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Pokemon Link: Battle!

Pokemon Link: Battle!

Ulrich

Bei Pokémon kann man wohl jedes Jahr einige Games der Videospielserie erwarten. So gibt es neben der bekannten RPG-Serie sehr viele Ableger, wie Pokémon Mystery Dungeon oder Pokémon Ranger und viele andere. Nun ist im 3DS eShop Pokémon Link: Battle! erschienen. Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Teil der Serie, gab es doch schon Pokémon Link! für den DS. Doch verbirgt sich hinter „Battle“ ein völlig anderes Spielprinzip?

PLB

Pokémon Link: Battle!

3ES

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
3ES
Spieler
1–4 lokal

Die Story

Gleich vorweg, das Spiel verfügt über keine Handlung. Ihr habt richtig gehört, es gibt keine, nur eine Map, auf der ihr die verschiedenen Zonen- mit je bis zu sechs Level – auswählen könnt. Die ersten 4 Stages einer jeder Welt lassen sich durch das Lösen der vorangegangenen freischalten. Für 5 und 6 müsst ihr hingegen verschiedenste Voraussetzungen erfüllen, wobei ihr da schon öfters etwas herumprobieren müsst, da die Kriterien immer unterschiedlich sind. Wie gesagt, ansonsten gibt es keine Geschichte, keine Videosequenzen – gar nichts.

Bereits in Pokémon Link! war eure Aufgabe, Reihen von Pokémon-Köpfen zu bilden, damit diese dann verschwinden und ihr je nachdem eine gewisse Punkteanzahl bekommt. Im Unterschied zum DS Titel, bei dem nur das Verschieben ganzer Reihen oder Spalten möglich war, könnt ihr nun die einzelnen Pokémon-Portraits hin- und herbewegen. Dies vereinfacht zwar das Gameplay, aber dennoch handelt es sich bei Pokémon Link: Battle! um einen teils sehr anspruchsvollen Titel.

Mögen die Köpfe rollen!

Nach dem Start des Spiels könnt ihr euch in mehreren Tutorials das Spielprinzip erklären lassen. Ziel ist es, via Stylus, drei oder mehrere gleiche Pokémon-Köpfe (Arten) durch Verschieben (Tauschen) in eine Reihe oder Spalte zu bringen. Lösen sich diese danach auf, so wird dies als Angriff gegen das zu besiegende wilde Taschenmonster gewertet. Je nach Zone und Stage erhöht sich die Anzahl der gleichzeitig erscheinenden Feinde. Ab einem Zug mit 5 oder 6 aufgelösten Figuren werden alle Gegner gleichzeitig angegriffen, ansonsten immer nur einer. Je mehr es sind, desto stärker ist übrigens die Attacke.

Natürlich spielen die Elementarklassen wieder eine entscheidende Rolle, denn umso stärker oder schwächer sind eure Angriffe. Das Pokémon, dessen Reihe zuerst aufgelöst wird, kämpft für euch und bestimmt den Typ.

Der größte Unterschied zum DS-Titel ist aber, dass die Taschenmonster diesmal nur einen einzelnen Typ haben und daher nur mehr eine Angriffsart sehr wirksam ist. Strategien, die ihr euch evtl. aus dem RPG angeeignet habt, werden so oftmals schnell über Board geworfen.

Je weiter ihr fortschreitet, umso schwieriger werden die Kämpfe. Ein gutes Auge ist oftmals notwendig um den richtigen Zug auszuführen. Die wilden Pokémon greifen auch immer wieder an, lange Überlegungen sind daher nicht immer von Vorteil. Es liegt natürlich immer am Spieler, doch für Neueinsteiger könnte sich das Game anfangs sehr unübersichtlich gestalten und der Durchblick, um Strategien zu entwerfen, fehlen.

In höheren Zonen werden aber einzelne Kombinationen nicht mehr ausreichen. Hier kann euch der Link-Modus oftmals das Leben retten – doch kann es schon etwas dauern bis ihr den Dreh heraushabt und versteht, wie und wann ich diesen Einsetzen kann. Hier ein Tipp: Anfangs müsst ihr mindestens eine Viererkette auflösen, danach genügt eine Dreierkette um den Link-Modus zu aktivieren. In diesem werden eine Vielzahl von Pokémon gleichzeitig in den Kampf geschickt, da bereits Zweierreihen für einen Angriff genügen. Einen kleinen Unterschied zu „normalen“ Attacken gibt es aber. Normalerweise stehen euch unbegrenzt viele Taschenmonster zur Verfügung, da immer wieder welche nachgeliefert werden. Im Link-Modus ist dies aber nur für eine gewisse Zeit so - was natürlich mit dem Spielprinzip zu tun hat. Würde dieser Modus nie enden, wäre das Game doch ziemlich einfach.

Fangt die Pokémon

Wurde ein Gegner besiegt, so wird dieser gefangen. Pro Level gibt es eine Vielzahl an Taschenmonster die es zu fangen gibt. Beim letzten Kontrahenten einer Stage handelt es sich immer um den Endboss, dessen Angriffe besonders stark sind. Es gibt übrigens zwei Arten von Verletzungen - entweder wird eure KP-Anzeige gesenkt oder die Lebensanzeige (eine Art Barriere) rund um euer Spielfeld wird attackiert. So knallen die wilden Pokémon bei einem Angriff gegen euer Schutzgitter und richten mehr oder weniger Schaden an. Im schlechtesten Fall reißen sie Löcher hinein. Sind diese so groß, dass das wilde Pokémon durchpasst, schaut es schlecht für euch aus. Teilweise wird bei Attacken auch euer Sichtfeld eingeschränkt, was das Bilden neuer Ketten schwierig macht.

Habt ihr ein Level beendet, wird euch euer Highscore angezeigt und ihr erhaltet einen Rang. S wäre der beste, der aber sehr schwer zu erreichen ist. So ist beispielsweise bei einem Level ein Highscore von 200 genauso Rang B, wie 900. Es erfordert also schon einiges an Können.

Neben „Standardzonen“ gibt es die Safari. Hier werden jeden Tag andere Pokémon gelistet und außerdem ist die Anzahl der wilden Pokémon die nach und nach angreifen viel höher. Das tolle ist aber, dass gefangene Taschenmonster in eurem Besitz bleiben, auch wenn ihr das Level - aus welchem Grund auch immer - nicht abschließen könnt. Eure Trophäen könnt ihr euch übrigens in einer Art Pokédex ansehen. Hier fehlen aber sämtliche Infotexte und ihr seht nur Stärke und Typ. Im späteren Verlauf könnt ihr gefangene Pokémon in die verschiedensten Stages mitnehmen. Diese werden dadurch „zutraulicher“ – also stärker. Es gibt auch Typen, die bestimmte Fähigkeiten besitzen. So heilt Chaneira eure KP, Pantimos repariert euer Barriere (Lebensanzeige) oder sie helfen euch andere Pokémon stärker zu machen.

Mehrspielerspaß?

War es bei Pokémon Link! für den DS noch möglich über das Download-Feature "Pokémon Link!-Mini" zu verschicken, gibt es bei der 3DS keinen wirklichen Multiplayer. Konnten Freunde damals noch über die Tauschfunktion den Titel mit einigen Einschränkungen spielen – somit auch gegeneinander - gibt es dieses Mal nur die Möglichkeit Level kooperativ zu lösen. Bis zu vier Spieler können im lokalen Modus miteinander Spaß haben. Einen Online-Modus gibt es leider nicht.

Das Spiel unterstützt auch die StreetPass-Funktion. So könnt ihr Pokémons verschicken und natürlich erhalten. Dies hat den Vorteil, dass ihr nicht alle Taschenmonster selber fangen müsst – immerhin gibt es sehr viele von diesen. Obwohl das Game im 3DS-eShop erhältlich ist, wird der 3D-Effekt nicht unterstützt. Die Grafiken sind bunt und schlicht, die Hintergrundmusik und Soundeffekte nett und motivierend. Die Präsentation ist bei einem solchen Genre aber kaum erwähnenswert, lebt es doch vom Spielprinzip und wer mit diesem nichts anfangen kann, dem würde auch die tollste Grafik egal sein.

6.5Wertung

Fazit

Pokémon Link: Battle! ist sicherlich für alle ein tolles Spiel, die mit dieser Art von Puzzle-Game etwas anfangen können. Zwar wurden nette Features aus dem Vorgänger entfernt bzw. geändert, dennoch ist es fordernd und bringt Rätselspaß ins Wohnzimmer. Es gibt übrigens 718 Pokémon zu fangen. Leider fehlt ein wirklicher Pokédex und ob die Anzahl alleine Ansporn genug ist sei dahingestellt. Es gibt übrigens keine Handlung, aber dennoch oder gerade dadurch eignet sich das Spiel besonders für Zwischendurch. Der Titel bietet auch keinen wirklichen Multiplayer und der Schwierigkeitsgrad ist nicht von schlechten Eltern. Das Spiel hat zwei Seiten und ist schwer einzuordnen. Pokémon-Fans und gleichzeitig Liebhaber solcher Games kommen voll auf ihre Kosten. Leute, die nur die Taschenmonster niedlich finden, sollten das Game vielleicht vorher einmal ausprobieren. Bei einem Preis von 7,99 werdet ihr aber dennoch nicht recht viel falsch machen.

Design
6.0
Sound
6.5
Online Multiplayer
5.0
  • kleiner Preis
  • ideal für Zwischendurch
  • 718 Pokémon
  • fehlende Handlung
  • keine 3D-Funktion

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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