
Badland: Game of the Year Edition
Nachdem Badland sowohl die Presse als auch die Spieler bei seinem ersten Auftritt auf iOS-Devices überzeugen konnte wurde das Spiel nun erneut für Konsole und PC als “Game of the Year Edition“ aufgelegt.
Diese ist inhaltlich rund vier mal so groß wie der ursprüngliche Release und umfasst 100 Einzelspielerlevel, 100 Mehrspieler Co-Op Level sowie 27 Death-Match Arenen.
Ob das Spielprinzip auch auf der Wii U überzeugen kann wollen wir im folgenden betrachten.
Das Spielprinzip ist altbewährt und dürfte mit eines der Ältesten sein.
Ihr bewegt eure Spielfiguren - in diesem Fall Klone die optisch einer Kreuzung aus Vogel, Faultier und Igel am nähesten kommen dürften - durch selbstständige zur Seite scrollende Level und weicht dabei Hindernissen aus.
BADLAND: Game of the Year Edition
WES
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Frogmind Games
- Publisher
- Frogmind Games
- Konsole
- WES
Konsole
Nintendo Wii U
WIIU
Minimalismus trifft Kunst
Während es heutzutage ja Gang und Gäbe ist den Spieler an die Hand zu nehmen und Stück für Stück sachte an das Spiel und seine Steuerung heranzuführen, bleibt Badland von Anfang an seiner minimalistischen Linie treu. Dementsprechend werdet ihr ohne weitere Erklärung, geschweige den Hintergrundgeschichte, in den ersten Level geworfen.
Hier heißt es nun ausprobieren. Da die Steuerung aber sehr simpel gehalten ist, stellt dies keinerlei Problem dar.
Im Prinzip beschränkt sich die Steuerung darauf, dass ihr Einfluss auf die Flughöhe eures Klons nehmen könnt und ihn vor und zurück steuern könnt.
Dabei gilt es allerdings nicht nur plump Wänden auszuweichen oder durch enge Passagen zu schlüpfen. Vielmehr müsst ihr rotierenden Sägeblättern, herabfallenden Felsbrocken oder Stachelwänden ausweichen.
Aufgepeppt wird das Ganze durch Items die ihr einsammeln könnt/müsst.
Diese haben unterschiedliche Auswirkungen auf euren Klon.
So gibt es Items die bewirken dass euer fliegendes Etwas entweder wächst oder schrumpft.
Während ihr bei größerer Masse biegsame Gegenstände nach unten drücken oder größere Felsen schlichtweg aus dem Weg räumen könnt, ist das Schrumpfen von Nöten um durch enge Passagen zu schlüpfen.
Da euch immer der scrollende Bildschirm im Nacken sitzt, bleibt euch keine Zeit um großartig zu probieren. Holt euch der Rand ein werdet ihr getötet und an den letzten, der fair platzierten, Speicherpunkte zurückgesetzt.
Weitere “Power-Ups“ sorgen dafür, dass sich euer Klon drehenderweise wie das Blatt einer Kreissäge am Boden oder der Decke fortbewegt.
zu guter Letzt könnt ihr eurem Wesen noch alle Ehre machen und euch klonen. Dadurch wird das ganze zwar oft ziemlich übersichtlich, aber es reicht wenn einer der Klone überlebt. Für schwere Passagen ist das oft nett. Stellenweise ist es auch von Nöten, dass ihr an geteilten Wegen eure Klonhorde so steuert, dass ein Teil oben entlang fliegt ein anderer unten. Oben würde dann zum Beispiel ein Item zum Schrumpfen in einer Sackgasse liegen, unten ist der Durchgang der eben nur in kleiner Form passierbar ist.
Trotz der Einfachheit des Spiels und den wenigen Items stellt das Spiel einen immer wieder vor neue Herausforderungen und kniffelige Situationen.
Wem das nicht genug ist, kann Level nach einmaligem durchspielen erneut betreten um dort zusätzliche Aufgaben zu bewältigen. So muss eine bestimmte Anzahl von Klonen das Levelende erreichen, nur eine bestimmte Anzahl von Leben verloren werden oder alle Minen zur Detonation gebracht werden. Der Wiederspielwert erhöht sich dadurch für fleißige und emsige Spieler enorm. Bedenkt man die Anzahl der Level kann man hier einiges an Zeit investieren um die 100% zu erreichen.
Klone: niemals alleine
Neben den Einzelspielermissionen bietet der Titel zusätzlich die Möglichkeit mit Freunden anzutreten. Im Ko-Op könnt ihr euch mit bis zu drei Spielern gemeinsam durch die Level kämpfen.
Solange mindestens einer am Leben ist geht das Spiel weiter. Wird ein Klon-Item aufgehoben werden bereits getötete Mitstreiter wiederbelebt.
Im Vs-Mode tretet ihr gegeneinander in zuvor festgelegten Leveln an. Die Regeln sind einfach, wer am längsten überlebt gewinnt.
Leider ist der Mehrspielermodus auf lokales Spiel begrenzt. Das ist sehr schade, da es sicherlich auch interessant gewesen wäre online mit oder gegen Freunde oder andere Spieler anzutreten.
Technik
Optisch ist das Spiel wirklich sehr schön gestaltet. Die Hintergründe sind malerisch, atmosphärisch und abwechslungsreich gestaltet. Die Spielfigur und die vordergründigen Elemente sehen aus wie ein Schattenspiel und verleihen dem Titel dadurch ein einzigartiges Aussehen.
Auch wenn man leider Aufgrund der Geschwindigkeit oftmals nicht sehr viel davon mitbekommt.
Zur Akustik kann man nicht sonderlich viel sagen, da es so gut wie keine gibt. Außer vereinzelten Soundeffekten verzichtet das Spiel komplett auf Töne aller Art.
Das ist einerseits seltsam, auf der anderen Seite wäre es schwer gewesen für so viele Level einzigartige Musikstücke zu kreieren. Und bei Wiederholungen wäre einem das “Gedüdel“ dann schnell wieder auf den Nerv gegangen. Dementsprechend ist dieser Ansatz gar nicht mal so verkehrt. Außerdem passt es von der Atmosphäre her zum Spiel.
Die Steuerung ist eingängig und funktioniert tadellos. Der Titel kann komplett auf dem GamePad gespielt werden.
Fazit
Badland Game of the Year Edition ist ein wunderbar einfach und doch fesselndes Spiel. Durch seinen Aufbau kann man jederzeit ein paar Level spielen und dann wieder eine Pause machen. Das ideale Spiel für zwischendurch. Auch für kurzweiligen Spaß im Mehrspielermodus an der heimischen Konsole ist es durchaus geeignet. Wer auf der Suche nach einem mehr oder weniger gewaltfreien Knobelspiel und Geschicklichkeitsspiel mit nicht alltäglichem Setting sucht wird hier auf jeden Fall fündig.
- tolle Atmosphäre
- sehr umfangreich
- Mehrspieleroption...
- ..leider nur lokal
- teils repetitiv
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


