
Sonic Racing: CrossWorlds
Neben Mario Kart World gesellt sich nun ein weiterer Fun-Racer auf die Nintendo Switch 2 – Sonic Racing: CrossWorlds. Der Titel setzt weiterhin auf klassische Cups, erfindet sich aber gewissermaßen doch neu. Wie uns der Titel gefallen hat, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Sonic Racing: CrossWorlds
NSW2
- Genre
- Racer
- Serie
- Sonic the Hedgehog
- Entwickler
- Sega
- Publisher
- Sega
- Konsole
- NSW2
- Spieler
- 1–12 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Klassisches Konzept mit frischem Twist
Insgesamt bietet der Titel acht verschiedene Cups mit jeweils vier Rennen. Ihr könnt dabei zwischen vier Geschwindigkeitsstufen wählen. Im Grunde hat sich nichts Grundlegendes geändert, würde das neue „CrossWorld“ nicht frischen Schwung auf die Piste bringen.
Im Rennen kann der Fahrer an erster Position zu Beginn der zweiten Runde durch ein Portal in eine alternative Welt springen. Man kann direkt das Level wählen oder es dem Zufall überlassen. Das gesamte Fahrerfeld folgt nach, was immer sehr spannend ist, da sich die komplette Umgebung, als auch das Streckenlayout ändert. In der dritten Runde kehren alle wieder auf die Ursprungsstrecke zurück. Gerade CrossWorld bringt die Brise Überraschung ins Rennen, was dann so richtig viel Spaß mit sich bringt. Mal rast man durch futuristische Städte, unter den Beinen von Dinos durch, über blühende Wiesen oder feurige Lavafelder.
Das vierte Rennen eines Cups ist ein bunter Remix aus den drei vorherigen Strecken. Insgesamt gibt es 39 Locations zu befahren, darunter 24 Haupt- und 15 CrossWorld-Strecken. Hier dürfen ikonische Orte aus dem Sonic-Universum nicht fehlen.
Business as usual!
Wer gerne Fun-Racer spielt, der wird sich mit der Steuerung sofort heimisch fühlen. Sie ist sehr ähnlich jener von Mario Kart, selbst das Driften, obwohl es hier eine Spur präziser reagiert und etwas Eingewöhnung erfordert. Drifte dich mit anschließenden Boosts an die Spitze oder lade Sprünge als Wasserfahrzeug auf, um schneller zu sein oder höhere Areale zu erreichen.
Auf jeder Strecke warten auf euch jede Menge Ringe. Bis zu 100 könnt ihr standardmäßig sammeln, mit bestimmten Perks sogar mehr. Diese dienen nicht nur als Highscorequelle, sondern verleihen euch auch den ein oder anderen Vorteil – vor allem wenn es um das Thema „Treffer“ geht.
Ein weiterer Bestandteil sind wie immer die „Items“. Von Boosts, Magneten, bis hin zu fiesen Projektilen darf hier nichts fehlen. Viele Dinge kennen wir auch aus Mario Kart. Ist es dort beispielsweise eine Ölspur die einem die Sicht nimmt, ist es hier eine Art Schleim. Für Chaos, Spaß und die nötige Abwechslung ist auf alle Fälle gesorgt.

Fahrzeug-Tuning und Charaktere
Was Sonic Racing: CrossWorlds von anderen Fun-Racern abhebt, sind die vielen Möglichkeiten sein Fahrzeug anzupassen. Ihr könnt neue Fahrzeuge mit Tickets freischalten (die ihr bei Rennen und Herausforderungen verdient), einzelne Fahrzeugteile, Reifen etc. austauschen, die Farbe verändern, Sticker anlegen und Attribute wie Beschleunigung oder Handling individuell anpassen. Wir haben uns beispielsweise ein Kart im Look des Batmobils aus der 60er-Serie erstellt. So könnt ihr optisch, wie auch spielerisch, euer ganz persönliches Rennen erleben.
Für Abwechslung sorgt auch das Gadget-System. Vor dem Rennen könnt ihr bis zu sechs Slots nutzen, um unterschiedlichste Fähigkeiten (bis zu 70 Gadgets) auszurüsten und zu kombinieren. Diese bieten den Fahrern individuelle Vorteile. Manche sorgen dafür, dass ihr mit einem Boost startet, andere erhöhen euer Ring-Limit oder erweitern euer Item-Inventar. Dieses Feature bringt das taktische Element in die Rennen. Die unter den Fans beliebten „Extreme Gear“- Hoverboards kehren ebenfalls auf die Rennstrecke zurück. Egal ob durch Land, Meer, Luft oder anderen Dimensionen werdet ihr volle Action erleben.
Sonic Racing: CrossWorlds bietet die größte Charakterauswahl in einem Sonic-Racer jeher. Wählt aus 23 kultigen Charakteren aus dem Universum des blauen Igels. Im Laufe der nächsten Zeit, vor allem jene, die den Season Pass ihr Eigen nennen, werden sich weitere Gastcharaktere aus anderen Franchises der Riege anschließen. Freut auch auf Figuren aus Minecraft, Pac-Man, SpongeBob, Teenage Mutant Ninja Turtles, Avatar und viele mehr. Natürlich gibt es auch ein paar Gratis-Gast-Charaktere wie Joker aus Persona 5, Kasuga Ichiban, Hatsune Miku und weitere dürften noch folgen. Jedenfalls versucht Sega so die Community etwas länger bei der Stange zu halten.
Mehr als nur Cups
Neben den klassischen Cups (Grand Prix) gibt es noch andere Möglichkeiten sich als Fahrer zu beweisen. Im „Rivalenmodus“ könnt ihr euch mit verschiedenen Charakteren messen. Besiegt ihr alle 23 Rivalen, wird ein geheimer 24. freigeschaltet. Dazu kommt „Gegen die Zeit“ mit 78 Medaillen und freischaltbaren Soundtracks für die Jukebox.
„Rennpark“ ist ein neuer Partymodus, der 6 Match-Typen bietet, wie beispielweise: „Wer schafft die meisten Abschüsse“ und viele mehr. Hier könnt ihr spezielle Fahrzeuge ergattern. Natürlich gibt es auch einen Online-Modus, wo ihr in Ranglistenrennen gegen den Rest der Welt antreten, Belohnungen verdienen und Sticker, sowie Titel sammeln könnt. Spielt außerdem mit bis zu 11 anderen Spielern online in privaten Lobbys. Hier könnt ihr das Renntempo, Teamgröße, Strecken, KI-Schwierigkeit, Gegenstände und die Regeln individuell festlegen. Besonders motivierend ist, dass jeder Charakter seinen eigenen Fortschrittspfad hat, was den Wiederspielwert enorm erhöht.
Bunt ist cool!
Optisch präsentiert sich Sonic Racing: CrossWorlds in bester Sega-Manier: bunt, schnell und voller Power. Die Strecken sind gut durchdacht und bieten die nötige Abwechslung: Tropische Inseln glitzern im Sonnenlicht, Neonlichter beleuchten futuristische Areale, während in Lava-Arenen es sehr hitzig zur Sache geht. Der nahtlose Übergang zur CrossWorld zeigt, wie viel Arbeit in die Engine gesteckt wurde.
Der Titel verfügt dabei über eine erstaunlich gute Performance, läuft stabil und flüssig, egal ob bei Übergängen oder wenn sich Effekte auf dem Bildschirm tummeln. Satte Farben, die kurzen Ladezeiten und einwandfreie Texturen können sich sehen lassen. Zwar erreicht Sonic Racing: CrossWorlds nicht ganz die Perfektion eines Mario Kart, doch es muss sich in keinster Weise verstecken und punktet vor allem durch die vielen Einstellungsmöglichkeiten und der CrossWorld.
Klanglich liefert Sega ebenfalls ab. Energiegeladene Elektrobeats wechseln sich mit rockigen Remixen bekannter Sonic-Themes ab. Jede Strecke hat ihre eigene Musik, welche perfekt das Setting unterstreicht. Auch die Soundeffekte können sich hören lassen, genauso wie die deutsche Sprachausgabe und die Charakterrufe, die sparsam, aber gezielt eingesetzt wurden, um das Game noch lebendiger zu machen. Wer möchte, kann im Menü sogar eigene Musikstücke für bestimmte Strecken auswählen.
Fazit
Sonic Racing: CrossWorlds öffnet neue Dimensionen im Funracer-Genre und ist damit die überzeugendste Alternative zu Mario Kart die es je gab. Liefert euch Grand Prix-Rennen in klassischen Cups oder entdeckt einige andere Modi, die euch bei Laune halten. Viele Charaktere, reichlich Inhalte zum Freischalten und ein motivierendes Tuning-System halten euch über längere Zeit motiviert. Optisch kann sich der Titel nichts vorwerfen und die Übergänge zwischen den Welten sind butterweich. Gerade dieses CrossWorld Feature ist so unberechenbar spaßig, dass es das Gesamtpaket wundervoll abrundet. Wer eine Alternative zu Mario Kart sucht, der wird mit diesem Titel definitiv seine Freude haben.
- CrossWorlds
- Viele Inhalte und Freischaltbares
- Umfangreiches Tuning-System
- Großartiges Gameplay
- Item-Balancing nicht immer optimal
- Sich wiederholende Strecken im 4. Rennen
- Drift-Mechanik braucht Eingewöhnung
Vielen Dank an die Firma SEGA für die Bereitstellung des Testmusters.


