
Xenoblade Chronicles X
2011 erschien Xenoblade Chronicles für die Wii und überraschte viele Spieler mit einer spannenden Story und einem sehr tollen Spielkonzept. Rund 4 Jahre später ist es nun endlich so weit und MonolithSoft und Nintendo brachten endlich, das von vielen ersehnte, Xenoblade Chronicles X auf den Markt. Inhaltlich hat es kaum was mit seinem Vorgänger zu tun, wir haben uns aber einmal an Bord des „Weißen Wales“ geschmissen und uns für euch auf eine spektakuläre Reise gemacht.

Xenoblade Chronicles X
WIIU
- Genre
- Rollenspiel
- Serie
- Xenoblade Chronicles
- Entwickler
- Monolith Software
- Publisher
- Monolith Software
- Konsole
- WIIU
- Spieler
- 1–4 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Das Ende der Welt
Gleich zu Beginn wird die Erde im Jahre 2054 von außerirdischen Streitkräften angegriffen. Viele Menschen flüchten in riesigen Raumschiffen, bevor nur noch Staub und Asche von unserem Planeten übrigbleibt. Leider gelingt nur wenigen Schiffen die Flucht, so unter anderem der Arche „Weißer Wal“, auf dem sich unser Charakter befindet.
Den Belagerungsring durchbrochen streifen wir also durchs All - auf der Suche nach einer neuen Heimat – leider erfolglos. Zwei Jahre also schon auf der Flucht, wird die Arche plötzlich von feindlichen außerirdischen Jägern entdeckt und ein bitterer Kampf beginnt. Das Schiff erleidet dabei enormen Schaden und muss am nächstgelegenen Planeten „Mira“ notlanden. Euer Charakter kann zum Glück noch rechtzeitig in einer Überlebenskapsel fliehen und hier beginnt auch eure Geschichte.
Rund 2 Monate nach diesem Ereignis befreit euch eine Frau namens Colonel Elma, welche später auch zu euren Freunden zählt, aus dem Kälteschlaf eurer Kryokapsel. Sie bringt euch sogleich in die neue Kolonie der Menschengruppe, die es bis hierher geschafft hat - nämlich nach New Los Angeles. Dabei handelt es sich um die Überreste der Arche, die den Absturz dank Schutzschild ziemlich gut überstanden hat. In New LA gibt es die verschiedensten Distrikte wie ein Industrie- Geschäfts-, Wohn- und Verwaltungsviertel. Alles wird dabei von der Organisation BLADE überwacht und organisiert, deren acht Divisionen für die verschiedensten Aufgaben in der Stadt zuständig sind.
Vorweg sei gesagt, dass inhaltlich Xenoblade Chronicles X sicherlich nicht so stark ist wie der Vorgänger auf der Wii. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass man sich mit Charakteren wie Shulk einfach besser identifizieren konnte und diese einem mehr ans Herz wuchsen.
Welche Division soll es sein?
Gleich zu Beginn werdet ihr feststellen, es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten euren Charakter bzw. die Charaktere eures Teams individuell zu gestalten. Doch anfangs ist es zuerst einmal wichtig, eurem Charakter das für euch richtige Erscheinungsbild zu verpassen. Im Laufe der ersten Stunden dürft ihr euch dann noch einer für auch passenden BLADE-Division anschließen. Immerhin wollt ihr BLADE beitreten und helfen, New Los Angels in ein sicheres und lebenswertes Paradies zu verwandeln. So könnt ihr unter folgenden Möglichkeiten wählen:

Pathfinders
Das Hauptziel der Pathfinder ist es, Datensonden in der Umgebung der Stadt zu platzieren. Somit erhält die Verwaltung zugriff zu Geländekarten und mit Hilfe des Informationssystems FrontierNav erhaltet man auch Informationen zu Flora und Fauna des Planeten. Eure Aufgabe ist es also Datensonden zu platzieren und neue Orte zu entdecken.
Unterstützungsboni: KP werden nach und nach wiederhergestellt.

Interceptors
Die Interceptors sind quasi die Leibwächter von New Los Angeles. Euer Zuständigkeitsbereich ist das Retten von Bürgern in Not. Als Interceptor ist man Fernkampfexperte.
Unterstützungsboni: Erhöht die Schadensintensität von Fernkampfwaffen.

Harriers
Die Aufgabe der Harriers ist es, die meistgefürchtesten Kreaturen von Mira zu finden und zu besiegen. Diese Division kann als die typische Nahkampfklasse betrachtet werden.
Unterstützungsboni: Erhöht die Schadensintensität von Nahkampfwaffen.

Reclaimers
Als Reclaimer müsst ihr Teile, welche bei der Bruchlandung des Weißen Wales verstreut wurden, suchen und wiederherstellen. Außerdem konzentriert sich diese Division auch auf die Wiederherstellung verlorener Gegenstände aus dem Spiel - wie Waffen, die verlorene Kameraden fallen ließen.
Unterstützungsboni: Erhöht die Chance Items von Gegnern zu erhalten.

Curators
Sie sind die Pioniere von New LA, erforschen unbekannte Gebiete und sammeln die verschiedensten Materialien – wie auch Sammlerstücke. Sie sind vor allem auf kritische Trefferraten spezialisiert.
Unterstützungsboni: Erhöht die Chance, einen kritischen Treffer zu landen.

Prospectors
Diese Division verwendet das bereits erwähnte FrontierNav-System zum Finden von Mineralien und Ressourcen, die für die Erhaltung der Menschen auf Mira notwendig sind. Prospectors sind vor allem auf die Verteidigung spezialisiert.
Unterstützungsboni: Verringert den Schaden, den du erleidest.

Outfitters
Sie unterstützen die Entwicklung der Waffenhersteller in New Los Angeles und entwickeln auch selber Waffen und Ausrüstung für die Skells und Bodentruppen.
Unterstützungsboni: Erhöht die Anzahl von Firmenpunkten, die du erhältst.

Mediators
Kernziel der „Mediators“ ist es, zwischenmenschliche Probleme zwischen den Bürgern von New LA zu beheben. Sie sind ein bisschen wie Polizisten.
Unterstützungsboni: Mit ihnen kannst du während eines Angriffs mit Techniken SP ansammeln.
Wichtige Entscheidung
Egal für welche Einheit ihr euch zunächst entscheidet, ihr könnt diese später natürlich jederzeit wechseln. Dennoch solltet ihr euch eure Entscheidung gut überlegen, da einem jede Abteilung spezielle Entwicklungsboni und Verstärkungen beschert, die man vor allem zu Beginn gut brauchen kann. Außerdem erhaltet ihr von jeder Division einen täglichen Sold, damit ihr euch auch was schönes kaufen könnt.
Bei jedem Einsatz könnt ihr Verdienstpunkte sammeln, um nach Beförderungen spezielles Wissen zu erwerben. Überall auf Mira liegen Schätze verstreut und manche lassen sich nur mit fortgeschrittenem Know How untersuchen und erforschen. Somit werden die mechanischen, biologischen und archäologischen Funde auf Mira immer hochwertiger (je nach Divisionspunkte – dazu aber später). Auch Trophäen und andere Belohnungen könnt ihr für eure jeweilige Klasse verdienen.
Bevor es aber überhaupt so weit kommt, müsst ihr vorher einen kleinen Testlauf absolvieren und eine Sonde auf Mira installieren. Dabei stoßt ihr auf die furchteinflößende Mutation eines eigentlich harmlosen Pflanzenfressers – der mit Mühe natürlich besiegt wird und ihr anschließende bei BLADE anfangen könnt. Euer Abenteuer beginnt...
Die Welt auf Mira
Die Flora und Fauna auf Mira ist sehr imposant, die Spielwelt gigantisch. Überall gibt es etwas zu entdecken und die Landschaft sprüht nur so vor unterschiedlichsten Lebensformen. Manche von ihnen nehmen kaum Notiz von euch, während andere sofort in einen Angriff übergehen. Wer bereits Xenoblade auf der Wii gespielt hat, für den fühlt sich alles sofort vertraut an. Ein intelligentes HUD verrät euch die Gefahrenstufe zu jeder Kreatur. Somit wisst ihr immer bestens Bescheid, ob sich ein Kampf auch wirklich lohnt. Außerdem erhaltet ihr darüber Hinweise ob das Wesen auf optische oder akustische Reize der Charaktere reagiert. Andere Monster bewegen sich in Rudeln und werden erst angreifen, wenn ihr deren Sippe gefährdet. Zu Beginn ist eure Ausrüstung noch spärlich, wird aber im Laufe des Abenteuers natürlich immer besser.
Für einen perfekten Überblick ist immer gesorgt, so findet ihr auf eurem TV-Bildschirm immer den Namen der aktuellen Region, das aktuelle Wetter, die aktuelle Zeit im Spiel und eine Minikarte mit den aktuellen Zielen. Übrigens, das Risiko auf gefährliche Kreaturen zu treffen ist bei Nacht höher. Vorsicht ist also geboten.
Auf dem Gamepad findet ihr eine Übersichtskarte und könnt dort, wo sich Knotenpunkte befinden bzw. Datensonden installiert wurden, eine Schnellreise durchführen. Ihr bekommt Infos, ob euer Sold zur Verfügung steht, ihr könnt im Online-Modus Nachrichten empfangen/verfassen, in den Off-TV-Modus umschalten uvm.
Insgesamt gibt es fünf Kontinente zu entdecken. New Los Angeles liegt inmitten von Primordia, dessen Landschaftsarchitektur an eine Steppe mit teils schwebenden Felsen erinnert.
Im Westen liegt Noctilum, welcher vorwiegend aus Wäldern und Sümpfen besteht. Im Osten erstreckt sich der Wüstenkontinent Oblivia und weiter nördlich – über den Ozean hinweg – erreicht man die schneeweiße Winterlandschaft von Sylvalum, sowie die etwas heißere Lavagegend Cauldros. Egal wo euch euer Abenteuer hinführt, überall erstrecken sich imposante Landschaften, neue intelligente Lebensformen oder unbekannte Materialien.

New Los Angeles
Ganz ohne Makel war das Durchstreifen der riesigen Areale von Mira aber leider nicht. Man merkt, dass die Wii U hier an ihre Grenzen geführt wird. Das HUD kam bei schnellen Bewegungen oftmals in Stottern, Umgebungsobjekte erscheinen wie aus dem Nichts und Kantenflimmern trüben oft den wirklich atemberaubenden Blick auf die detailreiche Spielewelt. Es lohnt sich vor allem die Erweiterungen aus dem eShop herunterzuladen um längere Ladezeiten zu vermeiden. Diese kommen danach nämlich so gut wie kaum vor.
Via ZR könnt ihr Ziele erfassen und so beispielsweise einen Kampf mit einer Kreatur beginnen. Selbst dies funktioniert nicht immer optimal. Ein Problem, welches momentan mehre RPGs haben und von dem auch Xenoblade Chronicles X leider nicht verschont wurde, ist die oft zu kleine Schriftgröße bei Texteinblendungen. Grafisch darf man sich natürlich keine NextGen Bilder à la PS4 oder XboxOne erwarten, aber die Welt da draußen ist ungemein detailliert, beeindruckend, verdammt riesig und sprüht nur so vor Atmosphäre.
Seid ihr vom Herumlaufen müde und der Weg nach Hause zu weit, so sind überall Außenposten verstreut, an denen man sich ausruhen kann. Man kann diese auch einfach nutzen um die Zeit etwas schneller nach vorne zu drehen. Ihr benötigt diese aber nicht zur Regeneration von Kampfwunden, da ihr euch außerhalb von Kämpfen automatisch heilt. Und so wären wir auch schon beim...
Kampfmodus
Auch der Kampfmodus dürfte alten Xenoblade Veteranen bereits sehr bekannt sein. Eure Kampfgruppe besteht aus bis zu vier Personen, die stets miteinander kommunizieren, um gezielte Aktionen durchführen zu können. Hat es eine Kreatur auf euch abgesehen, so könnt ihr entscheiden ob ihr flüchtet indem ihr einfach das Weite sucht oder euch via Knopfdruck dem Kampf stellt. Ansonsten müsst ihr wie gesagt Feinde anvisieren und ebenfalls den Kampf bestätigen, wenn ihr es selbst auf einen Fight auslegt. Eure Teamkameraden reagieren zwar eigenmächtig, dennoch könnt ihr ihnen immer wieder taktische Anweisungen geben.
Hat man also eine Auseinandersetzung gestartet, so kämpft jeder Charakter, wie bereits erwähnt, für sich selbst. Im Gegensatz zu rundenbasierten Kämpfen sind Bewegungen deines Protagonisten möglich, um Angriffen auszuweichen oder um sich einfach nur etwas Abstand zu verschaffen. Ihr könnt übrigens zwischen zwei Waffengattungen (vorwiegend Nah- und Fernwaffe) via X wählen. So sind mit einem „Blaster“ Fernangriffe möglich, wobei ihr bei der Verwendung eines Messers schon näher heranrücken müsst.
Da ja alle Helden ihre Angriffe von alleine ausführen, braucht ihr euch also nur um die Auswahl der Angriffsmethode und ums Ausweichen kümmern. Im Kampfmenü lassen sich aber auch spezielle Techniken ausführen. Hat man eine bestimmte Wahl getroffen, braucht man nur mehr mit A bestätigen. Techniken können unterschiedliche Effekte und Angriffsmuster aufweisen. Während manche den Angriff verstärken (Spezialattacken), heilen andere Charaktere. Die verschiedensten Technikgattungen sind durch spezielle Farben gekennzeichnet.
Jedes Manöver, bis auf den Standardangriff, lässt sich aber nicht unbegrenzt ausführen. Wird diese grau ist diese für eine bestimmte Zeit nicht einzusetzen. Nach Ablauf der Zeit wird sie wieder hell und kann erneut verwendet werden. Es ist sogar eine doppelte Aufladung möglich, womit sich die Kraft der ausgewählten Technik noch erhöht. Je nach Aktion ist die Länge der Wartezeit unterschiedlich. Das Gute daran ist, man braucht keine Items einzusetzen um diese aufzuladen. So kann es in wichtigen Kämpfen nie dazu kommen, dass einem die Items und somit die Angriffsvorteile ausgehen. Wetter, Terrain und beispielsweise die Teammoral haben ebenfalls Einfluss auf das Kampfgeschehen. So sind elektrostatische Angriffe besonders bei Regen effektiv. Es gibt aber nur eine bestimmte Platzanzahl an Fertigkeiten, die man im Kampfmenü platzieren kann.

Konzentriert ihr euch während eines Kampfes auf bestimmte Körperstellen (via ZR und Zielerfassung) lassen die Kreaturen auch oftmals seltene Beutestücke zurück. So können Angriffe auf bestimmte Körperteile nicht nur den Kampf erleichtern, sondern die erbeuteten Stücke können anschließend als Forschungszwecke für die Waffenherstellung verwendet werden. Auch die bekannte „Innere Herausforderung“, bei der ihr im richtigen Moment B drücken müsst, gibt es wieder. Hierbei gewinnt ihr zusätzliche Effekte (Teammoral steigt, KP Punkte werden aufgefüllt) und Siegespunkte.
Anstatt eines klassischen Level-Systems, gibt es in Xenoblade Chronicles X gleich drei verschiedene Möglichkeiten euren Aufstieg zu beschleunigen.
Erfahrungspunkte
Die klassische XP, die auch aus anderen RPGs bekannt ist. Ihr bekommt diese durch gewonnenen Kämpfe und beispielsweise wenn ihr neue Gebiete entdeckt. Mit XP steigert ihr die Stufe eures Charakters, die Grundattribute und die Lebensenergie.
Klassenpunkte
Mit diesen Punkten steigt ihr in eurer gewählten Klasse auf und könnt euch damit neue Talente für das Kampfsystem holen. Auch diese Punkte bekommt man durch gewonnene Kämpfe.
Divisionspunkte
Sobald ihr euch einer Division bei BLADE angeschlossen habt, bekommt ihr nach und nach für gewisse Aufgaben Divisionspunkte. Mit diesen könnt ihr die Fähigkeiten Mechanik, Archäologie und Biologie steigern.
Die verschiedenen Klassen
In Xenoblade Chronicles X könnt ihr, nachdem ihr 10 Stufen als „Neuling“ überstanden habt, euch zwischen drei verschiedenen Klassen entscheiden:
- Gardist
- Stürmer
- Repressor
Wenn ihr in einer dieser Klassen wiederum 10 Stufen erreicht habt, dürft ihr euch zwischen je zwei Spezialisierungen entscheiden. Abermals nach weiteren 10 Stufen könnt ihr euch sogar nochmals spezialisieren. Welche Klasse am besten ist, ist natürlich euch und eurem Spiel überlassen. Anfängern würde ich eher den Gardisten empfehlen. Ihr könnt natürlich auch hier jederzeit die Klassen wechseln, ohne dass eure Stufen verfallen – vielleicht lassen sich sogar manche Talente weiterverwenden. Zu beachten ist aber, dass ihr nicht Charaktere gleicher Klassen in eurem Team mitschleppt, so könnt ihr in manchen Gebieten kleinere und größere Probleme vermeiden.
Für alle möglichen Leistungen und Verdienste erhaltet ihr übrigens Trainingspunkte. Mit diesen könnt ihr dann eure Fertigkeiten – Spezialisierungen – noch gezielter trainieren. Somit könnt ihr Schritt für Schritt euren Charakter weiterentwickeln, so wie es euch gefällt. Jede Klasse bietet auch ganz unterschiedliche Waffengattungen.
Generell sollte auf die Wahl der Ausrüstung und Waffen besonders viel Augenmerk gelegt werden. Die Zusammensetzung hat neben Rüstungs- und Angriffswerten auch Einfluss auf verschiedene Schutz- und Schadensarten. Auch Trefferchancen und die Höhe der Energiegewinnung können sich mit der richtigen Ausrüstung verbessern. Modifikationen und Upgrades sind natürlich genauso möglich, wie einfach neues Material im Shop zu beziehen. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und habt ihr die für euch passende Montur gefunden, euch zwar die Werte gefallen, aber das Erscheinungsbild verabscheut, so könnt ihr einfach die Abbildung einer anderen Ausrüstung als Hologramm darüber legen. Helme und andere Kopfbedeckungen lassen sich dadurch sogar komplett unsichtbar machen.
Euer Equipment könnt ihr von verschiedensten Rüstungskonzernen beziehen, in deren Forschungsprojekte man auch investieren kann. Außerdem könnt ihr euch immer wieder als Testperson für deren Material zur Verfügung stellen. Wie im realen Leben bieten die Firmen auch Treueprogramme an, von dessen reichhaltigeren Warenangeboten und Bestpreisen man nur profitieren kann.

Die Skells
Gleich zu Beginn macht ihr auch Bekanntschaft mit den Skells. Dabei handelt es sich um hochtechnisierte Mechs der Menschen von New Los Angeles. Leider müsst ihr euch anfangs noch etwas gedulden, denn erst als erfahrener Kämpfer darf man erstmals im Cockpit der wandlungsfähigen Kampfroboter Platz nehmen.
Mit diesen könnt ihr nun auch den mächtigsten Kreaturen besser Paroli bieten. So könnt ihr Feinde packen und festhalten, mit ausgerüstetem Flugmodul Angriffe aus der Luft absolvieren oder besonders starke Attacken ausüben. Skells sind aber sehr selten und dadurch auch sehr wertvoll. Daher solltet ihr immer darauf achten, keinen Totalschaden zu erleiden. Reparatur- und Bergungskosten können euch schon den letzten Cent aus der Tasche ziehen – außer ihr verfügt über eine passende Versicherung.
Auch die Erhaltung der Skells ist alles andere als gerade billig. Selbst fürs Betanken müsst ihr einiges löhnen, zumindest wenn man es eilig hat. Ansonsten funktioniert die Energiegewinnung automatisch, aber langsam und auch nur, wenn euer Roboter unbemannt ist. Über den Preis von Auf- und Umrüstungen brauchen wir dann erst gar nicht reden. Missionen, bei denen viel Zaster zu verdienen ist, erhalten dadurch für Skell-Piloten meist die höchste Priorität. Umgestaltungen gibt es nämlich viele und wenigstens ein paar davon sind kostenlos, wie das Umlackieren.
Viel Geld könnt ihr übrigens auch für die Ausstattung eures eigenen BLADE-Quartieres ausgeben. Je höher euer Rang, desto mehr Möglichkeiten stehen euch zur Verfügung – bis hin zur Haltung von Haustieren.

Teamarbeit und der Multiplayer
Der Zusammenhalt eurer Truppe ist ein wichtiger und entscheidender Faktor. Das Knüpfen von Beziehungen durch häufiges gemeinsames Kämpfen oder das Fällen gemeinsamer Entscheidungen spielt eine wichtige Rolle. Dadurch lassen sich nämlich spezielle Missionen freispielen oder ihr bekommt Hinweise zu seltenen Gegnern oder Schätzen. Manche Charaktere und Aufgaben trefft bzw. erhaltet ihr übrigens nur zu gewissen Tageszeiten
Aufträge bekommt ihr über die Story und den passenden Zwischensequenzen oder über das "Schwarze Brett" im Verwaltungsbezirk. Nebenmissionen gibt es mehr als genug, von Such- und Lieferdiensten, Jagdeinsätzen bis hin zu einfach Aufgaben im bürgerlichen Leben der Bewohner von Mira. Entscheidungen die ihr bei euren Missionen trefft, können sich auch auf eure Beziehung zu den jeweiligen Charakteren auswirken. Wie oftmals in Rollenspielen üblich, ist es auch bei Xenoblade Chronicles X wichtig Nebenquest zu absolvieren, um für die Storymissionen besser gerüstet zu sein.
Am Netzwerkterminal könnt ihr euch mit bis zu 32 Mitgliedern aus den weiten des Internets treffen, um Waren und Mitteilungen auszutauschen oder gemeinsame Ziele zu verfolgen. So gibt es beispielsweise zeitlich begrenzte Missionslisten für die ganze Truppe. Zwar ist jeder für sich unterwegs, Fortschritte werden aber für die gesamte Mannschaft verbucht. So könnt ihr zwischen Truppmissionen und Zeitangriffen wählen. Schafft man es mehrere Ausschreibungen abzuschließen, so erhaltet ihr Belohnungstickets bzw. BLADE-Medaillen. Belohnungstickets könnt ihr am Quartiersterminal gegen spezielle Materialien eintauschen.
BLADE-Medaillien verhelfen euch zu speziellen Teameinsätze – den Nemesis Missionen. Bei diesen ist es dann auch möglich mit bis zu drei Mitstreitern gleichzeitig auf die Jagd zu gehen. Dabei erhaltet ihr Zugang zu seltenen Endbossen und einzigartigen Items. Eine Kommunikation im Spiel ist übrigens über Textnachrichten und Gesten möglich. Sprachchat gibt es keinen. Auch Einzelkämpfer finden am Quartiersterminal die ein oder andere spezielle Herausforderung.
Wie bereits erwähnt ist die Optik im Spiel – bis auf ein paar Makel – für Wii U Verhältnisse sehr gut, wenn nicht das Beste, was es auf der Konsole bis jetzt gab. Der Soundtrack ist filmwürdig und bietet je nach Gebiet schwungvolle, bis hin zu melancholische Klänge, die für eine noch bemerkenswertere und ehrwürdigere Atmosphäre sorgen. Natürlich ist die Hintergrundmusik Geschmackssache, wenn wie in New Los Angels plötzlich sogar dazu gesungen wird.
Für manche zum Trotz bietet Xenoblade Chronicles X nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Euer Charakter selbst ist stumm, was im Kontext doch etwas komisch wirkt.
Fazit
Als Überlebender eures Raumschiffabsturzes müsst ihr auf Mira ums Überleben kämpfen. Auf diesem ehrwürdigen und atemberaubenden Planeten erwartet euch riesiges Areal mit einer bunten Vielfalt an Flora und Fauna - wie es wohl noch nie zuvor auf einer Nintendo-Konsole gegeben hat. Der Rest eures abgestürzten Fluggerätes dient als neue Heimatbasis namens New Los Angeles. Dort erwarten euch viele neue Bekanntschaften, neue Ausrüstungsgegenstände und vor allem Zugang zu Missionen die helfen, mehr über Mira herauszufinden bzw. eure Heimatstadt vor neuen Angriffen zu schützen. Viele Zwischensequenzen lassen euch direkt in die Story eintauchen, auch wenn diese nur in Englisch zur Verfügung stehen. Kenntnisse aus dem Wii-Vorgänger sind inhaltlich nicht vonnöten, aber spielerisch findet man sich dadurch sicherlich etwas schneller und besser zurecht. Klar gibt es noch ein bisschen Luft nach oben, vor allem was so manche technische Mängel betrifft. Dennoch machte es tierisch Spaß durch die gigantische und farbenfrohe Spielewelt zu wandern und den imposanten Monstern beim Fressen zuzuschauen oder ihnen eins auf die Rübe zu geben. Die Steuerung geht leicht von der Hand und auch das Gamepad wurde sinnvoll integriert. Alle Abenteuerlustigen unter euch, die auch noch genügend Zeit mitbringen, sollten dem riesigen Spielplatz von Mira unbedingt einen Besuch abstatten. Xenoblade Chronicles X darf in keiner gut sortieren Spielebibliothek fehlen.
- prachtvolle Kulisse
- gigantische Spielewelt
- dynamisches Kampfsystem
- Klassen und Divisionen
- viel Individualisierungsfreiraum
- teilweise sehr kleine Schriftgrößen
- unschöne Grafikmängel
- ausschließlich englische Synchro
- umstrittene Zensuren
- kein Sprachchat
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


