüllt Nebenaufgaben für NPCs oder öffnet verschlossene Pfade, um bessere Belohnungen zu erhalten.
Ressourcen investiert ihr dauerhaft in neue Spezialtechniken, etwa Distanzangriffe, die euch taktisch neue Optionen eröffnen. Dadurch werdet ihr mit der Zeit stärker, selbst wenn ein Run früh endet.
Besonders charmant fanden wir die Möglichkeit, einst besiegte Gegner als temporäre Verstärkung anzuheuern. Auch wenn ihre künstliche Intelligenz nicht an menschliche Mitspieler heranreicht und sie bei Überforderung das Weite suchen, lockert dieses Feature das Kampfgeschehen auf.
Design und Performance
Optisch ist Absolum ein Traum. Die handgezeichnete Welt wirkt lebendig, dynamisch und voller Details. Pflanzen wiegen sich im Hintergrund, Kreaturen reagieren glaubwürdig und selbst Gegneranimationen sind mit viel Liebe gestaltet.
Wir waren regelrecht begeistert, wie organisch die Welt wirkt. Wenn ein Hyänen Soldat gehässig kichert oder ein Energiewesen kryptisch flackert, entsteht echtes Arcade Flair mit moderner Inszenierung.
Die Performance auf der Nintendo Switch 2 zeigte sich in unserem Test konsequent makellos. Selbst in hektischen Gefechten mit zahlreichen Effekten blieb das Spielgeschehen scharf und flüssig, ganz ohne Lags, Bugs oder Framedrops.

Ein märchenhaftes Ensemble
Der Soundtrack stammt von Gareth Coker, unterstützt von Yuka Kitamura und Mick Gordon. Diese geballte Kompetenz hört man.
Mal folkloristisch und märchenhaft, dann wieder treibend und intensiv, untermalen orchestrale Stücke mit mittelalterlichen Instrumenten eure Reise durch Talamh. Jeder Abschnitt erhält seine eigene akustische Identität.

Wir haben uns mehrfach dabei ertappt, Kämpfe einfach einen Moment wirken zu lassen, nur um die Musik zu genießen. Auch die Effekte sind wuchtig und klar abgestimmt, wodurch Treffer spürbar Gewicht bekommen.
Multiplayer und Komfort
Ihr könnt den Aufstand allein oder im Koop erleben, lokal auf der Couch oder gemeinsam mit einem Freund. Gerade mit realen Mitspielern entfaltet Absolum sein volles Potenzial, da ihr eure Angriffe koordinieren und Elementarkräfte kombinieren könnt.

Die Assistenzoptionen sind vorbildlich. Schaden am Gegner sowie eingehender Schaden lassen sich in Zehn Prozent Schritten anpassen, jeweils separat für beide Spieler. Dadurch könnt ihr unterschiedliche Erfahrungsniveaus perfekt ausgleichen.

Zusätzlich bietet das Spiel umfassende Anpassungen bei Tastenbelegung, Lautstärke und visuellen Effekten. Optionen gegen starke Lichteffekte sowie zusätzliche Farbkonturen erhöhen die Zugänglichkeit deutlich.

Inhalte nach dem Abspann
Auch nach dem Abschluss der Hauptgeschichte ist nicht Schluss. Anfang 2026 wurde ein kostenloses Update integriert, das einen weiteren Boss, einen Boss Rush Modus und zusätzliche Inhalte liefert.
Technisch wurde das Spiel weiter optimiert und kleinere Fehler bereinigt. So bleibt Absolum auch langfristig attraktiv für Fans, die ihre Fähigkeiten weiter perfektionieren möchten.
Fazit
Absolum ist mehr als ein nostalgisches Beat'em'up. Es ist eine Liebeserklärung an das Genre, die mutig neue Wege geht und sich deswegen zurecht Rogue'em'Up nennt. Wer Kampfspiele liebt und sich auf eine märchenhafte Welt Talamh mit Roguelike Elementen einlassen möchte, bekommt hier ein nahezu magisches Gesamtpaket. Dank kluger Assistenzoptionen bei der Schwierigkeit, muss niemand Angst vor Überforderung oder Unterforderung haben. Denn Absolum ist ein Spiel, das ihr erlebt haben solltet. Es spielt sich fantastisch, ist großartig vertont und gestaltet, perfekt für Ko-op-Sessions und mutig im Gamedesign. Wer länger motiviert und bestens unterhalten sein will, der lässt sich dieses, technisch ebenso saubere Abenteuer nicht entgehen.
- Wuchtiges Kampfsystem und Koop-Integration
- Hoher Wiederspielwert durch Roguelike Mechaniken
- Wunderschöne handgezeichnete Grafik
- Umfangreiche Assistenz und Barrierefreiheit
- Kein ausführliches Lore Menü
- Kein umfassendes Bestiarium
Vielen Dank an die Firma Dotemu für die Bereitstellung des Testmusters.