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Kirby: Planet Robobot

Kirby: Planet Robobot

David

Kirby: Planet Robobot

3DS

Serie
Kirby
Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
3DS
Spieler
1–4 lokal
Freigabe
USK ab 6

Kommenden April ist es soweit und der Edelknödel von HAL-Laboratory feiert sein 25-jähriges Videospieljubiläum.
Mit Kirby ist es schon so eine Sache. Mit über 20 eigenen Titeln und unzähligen Gastauftritten ist er eine feste Größe auf Nintendos Systemen. Trotz dieser Tatsache steht er immer etwas im Schatten von Mario und Link. Dies schadet ihm allerdings in keiner Weise. Im Gegenteil. So lastet kein so großer Druck auf dem Studio, da das Rampenlicht nicht auf sie gerichtet ist.
Dennoch schaffen es die Entwickler fast im Jahresrhythmus ein Spiel mit Kirby in der Hauptrolle zu veröffentlichen.
Der neuste Ableger ist Kirby: Planet Robobot für den Nintendo 3DS. Wie sich der aktuelle Ableger schlägt, erfahrt ihr in unserem Spieletest.

Invasorenalarm

Kirbys Heimat, der Planet Pop, ist in Gefahr. Eine Roboterarmee attackiert die einst grüne Welt und verwandelt sie in eine leblose mechanisierte Kugel. Die Abwehrversuche von König Nickerchen und Meta Knight scheitern kläglich und beide werden besiegt. Währenddessen schlummert Kirby in aller Seelenruhe unter einem Baum. Als er erwacht, findet er sich in einer vollkommen veränderten Welt wieder.
Nun liegt es an ihm die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Sein erstes Ziel ist es fünf Basen der Invasoren, welche gleichzeitig die Beine des riesigen Invasorenschiffs sind, zu zerstören.
Am eigentlichen und typischen Gameplay hat sich kaum etwas geändert. Ihr steuert Kirby in gewohnter Manier durch verschiedene Welten und bekämpft seine Feinde.
Durch das Einsaugen bestimmter Gegner könnt ihr deren Fähigkeiten kopieren und für eure eigenen Zwecke einsetzen. Insgesamt könnt ihr hierdurch auf über 25 verschiedene Fähigkeiten zurückgreifen.
Kenner der Serie finden hier Altbekanntes, wie den Schwertkämpfer, den Bogenschützen oder den Bumerang. Neu hingegen ist der Doktor, der mit Pillen um sich werfen kann und der giftige Kirby der den Gegner mit toxischen Angriffen zu Leibe rückt.
Dabei ist es eigentlich egal mit welchen Angriffen und Fähigkeiten ihr euch durch die verschiedenen Welten kämpft. Dennoch ist die gebotene Vielfalt durchaus begrüßenswert.
Das Spiel ist ein typischer Platformer, auch wenn durch den teilweise statt findenden Wechsel zwischen unterschiedlichen Ebenen eine gewissen Tiefe ins Spiel gebracht wird.
Innerhalb der einzelnen Level sind sogenannte Roboblock versteckt die es zu finden gilt. Diese sind nämlich nötig, um die Firewall der Invasoren zu knacken, um so weiter im Spiel voran schreiten zu können.
Zwischendurch müsst ihr euch nicht nur mit schurkischem Fußvolk, sondern auch Zwischenbossen und Endbossen anlegen, um ihnen deutlich zu machen wem der Planet gehört.

Alles in Allem also erst mal nichts Neues oder Spektakuläres.
Während Kirby sich also durch die schiere Maße an Gegnern kämpft, fällt ihm ein Kampfanzug in die “Hände“

Mecha-Kirby

Sobald Kirby einen Robobot-Panzer besteigt verfügt er logischerweise über weitaus mehr Kraft. Somit kann er nicht nur Widersacher einfacher zur Strecke bringen, sondern auch anders mit seiner Umwelt agieren. So kann er nun problemlos große Steine und Klötze bewegen und Werfen.
Wie auch unser Held, kann der Roboter ebenfalls Fähigkeiten von Feinden übernehmen. Hierzu kann man diese scannen und somit sein Gefährt aufbessern.
Auch wenn einem nicht all die ca. 25 Verwandlungen zur Verfügung stehen, ist es schon ziemlich spaßig mit einem noch stärkeren Roboter durch die Level zu stampfen. Denn ein Mech ist gut, aber ein Mech mit einen riesigen Flammenwerfer ist einfach besser.
Neben diesen gescannten Fähigkeiten kann sich der Roboter, je nach Level, außerdem in einen Jet und ein Fahrzeug verwandeln, was eine sehr willkommene Abwechslung im Gameplay darstellt.
Während Kirby relativ flink unterwegs ist, bewegt sich der Roboter relativ behäbig und ändert so die komplette Geschwindigkeit des Spiels und auch Timings. Daran gewöhnt man sich allerdings sehr schnell. Wer seinem Vehikel eine persönliche Note verpassen möchte, der kann dies tun indem er Sticker, die es überall zu finden gibt, auf dem Roboter anbringt.

Minispiele

Neben dem eigentlich Spiel enthält Planet Robobot noch zwei zusätzliche Minispiele. In Kirbys Team-Jagd kämpft ihr zusammen mit bis zu drei weiteren Spielern im Rollenspielstil gegen Endbosse. Die Mitspieler steuert entweder der Computer oder ihr trefft euch via Drahtlos-Verbindung.
Für den Kampf stehen euch die Klassen Heldenschwert, Schwerhammer, Heiler und Magiebeam zur Verfügung. Jede Klasse hat eigene Spezialattacken und Fähigkeiten.
Die Charaktere haben eigene Grundwerte für die Attribute Kraft, Angriff, Heilung und Coop-Meteor. Im Laufe des Spiels werden diese durch das Sammeln von Erfahrung stetig verbessert.
Gemeinsam bekämpft ihr dann einen Endgegner, den es möglichst schnell zu besiegen gilt. Für schnelle Kombos erhaltet ihr Steintafeln. Habt ihr pro Spieler eine Steintafel eingesammelt, könnt ihr einen mächtigen Combo-Coop-Angriff durchführen.

Kirbys 3D Arena hingegen ist nur für einen Spieler gedacht. Hier gilt es Levels, die nur aus einem Plateau bestehen, möglichst schnell und vor allem effizient von Gegnern zu säubern. Dabei gilt es geschickt mehrere Gegner mit möglichst einer Attacke zu erledigen.
Am Ende jeder Welt muss ein kleiner Boss bekämpft werden.

Technik

Kirby Planet Robobot basiert grafisch eindeutig auf dem vorangegangenen Teil Kirby: Triple Deluxe. Dies mag zum einen der technischen Limitation der Konsole, zum anderen dem Stil des Spiels an sich geschuldet sein. Allerdings ist dies kein negativer Punkt, da die kunterbunte Welt in Knuddel-Optik auch in diesem Titel direkt zu überzeugen weiß. Durch die Mechanisierung im Zuge der Invasion erhält die Spielwelt trotzdem durchaus eine optische Abgrenzung zu Triple Deluxe.
Auch wenn er eher dezent eingesetzt wird, ist der 3D-Effekt schön anzusehen und je nach Level profitiert das Spielerlebnis auf jeden Fall davon.

Die akustische Kulisse kommt in gewohnter Kirby Manier daher. Als Kenner der Serie wird einem das eine oder andere Stück oder Teile davon vertraut vorkommen. Dennoch passt die Untermalung hervorragend zum Spiel und verleitet nicht dazu den Ton nach kurzer Zeit auszuschalten.

Die Steuerung geht butterweich von der Hand und ist auch für Einsteiger schnell zu erlernen. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass sich der Titel mit dem Steuerkreuz genauer bzw. besser steuern lässt als mit dem Schiebepad.

Wer den Helden noch etwas aufwerten möchte, der kann dies mit einem Kirby-amiibo aus der Super Smash Bros. Collection tun. Scannt ihr diesen, verwandelt sich das rosafarbene Pummelchen in Smash Bros.-Kirby. Dieser beherrscht dann zum Beispiel den Hammerkreisel, den Ultraschnitt oder den Steinschlag und mit seinem Schild kann er gegnerische Attacken leichter abwehren.
Auch andere amiibo geben euch Boni, Ausrüstung oder Kostüme.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Mit Triple-Deluxe hat HAL vor ca. 2 Jahren ein durchaus gelungenes Kirby-Abenteuer auf dem 3DS veröffentlicht. Mit Planet Robobot konnten sie sich sogar noch ein Stück steigern. Auch wenn der Titel optisch und akustisch auf dem gleichen Niveau bleibt wie der Vorgänger, ist die Neuerung mit dem Mech-Anzug ein klares Plus in Sachen Gameplay. Fans der Serie werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings nicht sehr hoch angesetzt, was für Einsteiger und jüngere Spieler zwar schön, für alte Hasen aber eher langweilig ist.
Die beiden Minispiele bieten zusätzlichen Inhalt und Zeitvertreib. Wer Platformer und/oder Kirby mag, sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

Design
8.5
Sound
8.0
Online Multiplayer
7.0
  • einsteigerfreundlich
  • stimmige Optik & Akustik
  • Robo-Kirby
  • für Kenner zu einfach
  • Wechsel im Spieltempo

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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