
Star Wars Outlaws Gold Edition
Schon seit Jahrzehnten erscheinen Star-Wars-Spiele auf nahezu jeder Konsole. Doch mit „Star Wars Outlaws“ wagt sich die Reihe erstmals in eine offene Spielwelt. Das Genre ist hart umkämpft – umso höher liegen die Erwartungen. Neben der PS5-Version, haben wir nun auch den Ableger für die Nintendo Switch 2 ins Visier genommen. Wie uns der Titel gefallen hat, erfahrt ihr hier.

Star Wars Outlaws Gold Edition
NSW2
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- NSW2
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 16
Eine neue Heldin betritt die Bühne
„Star Wars Outlaws“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games und wurde von Ubisoft entwickelt. Der Publisher ist bekannt für seine riesigen Karten und zahlreichen Aufgaben – ein Konzept, das manche Spieler mittlerweile ermüdet. Doch gelingt es „Outlaws“, frischen Wind in diese Formel zu bringen?
Die Geschichte ist zwischen „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ angesiedelt und hebt sich spürbar von bisherigen Star-Wars-Spielen ab. Im Zentrum steht Kay Vess, die sich in der Galaxis einen Namen machen möchte. Sie ist im kriminellen Milieu aufgewachsen und hat früh gelernt, zu überleben – nicht als strahlende Heldin, sondern als clevere Überlebenskünstlerin, die auch vor moralisch fragwürdigen Entscheidungen nicht zurückschreckt.
Unterstützt wird Kay von ihrem Alien-Begleiter Nix. Dieser kann auf Knopfdruck Schalter betätigen, Gegner ablenken oder Beute stibitzen und bringt so frischen Wind ins Gameplay. Auch Kays Interaktionen mit dem Droiden ND-5 und anderen Figuren verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe. Das Spiel verbindet neue Storyelemente geschickt mit bekannten Gesichtern und Schauplätzen – perfekt für Fans, aber auch zugänglich für Neulinge.
Ruf ist alles – Das Reputationssystem
Um sich in der Galaxis zu etablieren, erledigt Kay Missionen für unterschiedliche Syndikate. Spieler entscheiden selbst, mit welchen Fraktionen sie sympathisieren. Über das Reputationssystem wirken sich Handlungen direkt auf Missionen, Preise und das Verhalten der NPCs aus.
Von Hutt-Kartell über Pyke-Syndikat bis Crimson Dawn: Jede Organisation hat eigene Stärken, Schwächen und Belohnungen. Wer Aufträge für eine Gruppe erledigt, verschlechtert möglicherweise das Verhältnis zu einer anderen. Selbst Dialogentscheidungen und kleinere Nebenquests können Einfluss auf die Loyalität nehmen.
Hoher Ruf kann exklusive Missionen freischalten oder Rabatte ermöglichen, während ein schlechter Ruf zu höheren Preisen, blockierten Händlern oder sogar Angriffen führen kann. Da es kaum möglich ist, bei allen Fraktionen beliebt zu bleiben, entsteht ein strategisches Abwägen, das dem Spiel hohen Wiederspielwert verleiht.

Open World trifft Abenteuer – Das Gameplay
Obwohl „Star Wars Outlaws“ eine offene Welt bietet, erinnert der Spielfluss in manchen Momenten an cineastische Action-Adventures à la Uncharted. Third-Person-Shooter-Mechaniken, Stealth-Passagen und Erkundung verschmelzen zu einem stimmigen Mix.
Man besucht unterschiedliche Planeten, erledigt Aufträge und entdeckt Geheimnisse – im eigenen Tempo. Das Balancing gelingt Ubisoft erstaunlich gut: Die Welt ist groß, aber nicht erdrückend. Wer alles erkunden will, wird ebenso glücklich wie Spieler, die sich lieber auf die Hauptstory konzentrieren.
Die Steuerung funktioniert präzise und intuitiv – egal ob beim Klettern, Schleichen, Schießen oder Schwingen mit dem Enterhaken. Neue Waffen und Gadgets erweitern die taktischen Möglichkeiten, während nahtlose Übergänge zwischen Zwischensequenzen und Gameplay für einen hohen Produktionswert sorgen. Besonders die Weltraumkämpfe sind ein Highlight und fügen sich organisch in die Open World ein.
Individualisierung von Kay Vess
Im Menü können Spieler Kay optisch und funktional anpassen. Kostüme sind nicht nur kosmetisch, sondern bieten spielerische Vorteile wie bessere Tarnung oder erhöhten Schutz. Neue Outfits schaltet man über Missionen, Händler oder Schatztruhen frei.
Ob klassische Star-Wars-Gewänder oder neue Designs – jedes Outfit beeinflusst, wie NPCs reagieren. Eine imperiale Uniform verringert etwa den Verdacht von Sturmtruppen, während Rebellen misstrauischer werden. Farbvarianten und ortsangepasste Kleidung verstärken zusätzlich das Gefühl, wirklich Teil der Galaxis zu sein.
Technische Umsetzung
Grafisch und akustisch überzeugt „Star Wars Outlaws“ auf ganzer Linie. Die Welten – von den staubigen Ebenen Tatooines bis zu den Neonlichtern Coruscants – wirken lebendig und detailreich. Ubisoft liefert mit Star Wars Outlaws auf der Nintendo Switch 2 eine überraschend überzeugende Umsetzung ab. Während frühe Gerüchte auf größere Leistungsprobleme hindeuteten, zeigt sich im Praxischeck ein anderes Bild: Das Spiel läuft insgesamt stabil und reagiert präzise – kleinere Einbrüche in der Bildrate tauchen zwar gelegentlich auf, beeinträchtigen das Spielerlebnis aber kaum.
Besonders gelungen ist, dass Outlaws sowohl klassische Steuerung als auch Bewegungs-Features nutzt. Zudem lassen sich Spielstände dank Cross-Save nahtlos zwischen verschiedenen Plattformen übertragen. Selbst das Inventar kann komfortabel über den integrierten Touchscreen verwaltet werden.
Allerdings müssen Spielerinnen und Spieler bei der Switch-2-Fassung auf einen 60-fps-Modus verzichten. Stattdessen ist ein konstanter 30-fps-Modus verfügbar – dieser läuft dafür weitgehend flüssig. Ray Tracing wird unterstützt. Sowohl im Handheld- als auch im Dock-Modus überzeugt Outlaws mit solider Optik. Ubisoft hat das Spiel für die Hardware der neuen Konsole angepasst: Texturen wurden optimiert, können aber im direkten Vergleich mit einer PS5 natürlich nicht mithalten. Die dynamische Auflösung passt sich an Spielsituationen an und die Ladezeiten profitieren von der schnelleren NVMe-Speicherarchitektur der Switch 2. Zwar reicht die grafische Qualität nicht ganz an PC, PS5 oder Xbox Series X/S heran, doch das Gesamtpaket kann sich auf Nintendos Plattform absolut sehen lassen. Wer nur auf die Nintendo Switch 2-Version zugreifen kann, den erwartet ein rundum gelungener Port, der den anderen Ablegern nur in kleinen Details nachsteht - ein purer Genuss! Star Wars Outlaws zeigt, dass nun selbst auf Nintendo-Konsolen AAA-Titel ihre Berechtigung haben.
Die Animationen und Soundeffekte sind erstklassig umgesetzt. Die Charaktermodelle sehen anderwärtig besser aus, aber können sich auf der Nintendo Switch 2 durchaus sehen lassen. Die deutsche Synchronisation und der dynamische Soundtrack – eine Mischung aus neuen Stücken und bekannten Motiven – runden das audiovisuelle Erlebnis ab.
Gold-Edition
Mit der Gold Edition von Star Wars Outlaws erhaltet ihr Zugang zum Hauptspiel und dem Season-Pass, inklusive:
- Story-Erweiterung Star Wars Outlaws: Wild Card
- Story-Erweiterung Star Wars Outlaws: A Pirate's Fortune
- Exklusive Mission „Jabbas Schachzug
- “Kesselflieger-Charakterpaket
- Paket „Vermächtnis des Jägers“
- Kartell-Ronin-Paket
Fazit
„Star Wars Outlaws“ eröffnet neue Galaxien für Nintendo-Gamer! Es ist ein eindrucksvolles Open-World-Abenteuer, das die Essenz von Star Wars einfängt und zugleich frische Ideen liefert. Grafik, Story, Gameplay und Sound bilden ein stimmiges Gesamtpaket, das Fans wie Neueinsteiger gleichermaßen begeistert. Der Port für Nintendos-Konsole ist mehr als gelungen. Mit stabiler Performance und ansprechender Grafik – sowohl im Dock- als auch im Handheld-Modus – sowie Bewegungssteuerung und Cross-Save-Funktion ist dies eine klare Empfehlung für Star-Wars-Fans auf der Switch 2. Ubisoft setzt damit einen neuen Maßstab für Star-Wars-Spiele – und wir hoffen, dass diese Qualität in zukünftigen Titeln fortgeführt wird.
- Packende Story mit interessanten Charakteren
- Hervorragende Sound- und Effektkulisse
- Tolle Performance – es sieht einfach gut aus
- Spielt sich großartig
- Nur 30fps
- Charaktermodelle etwas grob
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


