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Fire Emblem Warriors

Fire Emblem Warriors

Ulrich

Fire Emblem Warriors

NSW

Entwickler
Koei Tecmo
Publisher
Koei Tecmo
Konsole
NSW3DS
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 12

Tecmo Koei geht mit einem Warriors-Titel in die nächste Runde. Schon bei Hyrule Warriors schaffte das Unternehmen gekonnt, die Samurai Warriors Reihe im schicken Nintendo-Gewand auf eine Konsole zu zaubern. Fan-Service für alle Generationen wurde dabei sehr hoch geschrieben. Nun probiert man die nächste Überraschung mit Fire Emblem Warriors. Ob sich Fans beider Serien wieder freuen können, erfahrt ihr im folgenden Test

Gekonntes Hack & Slay

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, war Hyrule Warriors die erste Zusammenarbeit zwischen den Tecmo-Koei Studios, Nintendo und Team Ninja. Ziel ist es, wie bei jedem Warriors-Teil eine Herde an Gegnern und Bossen zu plätten, also rundenbasiertes Hack&Slay par excellence.

Die Geschichte handelt von einem Geschwisterpaar – Lianna und Rowan – welches von einem Angriff überrascht wurde und sie mussten sogar ihre Mutter im Schloss zurücklassen. Die Charaktere sind noch aus keinem der Hauptspiele bekannt, jedoch tauchten sie bereits einmal im Sammelkartenspiel Fire Emblem Cipher auf.

Im Laufe des Abenteuers gesellen sich immer mehr bekannte Charaktere aus der Fire Emblem Riege (viele aus Awakening und Fates) dazu und wollen den Geschwistern und dem Königreich helfen.

Eure ca. 25 Figuren verbessern ihre Charakterwerte nach jedem Einsatz, indem sie für erledigte Gegner Erfahrungspunkte bekommen. So gibt es auch wieder Stufen, in die sie aufsteigen können. Weiters gibt es die Möglichkeit, durch den Einsatz von Rohstoffen, eure Fähigkeiten, Waffenlizenzen und Resistenzen zu verbessern. Diese wichtigen Güter erhaltet ihr auf den Schlachtfeldern im Spiel.

Das Feldlager

Wie bereits erwähnt sammelt ihr am Schlachtfeld eine Vielzahl an Materialien, Waffen und andere Items. Im Hauptmenü findet ihr einen Unterpunkt der sich „Feldlager“ nennt. Hier erledigt ihr alle Dinge, die zwischen den Missionen anstehen um eure Charaktere zu verbessern.

So gibt es den „Fibelmarkt“:

Dort findet ihr alles, was ein erfolgreicher Krieger so benötigt. Vergleichbar ist dieser mit dem Fähigkeitenbaum aus Hyrule Warriors, der hier so ähnlich aussieht. So gibt es die Angriffsfibeln. Besitzt ihr die nötigen Materialien, könnt ihr hier Fibeln herstellen, welche euch weitere Combo- und Stärkeangriffe erlauben. Weiters könnt ihr zusätzliche Kriegeranzeigen erlangen und somit mehr Spezialangriffe aufladen. Auch für die Verteidigung gibt es eigene Fibeln, die helfen um beispielsweise mehr Heilungsitems einsetzen zu können.

Zum Schluss gibt es noch die Stärkungsfibeln, die im Vergleich zu den beiden anderen bei jedem Charakter unterschiedlich ausfallen. So könnt ihr dort den Waffenrang einer Einheit erhöhen oder Fähigkeiten erlangen, die ihr aus anderen Fire Emblem Teilen kennt.

Schmiede

Die Schmiede ist der zweithäufigste Ort, wo ihr euch außerhalb der Schlachtfelder aufhalten werdet. Dort könnt ihr eure Waffen verwalten. Je höher der Stern, desto besser ist euer Kampfutensil. Außerdem gibt es Steckplätze, wo ihr besondere Fähigkeiten anbringen könnt.

Tempel

Im Tempel könnt ihr gegen eine Handvoll Materialien einen Segen auf euch wirken lassen. Dabei handelt es sich um Verbesserungen, die euch bessere Materialien, Waffen, mehr Geld und Erfahrungen gewähren. Mit Glück können auch gefallenen Kameraden wiederbelebt werden (wenn ihr im klassischen Modus spielt).

Übungsplatz

Wie gesagt steigen die Erfahrungswerte und Stufen eurer Kämpfer in den Schlachten. Solltet ihr aber Helden in euren Reihen haben, mit deren Entwicklung ihr nicht zufrieden seid und wollt auch keine Zeit damit verschwenden, so könnt ihr hier gegen Geld eure Einheiten aufleveln. Es geht aber immer nur bis zum höchsten Rang, den einer eurer Charaktere besitzt. Danach muss ganz normal Rang für Rang erspielt werden.

Im Menü gibt es auch den Punkt „Extras“. In der Ruhmeshalle könnt ihr euch die Charaktermodelle und Gespräche ansehen bzw. anhören. Außerdem findet ihr dort alle Film-Sequenzen und Soundtracks aus dem Spiel. Erwähnenswert ist auch noch ein kleines „Achievement-System“, bei dem ihr aber nur Medaillen erspielen könnt. Auch amiibo könnt ihr einsetzen, die Geld und einige Materialien bringen. Scannt ihr Fire Emblem Charaktere, so könnt ihr auch Waffen und bessere Items erhalten.

Einfache Steuerung

An der Steuerung selbst hat sich im Vergleich zu Hyrule Warriors kaum etwas geändert. Mit Y und X führt ihr Angriffe aus, mit B könnt ihr ausweichen und mit A startet ihr einen Spezialangriff. Für letzteres muss aber eure goldene Angriffsleiste vollständig aufgefüllt sein. Mit L könnt ihr blocken und mit ZL Gegner anvisieren. Das Gameplay ist derart einfach, dass man sehr leicht Zugang zum Spiel findet. Natürlich gibt es einige Combos die man auswendig lernen könnte, aber im Prinzip kommt man auch mit einfachem Button-Mashing sehr gut über die Runden.

Während der rundenbasierten Kämpfe gibt es auch immer wieder Hinweise und Dialoge der verschiedensten Charaktere.

Die Entwickler versuchen dabei die Elemente der ursprünglichen Warrior-Spiele in ein „Nintendogewand“ zu verpacken. Es gibt hierbei auch verschiedene Modi die ihr zu Beginn auswählen könnt. Im Modus „Klassisch“ kann man gefallene Gefährten nicht mehr wiederbeleben – dies ist nur im „Anfänger“ Modus möglich.

Ihr könnt also selber entscheiden, welcher Herausforderung ihr euch stellen wollt. Im „klassischen“ Modus müsst ihr sicher vermehrt auf eure Taktik und Kameraden achten. Vor allem könnt ihr während der Schlachten per Steuerkreuz zwischen mehreren Charakteren auf einmal hin- und herschalten. Ihr solltet also immer wieder das Dialogfenster im Auge behalten, denn braucht jemand Hilfe, solltet ihr so schnell es geht den Schauplatz ändern. Außerdem könnt ihr Angriffsaktionen aufeinander abstimmen, um bestimmte Gegner auszuschalten oder Positionen zu halten bzw. neu zu bestimmen. Dadurch erhält das Spiel auch eine gewisse taktische Note – nicht sehr umfangreich, aber immerhin.

Die Waffeneffizienz folgt, wie bei vielen Spielen, einem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Somit ist auch der Einsatz bestimmter Charaktere bei gewissen Feinden sehr hilfreich. Festungen könnt ihr übrigens dann einnehmen, wenn ihr den Kommandanten tötet. Es ist nicht nötig eine bestimmte Anzahl von Feinden zu besiegen. Dennoch kann es manchmal schon sehr zeitaufwendig sein, um einen Erfolg einzufahren. Natürlich helfen euch dabei „Kriegerspezialangriffe“, sowie die Angriffe im Zustand der „Erweckung“. Die KI ist dabei oftmals nicht von schlechten Eltern bzw. deren HP sehr hoch. Die Angriffe im Zustand der „Erweckung“ haben übrigens den Vorteil, dass Gegner anfälliger werden.

Ihr könnt das Spiel natürlich auch wieder zu zweit zocken, was sehr spaßig sein kann und vor allem die taktische Note ungemein erhöht, da Teamabsprachen natürlich viel besser und reibungsloser funktionieren. Kämpfen einige Figuren öfters als Team miteinander, so entwickeln diese Sympathiewerte und erhalten manchmal am Ende einer Schlacht kleine Belohnungen.

Fire Emblem Warriors bietet euch insgesamt rund 25-35 Stunden Spielvergnügen, je nachdem ob ihr nur die Story zockt oder euch auch den „Historischen Modus“ näher anschaut. Dieser beruht auf Schlachten der Original-Serie und bietet einige Szenarien, bei denen ihr am Abschluss Ränge verdienen könnt. Es ist auch möglich, immer wieder zwischen den Schwierigkeitsgraden hin- und herzuschalten, ohne eine Stufe oder Ausrüstung zu verlieren. Im erhöhten Schwierigkeitsgrad verfügen die Gegner aber nur über mehr Trefferpunkte, sie verhalten sich deswegen aber nicht unbedingt intelligenter.

Kaum technische Mängel

Egal ob am TV oder im Handheldmodus konnten wir keine technischen Mängel bzw. eben Performance-Probleme feststellen. Auch wenn die Spielumgebung einmal überladen war und es nur von Figuren und Effekten wimmelte, gab es keine visuellen Einbrüche. Dennoch muss man sagen, dass die Welten sehr schlicht gehalten wurden und sehr leer wirken. Also visuelle Augenschmäuse gibt es nur selten zu sehen. Dennoch sieht das Bild, die Schärfe und die Texturen wunderschön aus. In den Einstellungen könnt ihr außerdem festlegen, ob ihr bei den Bildeinstellungen auf Bildqualität setzt und somit 1080p, dafür aber nur 30 fps genießt, oder ihr euch doch lieber für Leistung entscheidet (720p, bei 60 fps). Es ist zu sagen, dass die grafischen Unterschiede kaum auffallen, das Spiel aber bei 60 fps noch flüssiger läuft. Die Geschichte wird in englischer Sprache erzählt, mit deutschen Untertiteln. Wer möchte kann auch auf Japanisch umstellen. Hin- und wieder gibt es kleine Sequenzen oder ihr erfährt die weitere Story in einer Art Visual Novel. Im TV Modus gibt es auch eine Minikarten, auf der alle Gebiete und die Symbole der eigenen Kämpfer zu sehen sind. Mobil ist diese auch vorhanden, aber doch sehr klein geraten, obwohl es eine Zoomstufe gibt. Diese ist aber dann doch etwas unhandlich.

8.5Wertung

Fazit

Wer diese Art von Spielen mag, der wird auch am neuen Fire Emblem Warriors seinen Gefallen finden. In gekonnter rundenbasierte Hack & Slay Manier kämpft ihr euch mit bis zu 25 Charakteren über die Schlachtfelder, entwickelt eure Figuren und helft das Königreich zu befreien. Die Art der Herausforderung könnt ihr mit einigen Einstellungen selber entscheiden. Taktisch könnt ihr zwischen den Figuren hin- und herschalten und ihnen Befehle geben um Positionen zu halten oder Gegner anzugreifen. Unsere Kaufempfehlung habt ihr auf alle Fälle, auch wenn die taktische Tiefe noch etwas höher sein könnte und hin- und wieder auch etwas Abwechslung dem Spiel gut getan hätte.

Design
8.5
Sound
8.0
Online Multiplayer
8.5
  • einfaches Gameplay
  • 25 spielbare Charaktere
  • keine technischen Mängel
  • selbe Ausrüstung im Story- und Heldenmodus möglich
  • Zweispielerspaß
  • nur englische Sprachausgabe
  • sehr leere Spielewelten
  • sehr kleine Minimap im Handheldmodus
  • auf lange Sicht manchmal etwas monoton

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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