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Final Fantasy VII

Final Fantasy VII

Daniel

Final Fantasy VII

NSW

Entwickler
Square Enix
Publisher
Square Enix
Konsole
NSW
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 12

Final Fantasy VII

Die Spiele rundum der Final Fantasy-Serie hatte bis zum sechsten Teil einen festen, exklusiven Standplatz auf dem NES und dem SNES. Für Nintendo und für Squaresoft war die Partnerschaft eine Win-Win-Situation, obwohl die Spiele weltweit nicht überall erhältlich waren. Gerade der europäische Markt hatte hier das Nachsehen. Das war einst eine Situation, die bis Mitte der 1990er-Jahre gut und verlässlich für beide Seiten verlief. Bis zu dem Zeitpunkt, als Nintendo sich dafür entschieden hat, die altbewährten Cartridges auch auf dem Nintendo 64 als Datenträgermedium zu nutzen. Obwohl Module diverse Vorzüge haben, besitzen sie auch den Makel des geringeren Speicherplatzes. Squaresoft wollte aber nach dem sechsten Spiel nun auch in die dritte Dimension einsteigen und erkannte, dass dies mit Nintendo nicht möglich sein wird. Aus diesem Grund entschied man sich, vom Nintendo 64 Abstand zu nehmen und es brach ein Eiszeit zwischen den beiden Unternehmen an.

Ironischerweise trieb es Squaresoft genau zu der Firma, mit der sich Nintendo schon zuvor verkracht hatte: Sony. Und Sonys Playstation bot mit dem CD-Rom schier unendliche Möglichkeiten. Und so erschien im Jahre 1997 Final Fantasy VII. Das Spiel war weltweit ein kommerzieller Erfolg. Die Geschichte und der Hype um dieses Spiel führte sogar dazu, dass diverse Spin-Offs, Comics, ein Film und in naher Zukunft sogar ein komplettes Remake folgen. Für nahezu jedes System wurde dieses Spiel portiert. Nur Nintendo hatte stets das Nachsehen – bis heute. Denn nun ist Final Fantasy VII wieder dort, wo es nach Meinung vieler Fans hingehört: Auf einer Nintendokonsole.

Die Story

Barret Wallace ist schon eine imposante Gestalt. Rein optisch ist er eine Mischung aus B.A. Baracus und Mega Man. Im Vergleich zum Letzteren hat Barret nämlich eine Schusswaffe als Arm. Diese weiß er auch zu nutzen, denn als Anführer der Öko-Gruppe Avalanche nimmt er es mit dem übermächtigen Shinra-Konzern auf. Dieses dubiose Unternehmen agiert weltweit und sorgt dafür, dass die Bevölkerung mit elektrischen Strom versorgt wird. Als Energiequelle dient hierbei Mako - eine Art Energiefluss des Planeten. Kritische Stimmen sagen, dass ein Versiegen von Mako dazu führen wird, dass der Planet stirbt und mit ihm alles und jeder auf ihn. Aus diesem Grund führt Barret Nadelstichoperationen durch, die Shinra schaden sollen. Bei einer weiteren Aktion haben Barret und seine Truppe vor, einen Mako-Reaktor zu sprengen. Zu diesem Zweck hat er sich Unterstützung geholt. Cloud Strife, ein introvertierter Söldner und der Protagonist des Spiels, wurde aufgrund seiner Erfahrungen für diesen Job rekrutiert. Denn Cloud ist ein ehemaliges Mitglied von SOLDIER, welches die Privatarmee von Shinra ist.

Zum Beginn des Spiels ist Cloud so ziemlich alles egal, was in seinem Umfeld passiert. Ob es nun das Sprengen des Reaktors ist oder dass der Planet stirbt – all das interessiert ihn nicht. Doch nach und nach wird er in Situationen verstrickt, die klar erkennen lassen, dass Cloud doch Prinzipien hat, nach denen er lebt. Und der Spieler erfährt stückchenweise, dass Cloud ein Geheimnis in sich trägt, von dem selbst der Protagonist erst ein Mal nichts weiß.

Der Umfang und das Gameplay

Final Fantasy VII beginnt im Mikrokosmos der Stadt Midgar. Schon gleich zu Beginn dürft Ihr Euch mit dem Kampfsystem vertraut machen, welches schnell zu erlernen ist. Die Kämpfe sind hier rundenbasiert und nach dem Active-Time-Battle-Konzept entworfen worden. Das bedeutet, dass sich eine Zeitleiste füllt und erst wenn diese voll ist, dürft Ihr euren Zug machen, in dem Ihr ein Kommando erteilt. Zu Beginn ist dies nur “Angriff”, um einen Gegner anzugreifen sowie “Item” für das Nutzen von Gegenständen wie heilende Tränke. Im Verlauf des Spieles kommen weitere Kommandos hinzu. Da eure Gegner sich zu wehren wissen, müsst Ihr auch Angriffe einstecken können. Jeder erfolgreiche Treffer bei Euch veursacht den Abzug von Lebenspunkten und füllt gleichzeitig eine weitere Leiste. Ist diese aufgefüllt, könnt Ihr einen Spezialangriff durchführen - den sogenannten Limit Break. Abhängig von den aktiven Charakteren der drei Mann starken Kampfparty sowie von der aktiven Spezialattacke, könnt Ihr hierdurch mächtige Angriffe oder wertvollen Support durchführen.

Ist ein Kampf abgeschlossen, so erhaltet Erfahrungspunkte, die eure Party aufleveln; Ability-Points, um die sogenannte Materia zu verbessern; Gil, welches die Währung im Spiel ist und gelegentlich auch diverse Items. Bei der besagten Materia handelt es sich um konzentrierte Energie aus dem Lebensstrom des Planeten. Diese könnt Ihr in eure Ausrüstungs- und Waffenslots packen. Sind diese hinterlegt, erhalten eure Charaktere zusätzliche Eigenschaft. Abhängig von der Art der Materia ist nun bspw. Zaubern oder das Beschwören von mächtigen Bestien möglich, aber auch weitere Kampfbefehle wie “Raub” oder “Analyse” sind enthalten. Die Palette von Materia ist sehr breit, sodass Ihr jeden eurer Partymitglieder individuell gestalten könnt.

Das Konzept von Ausrüstung und Waffen ist in diesem Spiel sehr niedrigschwellig. Überhaupt ist dieses Rollenspiel im Gegensatz zu heutigen vertretern wenig kompliziert und schnell erlernbar. Gerade für Genre-Neulingen ist dieses Spiel eine echte Empfehlung, um sich Rollenspielen vertraut zu machen.

Es gibt viel zu tun

Neben der eigentlichen Hauptstory gibt es auch sehr viel fernab des roten Fadens zu entdecken. Zahlreiche Nebenmissionen und ein paar kurze Minispiele lassen schnell vergessen, dass es auch noch einen Bösewicht gibt, den es zu jagen gilt. Sei es die Aufzucht von Reittieren, die Chocobos genannt werden; das Finden versteckter Charaktere; die Niederstreckung aller alternativen Endgegner oder das Finden sämtlicher Materias - eine 100%-Lösung des Spiels beansprucht gut 100 Stunden an Zeit.

Das Gameplay geht hierbei absolut in Ordnung. Die Steuerung ist sehr schnell erlernt. Gelegentlich gibt es Stellen im Spiel, in der besonders das punktgenaue Steuern erforderlich ist. Hier merkt man ein Wenig das Alter des Spiels an. Dennoch ist dies kein Hindernis und damit leicht zu verschmerzen.

In der Remaster-Version der Nintendo Switch kommen betreffend des Gameplays auch ein paar kleine Neuerungen mit sich. Zu einem habt Ihr jetzt einen Kampfboost. Geht eurer Vorrat an Lebensenergie oder Magiepunkten zu neige, so kann ein Druck auf den rechten Stick diesen Missstand beheben. Ein Druck auf den linken Stick sorgt dafür, dass das Spiel in dreifacher Geschwindigkeit läuft. Dies ist besonders für Grinding-Freunde eine angenehme Sache. Habt Ihr früher für das Leveln eine Stunde an Zeit benötigt, so ist dass gleiche Ergebnis mit dem Geschwindigkeits-Plus in 20 Minuten durch. In diversen Cut-Scenes oder im Menü wird dieser Turbo unterbrochen. Das Tolle daran ist, dass die Musik normal weiterläuft und nicht auch in dreifacher Abspielgeschwindigkeit zu hören ist. Möchtet Ihr überhaupt nicht kämpfen, dann dürft Ihr ab sofort auch Zufallskämpfe komplett abschalten.

Technische Umsetzung

Final Fantasy VII in der Switch-Version bringt ein granz großes Manko mit sich: Man sieht diesem Spiel sein Alter an. Die Chraktermodelle außerhalb von Kämpfen sehen heute nicht mehr schön aus. Bisweilen möchte man meinen, es wären gestapelte Schuhkartons. Und besonders auf dem TV-Screen bermerkt man, dass dieses Spiel seine optisch bestens Tage schon langer hinter sich hat. Das hilft auch das HD-Remaster nicht mehr. Und genau an dieser Stelle muss man sich wundern. Denn es gibt schon seit langem für PC- und Steamversionen fanbasierte Mods, die den Zusatz “Remaster” wahrlich verdient haben. SquareEnix hätte diese nutzen sollen, um dieses fantastische Spiel in einem würdigen Gewand zu kleiden. Dann wäre unter Umständen auch das 4:3-Format vermeidbar gewesen.-

Der gleiche Punkt trifft auch auf die Akustik zu. Final Fantasy VII bietet einen der besten Soundtracks der Videospielgeschichte. Die hinterlegten MIDI-Version werden dem aber nicht gerecht. Man kann sie zwar hören und sie klingen auch nicht miserabel. Gleichzeitig wäre eine Soundmodernisierung durchaus angemessen gewesen.

Und eine weitere Sache wurde nicht angepasst – die Inhalte der Textboxen. So kommen altbekannte Fehler der bereits damals nicht gut umgesetzten Lokaliserung heute immer noch zum Vorschein.

Daniel´s Meinung

Kein Zweifel: Final Fantasy VII ist und bleibt unumstritten eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. In meinem damaligen ersten Gang wurde ich nicht warm mit dem Spiel. Als ich es nach einem Jahr noch einmal versuchte, kam ich nicht mehr davon los. Die Story ist fantatisch und jeder Charakter eurer Party hat erzählerischen Tiefgang. Nach wie vor reißt einen die Stimmung mit. Ob es nun der finale Kampf ist oder die (für mich) traurigste Szene der Videospielgeschichte; Final Fantasy VII weiß, wie man den Spieler an den Controller fesselt.

Umso mehr ist es ein wenig enttäuschend, dass dies nur eine leicht aufpolierte HD-Version ist, die das Spiel alt aussehen lässt. Zahlreiche Moddings sind heute schon vorhanden, die tausendmal besser und moderner aussehen. Hier hat SquareEnix die Chance verpasst, sich mit den Fans auseinanderzusetzen.

Sieht man davon ab, dann erhält man für wenig Geld ein Rollenspiel, das viele epische Momente bereit hält und lange Spielzeit garantiert.

8.0Wertung

Fazit

Fazit

Final Fantasy VII ist endlich auf einer Nintendo-Konsole spielbar. Der träge Start zu Beginn des Spiels verfliegt recht schnell und man taucht auch heute noch tief in die Storyline ein. Sowohl Veteranen als auch Neueinsteiger erhalten für wenig Geld unglaublcih viel Umfang. Die HD-Version ist eine geringfügige Verbesserung zum Original. Das Spiel ist grafisch nicht gut gealtert und präsentiert sich in 4:3. Gleichzeitg werden neue Spielmodis eingefügt, deren man sich jederzeit bedienen kann. Von den technischen Schwächen abgesehen, kann Final Fantasy VII uneingeschränkt eine Kaufempfehlung ergattern.

Design
5.5
Sound
6.5
  • Sehr Umfangreich
  • Fantastische Story
  • Leichter Einstieg
  • Grafisch nicht gut gealtert
  • MIDI-Sounds
  • 4:3-Format

Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.

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