
EarthBound Beginnings

EarthBound Beginnings
WIIU
- Genre
- Rollenspiel
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
25 Jahre ist es schon her, seit das RPG „Mother“ in Japan erschien. Auch ein Release für den Westen war geplant und die Übersetzungen komplett abgeschlossen. Dennoch hat es das Game nie in unsere Gefilde geschafft. Nicht einmal Mother 2, welches als EarthBound in Nordamerika erschien, schaffte es nach Europa. Die Reihe samt deren Charaktere ist mittlerweile, auch dank Smash Bros., bei uns sehr bekannt und der zweite Teil schaffte es sogar auf die Virtual Console der Wii U. Nun gesellt sich das „Ur-Mother“ in diese Runde und ob der Klassiker „Earthbound Beginnings“ seinem Ruf gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.
Alles spielt verrückt
Die Geschichte eures Charakters (Name frei wählbar), aber nennen wir ihn wie das Unternehmen selbst - „Ninten“ - beginnt in seinem Zimmer. Ähnlich der Zelda-Serie erwacht der Junge in seinem Bett und wird dabei von einer komischen Kreatur geweckt. Als der Held den Raum verlassen will, wird er von seiner Lampe attackiert und auch ansonsten geschehen die sonderbarsten Dinge. Kurzerhand beschließt er seinen Dad anzurufen um sich Hilfe zu holen. Dieser schickt ihn auf ein episches Abenteuer, bei dem auch Aliens eine tragende Rolle spielen werden.
Nachdem ihr euer Haus erkundet und es verlassen habt, stoßt ihr auf den ersten richtigen Feind und macht das erste Mal Bekanntschaft mit dem Kampfsystem. Rundenbasiert holt euer Charakter oder der Gegner zum Schlag aus. Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit zu attackieren, sondern könnt auch sogenannte PSI-Angriffe ausführen. Diese können euch entweder heilen oder dem Gegner großen Schaden zuführen. Wie in manchen Rollenspielen üblich, lässt sich natürlich auch die eigene Abwehr verstärken. Habt ihr grad keinen Bock, schaltet einfach in den automatischen Modus um Ninten und evtl. seine Kumpanen ohne einen Finger zu krümmen beim Fighten zuzusehen.
Die Gegner sind ab dem ersten Zeitpunkt nicht zu unterschätzen. Wie schon in EarthBound sehen die feindlichen Monster lustig aus, aber strotzen nur so vor Kraft. Es empfiehlt sich in jedem Fall viel Zeit ins Aufleveln eurer Charaktere zu investieren. Neigt sich eure Energie dem Ende, könnt ihr euch mit diversen amerikanischen Snacks aufpäppeln. Im Laufe des Abenteuers schließen sich auch verschiedenste Mitglieder eurem Team an.

Open World-Feeling
Zu entdecken gibt es vieles und ihr könnt so gut wie mit allem interagieren, auch wenn es oftmals keinen Sinn macht. Das Gameplay, vor allem das Interaktionsmenü, ist leider etwas umständlich. Häufig benötigt ihr die Aktionen „Check“ und „Talk“, welche aber nur auszuführen sind, wenn diese vorher im Menü (welches mit A geöffnet wird) ausgewählt werden. Auch bei anderen Aktionen verhält es sich so. Sicherlich kommt es etwas dem Spielgefühl zu gute, wenn man alle Tätigkeiten selbst in der Hand hält. Dennoch nervt es manchmal, wenn man beispielsweise extra den Schlüssel im Menü auswählen muss um eine Tür zu öffnen.
Die Areale sind gigantisch, was einerseits positiv ist, da es einfach irrsinnig viel zu tun gibt und dies natürlich der Spielzeit mehr als nur zugute kommt. Open World-Feeling ist garantiert. So durchstreift man die Landschaften auf der Suche nach der nächsten Aufgabe, was aber auf der anderen Seite manchmal schon auch frustrierend wirken kann, vor allem, wenn man gerade nicht weiß wo man als nächstes hin bzw. was man als nächstes machen soll. Wie bereits erwähnt ist der Schwierigkeitsgrad nicht von schlechten Eltern, aber wenigstens erhaltet ihr nach jedem Kampf Geld, welches ihr bei Automaten oder Shops gegen Items tauschen könnt. Speichern lässt sich übrigens bei jedem Telefon und hier erfahrt ihr auch, wie viele Punkte für einen Levelaufstieg noch benötigt werden.

8Bit sind der Hit!
Kaum zu glauben, aber bei EarthBound Beginnings handelt es sich um einen NES-Titel, was man natürlich an der 8Bit-Optik sofort merkt. Dennoch werden euch abwechslungsreiche Areale und liebevoll designte Charaktere präsentiert. Der Kampfscreen ist wie bei EarthBound zwar ziemlich mager, was aber die Technik erklärt, da die Power für die Darstellung und Bewegungen der Gegner genutzt wird.
Musikalisch gibt es einige Ohrwürmer und die Hintergrundmusik lässt euch komplett ins Geschehen eintauchen.
Fazit
EarthBound Beginnings bietet eine spannende Geschichte rund um eine Alien-Invasion. In typischer RPG-Manier erkundigt ihr die gigantische Welt rund um die sonderbarsten Kreaturen. Das Gameplay ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß und der Schwierigkeitsgrad doch sehr hoch, dennoch handelt es sich beim ersten Teil um einen wahren Klassiker. Kompromisse mit der Technik und der fehlenden deutschen Fassung könnt ihr auf alle Fälle schließen. Der Titel macht einfach nur Spaß und steht seinem Nachfolger EarthBound in keiner Weise nach oder doch vor?
- riesige Spielewelt
- hoher Schwierigkeitsgrad
- tolle Atmosphäre
- hoher Schwierigkeitsgrad
- kompliziertes Menü
- nur in Englisch
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

