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The LEGO Movie Videogame

The LEGO Movie Videogame

Tommy

Mit LEGO Star Wars – Das Videospiel erschien 2005 der allererste Titel, der das Lego-Universum mit kultigen Blockbustern koppelte. Die Liste der LEGO-Spiele umfasst mittlerweile stolze 19 Ableger, darunter auch das neueste: The LEGO Movie Videogame.

The LEGO Movie Videogame ist eine Umsetzung des gleichnamigen Kinofilms, welcher sich dem kompletten Lego-Universum widmet. Hier ist vom einfachen Bauarbeiter über Superman und Green Lantern bis hin zu Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ quasi alles dabei.

Auf zu neuen Abenteuern

Hat man das Spiel gestartet, übernimmt man auch gleich die Rolle von Emmet, dem Hauptcharakter des Spiels. Dabei handelt es sich um einen einfachen Bauarbeiter, der erst einmal auf einer Baustelle aushelfen, seinen Presslufthammer finden und diverse Gegenstände und Häuser damit zerstören muss. Im Gegensatz zu LEGO City: Undercover bietet The LEGO Movie kein Open World-Spielprinzip sondern besteht aus 4 getrennten Oberwelten, zu denen man nach und nach gelangt. Diesen beherbergen wiederum Eingänge zu einzelnen Missionen. Unterschieden wird zwischen der Steinstadt, dem alten Westen, dem Wolkenkuckucksheim sowie dem Octan-Tower.

In den Missionen geht es darum, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um im Geschehen voranzukommen. So muss man etwa Bauanleitungen finden, um eine große Abrissbirne bauen zu können, mit der man dann wiederum ein Hochhaus zerstört. Diese Bauanleitungen liegen aber zumeist nicht einfach so herum. Hier gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, um an diese zu gelangen. So muss man etwa Bankräuber suchen und das gestohlene Geld zurückbringen, um an eine dieser Anleitungen zu kommen – ebenso gilt es Feuer zu löschen, Katzen zu finden, Gegenstände zu bewegen oder zu zerstören sowie zahlreiche weitere Aufträge.

Hat man alle Bauanleitungen zusammen, gibt es eine Neuerung, die es so in LEGO-Videospielen noch nicht gab. In einem Baueditor muss man nun diverse Objekte wie Fahrzeuge, Baumaschinen, Verandas oder sonstige Dinge zusammensetzen. Dafür muss man aus einer Liste von Symbolen immer das fehlende Teil finden und bestätigen, um das Objekt vollständig zusammenbauen zu können. Dafür steht dem Spieler zwar prinzipiell unendlich Zeit zur Verfügung, doch gibt es ein Limit, mit welchem die Anzahl von Münzen abfällt. Hier gilt es: je schneller man die passenden Teile gefunden und das Objekt vollständig zusammengebaut hat, desto mehr Münzen bekommt man gut geschrieben. Hat man dafür zu viel Zeit benötigt, bekommt man gar keinen Geld-Bonus.

Ebenso neu sind kombinierte Baumanöver, mit denen man größere Objekte in den einzelnen Missionen zusammenbauen kann bzw. muss, um im Level weiter voran zu schreiten. Dies können jedoch nicht alle Protagonisten, sondern jeweils nur ausgewählte Figuren bewerkstelligen. Zumeist liegen hierfür 3 unterschiedliche Teile dicht beieinander, welche man dann wiederum alle anvisieren muss, um den Bau des Objektes durchzuführen. Die nötigen Teile sind aber nur anfangs so dicht beieinander – später gilt es, dafür noch Aufgaben zu erfüllen oder sie freizulegen, um das Objekt bauen zu können. Diese Neuerung sowie auch der Baueditor bringen wieder etwas frischen Wind in die LEGO-Serie.

Spaßig und auflockernd sind diverse „Awesome-Tanzeinlagen“, nach deren Takt man diverse Tasten in der richtigen Reihenfolge drücken muss. Stellt man sich nicht zu ungeschickt an, hat man dadurch die Möglichkeit, viele Münzen als Bonus zu erhalten. Genauso sind auch diverse kleine Rätseleinlagen enthalten, in denen man verschiedene Gegenstände verschieben oder Schalter betätigen muss.

Sämtliche Charaktere im Spiel besitzen unterschiedliche Aktionen und Fähigkeiten. Bauarbeiter können defekte Gegenstände am besten reparieren oder Dinge montieren. Weibliche Mitstreiter können höher springen und sich an Vorsprüngen entlang hangeln und Comichelden wie Superman oder Wonder Woman können in der Luft fliegen oder mit ihren Superkräften schwere Gegenstände zerstören.

Leider ist das Spiel insgesamt aber recht kurz und relativ einfach geraten. Hier hätte man ruhig ein paar mehr Welten und Missionen sowie einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad bieten dürfen.

Charakter-Vielfalt

Diese ist wieder enorm; es gibt 90 spielbare Charaktere, welche man allerdings erst einmal finden bzw. freikaufen muss, zu großen Teilen trifft man sie in den Oberwelten an. Unter anderem kann man die Rolle von Batman, Gandalf oder anderen besonderen Persönlichkeiten wie Kleopatra, Shakespeare oder Abraham Lincoln übernehmen. Auf der anderen Seite gibt es auch schlichte Protagonisten aus dem LEGO-Universum, die ihr durch jenes navigieren dürft. So stehen dem Spieler unter anderem ein Feuerwehrmann, ein Eisverkäufer, ein Ureinwohner oder ein Wrestler zur Verfügung.

Grafische Präsentation

Die Optik von The LEGO Movie Videogame kann man durchaus als äußerst gelungen betrachten, da wirklich die komplette Umgebung – im Gegensatz zu Spielen wie LEGO: Der Hobbit – und nicht nur die Protagonisten und ein paar Schlüsselobjekte aus LEGO-Bausteinen besteht. Dies verleiht dem Spiel einen ganz eigenen Charme und lässt die Spielwelt dadurch viel realer wirken. Sämtliche Häuser, Fahrzeuge, Pflanzen oder Straßen und Wege bestehen aus LEGO-Bausteinen. Die Umgebungen sind dabei sehr detailliert und passen zum LEGO-Universum. Zudem gibt es diverse kleine Anspielungen zu verschiedenen Filmen, die wir an dieser Stelle aber nicht verraten wollen.
Leider zeigen sich aber auch ein paar Bugs, welche glücklicherweise nur zu Beginn des Spiels auftreten. So ist die Position der Kamera nach einem Heldentod an einigen verzwickten Stellen sehr ungünstig, sodass der Protagonist überhaupt nicht auf dem Bildschirm zu sehen ist und man unweigerlich in den Tod oder Abgrund springt, bis man die Stelle durch Zufall schließlich doch noch überwinden kann.

Musikalische Untermalung

Akustisch bietet The LEGO Movie Videogame eine sehr ausgewogene Mischung aus Musikstücken, Soundeffekten und einer überaus gelungenen Sprachausgabe. Man kann zwischen verschiedenen Sprachen wählen - allerdings fanden wir die deutsche Sprachausgabe, welche mit sehr viel Charme und Witz herüberkommt, durchaus gelungen. Soundeffekte und Geräusche dürften zum Teil schon aus anderen LEGO-Abenteuern bekannt sein, passen aber sehr gut zum Geschehen. Atmosphärisch ist das Spiel durchaus gelungen und nimmt den Spieler gleich mit in seinen Bann.

Die Steuerung

Gesteuert werden kann mit Gamepad, Pro Controller sowie Wiimote und Nunchuk. Leider bietet das Gamepad keine wirklichen Vorteile gegenüber dem Pro Controller, da auf diesem keinerlei Karten oder ähnliches angezeigt wird. Lediglich ein Icon für den Charakterwechsel und jenes, um das Geschehen auf den Bildschirm des Gamepads zu ziehen. Leider ist es jedoch nicht möglich, das Spiel ohne TV zu starten, da die Einstellung erst nach dem Start vorgenommen werden kann. Ansonsten funktioniert die Steuerung sehr genau und lässt kaum Wünsche offen.

8.5Wertung

Fazit

The LEGO Movie Videogame ist ein sehr gelungenes Abenteuer für Groß und Klein. Es besticht mit gelungener Grafik, guter Sound-Untermalung, auflockernden Neuerungen sowie einer tollen Präsentation. Einzig die Bugs, der Schwierigkeitsgrad und der doch etwas geringe Umfang kann dem Spiel angekreidet werden. Wer mit Lego City: Undercover schon Spaß hatte, wird auch mit diesem Vertreter sicherlich seine Freude haben.

Design
8.5
Sound
8.5
Online Multiplayer
8.5
  • 90 spielbare Charaktere
  • gelungene Präsentation
  • Umgebung komplett LEGO
  • diverse Neuerungen
  • zu kurz
  • einige Bugs
  • zu einfach
  • keine sinnvollen Gamepad-Features

Vielen Dank an die Firma Warner Bros. für die Bereitstellung des Testmusters.

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