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Hyrule Warriors: Definitive Edition

Hyrule Warriors: Definitive Edition

Ulrich

Nach der Wii U und dem Nintendo 3DS hält Hyrule Warriors auch Einkehr auf der Nintendo Switch. Dieses Mal in Form einer Definitive Edition, bei der alle DLCs beider damaligen Varianten in einem vereint sind. Das bedeutet viele Missionen und bis zu 29 spielbarer Charaktere. Ob sich ein „neuerlicher“ Kauf lohnt, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Hyrule Warriors: Definitive Edition

NSW

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NSW
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 12

Hyrule ist mal wieder in Gefahr

Das Spiel beginnt eigentlich recht typisch für ein Zelda Spiel – Hyrule ist in Gefahr und nur einer kann Hyrule retten. Doch ist das wirklich so? In Hyrule Warriors packen viele bekannte Charaktere aus der Zelda Welt ordentlich mit an. Sei es der legendäre Held Link oder die zerbrechliche Prinzessin Ruto. Das Spektrum ist hier sehr breit gefächert wobei man auch ganz klar eine starke Tendenz zu weiblichen Charakteren erkennt. Auf einen männlichen Helden kommen dieses mal 4 weibliche Helden. Nun aber zurück zu der Geschichte. Eine Böse Macht greift Hyrule an und schickt massenweise böse Kreaturen um das Land zu überrennen. Den Anfang macht man mit Link, später kommen dann immer mehr Begleiter dazu, die man auswählen und spielen kann. Im Laufe der Story erfährt man dann dass man drei Zeitportale schließen muss um die Macht des bösen zu verringern. Zufälligerweise führen diese Portale in die verschiedenen Orte aus Ocarina of Time, Twilight Princess und Skyward Sword. Hier teilt sich dann die Gruppe auch auf, somit wird man an dieser Stelle auch gezwungen andere Charaktere auszuprobieren. Was an dieser Stelle aber gar nicht so schlecht ist, denn hierdurch kommt ein wenig Abwechslung in das Spiel. Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu der Story zu sagen, da es hier kaum etwas Neues gibt. Nur eins sei gesagt, es erwartet den Spieler eine Reihe interessanter Wendungen.

Spielmodi

Neben der normalen Storyline (Legenden-Modus) gibt es noch den „Freien Modus“ und den „Abenteuer-Modus“. Im freien Modus erhält man lediglich die Möglichkeit bereits beendete Level zu wiederholen. Viel interessanter fällt da der sogenannte „Abenteuer-Modus“ aus. Hier findet man, wenn man den Modus das erste Mal betritt, eine Karte von Hyrule vor. Das besondere an dieser Karte ist jedoch das sie im Retro-Stil wie das erste „The Legend of Zelda“ gehalten ist. Jeder Kartenabschnitt stellt ein Level dar das auch seine eigenen Aufgabenstellungen hat. Dies kann ein einfaches „Besiege 300 Gegner“ aber auch eine kleine Story sein. Für jedes bestandene Level gibt es dann eine Wertung. Abhängig von dieser Wertung gibt es dann, zusätzlich zur Levelbelohnung, auch weitere Belohnungen. Eine davon kann ein einfaches Herzteil sein aber auch freispielbare Charaktere, bestimmte Gegenstände und anderes. Ein solcher Gegenstand ist zum Beispiel die Kerze, in späteren Zelda-Spielen auch bekannt als Lampe. Mit dieser Kerze kann man dann in bestimmten Levels versteckte Belohnungen aufdecken. Alle Verbesserungen, die im „Abenteuer-Modus“ gefunden bzw. erkämpft werden, sind natürlich auch für den „Legenden-Modus“ gültig. Mit anderen Worten, jede Stufe die ein Held aufsteigt bzw. jedes Herzteil bzw. Herzcontainer der gefunden wird, ist auch im „Legenden-Modus“ verfügbar.

Gameplay

Das Hauptziel des Spiels ist das Metzeln von enormen Monsterhorden und deren Anführern. Seien es normale Kommandanten oder gar epische Bossmonster. Das Spiel beinhaltet auch einige Rollenspielelemente. Für das Töten von Monstern bekommt man Erfahrungspunkte und steigt in Stufen auf. Mit höheren Stufen bekommt man auch mehr Herzen, macht mehr Schaden und kann diverse Fähigkeiten lernen. Das sind meist relativ simple Fähigkeiten, die jedoch in Offensiv und Defensiv aufgeteilt sind. Offensive Fähigkeiten sind zum Beispiel Verbesserungen im Kampfverhalten oder neue Combos bzw. Combo-Erweiterungen. Defensive Fähigkeiten sind dann eher Fähigkeiten wie die Resistenz gegen bestimmte Elemente oder einfach nur mehr Zähigkeit im Kampf. Um jedoch die Fähigkeiten ausbauen zu können muss man goldene Skulltullas (bekannt aus Ocarina of Time) einsammeln. Diese tauchen während eines Levels kurzzeitig auf und müssen schnell besiegt werden. Der Schwierigkeitsgrad kann zwischen leicht, mittel und schwer gewählt werden und vor jedem Level neu bestimmt werden. Die ersten paar Levels sind in allen drei Schwierigkeitsstufen noch relativ einfach machbar, jedoch wird die Schwierigkeit sehr schnell angezogen. Somit werden spätere Levels in den höheren Schwierigkeitsstufen zu echten Herausforderungen. Ein weiterer Punkt ist der Einsatz von Gegenständen. Dazu zählen typische Gegenstände wie Bogen, Bomben oder der Enterhaken. Die Gegenstände werden nur in den seltensten Fällen offensiv eingesetzt. Meistens werden sie benötigt um sich auf den Schlachtfeldern zu bewegen, erhöhte Ebenen zu erreichen, versperrte Durchgänge aufzusprengen und Ähnliches.

Steuerung

Steuerungstechnisch ist das Spiel sehr simpel aufgebaut und in 90% der Zeit ist es reines Button-Smashing. Es gibt zwar verschiedene Combos, die jedoch sehr einfach ausfallen. Ob eine Combo nun 8xB-Taste ist oder 4xB-Taste gefolgt von 4xY-Taste ändert nicht großartig etwas am Button-Smashing. Die Steuerung fällt dabei aber überraschend angenehm und einfach aus, so dass selbst Videospielneulinge sich sehr schnell einfinden und wohlfühlen können. Neben den normalen Attacken und Combos gibt es noch die Möglichkeit eine Spezialattacke auszuführen. Hierfür füllt sich im Kampf eine Leiste, sobald diese Voll ist kann die besagte Attacke ausgeführt werden. Bei der Spezialattacke handelt es sich meist um sehr schön animierte und meist sehr zerstörerische Angriffe. Was bei dem Test leider etwas negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache dass es in dem Spiel teilweise sehr hektisch zugeht. Es poppen teilweise viele Aufgabenziele auf einmal auf, dann wird auch noch eine der eigenen Festungen angegriffen und als ob das nicht schon genug wäre ist eine der Begleiter in Bedrängnis und braucht die Hilfe des Spielers. Wenn jetzt noch eine goldene Skulltulla irgendwo auftaucht weiß man gar nicht mehr wohin man als erstes Rennen soll. Man ist häufig damit beschäftigt irgendwo Feuer zu löschen.

Multiplayer

Hyrule Warriors kann alleine oder zu zweit gespielt werde, vorausgesetzt für das Level gibt es mindestens einen Begleiter. Der zweite Spieler schlüpft in die Rolle eines Mitstreiters Ähnlich wie bei der Wii U-Version geht hier die Bildrate aber etwas in die Knie. Der Übersichtlichkeit wegen empfiehlt es sich auf einem TV zu spielen. Via Handheld ist doch allerhand los, damit zwei Spieler wirklich exakt den Überblick behalten.

Switch punktet mit Technik

Im Zuge der Performance sind natürlich deutliche Steigerungen feststellbar. Alles wirkt detailreicher und kommt noch besser rüber. Die Framerate ist sehr konstant, bis eben auf ein paar Einbrüche im Multiplayer. Die Zwischensequenzen sind noch immer großartig und wurden mit liebe zum Detail umgesetzt. Der Sound ist natürlich noch immer große Klasse. Viele typische Zelda-Titel liefern ein unglaublich tolles Spielerlebnis. Im Abenteuer-Modus trefft ihr sogar auf Retroklänge aus der guten alten NES-Zeit.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Wer einen Vollständigen Ersatz für ein Zelda Spiel sucht ist hier natürlich an der falschen Adresse und ist hier bei „Breath of the Wild“ besser aufgehoben. Dennoch schafft es Hyrule Warriors zu begeistern und den Spieler für viele Stunden an die Konsole zu binden. Auch wenn die Hektik im Spiel manchmal überhand nimmt, ist es ein sehr schönes und durchdachtes Spiel. Grundsätzlich bietet die Definitive Edition neben einer deutlichen Performance-Steigerung und aller bisher erschienen DLCs, nur zwei neue Kostüme für Link und Zelda im Breath of the Wild-Stil. Ob diese nun einen Kauf rechtfertigen muss jeder für sich entscheiden, aber zumindest kann man es nun in guter Qualität auch unterwegs zocken.

Design
9.0
Sound
9.0
Online Multiplayer
8.5
  • sehr umfangreich
  • tolle technische Performance
  • Zelda-Feeling
  • alle DLCs
  • teils etwas hektisch
  • Bildrate sinkt im Multiplayer oder Handheld-Modus

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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