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Super Mario Galaxy

Super Mario Galaxy

Ulrich

Mit Super Mario Galaxy erscheint nun ein weiteres Wii-Meisterwerk für die Virtual Console der Wii U. Mittlerweile sind acht Jahre vergangen, seit sich Mario über verschiedenste Planeten und Galaxien auf die Suche nach seiner Prinzessin machte. Wir haben ein weiteres Mal für euch Wiimote und Nunchuk geschwungen und uns für euch auf eine intergalaktische Reise gemacht.

Super Mario Galaxy

WII

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
WIIWESNSW2
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 6

Sterne. Prinzessin. Bowser. So viel zur Story.

Dabei beginnt alles so vertraut: Mit Prinzessin Peach, den Pilzköpfen und Erzfeind Bowser ist das alteingesessene Star-Ensemble perfekt. Letzterer hat wieder einmal nichts Besseres zu tun, als das zarte Blaublut zu entführen und das Pilzkönigreich in Angst und Schrecken zu versetzen. Diesmal scheint es der arge Kröterich aber wirklich ernst zu meinen und hat eine ganze Weltraumflotte im Schlepptau, die nicht nur das alle einhundert Jahre stattfindende Sternenstaubfest hochgehen lässt, sondern auch das prunkvolle Prinzessinnenschloss aus dem Boden reißt und kurzerhand mit ins Zentrum des Universums verfrachtet. Die Macht der Sterne will sich der Koopa-König ebenfalls zu nutze machen, um sich den Traum eines jeden Tyrannen zu erfüllen: eine wortwörtlich universale Schreckensherrschaft! So viel zur Geschichte, die wie für die Mario-Reihe typisch nur eine grobe Orientierung bietet und Marios Motivation und die Universumsthematik begründet. Aber mal ehrlich: Bei Mario ging es schon immer ums Gameplay, ohne viel prosaischen Schnickschnack. Und auf diese Traditionen beruft sich auch Galaxy: Das Spiel kann sozusagen kaum warten, euch aktiv am Geschehen teilnehmen zu lassen. In einer kurzen und für Nintendo-Verhältnisse unheimlich dynamischen Zwischensequenz werdet ihr als Mario Zeuge von Bowsers wuchtigem Überfall, und schwupps! – schon übernehmt ihr die Kontrolle und bewegt den Klempner in Richtung Palast. Nachdem euch die mysteriöse Sternen-Mama Rosalina Mario ihre Unterstützung zusagt und ihre Sternwarte zur Verfügung stellt, dürft ihr euch zugleich auf einem ersten Planeten austoben und, nun ja... Häschen fangen. Die übersichtliche Himmelskugel ist nur ein kleiner Knallfrosch im Vergleich zum kreativen Feuerwerk, was Nintendo im Rest des Spiels zündet. Zumindest wird euch ein guter Eindruck über das Spiel mit der Gravitation vermittelt, die eine essenzielle Rolle einnimmt. Ganz richtig: Ihr bewegt euch in alle Richtungen um eine Kugel herum, ohne von einer Seite hinunterzufallen –die Schwerkraft macht´s möglich! Erinnert sich noch jemand an sein erstes Mal mit Super Mario 64? Dieses „neue“ Gefühl, Mario mit dem Analogstick auch in die Tiefe des Raumes zu steuern? Gerade zu Beginn ertappt man sich dabei, den Kopf schief zu halten, wenn Mario kopfüber auf einem planetoiden Objekt steht. Die Idee mit den sphärischen Objekten bestand eigentlich schon seit der Mario-128-Demo auf der Electronic Entertainment Expo 2001, in der zahlreiche Mario-Klone über eine Fläche wuselten, nur um zu zeigen, wie viel Power der GameCube unter der Haube hat. Dass an dieser Idee so viele Jahre festgehalten wurde, zahlt sich heute aus: Als Spieler fühlt ihr euch noch „freier“, obwohl es ja eigentlich unsinnig ist, „frei“ zu steigern…

Mario, die perfekte Marionette!

Virtuelle Freiheit alleine lässt sich aber nur dann auskosten, wenn ihr stets das Gefühl habt, Mario voll und ganz zu kontrollieren. Mamma mia! Die Steuerung funktioniert wirklich großartig über die Wii-Fernbedienung und den Nunchuk. Mit dem Analogstick bewegt ihr Mario, mit A werden Sprünge ausgeführt. Das genügt fast schon für einen Einstieg in Galaxy und sorgt dafür, dass sich Neulinge rasch zurecht finden. Natürlich ist Marios Repertoire nicht bloß auf einfache Hüpfer beschränkt: Rückwärts- und Seitwärtssalto, Hechtsprung, Wandsprung und Stampfattacke sind aus den Vorgängern übernommen und gewohnt einfach auszuführen. Dass die besonderen Fähigkeiten der Wii-Steuerung auch bei Galaxy zum Einsatz kommen, verwundert nicht. Allen traditionsbewussten Skeptikern sei gesagt, dass die Einbindung der Bewegungssensoren der Wiimote und der Zeiger-Funktion keinesfalls aufgezwungen wirkt und sich hervorragend mit der klassischen Steuerung verbindet. Mit der Wiimote bewegt ihr einen blauen Stern über den Bildschirm und feuert eingesammelte Sternenteile beispielsweise auf eure Gegner, um sie kurzzeitig zu paralysieren. Wenn ihr die Fernbedienung schüttelt, vollführt Mario einen Dreher, der im Spielverlauf häufig Anwendung findet. Wie ein Wirbelwind räumt Nintendos Vorzeige-Dickerchen Gumbas aus dem Weg, legt Schalter um oder zerstört Hindernisse. In der Luft ausgeführt, dient der Dreher als eine Art Doppelsprung. Nintendo hat bei der Bedienung einfach alles richtig gemacht: Es ist schon erstaunlich, wie präzise sich Mario durch die Areale führen lässt, wie nachvollziehbar er abbremst, schleicht oder sich beim Springen verhält. Das ist schlichtweg Referenzklasse.

Wer übrigens den Speicherstand der Wii auf die Wii U übertragen hat, der kann auch ohne Disc einfach bei seinem damaligen Speicherstand weiterzocken.

Vermiete: Küche, Schlaf- und Kaminzimmer, zentral gelegen

Mit diesem „direkten Draht“ zu Mario stürzt ihr euch ins Abenteuer, immer auf der Suche nach den versteckten 120 Sternen. Was in Super Mario 64 das Schloss und in Super Mario Sunshine Piazza Delfino darstellte, ist in Galaxy Rosalinas Sternwarte auf dem Kometen: die zentrale Oberwelt, von der aus ihr zu den einzelnen Levels gelangt. Hier tummeln sich jede Menge Gesprächspartner wie der eifrige Toad-Forschertrupp, Rosalina (mit einer einschläfernd langweiligen Vorlesestunde in der Bibliothek) oder die Luma-Sternenkinder. Einige der Lumas haben die Sternenteile, die ihr von euren Expeditionen mitbringt, zum Fressen gern. Füttert ihr sie mit einer bestimmten Anzahl der bunten Splitter, verwandeln sie sich in knifflige Bonus-Galaxien, in denen jeweils ein Stern auf euch wartet. Die Sternwarte ist anfangs aber nicht voll funktionstüchtig und muss mit Energie in Form von großen Sternen versorgt werden, die ihr erst nach einem Kampf mit Bowser oder seinem frechen Sohnemann erhaltet. Daher legt ihr erst Schritt für Schritt neue Kuppeln mit Namen wie „Küche“, „Maschinenraum“ oder „Schlafzimmer“ frei, die Portale zu immer sechs Galaxien beinhalten. Aber auch hier wird euch nicht gleich Zugriff zu allen Planetenhaufen gewährt. Erst mit einer gewissen Anzahl von Sternen darf Mario diese neuen Levels betreten.

Jeder Stern ein Abenteuer!

Und diese könnten unterschiedlicher nicht sein: Euch erwarten eine Eier-, Wüsten-, Geisterhaus- und Herbstwald-Galaxie, Wasserstände müssen gehoben und gesenkt, Lavaseen überquert und Schlachtschiffe geentert werden. Jede Galaxie ist eigenständig und kann für sich stehen. Das ist der große Triumph des Galaxien-Konzepts! Die Entwickler konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen, mussten sich nicht wie in Sunshine an ein durchgängiges, tropisches Ambiente halten – es ist offen für so viele Ideen. Auch die Aufgaben, die ihr bewältigt, um an die begehrten Sterne zu gelangen, sprühen vor Vielfältigkeit. Kaum ein Stern spielt sich wie der andere, - ein Potpourri an fantasievollen Ergüssen. Galaktisch: Das hohe Niveau wird bis zur letzten Welt durchgehalten – Durchhänger sucht ihr vergebens. Da gibt es kleine Planetenhaufen, in denen Mario nur einen Stern ergattert, und größere, in denen ganze sechs Sterne, vorgegebene wie versteckte, auf ihren Finder warten. Aber wie genau hat man sich das „Tagesgeschäft“ eines Helden im Weltall vorzustellen? Eine Galaxie setzt sich aus mehreren Planetoiden oder anderweitig im Raum schwebenden Strukturen zusammen. Im Wesentlichen geht es darum, von Objekt zu Objekt zu gelangen, indem ihr verschiedene Aufgaben löst: Mal muss Mario sämtliche Gegner besiegen, Schalter umlegen oder fünf goldene Sternenchips auftreiben, um einen Sternenring entstehen zu lassen, der euch wie ein Kanonenrohr zur nächsten Plattform schießt. Mal dreht ihr euch über eine Kletterpflanze namens Wachskraut gen Himmel, reist in einer Seifen- oder Energieblase durch den Raum oder katapultiert Mario mit Klebe-Kokons zum Ziel. Bei den beiden letzten Möglichkeiten verliert ihr die direkte Kontrolle über Mario: Ihr nutzt den Pointer, um euch fortzubewegen. Blaue, energetisch aufgeladene Sterne schweben im Raum zwischen zwei Plattformen. Zielt ihr nun auf einen dieser Sterne, sendet dieser einen Strahl in Richtung Mario, umschließt ihn und zerrt ihn an einem Energiestrahl ins All. Solange ihr A gedrückt haltet und mit der Fernbedienung gestikuliert, schwingt Mario jetzt an diesem Strahl hin und her, bis ihr einen neuen Stern aktiviert, der Mario packt und ihn näher an sein Ziel bringt. Geratet ihr in einen Klebe-Kokon, bugsiert ihr den schnauzbärtigen Helden wie mit einer Flitsche zur nächsten Ebene. Mit der Zeiger-Funktion und A greift ihr Mario im Kokon und zieht das elastische Gebilde nun in eine beliebige Richtung. Wenn ihr A loslasst „flitscht“ ihr euren Protagonisten im besten Fall auf standfesten Boden. Diese Kletter- und Flugübungen kann man als grundlegende Gameplay-Elemente bezeichnen, die bei vielen Sternenaufgaben abgerufen werden. Galaxy kann man aber nicht nur auf das „Planetenhopping“ reduzieren - zu vielseitig sind die Herausforderungen: Ihr tretet bei einem Schwimmwettrennen gegen Pinguine an, reitet auf einem Rochen, reinigt das Fell einer Bienenkönigin, stampft einen gigantischen Maulwurf aus dem Boden, nehmt einen Spielzeugroboter auseinander oder nutzt Kugelwilli-Raketen, um Sterne freizusprengen. Und. Und. Und. Es ist begeisternd, was euch alles geboten wird!

Mario, bleib auf dem Boden!

Den verschiedenen Gameplay-Elementen ist es zu verdanken, die nahezu perfekt ineinander verwoben sind, dass sich Galaxy „wie aus einem Guss“ spielt. Da wären zum einen die lustigen Verwandlungen zu nennen, die sich merklich auf das Spielgefühl auswirken. Das Bienen-Kostüm ist dabei der Hit im Kosmos-Karneval. Mario kann bei gehaltener A-Taste nicht nur eine gewisse Zeit fliegen, sondern an klebrigen Honigwaben hinaufklettern. Premiere für Feuer-Mario in einem 3D-Jump-and-Run! Durch Schütteln der Wiimote wirft der Klempner Feuerkugeln gegen Gegner und entzündet Fackeln. Daneben entdeckt ihr noch weitere Kostüme, mit denen ihr die Spielwelt auf andere Weise manipuliert. Die Vielfältigkeit sorgt für Überraschungen – und Spaß! Das allgegenwärtige Spiel mit der Gravitation ist ebenso ein „Fun-Faktor“: Kugelförmige Objekte dürft ihr in der Regel von allen Seiten bekunden. Manchmal zeigen euch jedoch alles verschlingende Schwarze Löcher an, dass ihr bei eckigen oder flacheren Plattformen Obacht geben solltet, nicht von der Kante zu fallen. Die glänzenden Retro-Abschnitte unterstreichen die Genialität des Schwerkraft-Prinzips: Hier steuert ihr Mario wie im klassischen Super Mario Bros. nur in zwei Dimensionen. Die Gravitation ändert sich ständig, sodass Mario potenziell an allen Seiten eines Raumes operiert. In Abschnitten voller bunter Gravitationsfelder wird es dann besonderes knifflig: Bei den Sprüngen ist Timing gefragt, um nicht ins Weltall gesogen zu werden, sondern zum Beispiel rechtzeitig auf einer fahrenden Plattform zu landen. Mario scheint im Vergleich zu den Vorgängern etwas empfindlicher geworden zu sein: Anstatt der gewohnten sechs Lebensenergieeinheiten verfügt er in Galaxy nur noch über drei. Ein Glück, dass es die Superpilze gibt, die ihn zwar nicht größer werden lassen, aber seine Lebenskraft auf sechs Punkte verdoppeln. Leben sind aber schnell wieder zu regenerieren. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, einen 1-up-Pilz aufzulesen. Wenn ihr fünfzig Sternenteile oder dieselbe Anzahl von Münzen sammelt, steigt euer Lebenskonto ebenfalls um eins. Leider erfüllen die Münzen sonst keinen Zweck mehr: Sie haben im Gegensatz zu den 3D-Vorgängern an Stellenwert verloren, wo ihr für einhundert Taler einen Bonus-Stern erhieltet. Aber sie waren noch für eine andere Funktion verantwortlich: Als Spieler musste man die Levels bis zum letzten Winkel erkunden, um genügend Bargeld aufzutreiben. Auch wenn ihr bei Galaxy relativ frei auswählen könnt, welche Levels ihr besucht, so hinterlassen diese an sich einen recht geradlinigen Eindruck, da sie so konzipiert sind, dass sie in der Regel nur einen Stern bereit halten. Bei Super Mario 64 bot sich die Gelegenheit, zufällig auf andere Sterne zu stoßen, wenn man sich nur eingehend mit der Spielumgebung befasst hat. Das Spielelement der Erkundung gerät in Galaxy leider ein wenig ins Hintertreffen, wenn es vorsätzlich darum geht, möglichst schnurstracks von Planet zu Planet zu reisen.

Beim Barte des Kometen!

Aber Moment! Auch in Galaxy dürft ihr euch ab und an auf die Expedition nach einhundert violetten Münzen begeben, vorausgesetzt, euch stehen die „Kometen“ günstig. Die so genannten Schabernack-Kometen ändern Parameter in schon besuchten Welten. Der violette lässt wie erwähnt lila Münzen regnen, der grüne begrenzt eure Lebenskraft auf eins, um damit noch einmal eine Passage, meist Endgegner-Kämpfe, zu meistern. Der rote setzt euch für eine schon einmal absolvierte Aufgabe ein Zeitlimit, der gelbe Tempokomet beschleunigt Gegner und Mechanismen wie Wummp-Attacken oder Plattform-Fahrten und beim blauen steht euch ein Wettrennen gegen Schatten-Mario bevor. Was zunächst nach einer Streckung des Spielumfangs klingt, entpuppt sich als eine sehr intensive, spannende und vor allem nicht immer einfache Modifikation der Spielwelt, die die Galaxien mit einem neuen „Kick“ versieht. Vor allem für eingefleischte Videospieler stellen die schwierigeren Aufgaben in den Kometennebeln eine willkommen fordernde Abwechslung dar. Denn Galaxy weist, etwa im Vergleich zu Sunshine, einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf, zumindest was die ersten achtzig bis neunzig Sterne angeht. Schon nach sechzig Sternen könnt ihr euch dem finalen Kampf stellen. Anfänger haben somit den Vorteil, Marios Weltraum-Odyssee zu beenden, während Fortgeschrittene alle 120 Sterne (und mehr…) frei spielen und erst recht spät ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen können. Wem Galaxy dennoch zu schwer vorkommt oder wer einfach gerne zu zweit spielt, bietet Nintendo einen Mehrspielermodus. Der ist zwar bei weitem nicht so gehaltvoll wie ein simultaner Kooperationsmodus (auch wenn Luigi einsatzbereit wäre…), dennoch handelt es sich dabei um eine nette und vor allem unkomplizierte Dreingabe. Mit einer zweiten Wiimote (ohne Nunchuk) kann sich ein Mitspieler jederzeit dazuschalten und Mario unterstützen. Ein weiterer Stern erscheint auf dem Bildschirm, der jetzt dem zweiten Spieler als Zielkreuz dient. Außerdem kann euer Assistent die Bewegung einiger Gegner mit A anhalten oder Mario zu einem Sprung oder Dreher bewegen.

Weltraum-Kino, Weltraum-Symphonie.

Ob alleine oder als Team: Je tiefer ihr aber in das Universum eindringt, umso mehr bestätigt sich der Eindruck, dass Super Mario Galaxy ein wunderschönes Spiel ist, das hübscheste auf der Wii. Dabei wechseln sich realistisch wirkende Naturlandschaften mit kunterbunten Bauklotz-Welten ab. Die Galaxien präsentieren sich ungemein stimmig, die im Raum schwebenden Inseln wirken auch durch ihren Schimmer und partiell glänzende Oberflächen sehr plastisch. Besondere Highlights sind neben Mario flüssigen Animationen die beeindruckende Darstellung der Endgegner. Es reihen sich einfach viele Höhepunkte aneinander, angefangen von den genialen Fell-Effekten über die atmosphärischen Hintergründe bis hin zu den sich frei bewegenden Objekten aller Größenordnungen: Überall werden eure Augen mit neuen Details verwöhnt – langweilige Texturen sind die Ausnahme. In den meisten Fällen fängt die Kamera das Spielgeschehen hervorragend ein – und das ganz automatisch, ohne Justiererei. Man muss den Entwicklern schon großen Respekt zollen, die Perspektive bei einer solchen Bewegungsfreiheit übersichtlich zu halten. Nur ganz selten bockt die Kamera etwas und erschwert präzise Hüpfer. Klasse, dass auch der Sound den hervorragenden Gesamteindruck bestätigt – und wie! Für Marios All-Epos hat man sich nicht lumpen lassen und altbekannte sowie einige neue Stücke orchestral eingespielt. Das ist ein großer Gewinn für die Atmosphäre, wenn Melodien aus Super Mario Bros. 3 erklingen oder ein weiterer Ohrwurm im Walzer-Stil vorgetragen wird. Der satte Sound setzt Maßstäbe auf der Wii, auch wenn die Wortfetzen-Sprachausgabe traditionell kläglich ausfällt.

An der Optik hat sich natürlich auch bei der Virtual-Console-Version nichts verändert. Es handelt sich aber noch immer um ein Spiel mit einem kunterbunten Design, was einfach nur Spaß macht und schön anzusehen ist. Den Soundtrack selbst beschreibt weiterhin nur ein Wort: „GENIAL“.

Ein Meisterwerk

Es ist überwältigend, wie viel kreatives Potenzial und Perfektionismus in den Entwicklern von Nintendo steckt. Super Mario Galaxy ist der Beweis, dass es keine High-End-Technik braucht, um Spielspaß in neue Dimensionen zu führen. Die Elemente der Gravitation, der Design-freundlichen, offenen Galaxien und der Verwandlungen fließen zu einem absolut stimmigen Stück Spielsoftware zusammen, welches mittlerweile als ein echter Klassiker zählt.

10.0Wertung
Meisterwerk

Fazit

Auch nach 8 Jahren hat Super Mario Galaxy nichts an seiner Faszination verloren. Für die damalige Zeit war es ein Spiel, welches so nahe an der Perfektion war. Der Mix aus 2D- und 3D- Abschnitten, der geniale Soundtrack, das Setting und die vielen Möglichkeiten sorgen auch heute noch für stundenlanges Spielvergnügen. Wer dieses Mario-Abenteuer noch nicht besitzt, für den ist jetzt der beste Moment um zuzugreifen. Wer bereits das Original in seiner Sammlung hat, der muss jetzt nicht extra auf die Downloadvariante zurückgreifen, Änderungen gibt es keine. Dennoch ist und bleibt es ein Meisterwerk.

Design
9.5
Sound
9.5
  • grandiose Ideen
  • superbes Level-Design
  • großer Umfang
  • toller Grafik, toller Sound
  • wenig Exploration

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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