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Monster Hunter Generations

Monster Hunter Generations

Ulrich

Mit Monster Hunter Generations geht es in die nächste Runde, wenn es um das Jagen urzeitlicher Monster und Kreaturen geht. Ob sich ein Kauf lohnt und Drachentöten leicht gemacht ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Monster Hunter Generations

3DS

Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Konsole
3DS
Spieler
1–4 lokal
Freigabe
USK ab 12

Monster Hunter X

Monster Hunter Generations ist in Japan unter dem Namen Monster Hunter X bekannt. Grafisch sollte man sich nicht viel Neues erwarten, wird doch die Engine von Monster Hunter 4 Ultimate verwendet. Doch was wird inhaltlich Neues geboten?

Gleich vorweg, grundsätzlich gibt es wenige Neuerungen, nur viel Altes in einem vielleicht schickeren Gewand. Selbst drei der vier Gebiete kennen Fans der Reihe bereits aus den Freedom-Abenteuern auf der PSP.

Zwar versprüht dieser Fakt zwar etwas Nostalgie, hinterlässt aber dennoch einen faden Beigeschmack. Vielleicht sollte man, wie es Ubisoft mit Assassin’s Creed gemacht hat, die Entwicklungszeiten doch wieder etwas anheben und nicht jedes Jahr einen neuen Titel auf den Markt schmeißen - der dann doch wieder mehr oder weniger ein Abklatsch vergangener Teile ist.

Auch bei Monster Hunter Generations gibt es wieder ein Hauptmonster. Dieses Mal sind es sogar vier davon, nämlich Glavenus mit seinem glühenden Klingenschwanz, das Riesenmammut Gammoth, Leviathan Mizutsune und der Drache Astalos.

Neben diesen größeren „Hauptbossen“ könnt ihr natürlich wieder viele bekannte Kreaturen töten und ausnehmen. Daneben entdeckt ihr vielleicht sogar ein paar neue „Kleinstmonster“, wie den Riesenuhu Malfestio. Die Vielfalt der dargebotenen Jagdobjekte lässt sich aber wieder sehen und es gibt viel zu jagen und entdecken.

Wenig Innovation

So wie es sich mit der Spielewelt und dem Großteil der Gegner verhält, so ist es auch in punkto „Gameplay“. Innovationen sucht man fast vergeblich. Bei Monster Hunter Generations dürfte wohl nach über zehnjährigem Bestehen der Reihe die Luft etwas draußen sein. Das Leveldesign wirkt veraltet und die immer wieder gleichen Such- und Jagdquests sind schon derart abgelutscht, dass sogar Monsterzungen trocken bleiben. Da helfen auch die teils ausgebauten Moves aus dem Vorgänger nicht, wenn ihr beispielsweise auf die Rücken der Kreaturen springt um diese zu bezwingen.

Selbst neue Waffen bleiben die Entwickler dieses Mal schuldig - dennoch gibt es mehr als genug. Auch an der Menüführung hat sich nichts geändert und die Navigation über den Touchscreen wirkt oft etwas überladen und kompliziert. Zumindest wurden die Koch- und Upgrade Systeme etwas bearbeitet und die Ernteeffizienz wurde durch das Gedrückthalten von A erhöht. Außerdem gibt es nun die Möglichkeit, Items vom Basislager in die heimische Vorratskiste zu verschicken. Dennoch scheint es, als wollte man die Kuh nochmals melken, bevor es zu spät ist. Dabei wäre gerade bei dieser Reihe so viel mehr möglich.

Jagdtechniken

Neu hingegen sind sogenannte Jagdtechniken. Insgesamt gibt es vier, die ihr je nach Waffe und Kampfstil verschieden zuweisen könnt. Als letztere gibt es den Gildenstil, der Platz für zwei Techniken bietet, den Schlägerstil mit der Möglichkeit bis zu drei Jagdtechniken einzusetzen und den Lufkampf- bzw. Konterstil mit Platz für nur je eine. Zwar bieten Letztgenannte nur einen Slot, könnt ihr aber dafür beim Luftkampf luftige Ausweichmanöver ausführen und Sprungangriffe aus dem Stand starten. Beim Konterstil können Blocks sogar in brachiale Gegenangriffe umgewandelt werden.

Wieviele Jagdtechniken ihr einsetzen könnt, hängt von der eingesetzten Waffe und dem aktuellen Spielfortschritt ab. Damit diese aber überhaupt einsetzbar sind, muss die dafür benötigte Energie angesammelt werden. Danach stehen Spezialangriffen und Boni in Bezug auf die Ausdauer bzw. Heilung nichts mehr im Wege.

Starten könnt ihr die Techniken über gewisse Buttonkombinationen oder via Touchscreen.

Felyne an die Macht

Für Serienkenner dürften die Felyne kein Fremdwort sein. Dabei handelt es sich um katzenähnliche KI-Mitstreiter, von denen ihr übrigens bis zu zwei auf eure Missionen mitnehmen könnt. Dieses Mal dürft ihr die Kampfkatzen auch selbständig auf „Miaunster-Jäger-Quests“ schicken um zusätzliche Beute zu erhalten. Im Pirschermodus könnt ihr sogar erstmals selber in die Rolle eurer Katzenfreunde schlüpfen, über deren Fertigkeiten und Ausrüstung bestimmen und eigene Quests absolvieren. Vor allem bei Sammel- und Transportaufgaben habt ihr hier oft einen entscheidenden Vorteil. So benötigen sie beispielsweise beim Sammeln von Rohstoffe nicht spezielle Items wie Käpfernetz oder Hacke. Sie scheinen sogar gut trainiert zu sein, da sie über keine Ausdauerleiste verfügen und sogar kälte- und hitzeresistent sind. Manche Quests können übrigens nur im Pirschermodus bestritten werden.

Multiplayer

Die Story selbst ist sehr dünn und wohl die schwächste bis jetzt. Wo man sich in früheren Teilen mit seinem Charakter etwas identifizieren konnte, sich erst richtig zum Jäger hochkämpfen musste um das Dorf zu retten, steigt man hier gleich mitten ins Geschehen ein. Man ist einfach einer von vielen. Zwar gibt es immer noch Rangstufen, aber im Prinzip stehen euch gleich von Beginn an jegliche Möglichkeiten zur Verfügung. So müsst ihr Quest über Quest bestreiten und euch immer bessere Waffen und Rüstungen erstellen oder kaufen. Gerade hier gibt es wieder viele Möglichkeiten und so lassen sich Ausrüstungen geschickt kombinieren und als Sets speichern. Somit könnt ihr euch für jegliche Situationen perfekt rüsten.

Das Herzstück ist auch dieses Mal der Multiplayer, wobei auch hier die Technik mehr als veraltet wirkt So gibt es noch immer keinen Sprachchat und die Chatfunktion über vorgefertigte Sätze lässt einfach zu wünschen übrig. Dennoch macht die Jagd mit bis zu drei Mitstreitern (egal ob lokal oder online) noch immer sehr viel Spaß. Dafür sorgen wieder unterschiedlichste Quests und Orte. Via Streetpass könnt ihr sogar personalisierbare Visitenkarten tauschen, befreundete Jäger für automatische Beutezüge anheuern und Tickets für Spezialkämpfe ergattern. Auch gibt es noch immer die Duelle und Herausforderungen in der Kampfarena und eure Bestzeiten könnt ihr online mit anderen Spielern vergleichen. Weiters wird Monster Hunter Generations, wie bisher alle anderen Teile, mit jeder Menge zusätzlicher Inhalte in Form von Kostümen und Quests versorgt.

In punkto Gameplay könnt ihr alternativ den zweiten Analogstick des New 3DS oder den Schiebepad-Pro-Aufsatz für die Kamerasteuerung benutzen. Fehlen euch beide Möglichkeiten, so könnt ihr die Kamer wie üblich über das Steuerkreuz auf dem Touchscreen steuern. Die Schultertasten könnt ihr selber belegen und danach heißt es wieder kämpfen, sammeln, Fallen stellen und Waffen schleifen - denn diese Verlieren nach einigen Kämpfen wieder ihre Stärke.

6.5Wertung

Fazit

Liebt man Monster Hunter, dann wird einem auch dieser Teil gefallen. Vor allem für Neueinsteiger ist der Einstieg leichter denn je, was sich aber wieder in punkto Story negativ auswirkt. Jägerveteranen sollten sich aber darauf einstellen, dass in Generations so gut wie kaum Neues geboten wird. Gameplay, Grafik, Monster, Gebiete..., alles wirkt einfach veraltet. Durchaus bietet das Spiel seine Reize und macht vor allem im Multiplayer wieder jede Menge Spaß. Auch könnt ihr dieses Mal als Felyne eure Runden drehen und eurem Charakter eure bevorzugten Jagdstile und -techniken verpassen. Über den Umfang kann man nicht meckern, aber dennoch würde der Reihe eine kleine Pause einmal gut tun, um danach vielleicht wieder auf dem TV erneut durchzustarten.

Design
7.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
9.0
  • großer Umfang
  • viele Anpassungsmöglickeiten
  • ausgelutschtes Questsystem
  • angestaubte Technik
  • kaum Innovationen

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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