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Fossil Fighters: Frontier

Fossil Fighters: Frontier

Tommy

Mit Fossil Fighters: Frontier bringt Nintendo ein RPG-Adveture auf den Nintendo 3DS, dass sich stark an die Spielserie Pokémon anlehnt bzw. gar ein halbgaren Klon darstellen könnte. Doch im Gegensatz zu den meist putzigen Wesen in Pokémon, dreht sich in Fossil Fighters: Frontier alles um Dinosaurier.

Fossil Fighters: Frontier

3DS

Publisher
Nintendo
Konsole
3DS
Spieler
1–6 lokal
Freigabe
USK ab 6

Erwecke die Dinos zum Leben

Das Spiel startet mit einer etwas kitschigen Musik inklusive Gesang die den Spieler mit einem Intro Video auf das bevorstehende Abenteuer vorbereitet. Bevor man die Kontrolle über einen der Protagonisten übernehmen darf, muss diesem ein Name und ein Geschlecht zugewiesen werden. Danach findet ihr euch im Fossilienpark in Asien wieder und habt die Möglichkeit erstmals in eurem Leben von den Wächtern zu lernen um anschließend in deren Fußstapfen treten zu können. Zusammen mit anderen Wächter-Anwärtern könnt oder müsst ihr gar Teams bilden um in Kämpfen bestehen zu können. Die Dinosaurier tragen in diesem Abenteuer die Bezeichnung Vivosaurier die durch Ausgrabung von Fossilien wieder zu Leben erweckt werden. Diese zählen zu den Hauptaufgaben in diesem Spiel.
Doch dafür muss man sich erst in bestimmte Ausgrabungsgebiete begeben und mit dem Sensor seines Vivomobils auf die Suche gehen um Standorte von Fossilresten zu finden. Hat man einen entdeckt kann man diese mit zwei Werkzeugen freilegen. Der Hammer dient zum groben abschlagen von Gestein und der feine Bohrer dient zum abtragen von feinen Schichten um die Überreste nicht allzu sehr zu beschädigen. Doch dafür steht dem Spieler nicht unendlich Zeit zur Verfügung – ein gewisses Zeitlimit muss ausreichen um die Knochen freizulegen. Hier muss man allerdings sagen, dass die Zeit dafür teils recht knapp berechnet ist und man gar nicht umher kommt alles nur mit dem Hammer grob abzuschlagen, dafür aber Beschädigungen anrichtet. Je nachdem wie unbeschadet ihr das Fossil freigelegt habt, desto stärker wird auch der daraus zum Leben erweckte Vivosaurier.

Leider sind aber genau diese Ausgrabungen schon nach kurzer Zeit ziemlich eintönig und verkommen somit in relativer Belanglosigkeit die Langweile aufkommen lässt. Hier hätte das Spiel deutlich mehr Abwechslung benötigt indem man etwa unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht hätte ziehen können wie man diese Dino-Überreste freilegt oder diese Aktion etwa wegen eines angreifenden Feindes unterbricht. Optionen gäbe es sicherlich reichlich, doch die Entwickler haben wohl an solch eine Auflockerung nicht gedacht. Es gibt zwar unterschiedliche Areale zwischen denen man hin und her reisen kann, allerdings sind diese nicht allzu groß sodass man sie schon nach recht kurzer Zeit komplett abgehakt hat.

Vivosaurier sind, wie auch die Pokemon, in unterschiedliche Typen aufgeteilt. So gibt es etwa das Element des Wassers oder des Feuers, letzteres ist dem Wasser natürlich unterlegen. Somit muss der Spieler also genau darauf achten, was für eine Art Saurier er für seine Kämpfe wählt. Sowohl im Angriffsmodus als auch im Verteidigungsmodus stehen Hilfsladungen zur Verfügung, mit welchen die kämpfenden Urtiere etwa geheilt werden oder ihr Angriffswert erhöht werden können. Die Kämpfe selbst spielen sich in etwa wie die der Pokemon-Spiele. Dank der vier Haltungen sind diese allerdings etwas strategischer als die ihrer berühmten Vetter. So zwingen einige Attacken den Gegner in eine bestimmte Haltung (etwa Ducken), was diesen für den nächsten Angriff besonders empfindlich macht. Befindet sich der eigene Saurier oder der Gegner hingegen in einer Abwehrhaltung, können Angriffe diese nur schwer und selten durchbrechen.

Abseits der Story darf der Spieler auch an Turnieren teilnehmen, in denen ihr eure Sauriden aufleveln oder neue Ausrüstungsgegenstände gewinnen könnt. Nebenbei winken auch noch neue Wächter-Lizenzen, die ihr dringend benötigt um im eigentlichen Spiel voranzukommen. Denn die Vivosaurier auf die ihr trefft sind im allgemeinen recht stark und ohne einen gewissen Level nur schwer oder kaum zu besiegen.

Multiplayerspaß?

Das beste an Fossil Fighter: Frontier ist der Multiplayer-Modus, in dem man sich entweder lokal oder online bekämpfen kann. Im Online-Modus kämpft ihr euch über eine Rangliste bis ganz nach oben was zwar recht simpel gestaltet ist aber eine Menge Spaß macht. Lokal könnt ihr mit bis zu 5 Mitspielern in spannenden 3 gegen 3-Duellen antreten und euch gegenseitig eins auf die Mütze geben. Und sogar im Erkundungs-Modus kann man mit bis zu 3 Mitspielern durch die Fossilienparks ziehen, vorausgesetzt diese haben auch ein Spielmodul.

Grafischer Leckerbissen?

Ein Leckerbissen in Technischer Hinsicht ist Fossil Fighter: Frontier mit Sicherheit nicht. Die einzelnen Areale sehen ziemlich karg und uninspiriert aus. Obwohl die Gebiete von ihren Eigenschaften her sehr unterschiedlich sind, sind sie letztendlich aber sehr monoton und simpel was wiederum dem Spiel einen etwas bitteren Beigeschmack verleiht. Auch sind die meisten Texturen verschwommen und matschig und lassen teilweise das Gefühl aufkommen, ein Spiel vom Nintendo DS vor sich zu haben. Characktere sowie Vivosaurier sind an sich schön und teils liebevoll gestaltet, dennoch wäre auch hier Luft nach oben gewesen. Das kann man auch von der Inszenierung der Kämpfe sagen die leider recht unspektakulär geraten ist.

Ein 3D-Effekt ist vorhanden und kann durchaus gefallen, allerdings hat man in anderen Spielen dahingehend auch schon besseres gesehen.

Was auf die Ohren?

Wie auch die Grafik selbst ist auch der Soundtrack alles andere als himmlisch. Das Spiel wird meist mit flotten Tracks unterlegt, welche auch durchaus als eingängig zu bezeichnen sind. Sie passen zwar zum eigentlichen Spielgeschehen, können aber auch nach einiger Zeit furchtbar nerven. Die Soundeffekte sind aber ok, auch wenn etwas mehr Abwechslung nicht schlecht gewesen wäre.

Komfortable Steuerung

Die Steuerung ist ziemlich simpel und komfortabel, da es auch nicht wirklich viel gibt was gedrückt werden muss. Mit Steuerkreuz oder Schiebepad wird euer Protagonist und das Vehikel gesteuert, mit B wird gebremst, mit A gibt man Gas. Ansonsten gibt es dann nur noch den Touchscreen den man benötigt um die Fossilien freizulegen. Auch wenn dieses Freilegen recht anstrengend für das Handgelenk ist, so funktioniert alles doch sehr gut.

6.5Wertung

Fazit

Fossil Fighter: Frontier ist ein Spiel mit guten Ansätzen, allerdings hapert es letztendlich an vielen Ecken. Die Technik wie auch die musikalische Untermalung sind schwach und das Design der Areale wirkt karg und uninspiriert. Der Solo-Modus ist eher ganz nett, der Multiplayer-Modus dagegen deutlich besser und spaßiger. Was letztendlich bleibt ist ein mäßiger Pokemon-Klon der durchaus Potenzial hat, davon aber zu viel verschenkt.

Design
6.5
Sound
7.0
Online Multiplayer
7.5
  • Vivosaurier teils liebevoll designt
  • Multiplayer-Modus
  • viele Areale...
  • … die jedoch karg und uninspiriert wirken
  • langweilige Ausgrabungen
  • kaum motivierend
  • Grafik und Sound

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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