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DRAGON BALL: Sparking! ZERO

DRAGON BALL: Sparking! ZERO

Maik

Schon beim ersten Start von Dragon Ball: Sparking! Zero auf der Nintendo Switch 2 hat uns eine Welle purer Nostalgie getroffen. Über drei Jahrzehnte Dragon Ball Geschichte, unzählige Videospiele und ungebrochene Fanbegeisterung führen uns zu diesem neuen Ableger, der sich viel vorgenommen hat. Wir haben den Switch-2-Port ausführlich getestet und verraten euch, warum dieser Fighting-Titel das Anlegen eures Kampfoutfits verdient.

DRAGON BALL: Sparking! ZERO

NSW2

Konsole
NSW2
Spieler
1–6 lokal
Freigabe
USK ab 12

Spielsystem und Umfang

Schon nach wenigen Minuten wird klar, wie gigantisch der Charakterpool ist. Mehr als 180 Kämpfer aus sämtlichen Serienablegern, Filmen und Specials stehen im Grundspiel bereit, jeder davon mit seinen ganz eigenen Angriffen, Transformationen und Moves. Während wir durch die Auswahl scrollen, begegnen wir ikonischen Gestalten in verschiedensten Formen, vom klassischen Son Goku über Goku Schwarz, bis hin zu Beerus oder den vielen Variationen von Majin Boo oder auch Fusionen wie Gotenks.

Besonders gefällt uns, wie flexibel die Modi ineinandergreifen. Ihr könnt euch im Story-Modus durch die großen Saga-Ereignisse kämpfen und erlebt diese aus gleich acht Charakterperspektiven. So bekommt ihr sowohl vertraute Momente präsentiert, als auch alternative Szenarien, die euch neue Begegnungen und freischaltbare Inhalte öffnen. Parallel dazu bieten die benutzerdefinierten Kämpfe einen Sandkasten für eigene Regeln, selbst erstellte Setups und Uploads in die globale Bibliothek.

Auch der Trainingsmodus wirkt erstaunlich umfangreich. Ihr dürft lokale, Online- oder CPU-Schlachten austragen, Teams zusammenstellen und euch so gezielt an bestimmte Kampfsituationen herantasten. Wir fanden besonders angenehm, dass schwere Kämpfe über die Option zur Schwierigkeitsreduktion leichter zugänglich werden und das Tutorial viele Hürden der komplexen Steuerung elegant abbaut.

Gameplay und Kampfmechaniken

Sobald der erste Kampf beginnt, wisst ihr: Das hier ist Budokai-Tenkaichi in moderner Form. Kämpfe laufen überwiegend in schneller 3D-Arena-Dynamik ab, in der Sprintangriffe, Konter-Momente und Ki-Management (teils automatisierbar) über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bewährte Anime-Moves wie Strahlenangriffe, Ki-Schübe oder Spezialfähigkeiten lassen die Arena beben und wirken trotz portbedingter Einschränkungen beeindruckend.

Während unserer Tests wurde schnell deutlich, wie essenziell das Timing ist. Wer Ki nicht sauber aufbaut, macht sich in höheren Schwierigkeitsgraden schnell angreifbar. Gleichzeitig fühlt es sich ungeheuer befriedigend an, wenn ein perfekt platzierter Kamehameha-Konter das Blatt wendet. Auch Teamkämpfe verleihen dem Gameplay eine neue Intensität, da ihr bis zu drei Kämpfer aufeinander abstimmen könnt.

Ein echtes Highlight ist die optionale Bewegungssteuerung, die mit den Joy-Con 2 erstaunlich präzise funktioniert und das Nachahmen von mächtigen Angriffen erlaubt. Obwohl sie für längere Spielsessions etwas anstrengend ist, erzeugt sie ein immersives Gefühl, als würdet ihr selbst Ki aufladen und Attacken schleudern.

Story und Präsentation

Der Story-Modus deckt große Teile der Saga ab. Obwohl die Erzählweise hauptsächlich über Zwischensequenzen und Kampfsequenzen funktioniert, fühlt sich das Gesamtpaket wie eine kompakte, spielbare Serie an. Besonders gefallen haben uns die Perspektivwechsel, da sie bekannte Momente frisch erscheinen lassen.

Zwischensequenzen sind solide inszeniert, wenn auch nicht immer auf dem hohen Niveau der anderen Heimkonsolen. Trotzdem gelingt es dem Spiel, emotionale Dragon-Ball-Momente wirkungsvoll einzufangen, angefangen vom Schlagabtausch zwischen Goku und Freezer bis hin zu den apokalyptischen Auseinandersetzungen gegen Goku Schwarz.

Freischaltbares, Individualisierung und Sammelspaß

Ein echter Pluspunkt ist die Fülle an sammelbaren Inhalten. In der Galerie könnt ihr Musikstücke, Zwischensequenzen und Artworks freischalten. Die Charakter-Enzyklopädie gibt spannende Hintergrundinfos, die uns oft dazu verleitet haben, Figuren auszuprobieren, die wir sonst übersehen hätten.

Darüber hinaus lassen sich Outfits, Emotes und Booster erwerben, die eure Kämpfer personalisieren oder verbessern. Hier zeigt sich allerdings auch die Schattenseite: Einige Inhalte sind nur via Mikrotransaktionen über den eShop zu bekommen. Sie sind nicht zwingend nötig, um das Spiel zu genießen, aber wer wirklich alles komplettieren möchte, wird um zusätzliche Käufe kaum herumkommen.

Besonders motivierend fanden wir hingegen die Belohnungen durch Zen-Oh und Whis, die euch für Herausforderungen und Erfolge mit Items, Boostern oder sogar Dragon Balls bestätigen. Das Erfüllen der Sammelziele fühlt sich dadurch wie eine echte Reise durch das Franchise an.

Multiplayer und Online-Funktionen

Online-Matches fordern eure Fähigkeiten ernsthaft heraus. Rivalen aus aller Welt sorgen dafür, dass ihr eure Strategien verfeinert und neue Charaktere ausprobiert. Bei der Spielbalance hat Bandai zudem die jahrelange Erfahrung genutzt und erlaubt, eine gewisse Punktzahl für Kämpfer zu verwenden. Dadurch müsst ihr ein durchmischtes Team aufstellen, dass per se über das gleiche Potenzial verfügt wie eure Gegner. Leider ist das Matchmaking ein Graus. Wir hatten große Probleme, spielbare Sessions zu finden, wodurch wenig Online-Spiel möglich war, von dem wir euch berichten könnten.

Lokal ist es darüber hinaus möglich, mit bis zu sechs Spielern auf einer einzigen Konsole anzutreten. In größeren Runden entstehen chaotische, aber enorm unterhaltsame Sessions, bei denen die Bildfläche zum wahren Effektspektakel wird. Wer mehrere Switch-Konsolen besitzt, darf drahtlose Mehrspielerpartien starten, die technisch zuverlässig und angenehm flüssig liefen. Doch auch hier ist zu erwähnen, dass der Multiplayer hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Ihr könnt lediglich eine einzige Arena nutzen und auch sonst keine Kampf-Einstellungen vornehmen, die individualisieren würden. Die Auswahl von Kämpfern, z.B. für Spieler 1 und 2 erfolgt umständlich per Klick auf die ZR/ZL, während das angezeigte Kämpfer-Menü nur bedingt nutzerfreundlich ist. Kritik dieser Art musste sich Sparking! Zero schon vor gut einem Jahr zum PS5 und Xbox X/S Release gefallen lassen. Leider ist hier jedoch nicht nachgebessert worden.

Auch für Einzelspieler ist im Online-Spiel, z.B. im Weltturnier, einiges zu erleben, wenn man denn eine Lobby findet. Cross-Play scheint es nicht zu geben und so verpufft der Reiz verschiedener Turnier-Arenen, sofern man nicht im offline-Modus spielt bzw. gezielt Freunde in einen selbst erstellen Raum einladen kann. Ist diese Voraussetzung gegeben, ist das Online-Spiel erfreulich spaßig.

Grafik und Technik auf der Nintendo Switch 2

Der grafische Stil basiert auf einer Mischung aus handgezeichnet wirkenden Konturen und modernen 3D-Modellen. Besonders Charakteranimationen und Effekte wirken liebevoll ausgearbeitet. In den Kämpfen sorgen Explosionen, Energiestrahlen und Transformationen für visuelle Wucht, die sich eng an der Anime-Vorlage orientiert.

Auf technischer Ebene liefert die Switch-2-Version überwiegend stabile Leistung mit 30fps. Die Framerate bleibt überwiegend konstant, nur in extrem effektreichen Szenen kommt es zu kurzen Einbrüchen. Die Auflösung wirkt sauber, jedoch nicht ganz so knackig wie auf Heimkonsolen. Gelegentlich hätten wir uns etwas mehr plastische Tiefe in den Umgebungen gewünscht, denn manche Arenen bleiben hinter dem Potenzial der neuen Hardware zurück.

Trotzdem vermittelt der Port insgesamt ein rundes Gesamtbild. Das Spielgefühl bleibt flüssig, die Ladezeiten zumeist angenehm kurz und das Effektgewitter wirkt auch mobil eindrucksvoll. Lediglich bei Zwischensequenzen und dem Wechsel der z.T. in Bildern dargestellten Hintergrundgeschichte kommt es immer mal wieder zu Verzögerungen und längeren Ladephasen.

Sound und Sprachausgabe

Musikalisch liefert der Titel eine kraftvolle Mischung aus typischen Dragon-Ball-Rock-Themes, dynamischen Kampfstücken und meist atmosphärischen Zwischensequenzen. Der Soundtrack sorgt dafür, dass wir uns sofort im hitzigen Kampf-Setting angekommen fühlen.

Erfreut hat uns die Wahlmöglichkeit zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe, auch wenn eine deutsche ebenfalls gern gesehen wäre. Beide Varianten sind gut gesprochen, gleichwohl einzelne Charaktere gelegentlich Schwächen in der Sprechdynamik zeigen. Immerhin erleichtern die deutschen Untertitel das Verständnis. Allerdings empfehlen wir euch dringend, die Umgebungslautstärke etwas herunterzuregulieren, da Explosionen und Effekte sonst die englischen Dialoge übertönen und das Lesen der Untertitel gerade in hektischen Momenten ohnehin schon schwer wird.

Barrierefreiheit und Bedienung

Einsteiger profitieren vom ausführlichen Tutorial, das die komplexen Mechaniken geduldig erklärt. Die Menüs generell sind allerdings nicht immer intuitiv, wodurch die Navigation zwischen Episoden oder Modi manchmal unnötig umständlich erscheinen kann.

Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, die Schwierigkeit dynamisch anzupassen. Dadurch können selbst Anfänger ihre Lieblingsszenen erleben, ohne an übermächtigen Antagonisten zu verzweifeln. Auch die Untertiteloptionen und die regulierbaren Soundkanäle erlauben moderate Anpassungen, wenngleich besonders bei hitzigen Kämpfen die Lesbarkeit stark leidet. Auch automatische Schübe und Ki sind gern gesehene Barrierefreiheiten, die um andere Parameter nochmals ergänzt werden können.

7.0Wertung

Fazit

Dragon Ball: Sparking! Zero ist auf der Nintendo Switch 2 ein Powerpaket. Nostalgie, feinste Gameplay-Action und Serienliebe holen jeden Dragon Ball Fan ab. Egal ob in der Story, im (Team-) Kampf oder auf der Jagd nach neuen Outfits und Charakteren – der Spaß im Singleplayer ist riesig! Zwar gibt es auch kleinere Unzulänglichkeiten bei der Qualität der Modi, der Framerate und den Ladezeiten zwischen Sequenzen, trotzdem begeistert das Spiel vor allem durch seinen gewaltigen Umfang an Kämpfern und die toll inszenierten Story-Episoden, die von intensiven Kämpfen und der dichten Atmosphäre profitieren. Einzig dem Multiplayer-Modus fehlt es an online befüllten Lobbys und offline ausreichender Anpassbarkeit.

Design
8.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
6.0
  • Über 180 Charaktere, teils freizuschalten
  • Verschiedene on/offline-Modi, inklusive Story, custom und Teamkämpfen
  • Bewegungssteuerung sorgt für immersive Momente
  • Enzyklopädie, Belohnungen und Freischaltungen
  • Mikrotransaktionen für Komplettierung und Outfits
  • Episodenwahl und Menüführung teilweise unübersichtlich
  • Kleinere Lags im Story-Modus vor Kampfaufbau
  • Einige Umgebungen wirken etwas flach und weniger plastisch

Vielen Dank an die Firma Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.

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