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Dragon Ball Xenoverse 2

Dragon Ball Xenoverse 2

Ulrich

Die Dragon Ball Reihe ist wohl eine der bekanntesten Manga/Anime Serien, die man kennt. Kreiert wurde das gesamte Universum von Akira Toriyama und hat mittlerweile schon eine große Fanbase hinter sich. So gibt es schon Filme und Serien wie Dragon Ball Z und Dragon Ball Super. Mit Dragon Ball Xenoverse 2 erscheint nun ein Videospielvertreter auch auf der Nintendo Switch. In diesem Game könnt ihr sogar euren eigenen Dragon Ball Helden erstellen. Ob das Spiel den Erwartungen der Fans gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Dragon Ball Xenoverse 2

NSW

Konsole
NSW
Spieler
1–6 lokal
Freigabe
USK ab 12

Erschaffe den perfekten Kämpfer

Dragon Ball Spiele gab es schon viele. Meistens handelte es sich aber nur um irgendwelche Beat ’em up Games, die in diesem Universum angesiedelt wurden. Bei Dragon Ball Xenoverse 2 macht es den Anschein, dass es wieder diese Sparte bedient, sorgt aber dann doch mit einigen Elementen dafür, dass es sich doch wieder ganz anders spielt.

Wenn man an Dragon Ball Z und Dr. Gero denkt, der mit seiner Idee, einen perfekten Kämpfer zu erschaffen, indem man Zellen der stärksten Fighter des Universums mischt, für Furore sorgte, so könnte man meinen, Xenoverse 2 hat diesen Einfall vom Doktor geklaut. So dürft ihr, wie bereits erwähnt, euren eigenen Charakter kreieren. Dieser darf sich dann innerhalb der Handlung noch ganz nach eurem Geschmack entwickeln. Das Spiel bedient sich dabei einiger rollenspiel-typischer Elemente wie Levelaufstieg und Entwicklung eurer Fähigkeiten.

Das Tolle daran ist, dass ihr entscheiden könnt wie ihr euren Charakter entwickeln wollt. So lernt euer Kämpfer nahezu alle der aus Dragon Ball bekannten Techniken und Fähigkeiten, indem ihr diese direkt von einem Meister gelehrt bekommt. Je nachdem welchen Guru ihr aufsucht und welche Kampfkünste ihr erlernt, in dessen Richtung geht eure Entwicklung.

Zu Beginn wählt ihr jedenfalls eure Rasse. Ihr könnt euch zwischen Erdlingen, den Saiyajin und den Namekianern etscheiden. Daneben gibt es noch die Majin (Boos-Rasse) und den Freezer-Clan. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich aber nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Attributen und Kampffähigkeiten. Je nachdem welche Spezies ihr wählt, könnt ihr euch rassenspezifisch auch noch ein Geschlecht aussuchen. Das ist aber nicht immer der Fall. Danach könnt ihr euren Charakter durch viele optische Details ganz nach eurem Geschmack gestalten und dann geht es auch schon los.

Zeitlinien

Doch worum geht es eigentlich? Wie bereits im Vorgänger zu Dragon Ball Xenoverse wurden die Zeitlinien verändert. Eure Aufgabe ist es nun, diese mit eurem Helden wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Dabei müsst ihr natürlich viele Schurken vermöbeln, Aufgaben lösen und ihr könnt die große Stadt Conton City erforschen. Die City dient übrigens auch als Multiplayer-Hub und dort werden euch auch die Story-Missionen, sowie Nebenquests präsentiert. Überall erwarten euch Kämpfe oder Gefährten aus dem Dragon Ball Universum die euch um einen Gefallen bitten. Wenn ihr tiefer in die Welt von Dragon Ball eintauchen wollt, so empfiehlt es sich natürlich auch die Sidequests zu machen, denn diese bieten euch immer eine in sich abgeschlossene Geschichte zum jeweiligen Charakter und so lernt ihr alles und jeden noch besser kennen. Die Mainstory selbst wird abseits des Gameplay in Ingame- vorgerenderten und teilweise sogar Anime-Zwischensequenzen erzählt.

Die Hubwelt ist wirklich riesig und ab einem gewissen Spielefortschritt könnt ihr dort sogar frei herumfliegen. Ihr könnt dann Missionen starten, in Shops einkaufen oder ein paar Trainingseinheiten einwerfen. Überall gibt es auch immer wieder ein paar Items zu entdecken. Je länger ihr spielt, desto mehr Möglichkeiten habt ihr in Conton City.

Ob ihr lieber mit einem Charakter aus Dragon Ball an der Seite von Son Goku auf Namek gegen Freezer antreten würdet oder eben mit eurem eigenen Protagonisten ist Geschmacksache. Doch die Mischung aus Rollenspiel und Beat ’em up ist sehr gut gelungen und sorgt dafür, dass ihr euch sehr gut mit eurem Helden identifiziert. Grund ist sicher auch die bereits erwähnte Möglichkeit, eurer Person die Techniken beizubringen, die ihr für wichtig erachtet und euch gefallen.

Multiplayer

Dragon Ball Xenoverse 2 bietet einen umfangreichen Mehrspieler-Modus. Überall in Conton City findet ihr Möglichkeiten mit Freunden gegeneinander anzutreten. Hier wird die Größe der Hubworld fast schon mehr zum Fluch als zum Segen. Ihr müsst nämlich immer zu jenem Punkt auf der Oberwelt reisen, wo jener Modus anzufinden ist, den ihr mit euren Kumpels zocken wollt. Dort müsst ihr eine Lobby erstellen oder der Lobby eines anderen Spielers beitreten.

Jedenfalls könnt ihr gegen andere Spieler in bis zu drei gegen drei Matches antreten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit gemeinsam Quests zu absolvieren oder an großen Bosskämpfen für sechs Spieler teilzunehmen. Ihr seid dabei auch nicht an euren erstellten Charakter gebunden, sondern könnt euch frei einen auswählen.

Das Lobby-System erschwert aber die Spielersuche ungemein und es fehlt ein automatisches Matchmaking-System, bei dem automatisch ein Raum eröffnet wird, wenn sich gleiche Spieler finden. So könnt ihr eben einen Raum erstellen und auswählen, ob das Level der Charaktere bei der Suche eine Rolle spielen soll. Dann könnt ihr euch für die Art des Kampfes entscheiden (1-vs.-1, 2-vs.-2 oder 3-vs.-3). Habt ihr einen Raum erstellt, ist es oft kein Problem einen geeigneten Kampfpartner zu finden. Wollt ihr aber einfach nur schnell mal zocken und zufällig die Lobbys anderer Mitspieler durchsuchen, so bleibt die Suche oft erfolgslos. Warum das so ist können wir leider nicht sagen. Am Mangel an Spieler liegt es definitiv nicht.

Die Kämpfe

Gleich vorweg ist zu erwähnen, dass die Kämpfe mit wilden Kamerafahrten, tollen Effekten und einem wuchtigen Soundtrack toll in Szene gesetzt werden. Ansonsten ist das Gameplay sehr simpel aufgebaut. Ihr habt zwei Angriffstasten, die ihr für leichte und schwere Schläge drücken müsst. Ihr könnt diese natürlich auch zu einer Kombokette aneinanderreihen – was sehr intuitiv abläuft und ihr nicht irgendwelche Schlagvorlagen auswendig lernen müsst. Die schweren Schläge könnt ihr auch aufladen, um Verteidigungsstellungen besser durchbrechen zu können. Drückt ihr beide Angriffstasten könnt ihr einen besonders starken Schlag ausführen – der aber ein gutes Timing erfordert. Habt ihr es aber geschafft, so verliert euer Gegner für kurze Zeit all seine Ausdauer. Auf genau diese solltet ihr während eines Kampfes besonders achten. Viele Fähigkeiten wie das schnelle Fliegen oder Teleportieren benötigen genau jenes. Ein anderes wichtiges Werkzeug ist die KI-Leiste für Spezialattacken. Jeder Charakter kann mit bis zu vier normalen Superangriffen (zB Vegetas Gallikstrahl), zwei ultimativen Angriffen (beispielsweise Kamehame-Ha) und einer Ausweich-Fähigkeit (zB Sonnenblitz) ausgerüstet werden. Außerdem gibt es noch eine Erwachen-Fähigkeit die Transformationen hervorruft (beispielsweise die Verwandlung in einen Super-Saiyajin). Jede Technik unterscheidet sich etwas von der anderen und verbraucht natürlich Teile eurer KI-Leiste.

Auch eure Ausrüstung ist ein wichtiger Bestandteil eurer Kampferfahrung. Alle Outfits die ihr in Geschäften erwerbt oder durch Quests freispielt, haben verschiedene Attribute und beeinflussen eure Charakterwerte maßgebend.

Zur Freude vieler ist auch die Gestensteuerung wieder zurück und sie funktioniert sehr präzise. Wenn ihr wollt, könnt ihr einen Teil eurer Moves oder KI-Explosionen durch Bewegungen mit den Joy-Cons ausführen. Damit diese aber nicht unabsichtlich aktiviert werden, müsst ihr dabei noch zwei Angriffstasten drücken. Wir haben aber vorwiegend ohne Gesten gespielt, da es in der Hitze des Gefechtes dann doch zu umständlich war.

Ansonsten geht, wie gesagt, alles leicht von der Hand und selbst unerfahrene Spieler finden sich sehr schnell zurecht – auch, wenn es leider manchmal einfach in Button-Mashing ausartet, da dann doch die taktische Tiefe fehlt. Toll ist natürlich die Möglichkeit, dass ihr zu zweit mit je einem Joy-Con spielen könnt und noch cooler ist die Möglichkeit, im neuen Modus sich mit bis zu fünf lokalen Spielern zu versammeln und euch gegenseitig zu vermöbeln.

Lohnt sich ein Neukauf?

Dragon Ball Xenoverse 2 ist ja bereits auf anderen Konsolen erschienen und wie gesagt bietet die Switch-Version eben die Möglichkeit lokal geben bis zu fünf weitere Freunde anzutreten. Doch das Spiel selbst hat die Portierung auf die Switch gut überstanden. Leider musste man aber ein paar Kompromisse eingehen und so wurde die Framerate von 60 auf 30 fps herabgesenkt. Warum auch immer, aber zumindest in 1-vs.-1 Matches könnt ihr euch mit voller Framezahl begnügen.

Optisch kann das Spiel jedenfalls überzeugen, obwohl es doch hin und wieder zu kleinen Rucklern kommt, was aber nicht den Spielfluss mindert. Abstriche musste Bandai Namco auch beim Anti-Aliasing machen und so wurde dieses eingespart - was vor allem bei den Charaktermodellen in der Oberwelt auffällt. Wenn sich diese bewegen ist meistens ein Kantenflimmern zu sehen. Ansonsten läuft Dragon Ball mit 900p, sowie 720p im Handheld-Modus.

7.0Wertung

Fazit

Dragon-Ball Fans kommen auf alle Fälle auf ihre Kosten und Fansupport ist sehr groß geschrieben. Im Gegensatz zu den anderen „Prüglern“ der Serie wirkt das Spielprinzip mit der Vermischung von Rollenspielelementen doch sehr erfrischend. Durch die Möglichkeit seinen Charakter frei zu entwickeln und hochzuleveln baut man schnell eine Verbindung zu ihm auf und es macht großen Spaß. Das Spiel bietet einen großen Umfang, aber vor allem im doch zu einfachen Kampfsystem mit wenig Tiefe (Button-Mashing vorpgrogrammiert), hat das Spiel seine Schwäche. Nach einiger Zeit ist dann doch die Luft draußen und man verliert die Lust. Für Zwischendurchkämpfe kann man es aber immer wieder einmal aus dem Regal holen und hartgesottene Dragon Ball Fans werden auch so noch viele interessante Aspekte entdecken.

Design
7.0
Sound
7.5
Online Multiplayer
8.0
  • präzise Bewegungssteuerung
  • Optisch sehr nah am Anime
  • sehr kurzweilig
  • fehlende Kantenglättung

Vielen Dank an die Firma Bandai Namco für die Bereitstellung des Testmusters.

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