
Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Hexe

Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Hexe
NSW
- Genre
- Rollenspiel
- Entwickler
- Bandai Namco
- Publisher
- Bandai Namco
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Rund fünf Jahre nachdem das Originalspiel von „Ni No Kuni – Der Fluch der weißen Königin“ für die Playstation 3 erschien, kommen Nintendofans nun auch endlich in den Genuss des Rollenspiels. Denn die Nintendo Switch hat nun einen Port bekommen und man kann das erfolgreiche Rollenspiel von Level-5 und Studio Ghibli nun auch unterwegs spielen.
Die Story
Man befindet sich in Motorville, einem kleinem japanisches Dorf, in dem jeder jeden kennt und alle friedlich miteinander leben. Jedoch häufen sich in letzter Zeit kuriose Fälle.
Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen Olivers, einem abenteuerlustigen Kind. Eines Nachts, möchte er mit seinem Kumpel und deren Seifenkiste heimlich fahren, jedoch hat diese Nacht fatale Folgen. Oliver stürzt mit der Seifenkiste. Wie durch einen Geist alarmiert, wird seine Mutter Nachts wach und macht sich auf die Suche nach dem Jungen. Leider schadet diese Rettungsaktion ihrem schwachen Herz so sehr, dass sie verstirbt.
In diesem Moment bricht für den kleinen Oliver eine Welt zusammen. Das einzige was ihm noch von seiner Mutter bleibt ist ein Kuscheltier welches sie ihm geschenkt hat.
Das Plüschtier ist sein einziger Trost und er hält es ganz fest an sich. Doch als plötzlich seine Tränen auf das Kuscheltier rollen, wird es lebendig. Es hüpft von seinem Schoß und versucht Oliver aufzumuntern. Jedoch ist Oliver total verdutzt, da Plüschtiere ja eigentlich nicht zum Leben erwecken können.
Das hat auch sein Kuscheltier gemerkt und erklärt ihm die ganze Sache. Sein Name ist Tröpfchen und kommt aus einer anderen Welt. In seiner Welt ist Tröpfchen der Großfürst der Feen. Da Tröpfchen aus einer magischen Welt kommt, behauptet er, dass man Olivers Mutter retten kann. Denn Motorville und die magische bzw. zweite Welt, wie sie genannt wird, sind eng miteinander verbunden. Dies merkt man daran, dass jeder Mensch in der realen Welt einen Seelenverwandten in der zweiten Welt hat. Wird also eine Person in der realen Welt verletzt oder gerät in Schwierigkeiten, so passiert es auch dem Seelenverwandten in der zweiten Welt. Anders herum kann es aber genau so passieren.
Jedoch wird die magische Welt vom bösen Zauberer Shadar heimgesucht. Er bedroht die Bewohner und die Personen die Oliver helfen wollen. Aber Oliver möchte sich mit Tröpfchen an seiner Seite den Gefahren der zweiten Welt und dem bösen Zauberer Shadar stellen und so seine Mutter retten.
Ein Hauch von Pokémon
In der zweiten Welt lauern so viele Gefahren und Gegner auf einen, es ist fast unmöglich dies alleine zu schaffen. Deshalb gibt es in Ni No Kuni die sogenannten Vertrauten. Dies sind kleine Wesen oder Geschöpfe die einem auf dem Weg begleiten und für einen kämpfen.
Die ersten Vertrauten laufen einem im Verlauf des Spiels zu oder bekommt man geschenkt. Jedoch kann man sie später auch zähmen. Denn die kleinen Geschöpfe können nach einem Kampf so beeindruckt von dem Kämpfer sein und sich in ihn verlieben. Tun sie dies, dann kann man sie bezirzen und mit etwas Glück werden die gezähmt und sie schließen sich dem Team an.
Man kann die kleinen Kreaturen auch ausrüsten, sie können eine Waffe tragen und zwei Accessoires. Dies verbessert die Stärke oder andere Stats des kleinen Kämpfers.
Sollten die Vertrauten einmal stark genug sein, kann man sie auch entwickeln. Je nachdem welches Sternzeichen das kleine Monster hat, braucht man einen bestimmten Stein für die Evolution. Insgesamt gibt es vier Sternzeichen, die die Vertrauten haben können: Sonne, Mond, Stern und Planet. Hat das Monster zum Beispiel die Sonne, dann braucht man für die Evolution einen Stein namens Sonnentropfen.
Füttert man den Vertrauten mit dem Stein, entwickelt er sich also weiter. Ein Wicht wird zum Beispiel zu einem Wunderwicht. Dieser hat dann bessere Stats und mehr Slots für seine Tricks. Die Tricks der Kreaturen sind Attacken, die sie je nach Level erlernen können.
Noch dazu bekommt die Kreatur ein anderes Aussehen und wird stärker, fällt jedoch wieder auf Level 1. Dies macht aber nichts,denn sie ist trotzdem stärker als zuvor.
Aber nicht nur im Kampf kann man die Vertrauten trainieren, auch im sogenannten Kreaturenkäfig.
Hier kann man seine Vertrauten mit kleinen Leckereien verwöhnen und belohnen. Dadurch kann man die Fähigkeiten des Vertrauten verbessern und ihnen neue Tricks beibringen. Auch die Vertrautheit zwischen Oliver und dem Vertrauten wird so verstärkt. Sollte sie einmal den Maximalwert erreichen, werden die Fähigkeiten noch einmal mehr verstärkt und sie werden im Kampf versuchen den Spieler zu schützen.
Insgesamt kann man drei Vertraute bei sich tragen und drei in der Reserve mit sich führen. Jedoch kann man ja viel mehr zähmen. Die übrigen Vertrauten kann man zu den sogenannten Schlupfloch-Serviceberater geben. Diese befinden sich in jeder Stadt und manchmal auch an gefährlichen Orten. Sie nehmen die kleinen Geschöpfe in Obhut und man kann sie jeder Zeit wieder auswechseln.
Der magische Begleiter
Wie es das Schicksal so will ist Oliver der Auserwählte. Ein kleiner Zauberer. Aber jeder Zauberer braucht natürlich ein Buch in dem seine Zaubersprüche stehen. In Olivers Fall ist es der magische Begleiter. Hier sammelt er seine ganzen Tipps und Tricks für seine Zauberei und natürlich seine Zaubersprüche. Diese kann er im Kampf einsetzen oder auch so in der Welt. Mit ihnen kann Oliver zum Beispiel zwischen Motorville und der zweiten Welt hin und her reisen oder sich den Weg ebnen um weiter zukommen.
Aber auch im Kampf gegen Monster kann Oliver seine starken Zauber wirken.
Jedoch fehlen dem magischen Begleiter haufenweise Seiten. Diese kann man aber auf Olivers Reise wiederfinden. Und somit erlernt Oliver immer mehr hilfreiche Zaubersprüche.
Jeden Tag eine gute Tat
Im magischen Begleiter findet man auch Zaubersprüche mit denen man Herzteile an sich nehmen oder verschenken kann, denn der böse Zauberer Shadar hat einigen Menschen der zweiten Welt ein Herzstück gestohlen. Dadurch verändern sich die Menschen und werden sogar traurig, antriebslos oder ängstlich. Jedoch kann man ein Herzstück von Personen bekommen, die eine Tugend im Überfluss besitzen. Sollte diese Person erlauben, dass man das Herzstück von ihr nehmen darf, dann kann man es in seiner Phiole aufbewahren, bis man es der bedürftigen Person gibt.
Personen die eine Tugend im Überfluss haben, findet man auf der Mini-Map. Hier leuchten sie grün und sind somit ganz einfach zu finden.
Auf in den Kampf
Auf Olivers Reise trifft man an jeder Ecke auf gefährliche Monster gegen die wir Kämpfen müssen. Die kleinen Kreaturen laufen in der Welt frei herum, entweder stellt man sich der Gefahr oder man versucht um das Monster herum zu laufen. Teilweise sind sie rundenbasiert aber man kann sie auch in Eigenregie bestreiten.
Im Kampf muss man auf seine Lebens- und Manapunkte achten. Egal ob man selbst als Oliver kämpft oder ob man seinen Vertrauten in den Kampf schickt. Denn Zaubersprüche von Oliver und Tricks der Vertrauten verbrauchen Manapunkte. Aber sollten sie einmal ausgehen, kann man sie durch verschiedene Items, die man im Kampf nutzen kann, wieder auffüllen. Sollte man mal keine Items mehr bei sich haben, kann man Glück haben und der Gegner lässt Essenzen fallen.
Grüne Essenz stellt die Lebenspunkte wieder her und die blaue Essenz füllt die Manapunkte wieder auf. Es gibt zum Beispiel noch eine goldene Essenz, diese heilt alle Lebenspunkte und lässt den Vertrauen einen Super-Trick durchführen, dieser ist sehr mächtig und verbraucht in dem Fall auch keine Manapunkte.
Die Tricks können jedoch nur von den Vertrauten gelernt und ausgeführt werden. Ein Vertrauter kann maximal acht Tricks lernen, möchte man, dass ein Vertrauter andere Tricks erlernt, muss er alte Tricks vergessen.
Sollte man einmal merken, dass man den Kampf nicht mehr gewinnen kann, dann kann man auch versuchen zu fliehen. Der Versuch zu fliehen kann jedoch auch scheitern, aber man kann es immer wieder versuchen, bis es gelingt.
Sollte man einmal einen Kampf verlieren, kann man am gleichen Punkt wieder starten an dem man vor dem Kampf war. Jedoch verliert man dadurch gesammeltes Geld, aber die Lebens-und Manapunkte werden wieder voll hergestellt.
Nach einem gewonnenen Kampf bekommen alle Mitglieder im Team Erfahrungspunkte, man erhält Geld und ab und zu sogar Items. Durch die Erfahrungspunkte kann man im Level aufsteigen und stärker werden. So werden die Kämpfe leichter und man kann sogar große Monster einfacher besiegen.
Die Technik
Wenn man sich die technische Seite von Ni No Kuni ansieht ist das Spiel im ersten Moment super gealtert. Optisch gesehen ist das Spiel ein wahres Meisterwerk und läuft auch sehr flüssig, egal ob im Handheld Modus oder am TV. Eine liebevoll gestaltete Welt wie im Märchen. Hier trägt aber auch ein großer Teil das Studio Ghibli dazu bei. Denn Studio Ghibli wohl eines der bekanntesten Anime-Studios und bei der Gestaltung des Spiels mitgeholfen. Den Stil erkennt man sehr stark heraus.
Auch die musikalische Untermalung passt zu jeder Situation im Spiel. In den richtigen Momenten ist sie fröhlich, jedoch manchmal auch traurig.
Grade in den Momenten, indem das Spiel selbst auch wieder ernst wird. Es behandelt sensible Themen wie zum Beispiel den Tod oder, dass das Leben nicht immer ganz so toll ist, es jedoch trotzdem weitergeht egal wie schwer es manchmal ist.
Auch der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist gut gelöst, im Laufe des Spielverlaufs wird er natürlich immer schwieriger, jedoch nie so, dass es zu schwer wird und man frustriert ist.
Was die Sprachausgabe angeht kann man das Spiel auf japanisch oder englisch genießen. Jedoch sind nicht alle Szenen vertont. Die Textpassagen im Spiel sind aber auf deutsch. So kann man ganz einfach mitlesen.
Fazit
„Ni No Kuni- Der Fluch der weißen Königin“ ist ein gelungenes Rollenspiel. Durch seine märchenhafte Welt zieht es einen sofort in seinem Bann. Jedoch trügt der Schein, denn es ist nicht nur ein Spiel für Kinder, sondern größtenteils eher für Erwachsene. Die schöne, jedoch auch traurige Geschichte des kleinen Olivers fesselt einen sofort und man möchte unbedingt wissen wie es ausgeht. Dadurch wird das Spiel auch nicht wirklich langweilig und man kann stundenlang am Stück spielen. Jedoch muss man japanische Rollenspiele mögen, ansonsten könnte es einem zu bunt werden.
- Liebevoll gestaltete Welt
- mitreißende Geschichte
- schöne Musik
- nicht alle Szenen vertont
- keine deutsche Sprachausgabe
Vielen Dank an die Firma Bandai Namco für die Bereitstellung des Testmusters.

