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Mario Tennis Fever

Mario Tennis Fever

Maik

Das große Tennisturnier des Pilz Königreichs ruft und wir von Nintendofans.de haben die Schläger geschwungen, bis die Fever Leiste glühte. Mit Mario Tennis Fever serviert Nintendo auf der Nintendo Switch 2 den bislang umfangreichsten Teil der Reihe. Ihr erlebt Matches, die zwischen taktischer Finesse und herrlichem Chaos pendeln. Nicht nur Veteranen kommen hier auf ihre Kosten. Auch Einsteiger finden dank ausführlicher Einführung schnell ins Geschehen. Wie das nun aber im Detail aussieht, lest ihr in unserem frisch aufgelegten Nintendo Switch 2 Test.

Mario Tennis Fever

NSW2

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NSW2
Spieler
1–4 lokal
Freigabe
USK ab 6

Tempo trifft Taktik

Herzstück von Mario Tennis Fever ist das bewährte, aber deutlich erweiterte Tennissystem. Neben klassischen Schlagarten wie Spin, Slice, Lob und Top Spin oder Stoppball steht vor allem die neue Fever Mechanik im Mittelpunkt. Während der Ballwechsel füllt ihr die gleichnamige Leiste, die euch bei vollständiger Ladung einen spektakulären Fever Schlag ermöglicht. Diese Spezialschläge sind blitzschnell, wuchtig inszeniert und sorgen regelmäßig für überraschende Wendungen.

Besonders spannend ist, dass viele Fever Effekte ihre Wirkung erst entfalten, wenn der Ball auf dem Boden aufsetzt. Hier kommt der Fever Konter ins Spiel, mit dem ihr das Chaos direkt zurück zum Gegner schickt. Dieses Wechselspiel aus Angriff und Reaktion verleiht den Ballwechseln eine zusätzliche taktische Ebene, die uns im Test immer wieder begeistert hat.

Zudem stehen euch rund 30 verschiedene Fever Schläger zur Verfügung. Jeder bringt einzigartige Effekte wie Eis, Feuer oder Wind ins Spiel, was nicht nur optisch charmant umgesetzt ist, sondern auch spielerisch neue Möglichkeiten eröffnet. Die Kombination aus Charakterstärken und Schlägereigenschaften sorgt für erstaunlich viel Varianz und motiviert zum Experimentieren.

Abenteuer, Turniere und Missionstürme

Im Abenteuer Modus erwartet euch eine Einzelspielerkampagne, in der Mario und seine Freunde in Babys verwandelt wurden. Ihr müsst eure Tennisfähigkeiten neu erlernen, Bosse bezwingen und diverse Herausforderungen meistern, um wieder zur gewohnten Form zurückzukehren. Dieser Modus, gewissermaßen auch ein Tutorial, ist ausführlich und erklärt alle Mechaniken verständlich, wirkt stellenweise jedoch etwas zu langatmig und unspektakulär.

Deutlich dynamischer präsentiert sich der Turnier Modus. In Cups wie dem Pilz-, Blumen- oder Stern-Cup tretet ihr gegen immer stärkere Gegner an. Für zusätzliche Würze sorgt die Plauderblume, die das Geschehen live kommentiert und für humorvolle Einlagen bekannt ist, wie man sie aus Super Mario Bros. Wonder kennt. Wir fanden die Kommentare meist unterhaltsam, gelegentlich aber auch leicht nervig.

Eine echte Herausforderung bieten die Missionstürme. Hier erklimmt ihr Etage für Etage, indem ihr spezielle Aufgaben unter Zeitdruck oder mit begrenzten Fehlversuchen erfüllt. Der Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich an, was besonders ambitionierte Spieler langfristig motiviert, Etage 10 zu erklimmen.

Kreativer Wahnsinn auf dem Court

Richtig kreativ wird es im Spezial Mix Modus. Hier erwarten euch alternative Regelvarianten und ungewöhnliche Plätze. Beim Ringeschießen sammelt ihr Punkte, indem ihr den Ball präzise durch Ringe schlagt, während auf dem Waldplatz Piranha Pflanzen die Spielfeldgröße beeinflussen.

Auf dem Flipperplatz lenken Elemente einer Flippermaschine den Ball unberechenbar ab, was für herrlich chaotische Situationen sorgt. Die Wunderfabrik integriert die bekannten Wundereffekte in das Tennisspiel und bringt das Spielfeld regelmäßig durcheinander. Gerade dieser Modus hat uns im Test immer wieder zum Lachen gebracht und zeigt, wie viel Spaß Mario Tennis Fever abseits klassischer Regeln machen kann.

Großartige Charaktervielfalt

Mit 38 spielbaren Figuren bietet Mario Tennis Fever die größte Auswahl der Seriengeschichte. Neben bekannten Gesichtern wie Mario, Luigi, Peach oder Bowser stehen auch Neuzugänge wie Gumba, die Piranha-Pflanze und Mopsie bereit.

Zahlreiche Baby Varianten erweitern das Feld zusätzlich. Die individuelle Spielweise jedes Charakters, kombiniert mit den Fever Schlägern, sorgt für starke Identifikation. Wir haben schnell unsere Favoriten gefunden und immer wieder neue Kombinationen ausprobiert, um das Maximum aus unseren Matches herauszuholen und uns zu amüsieren.

Freischaltbare Charaktere, Plätze und Schläger erhöhen die Langzeitmotivation deutlich. Denn ihr werdet regelmäßig belohnt und habt somit immer wieder ein neues Ziel vor Augen.

Der Mehrspieler als Herzstück

So gelungen die meisten Modi-Inhalte auch sind, das wahre Herz von Mario Tennis Fever schlägt im Multiplayer. Lokal tretet ihr im freien Spiel mit individuell anpassbaren Regeln gegeneinander an. Dank GameShare können bis zu vier Personen mit nur einem Exemplar gemeinsam spielen, auch über mehrere Konsolen hinweg. Diese faire Lösung hat uns im Test besonders gefallen.

Online erwarten euch Ranglisten Matches gegen Spieler weltweit sowie private Räume für lockere Partien. Das Ranglistensystem ist sauber umgesetzt und sorgt für motivierende Wettkämpfe. Die Partien liefen im Test größtenteils stabil, vereinzelte Anzeige und Wertungsfehler trübten das Bild jedoch leicht.

Der außerdem bestehende Realmodus integriert Bewegungssteuerung, bei der ihr die Joy-Con 2 Controller wie echte Tennisschläger schwingt. Die Idee ist charmant und sorgt für Partyspaß, allerdings zeigte sich die Steuerung nicht immer ganz präzise. Zudem dürft ihr auch im 1 vs. 1 oder im Doppel antreten.

Grafik und Technik

Auf der Nintendo Switch 2 präsentiert sich Mario Tennis Fever in knallbunter Optik mit detailreichen Arenen und ausdrucksstarken Charakteranimationen. Besonders die Fever Schläge beeindrucken mit dynamischen Effekten und flüssigen Bewegungsabläufen.

Die Performance überzeugte uns im Test größtenteils mit stabiler Bildrate von bis zu 60 fps, selbst wenn es auf dem Platz turbulent zuging, erhaltet ihr jenseits der 30. Gelegentliche Abstriche in der Plastizität von Objekten oder dem Detailgrad von Untergründen empfanden wir als ausbaufähig. Hinsichtlich Menüführung und Ladezeiten hat sich Mario Tennis Fever aber grundsätzlich nichts vorzuwerfen.

Auch das Hub-Design ist süß und liebevoll gemacht, der Kracher bleiben aber die Animationen der Spezialschläge und die vielseitigen Plätze. Denn wenn ihr auf Asche, Eis oder Waldboden spielt, wirkt sich das spürbar auf euer Spielerlebnis aus und das sieht man.

Das Sounderlebnis

Musikalisch untermalt ein stimmungsvoller Soundtrack die Matches, der sich dynamisch an das Geschehen anpasst und die Intensität der Ballwechsel unterstützt. Die Effekte der Fever Schläge klingen wuchtig und unterstreichen das Chaos auf dem Platz. Sonst sind die Soundeffekte eher funktional.

Die Plauderblume als Kommentator bringt Persönlichkeit ins Stadion. Mal sorgt sie für Schmunzler, mal hätten wir uns etwas Zurückhaltung gewünscht. Insgesamt trägt die Präsentation jedoch stark zur Atmosphäre bei.

Barrierefreiheit und Zugänglichkeit

Mario Tennis Fever bietet eine weitestgehend intuitive Steuerung mit klarer Tastenbelegung, die sowohl Einsteigern als auch Veteranen gerecht wird. Ihr könnt sie über das Menü einsehen, aber auch umbelegen. Gerade bei den Loops und Stoppbällen war es für uns eine gute Option, die Belegung auf die Schultertasten zu wechseln, damit die Schläge in Eile auch gut funktionieren. Dank teils frei konfigurierbarer Matchregeln könnt ihr darüber hinaus Bedingungen und Schwierigkeit, gerade der CPU-Gegner, gut anpassen.

Der Realmodus ermöglicht zudem einen niedrigschwelligen Zugang für Gelegenheitsspieler, auch wenn die Präzision der Bewegungssteuerung nicht immer vollständig überzeugt. Das Spielgefühl verhält sich hier ähnlich zu Tennis aus Nintendo Switch Sports. Insgesamt bleibt das Spiel also angenehm zugänglich.

8.0Wertung

Fazit

Mario Tennis Fever ist ein leidenschaftlicher Aufschlag für die Nintendo Switch 2. Das Spiel verbindet taktische Tiefe mit herrlichem Chaos und bietet so viele Charaktere wie nie zuvor. Ihr bekommt ein in energiegeladenes Gesamtpaket, das Tempo, Taktik und Spektakel auf beeindruckende Weise vereint. Die neuen Fever Schläger bringen frischen Wind in jedes Match und sorgen für Momente, in denen ihr jubelt, staunt und mitfiebert. Vor allem im Mehrspieler entfaltet das Spiel seine ganze Klasse und wird dank GameShare, Ranglisten Matches und kreativen Spezialmodi zum Partyspaß auf der Nintendo Switch 2. Die enorme Charaktervielfalt und die motivierenden Freischaltungen halten euch langfristig bei der Stange. Die Plaudereien der Plauderblume, ein Abenteuermodus mit mäßiger Substanz und kleinere technische Mängel in den Matches können nicht dafür sorgen, dass wir hier einen Netzfehler anzeigen müssen!

Design
8.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
8.5
  • Riesige Charakterauswahl mit 38 Figuren
  • 30 abwechslungsreiche Fever Schläger
  • Starker Multiplayer mit GameShare
  • Motivierendes Ranglistensystem
  • Abenteuer Modus stellenweise langatmig
  • Bewegungssteuerung mit Schwächen
  • Vereinzelte Anzeige- und Wertungsfehler

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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