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ScourgeBringer

ScourgeBringer

Maik

ScourgeBringer

NSW

Entwickler
Plug In Digital
Konsole
NSW
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 16

Mit ScourgeBringer präsentiert uns Publisher Team17 einen weiteren Roguelike-Titel in Pixeloptik, der durch verschiedene Mechaniken zu überzeugen versucht. Ob dies gelingt, lest ihr hier im Test.

Invasion aus dem All

Die Erde wird von Außerirdischen angegriffen und von dortan gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Um Die Bedrohung zu beseitigen, haben die Menschen eine Schnittstelle in die Welt der Aliens gefunden. Bisher entsandte Krieger waren jedoch erfolglos, die Erde aus der Gewalt der Außerirdischen zu befreien und kehrten folglich nicht zurück. Nun ist es an der stärksten Kriegerin des Planeten – Kyhra – den Ungetümen das Fürchten zu lehren und die Bosse zu bezwingen, um letztlich wieder Ordnung auf dem Planeten Erde herzustellen.

In den Kampf ziehen

ScourgeBringer wirft uns, nach einem kurzen Intro zur Erklärung der Umstände, in das Kampfgeschehen. Als Kyhra gilt es das Spiel zu meistern, indem wir uns durch fünf verschiedene Level kämpfen, von denen eines schwieriger ist als das vorherige. In jedem Level gilt es eine Vielzahl an Räumen zu säubern, die von unterschiedlich garstigen Feinden gespickt sind. Dabei ist das Spielprinzip recht einfach erklärt: Sobald wir einen Raum betreten, schließen sich die Übergänge zu weiteren und vorherigen Räumen bis wir alle aktuellen Gegner beseitigt haben. Diese können sofort präsent sein oder in Wellen auftauchen. Ebenfalls gibt es von Zeit zu Zeit kleinere Raum-Bosse, die besiegt werden müssen, ehe wir am Ende eines Levels den jeweiligen Hauptboss, sogenannte Judges, zu Gesicht bekommen.

Das Spielprinzip

Um dem gerecht zu werden, sind wir von Beginn an mit einem Schwert ausgestattet, dass in Windeseile Hiebe austeilen kann. Zusätzlich verfügen wir über eine Sprung- und Dashfähigkeit, die mit Schwerthieben kombiniert werden kann. Sobald wir Feinde in der Luft bekämpfen, können wir uns stufenlos zu den anderen vorankämpfen. An dieser Stelle zeigt das Spiel bereits eine seiner vielen Stärken: die Mühelosigkeit des Kampfgeschehens. Die Eingaben funktionieren hier perfekt, sodass sofort Spielspaß aufkommt. Dies ist besonders wichtig, da es sich bei einem Roguelike wie diesem nicht vermeiden lässt, regelmäßig zu sterben. Erwähnenswert ist dabei jedoch, dass jeder Tod in das große Ziel einzahlt, stetig weiter voran zu kommen. Denn während des Spielverlaufs können wir durch besiegte Gegner Blut einsammeln, unsere Art der Spielwährung und in unregelmäßigen Abständen an Blutaltaren vorbeikommen. Diese ermöglichen es uns für den jeweiligen Run eine Verbesserung zu wählen, die uns das Leben ein wenig leichter machen soll, die anstehenden Herausforderungen jedoch nicht unbalanced. Zusätzlich schalten wir, beim Besiegen vieler Feinde in kurzer Zeit, unsere zweite Waffe, eine Pistole, frei. Diese lädt sich mit besiegten Feinden auf und kann eine kurze Zeit effektiv zur Beseitigung der Plagen eingesetzt werden.

Schaffen wir größere Meilensteine, wie besiegte Bosse, erhalten wir zudem Juwelen, die wir wiederum im Talentbaum ummünzen können. Dieser lebt von den vielen Runs, die wir im Verlaufe des Spiels bestreiten werden. So können wir am Anfang die permanenten Effekte freischalten, die uns die Schnellreisen zwischen den Räumen ermöglichen oder nach dem Dash eine wellenförmige Attacke absetzen lassen. Besonders coole Fähigkeiten sind zum Beispiel das „Zurückschicken“ von gegnerischen Projektilen. Je wirkungsvoller das Upgrade ist, desto höher sind die Anforderungen des Freischaltens. Entsprechend viele Runs müssen wir vorher absolvieren und dabei fleißig Gems einsammeln.

Visuelle Effekte und Designs

ScourgeBringer erzeugt mit seiner Liebe zu Pixeln und einer gesetzten Farbpalette ein sehr stimmiges Abenteuer mit treuem Design-Schema. Wir behalten über das Spiel hinweg einen guten Überblick über das Geschehen und erleben gerade die Judges in all ihrer Erbarmungslosigkeit. Egal ob Geschosse, Hiebe oder andere Umgebungseffekte, das Spiel ist in den meisten Fällen treffsicher und präzise in seiner Darstellung. Erwähnenswert ist es dennoch, dass gerade zu Beginn die Rate der Wiederholung bekannter Level doch recht hoch ist. Durch das begrenzte Spektrum an freigeschalteten Fähigkeiten sehen wir Umgebungen häufiger als uns zum Teil lieb ist. Hier punkten andere Roguelikes mehr, die stärkeren Fokus auf abwechslungsreich prozedural generierte Level setzen.

Benutzerfreundlichkeit wird großgeschrieben

Viele von euch werden es von Roguelikes weder erwarten noch kennen, doch in ScourgeBringer soll der Spielspaß auch bei denjenigen nicht zu kurz kommen, die womöglich weniger geschickt im Bezwingen solch anspruchsvoller Titel sind oder einfach nicht die Zeit oder Geduld haben, sukzessiven Fortschritt zum Erreichen ihres Spielfortschritts zu machen. Für all jene liefert das Spiel die Optionen, die sich insbesondere positiv auf die Benutzerfreundlichkeit auswirken. So können wir festlegen, in welcher Geschwindigkeit gegnerische Attacken auf uns einprasseln oder wie stark wir von Heilungseffekten bedacht werden. Beispielsweise lässt sich hier jederzeit definieren, ob Heilungspunkte häufiger präsent sind oder wir uns sogar unverwundbar machen wollen, wenn wir einfach nur Lust auf das Spielerlebnis und weniger auf dessen Teil des Scheiterns haben. Hier wird an jeden Spielertyp gedacht, was dem Spiel einen großen Pluspunkt einbringt. Zusätzlich könnt ihr die Textgeschwindigkeit, ihre Darstellung in Pixeln oder Klarschrift oder die Spielsprache verändern.

Kraftevolle Soundtracks unterstützen die Kampf-Action

Das Spiel wird von einem gut gepackten Soundtrack begleitet. Die Sounds sind gemächlich während ruhiger Momente, doch sobald wir in den Kampfmodus gehen, weil Feinde aufploppen, wird es rasant. Hier wechselt ein Metal-Sound den anderen ab und macht das furiose Gameplay gleich noch fetziger. Er bringt Schwung ins Spiel und bringt uns, in Form von Kyhra, wahrlich in einen Blut- und Kampfrausch. Auch hier zeigt das Spiel eine wahrlich tolle Abstimmung.

8.5Wertung

Fazit

ScourgeBringer bringt die richtige Mischung für Hardcore Roguelike-Fans und diejenigen, die es Stück für Stück werden wollen. Mit einem toll ausbalancierten Fähigkeiten- und Perksystem, einem extrem geschmeidigen Gameplay und einer Benutzerfreundlichkeit der Extraklasse, gehört das Spiel in jede Bibliothek derer, die Lust auf Pixel-Roguelikes haben und die ein oder andere Raum-Wiederholung verschmerzen können.

Design
8.5
Sound
9.0
  • gelungene Gegnervielfalt
  • extrem geschmeidiges Gameplay
  • Benutzerfreundlichkeit anpassbar
  • schnell repetitive Leveldesigns

Vielen Dank an die Firma PlugInDigital für die Bereitstellung des Testmusters.

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