
Venture Kid

Venture Kid
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- FDG Entertainment
- Publisher
- FDG Entertainment
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Venture Kid
Dieses 8-Bit Jump‘n‘Gun versucht voll und ganz, das Retroflair alter Vertreter wieder aufleben zu lassen. FDG Entertainment kennt sich damit aus und hat das schon mit Spielen wie Blossom Tales und Monster Boy unter Beweis gestellt.
Die Geschichte
Wie bei vielen Vorbildern, die Venture Kid hat, ist die Story schnell erzählt. Dr. Teklow baut eine Weltraumfestung, die gleichzeitig eine Waffe ist und Andy, unser Protagonist, muss Teklow aufhalten. Andys Freundin, die keine Rolle spielt, hat dabei genau so wenig einen Namen wie der bärtige Kerl, der ihn nach jedem Boss mit einer neuen Waffe oder Fähigkeit versorgt. Ja, so einfach war das damals in den 80ern, eine Story für ein Spiel zu schreiben.
Gameplay
Das Spiel orientiert sich klar an den Klassikern der Jump‘n‘ Run/Gun-Geschichte und macht dabei vieles richtig. Neun verschiedene 8-Bit-Welten mit je einem Bossgegner warten auf euch. In jedem Level nutzt Ihr die wunderbar präzise Steuerung, um versteckte Areale in den Leveln zu entdecken, die euch zu einem weiteren Sammelgegenstand führen. Dabei springt und schießt Ihr euch durch die schönen, individuell gestalteten Level und erweitert eure Fähigkeiten nach jeder Welt. Die Gegner sind dabei vielfältig und immer passend gestaltet. Man hat allerdings das Gefühl, sie alle irgendwoher zu kennen. Wenn man so will, gehört das zum Retroflair. Dies gilt auch für die Bossgegner, die zwar echt spaßig, aber nicht unbedingt kreativ sind. Grundsätzlich ist das Spiel nicht all zu schwer. Der Schwierigkeitsgrad wird über die Anzahl der maximalen Lebenspunkte geregelt. Während auf ihr auf „leicht“ fünf Treffer kassieren könnt, sind es auf „schwer“ nur drei bis zum Pixeltod. Allerdings lassen sich jederzeit im Level Herzen, Leben und andere Hilfsmittel nachkaufen. Dafür benötigt Ihr jedoch Kugeln, die auch die Munition eurer Standardwaffe darstellen, so dass ihr eure Prioritätensetzung immer abwägen müsst.
Es gibt mehrere Modi zu spielen. Neben dem Storymodus gibt es einen Abenteuermodus, in dem Ihr die Welten in beliebiger Reihenfolge erkunden könnt; den Überlebensmodus mit kurzen Random-Leveln, die bis zum Ableben überstanden werden müssen und einem Boss-Rush-Modus, den es frei zu spielen gilt.
Grafik, Stil und Sound
Für Retro-Fans gibt es absolut nichts zu meckern. Der Stil der frühen Vertreter dieses Genres ist sehr gut getroffen, inklusive klarer Anlehnungen an die Klassiker. So explodieren Bossgegner im Megamanstyle und ich fresse einen Besen, wenn ein versteckter Raum nicht eins zu eins aus Ducktales übernommen wurde. Auch der Sound bringt direkt wohlige 80er-Gefühle zurück und ist immer absolut passend. Lediglich dass man sich sehr strikt an klassisches Design gehalten hat und die ein oder andere Hitbox einer Stachelfalle oder eines „Stampfers“ etwas zu großzügig ausfallen, sind zu beanstanden. Vielleicht ist das fürs Retrofeeling nur konsequent.
Fazit
Fazit
Knackiger Retrospaß an dem es wenig zu meckern gibt. Einzig der fehlende Mut zu neuen Ideen und zu einem höheren Schwierigkeitsgrad trüben das Gesamtergebnis ein wenig. Geübte Spieler werden die Story in zwei Stunden durch haben, aber mit dem Überleben- und Bossrushmodus gibt es für 10€ schon recht viel Spiel fürs Geld.
- Retroflair
- präzise Steuerung
- toller 8-Bit Soundtrack
- etwas zu leicht
- wirkt alles bekannt
Vielen Dank an die Firma FDG Entertainments für die Bereitstellung des Testmusters.

