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Donkey Kong Country Returns 3D

Donkey Kong Country Returns 3D

Tommy

14 Jahre nach Donkey Kong Country 3 für Super Nintendo erschien 2010 ein neuer Teil der so erfolgreichen und beliebten Donkey Kong Country-Serie für die Wii. Donkey Kong Country Returns, so der Titel, wurde von den Retro Studios produziert und konnte fast auf ganzer Linie überzeugen. Jetzt, 3 Jahre später erschien ein Port für den Nintendo 3DS, für welchen das Studio „Monster Games“ verantwortlich ist. Wie sich die Portierung schlägt und ob es neue Inhalte gibt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zu Donkey Kong Country Returns 3D.

Donkey Kong Country Returns 3D

3DS

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
3DS
Spieler
1–2 lokal

Affentheater Returns

Die Affenbande ist zurück

Was geht ab..? Der Stamm der Tiki hat die Bewohner des Dschungels hypnotisiert um sämtliche Bananen der Insel zu stehlen. Natürlich wurde auch nicht vor Donkey Kongs Lager halt gemacht; und so machen sich Donkey und Diddy Kong auf zu neuen Abenteuern um Ihre Bananen zurück zu bekommen.

Bei Donkey Kong Country Returns 3D handelt es sich im Prinzip um die gleiche Version, welche vor 3 Jahren für die Wii erschienen ist. Neu hingegen ist ein zusätzlicher Modus, den es auf dem Nintendo 3DS gibt. Habt ihr das Spiel gestartet, könnt ihr euch entweder für den „neuen Modus“ oder den „Originalmodus“ entscheiden. Im Originalmodus spielt ihr mit den Einstellungen und Regeln der Wii-Version; der neue Modus hingegen bietet pro Affe ein Herz mehr Lebensenergie und Cranky führt in seinem Shop mehr nützliche Items. Darunter sind zum Beispiel ein grüner Ballon, welcher euch beim Absturz in den Abgrund einmal wieder nach oben trägt oder ein Zaubertrank, der euch bei einer Lorenfahrt kurzfristig unzerstörbar macht. Auch könnt ihr vor dem Betreten eines Levels bis zu 3 verschiedene Items wählen; in der Original-Version kann man sich für nur ein einziges Item entscheiden.

Nachdem man sich für einen Modus entschieden hat, kann man noch wählen ob man allein oder gemeinsam mit einem Freund spielen möchte; vorausgesetzt dieser hat auch ein 3DS und ein Spielmodul. Wer die Wii-Version oder gar die SNES-Ableger kennt, wird wissen, wie das Spiel aufgebaut ist. Die ganze Welt ist in verschiedene Gebiete aufgeteilt, welche auf einer jeweiligen Level-Karte abgebildet ist. Darauf kann sich der Protagonist bewegen und sich das nächste Level aussuchen, welches er als nächstes betreten will. Dabei ist die Reihenfolge dieser bis auf wenige Ausnahmen stets vorgegeben.
Dabei sind die einzelnen Welten sehr unterschiedlich und abwechslungsreich Designt. So findet das geschehen etwa in Waldgebieten, Höhlen, am Strand, in einem Vulkan oder aber in einer Fabrik statt. Darin springt Donkey Kong von Plattform zu Plattform, hangelt sich an Decken und Wänden entlang, schießt von Fass zu Fass oder schwingt an Lianen entlang, um zum nächsten Absatz zu gelangen. Unterstützt wird er dabei von seinem alten Kumpel Diddy, welcher durch das aufsammeln eines DK-Fasses zu euch stößt. Ausgestattet mit einem Jetpak kann Diddy für eine kurze Zeit schweben und somit leichter über Abgründe gelangen als Donkey Kong allein. Im Gegensatz zu den 3 Super Nintendo-Ablegern könnt ihr nicht zwischen den zwei Affen wechseln; ihr übernehmt stets die Rolle von Donkey, Diddy unterstützt euch dabei nur und fügt mit seiner Anwesenheit die doppelte Anzahl an Energie-Herzen hinzu.

Auch wieder mit dabei sind die bekannten Loren-Fahrten, die schon im Erstling ihr Debüt feierten und taktisches Geschick sowie schnelle Reaktion verlangen. Neu hingegen sind einige Abschnitte, in denen ihr auf einem Fass durch die Level fliegt und dabei nicht getroffen werden dürft. Hier heißt es ein Treffer und das war es. In diesen muss man zum Beispiel Gegner oder Blockaden ausweichen, um ans Ziel zu gelangen. Doch das Fass fliegt nicht von allein; dafür muss man den A-Knopf immer wieder drücken, um nicht an Höhe zu verlieren. Am Ende jeder Welt wartet ein großer Bossgegner auf euch, welcher mit den unterschiedlichsten Taktiken besiegt werden will. Im Spiel selbst hat Donkey Kong seit Returns die Fähigkeiten des Pustens und Bodenschlagens erlernt, mit denen er Gegenstände, Items oder versteckte Bonus-Level freilegen kann. Denn auch diese sind in den einzelnen Gebieten reichlich verteilt und bieten bei erfolgreicher Beendigung, zahlreichen Bananen, Münzen oder Puzzle-Teile. Für 100 Bananen erhält man ein Extra-Leben, die Münzen hingegen kann man in Crankys Shop zum Erwerben neuer Items verwenden.

In jedem Level sind die Buchstaben K O N und G versteckt, die ebenso aufgesammelt werden können, wie Puzzle-Teile, mit denen man Extras freischalten kann. Habt ihr alle KONG-Buchstaben einer ganzen Welt gesammelt, erscheint ein Tempel, in dem eine besondere Herausforderung wartet. Denn wo die Speicherpunkte in den einzelnen Level noch relativ human verteilt sind, gibt es in den Tempelanlagen keine mehr davon. Hier muss man also in einem Rutsch zum Ende kommen, um an eine begehrte Perle zu gelangen, die ihr später im Spiel noch gebrauchen könnt.
Leider gibt es mit „RAMBI“ in „Returns“ nur einen einzigen tierischen Helfer, der euch zur Seite steht. Dies ist etwas schade, gab es doch in den Teilen 2 und 3 deutlich mehr. Leider sind auch die Abschnitte, in denen dieser euch zur Seite steht ziemlich rar gesät, was doch etwas Wehmut aufkommen lässt. Hatte man diese in den SNS-Ablegern noch perfekt in das ganze Level-Design mit eingebunden, so reitet man in „Returns“ nur auf kurzen Abschnitten auf dem Nashorn. Hier hätte etwas mehr Kreativität nicht schaden können.

Habt ihr alle 8 Welten erfolgreich beendet, wartet der Abspann auf euch, in welchem Ihr erfahrt, das es noch einen großen goldenen Tempel gibt, welcher erkundet werden will. Um diesen aber betreten zu können, bedarf es der Perlen, welche ihr am Ende der verschiedenen Tempel in den unterschiedlichen Welten erhalten könnt. Habt ihr diese noch nicht, so müsst ihr erst alle 8 Level absolvieren, um die Perlen dafür zu bekommen und den goldenen Tempel betreten zu können.
Bestand dieser in der Wii-Version aus nur einem einzigen Level, so bietet die 3DS-Version eine ganze neue Welt mit 8 neue Abschnitten plus jene aus der Wii-Version. Hier muss man deutlich sagen, dass sich „Monster Games“ sehr viel Mühe mit den neuen Leveln gegeben hat. Diese sind wirklich sehr gelungen bis genial ausgefallen und überbieten viele der herkömmlichen im Spiel vorhandenen. Denn diese sind äußerst interessant sowie abwechslungsreich Designt und können vollstens überzeugen. Hier ist es wirklich schade, das es „nur“ 8 neue Level gibt. Habt ihr auch diese erfolgreich gemeistert, schaltet sich der Spiegel-Modus frei, in welchem die Level in gespiegelter Form daherkommen. In diesem hat Donkey ein Lebensenergie-Herz weniger; zudem gibt es auch keinen Diddy mehr, der euch unterstützt.

Freispielbares und Extras

Freispielbares gibt es in Donkey Kong Country Returns einiges. So schaltet man mit eingesammelten Puzzle-Teilen im Menü Bilder, Artworks, Dioramen oder kurze Animationen frei. Habt ihr zudem eine Welt abgeschlossen, könnt ihr euch im Menüpunkt „Extras“ einige Musikstücke diese Welt anhören.

Technik und Präsentation

Die Grafik ist den Entwicklern richtig gut gelungen und gehört zu dem besten was es auf der Wii gab. Abwechslungsreiche und detaillierte Welten mit vielen kleinen Effekten. Hier sieht jedes Level toll aus und weiß zu unterhalten. Bäume, Blätter, Grashalme ... einfach alles bewegt sich im Wind und auch Schmetterlinge und anderes kleines Getier machen die Welten lebendiger. Aber auch die Charakter Modelle können voll überzeugen.
Leider ist bei der Portierung etwas die Schärfe abhanden gekommen, ebenso die Farbe. So wirkt die Umsetzung an manchen stellen unscharf, ein wenig pixelig und blasser. Auch hat man das Spielgeschehen von 60 auf 30fps geschraubt, was man am eigentlichen Spielgeschehen vielleicht nicht so unbedingt merken mag; bei den Loren oder Fässer-Fahrten hingegen kommt es teilweise zu einigen Rucklern sowie Slowdowns, die es in der Wii-Version keineswegs gab. Der 3D-Effekt kommt besonders in den Loren-Abschnitten und Höhlen zur Geltung; insgesamt muss man aber sagen, dass dieser nicht wirklich herausragend ist. Er ist zwar gelungen, dennoch kommt er keineswegs an den von Spielen wie Sonic Generations oder Resident Evil Revelations heran.

Dschungelklänge

Hierfür haben die Entwickler viele Musikstücke aus dem ersten Donkey Kong Country-Abenteuer geremastered, welche die ohnehin schon tolle Atmosphäre noch einmal nach oben katapultiert. Wer erinnert sich nicht noch an die tollen Musikstücke des Dschungels, der Loren-Abschnitte, der Minen oder der Fabrik. Hier wurde ganze Arbeit geleistet, was man allerdings nicht unbedingt von den neuen Kompositionen behaupten mag. Von diesen gibt es nämlich auch einige welche zwar zumeist gut zu den einzelnen Levels passt, allerdings erreicht keines davon Ohrwurmqualitäten. Ganz besonders die der Vulkan-Welt fallen im Vergleich zu den restlichen Musikstücken deutlich ab. Neben diesen gibt es auch noch zahlreiche Tiergeräusche, die ebenso überzeugen wie sämtliche andere Soundeffekte im Spiel.

Die Steuerung

Diese ist und etwas negativ aufgefallen. Es gibt zwar die Möglichkeit mit Schiebepad oder Steuerkreuz zu spielen, dennoch sind diese alles andere als sehr gelungen zu bezeichnen. Mit dem Schiebepad lässt sich der Affe ziemlich schwammig steuern; auch dauert es eine kurze Zeit, bis der Protagonist losläuft. Auch ist in dieser Einstellung das halten von Fässern oder das Hangeln an Lianen oder Ähnlichem ziemlich belastend ausgefallen, denn dafür müsst ihr den L-Button gedrückt halten. Dieser liegt aber so ungünstig, das es schwerfällt, diesen öfters oder eine längere Zeit intensiv zu benutzen. Entweder man rutscht nach kurzer Zeit weg, oder man verkrampft sich total. Mit dem Steuerkreuz lässt sich das ganze etwas besser steuern und ist auch nicht so schwammig, allerdings liegt dieses wieder deutlich weiter unten was dem Spielgefühl nicht wirklich zu Gute kommt. Auch sind mit dieser Einstellung wiederum andere Aktionen auf ungünstigen Tasten belegt. Man gewöhnt sich war an beide Varianten nach einiger Zeit, dennoch wäre hier etwas mehr Feinschliff durchaus von Nöten gewesen.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Donkey Kong Country Returns 3D ist ein gelungener Port der Wii-Version, wenn auch mit einigen Mängeln. Der Umfang ist ebenso positiv zu werten, wie der Soundtrack und die neuen Abschnitte, welche den Entwicklern hervorragend gelungen sind. Einzig die technische Seite der Portierung und die Steuerung lassen etwas Kritik aufkommen. Eine Fortsetzung der „Country“-Serie ist daher wünschenswert.

Design
8.5
Sound
9.0
Online Multiplayer
8.5
  • die 8 neuen Level
  • stimmiger Soundtrack
  • Soundtrack Remakes von DKC 1(SNES)
  • Umfang
  • technische Umsetzung
  • Steuerung
  • zu wenig "alte Bekannte"

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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