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3D Shinobi III: Return of the Ninja Master

3D Shinobi III: Return of the Ninja Master

Benjamin A.

3D Shinobi III: Return of the Ninja Master

3ES

Entwickler
Sega
Publisher
Sega
Konsole
3ES
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 12

Am selben Tag wie 3D Streets of Rage erschien auch 3D Shinobi III: Return of the Ninja Master. Wieder ist es ein arcadelastiger Action-Titel, wieder muss man jede Menge Gegner bezwingen, doch das Abenteuer mit dem Ninja spielt sich doch ganz anders...

Der Weg des Shinobi

Obwohl Joe Musashi bereits zum dritten Mal gegen die dunklen Mächte des Verbrechersyndikats Neo Zeed (früher noch als Zeed bekannt) antritt, so hat M2 (vorerst) nur Teil 3 für die SEGA 3D Classics neu aufgelegt. Da Teil 3 aber erst ganze vier Jahre nach Teil 2 erschien und tiefgründige Storys in actionlastigen Games sowieso unüblich sind, bedarf es auch keiner Vorkenntnis der restlichen Serie, um das Spiel zu genießen. Rückgriffe auf ältere Titel finden nur in Form kleiner Cameos statt.

Nur so viel ist wichtig: Ihr spielt den Ninja-Helden, der als einziger diese finstere Organisation aufhalten kann. Wer aber dennoch die ganze Serie genießen möchte, kann sowohl die Arcade-Version von 1987 als auch das Mega Drive-Sequel aus 1989 im Wii-Shop erstehen.

Die Waffen des Schattenkriegers

Genauso simpel gestaltet sich auch das Spielprinzip: Ihr rennt in einem 2D-Kurs von A nach B und müsst dabei Hindernissen und Gegner ausweichen bzw. jene zerstören. Im Gegensatz zu Streets of Rage ist der Kampf allerdings optional: Wenn man es nicht auf Punkte und damit einhergehende Boni abgesehen hat, kann man die Gegner mit etwas Geschick auch wortwörtlich „überspringen“. Und zwar mit Doppelsprung – immerhin sind wir ja echte Schattenkrieger!

Sollten man sich doch für den Kampf entscheidet, kann man im Nahkampf das Schwert und auf die Distanz Shurikens einsetzen. Der Angriff erfolgt kontextsensitiv (sofern man nicht das 3DS-Extra „Ninja Experte“ aktiviert hat), wobei Shurikens nur begrenzt (jedoch in großen Mengen) verfügbar sind. Um Energie, Munition oder andere Boni einsammeln zu können muss man im Level verstreute Kisten zerstören.

Des Ninjas neue Tricks

Doch Joe hat seit dem letzten Mal ein paar neue Tricks drauf: Er kann jetzt durch den Doppelklick in die Laufrichtung rennen und per Angriffsknopf eine Sprintattacke ausführen. Durch dieses Feature wurde auch das Level-Design wesentlich mehr auf Schnelligkeit ausgelegt. Neben einem Sprungkick beherrscht er nun auch den Doppelsprung, was zu kleinen Akrobatik-Einlagen während der Levels einlädt. Er kann außerdem an Stangen, Seilen und ähnlichen Vorsprüngen entlanghangeln.

Natürlich gibt es auch wieder einen Spezialangriff in Form von Ninjutsus, welche im Pausenmenü des Spiels ausgewechselt werden können. Ikazuchi beschört dabei einen Blitz, der den Shinobi temporär unverwundbar macht. Fushin erlaubt durch Geisterabbilder eine höhere Sprungkraft, während Kariu Flammensäulen beschwört, um allen Gegnern großen Schaden zuzufügen. Sollte das nicht reichen, bleibt euch immer noch Mijin, ein Kamikaze-Angriff, der unter Einsatz eines Lebens alle Gegner am Bildschirm vernichtet. Bossgegener werden nicht sofort vernichtet, aber im Gegensatz zum sonstigen Tod werdet ihr bei diesem Jutsu sofort wiedergeboren, ohne am Anfang des Abschnitts beginnen zu müssen.

Die vielseitigen Talente des Shinobi

Shinobi III kann v.a. mit einer hohen Vielseitigkeit aufwarten: Kein Action-Game-Klischee wird ausgelassen und in Form eines Levels bedient. Jeder der 8 Level hat zwei Abschnitte, wobei der Erste jeweils als eigenes Level mit Miniboss bezeichnet werden kann. Nach dem Zweiten folgt dann der wahre Obermotz in Form einer eigenen Sektion, damit man beim Verlust seiner Energiereserven lediglich den Boss erneut bekämpfen muss.

Die Grundformel mag repetitiv klingen, tatsächlich sind das aber nur die Grundregeln, um einen Zusammenhang zwischen den Abschnitten zu halten. Das Spiel beginnt zwar brav mit Ninjas in Wäldern, doch schon bald muss man in Kriegsareale, Geheimlabore mit Mutanten und Robo-Godzillas oder man kämpft surfend gegen Schattenkrieger auf Hover-Jetskis. Auch der klasse Soundtrack und die prägnanten Grafiken fallen hier äußerst positiv auf, letztere werden durch den zusätzlichen 3D-Effekt nochmal gepusht, insbesondere wenn man im Vordergrund auf einem Pferd reitet, während Ninjas auf Papierdrachen aus dem Hintergrund angreifen.

3DS-Version: Cheats und Ninja-Experten

Wie in allen 3D-Ports von M2 startet das Spiel zuerst in einer Startanimation mit dem Cover des Originals. Neben dem Emulationsstart kann man wieder eine spezielle Cheat-Einstellung wählen, die nur hier aufrufbar ist. In diesem Fall handelt es sich um die „Rundenauswahl“, welche automatisch nach betätigen des Startknopfes gestartet wird. Zudem kann man während des Spiels im Optionsmenü Schwierigkeitsgrad, Shuriken- und Versuchanzahl bestimmen.

Die willkommenste Neuerung ist allerdings der Ninja-Expertenmodus. Hier umgeht das Spiel die (frei belegbare) Mega Drive Knopf-Konfiguration und erlaubt es nun, Shurikens und Blocks auf eigene Tasten (standardmäßig R und L) zu setzen. Dadurch kann man Wurfgeschosse sparen und ist schneller im ausführen des Blocks, für den man zuvor den Angriffsknopf gedrückt halten musste…

Wie auch sonst kann man im Emulations-Startmenü zwischen der japanischen und der Internationalen Streets of Rage-Fassung wechseln, was allerdings auf Grund (minimaler) Änderungen einen Neustart des Spiels erfordert. Auch das Speichern und Laden eines Spielstands ist wie gehabt möglich, allerdings wisst ihr wie auch sonst nur über Datum und Zeit Bescheid: Weitere Infos wie bspw. ein Screenshot werden leider nicht gegeben…

Grafische und akkustische Neuerungen

Wie gehabt kann man die Art des 3D-Effektes bestimmen: Entweder poppt das Geschehen aus dem Bildschirm raus - was etwas auffälliger aber auch anstrengend ist – oder man wählt den dezenteren 3D-Effekt „nach innen“. Gerade bei Shinobi III verleiht der 3D-Effekt den prächtigen Grafiken nochmal erneute Tiefe: Obwohl das Hauptgeschehen im Vordergrund auf einer 2D-Ebene stattfindet, so spielen die detaillierten Hintergründe und dessen Parallax-Layer im Gegensatz zu 3D Sonic the Hedgehog eine entscheidende Rolle, insbesondere bei den bereits erwähnten Drachenkriegern oder wenn man in einem späteren Level in die Z-Achse einer Schlucht blicken darf, in der man gerade zwischen fallenden Brocken hin und her springt, um dem Tod zu entgehen.

Der klassische Röhrenfernsehergag ist auch wieder enthalten: Hier wird der 3D-Effekt verwendet, um einen gebogenen Röhrenfernseher mit verwaschener Darstellung zu simulieren. In der Regel wird man hier aber bei der „normalen“ Option bleiben, welche jeden Pixel gestochen scharf und schön sauber darstellt. Bei der Lautstärke kann man wieder wie gehabt zwischen dem Mega Drive-Sound und der Basslastigeren Einstellung des Mega Drive 2 wählen. Online-Ranglisten gibt es leider wie gewohnt nicht, was bei einem Arcade-lastigem Game äußerst schade ist…

9.0Wertung
Highlight

Fazit

3D Shinobi III: Return of the Ninja Master spielt die Stärken des Mega Drive gekonnt aus. Actionlastiges, abwechslungsreiches Gameplay gepaart mit detaillierten Grafiken - deren Hintergründe durch den 3D-Effekt noch mehr Tiefe gewinnen - machen den Titel zu einem Glanzstück der Sega 3D-Classics. Zudem erlauben die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten wie gewohnt die Anpassung der Emulation an die eigenen Retro-Wünsche, wobei besonders der Ninja-Experten-Modus mit mehr Tastenbelegungsmöglichkeiten dem Spieler weitaus mehr Kontrolle über Joe Musashi gewährt.

Design
9.0
Sound
8.5
  • abwechslungsreiches Gameplay
  • detaillierte Grafiken
  • 3D-Hintergründe
  • Ninja-Experten-Modus
  • Keine Online-Ranglisten

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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