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The Amazing Spiderman 2

The Amazing Spiderman 2

Tommy

The Amazing Spiderman 2

WIIU

Entwickler
Activision
Publisher
Activision
Konsole
WIIU3DS
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 12

The Amazing Spiderman 2 gibt es nicht nur für den Nintendo-Handheld sondern auch für die Wii U. Doch ist das neueste Spidy-Abenteuer sein Geld wert oder gehört es mit zu der Masse an Lizenzspielen, die es einfach nicht drauf haben und schnell dahin geschludert wurden. Nun unser Testbericht wird dies klären.
Spidermans neuestes Abenteuer ist die Umsetzung zum gleichnamigen Kinofilm. Am ehesten lässt es sich mit der Arkham-Reihe der Batman-Serie vergleichen, denn es stecken viele Gemeinsamkeiten darin. Das fängt bei den Move und Fähigkeiten-Upgrades an, geht über die Sidequests bis hin zu den Kämpfen. Doch fangen wir mal von vorn an.

Die Spinne schlägt zurück

Das Spiel startet mit einem sehr stimmungsvollem Menü, bei dem im Hintergrund Filmsequenzen aus dem Spiel bzw. der Stadt laufen. Startet man das Abenteuer, schlüpft man sogleich in die Rolle des Peter Parker der eines Nachts durch die Stadt streift und zufälligerweise einen Mord mitbekommt - den Mord an seinem Onkel Ben. Geschockt und voller Wut schwört Peter Rache und macht sich in seinem Spiderman Kostüm auf die Suche nach dem Mörder seines Onkels. Daraufhin startet das Spiel im westlichen Midtown wo ihr die grundlegenden Steuerungselemente erlernt.

Das Spiel folgt einem Storystrang von 14 Hauptmissionen, welcher euch vor zahlreiche Unterschiedliche Aufgaben und Missionen stellt. Dabei müsst ihr euch etwa durch Bandenkriege kämpfen, besetzten Gebäude zurückerobern, tödliche Waffen vor Kriminellen Händen schützen oder Geiseln befreien. Dies kann aus brennenden Gebäuden geschehen, oder der Held muss Geiseln aus fahrenden Fluchtfahrzeugen befreien. Neben diesen gibt es aber auch noch zahlreiche Sidequests um die man sich kümmern kann. Hierzu gehören etwa das suchen und einsammeln von Audio-Dateien, Foto-Untersuchungen um Verbrechen aufzuklären, oder aber man nimmt an Rennen teil. Spiderman darf sich aber auch bei Bombenentschärfungen und beim Infiltrieren von Russen-Verstecken als Held beweisen.
Leider kündigen sich diese Sidequests kaum an und wenn, dann werden sie nur durch ein rotes pulsieren auf der Karte angezeigt. Dies ist sehr schade, denn die Batman-Arkham-Spiele haben gezeigt, dass dies auch deutlich besser geht. Hier wird einem keine einzige Nebenmission irgendwie Schmackhaft gemacht, sodass man gar nicht erst auf die Idee kommt dahingehend was zu tun. Auf der anderen Seite ist der größte Teil dieser eher belanglos und nicht wirklich interessant. Es wiederholt sich einfach wieder zu viel als das es auf Dauer motivierend wäre.

Spiderman kann sich in der großen Stadt frei bewegen, an Häusern entlang klettern und rennen, sich von Vorsprüngen abseilen oder aber zwischen Häuserschluchten einen auf Tarzan machen. Dabei ist vor allem das schwingen in den Straßen oder Parks anfangs etwas gewöhnungsbedürftig zumal ihr zu Beginn des Spiels nur über eine extrem kurze Reichweite verfügt, in welcher Spidy seine Netze abschießen kann. Sind die nächsten Gebäude zu weit entfernt geht es schnurrstracks nach unten.

Ok, Spiderman mag zwar ein „Superheld“ sein, allerdings ist es etwas fraglich das dieser in Kämpfen K.O. Gehen kann, stürzt er sich aber vom höchsten Wolkenkratzer passiert rein gar nichts. Positiv ist aber noch zu erwähnen, dass man nach Beendigung des Story-Strangs sich weiterhin an den ungelösten Nebenmissionen oder sonstigen ungelösten Dingen versuchen kann.

Doch was wäre ein Superheld ohne Gegner – Nichts, deshalb darf sich unser Kostüm-Freak mit zahlreichen Gegnern duellieren. Dabei kann man die Kämpfe eigentlich ziemlich genau mit denen aus den bereits erwähnten Batman-Spielen vergleichen. Sie ähneln sich wirklich frappierend, auch wenn sie nicht ganz so gelungen sind, dafür optisch aber imposanter daherkommen. Spiderman kann sich mit normalen Schlägen und Tritten behelfen, aber auch zahlreiche Combos und Spezial-Manöver ausführen. Hier fragt man sich allerdings, ob das Spiderman ist der diese ausführt oder jemand ganz anderes... Denn irgendwie kennt man die Spinne gar nicht so und so recht zu ihm passen wollen einige dieser Attacken auch nicht. In den Kämpfen sammelt man EP (Erfahrungs-Punkte) mit denen man seine Fähigkeiten upgraden kann. Hiermit ist es etwa möglich die Netzschuss-Effizienz zu verbessern, seine Sehschärfe zu stärken oder gar neue Fähigkeiten zu erlernen.

Boni und Extras

Als Bonus kann man Comic-Seiten im gesamten Abenteuer aufsammeln. Hat man eine bestimmte Anzahl zusammen, kann man sich einen bestimmten Spiderman-Comic anschauen. Ebenso können die unterschiedlichsten Spidy-Outfits freigeschaltet werden. Angefangen vom Kämpfer bis hin zum Ultimate Spiderman oder Spider-Carnage. Zudem kann Figuren und Artworks freispielen, die man sich, wie auch die Comics, im Comic Shop anschauen kann.

Technische Präsentation

Das Spiel hat durchaus seine schönen Seiten. Hier wären unter anderem das gelungene Menü wie auch Spiderman selbst sowie diverse andere Charaktere zu erwähnen. Generell sind diese recht gut gelungen und deutlich abwechslungsreicher als bei den Batman-Spielen. Dafür gibt es aber auch deutlich weniger Schurken die sich auf den Straßen befinden. Eigentlich sind es nur sehr wenige... Erfreulicherweise sind die Straßen belebt, sodass diese nicht wie in den Batman-Arkham-Spielen leblos wirken. Hier gibt es zahlreiche Passanten die Spazieren oder Einkaufen gehen, Polizeiautos die Streife fahren oder anderes was die Stadt lebendig wirken lässt.

Die Optik als ganzes ist schön anzusehen, jedoch wäre mehr drin gewesen. Viele Objekte haben unscharfe Texturen, welche auch oftmals erst sehr spät scharf werden. Diese ploppen dann teilweise heftig ins Bild hinein was auch sehr unschön aussieht. Ebenso negativ muss man die Ladezeiten betrachten, denn diese liegen in der Regel bei um die 35-50 Sekunden. Dies kann einem ab und an auch mal die Lust aufs weiterspielen verderben.
Bei den Animationen kann man geteilter Meinung sein. Sind diese beim laufen, Kämpfen und beim Netzschwingen in der Luft sehr gelungen, hingegen wirken diese in den Sequenzen wiederum arg übertrieben und überhaupt nicht passend. Spidy hampelt sich darin teilweise einen ab und bewegt sich wie ein hyperaktives, 10 jähriges Kind. Auch wollen wir erwähnen, dass 2 mal ein Bug bei uns aufgetreten ist. Beide male blieb die Spinne in einer Häuserecke schräg hängen und das Bild stockte für eine gewisse Zeit.

Musikalisches Meisterwerk?

Die musikalische Untermalung an sich ist durchaus gelungen und untermalt die Stimmung und das Geschehen sehr passend. Sei es in gefährlichen Situationen, Kämpfen oder der Besuch im Comicladen – jede Situation wird dabei stimmungsvoll begleitet. Leider trifft dies aber nicht auf die deutsche Sprachausgabe zu. Es gibt zwar einige wenige Personen die überaus passend und motivierend klingen; viele der Hauptfiguren und besonders unser Held klingen jedoch überhaupt nicht passend. Sei es von der Stimme selbst oder von der Sprechgeschwindigkeit... es wirkt einfach ziemlich unprofessionell. Die Soundeffekte hingegen passen gut ins Spielgeschehen.

6.0Wertung

Fazit

The Amazing Spiderman 2 ist im Gegenteil zur katastrophalen Nintendo 3DS-Version noch relativ gut spielbar, auch wenn es weit vom Perfektionismus entfernt ist. Die Hauptmissionen sind durchaus interessant und wecken zumindest das Interesse diese bis zum Ende zu spielen. Ebenso können die Kämpfe gefallen; die Sidequests hingegen sind relativ öde und uninspiriert. Was bleibt ist ein relativ durchschnittliches Spiel mit zahlreichen Makeln, was aber dennoch für eine kurze Zeit zu gefallen und zu unterhalten weis.

Design
7.0
Sound
7.0
  • motivierendes Kampfsystem
  • gelungene Hauptmissionen
  • Spiderman Comics
  • uninspirierte, öde Sidequests
  • deutsche Sprachausgabe
  • Technische nicht ganz astrein

Vielen Dank an die Firma Activision für die Bereitstellung des Testmusters.

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