
Just Dance Kids 2014
Neben dem gewohnten jährlichem Ableger von Just Dance, hat Ubisoft nun auch der Kids-Version einen neuen Teil spendiert. Dieser wurde eigens für Kinder von 3 bis 6 Jahren konzipiert. Ob die Kinderausgabe mit dem großen Bruder mithalten kann oder es sich dabei nur um einen müden Abklatsch handelt, erfahrt ihr nun in unserem Test zu Just Dance Kids 2014.

Just Dance Kids 2014
WIIU
- Genre
- Musikspiel
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- WIIU
- Spieler
- 1–5 lokal
Die große Showbühne
Just Dance Kids ist eigens für ganz junge Spieler konzipiert worden, was man auch gleich beim Starten des Spiels merkt. Die Menüführung ist sehr einfach aufgebaut, sodass man sich gleich zurecht findet. Jedoch ist dies nicht unbedingt schwer gewesen, denn es gibt im Menü lediglich zwei Varianten zur Auswahl. Den Dance-Modus sowie eine Auswahl für Eltern. In dieser angekommen handelt es sich dabei aber im eigentlichen Sinne nur um Optionen die man einstellen kann. Ebenso kann man sich dort die Ergebnisse sowie Medaillen anschauen, die erreicht wurden.
Im eigentlichen Dance-Modus hat man die Auswahl zwischen „Songs“, „Playlists“ sowie „Non-Stop Shuffle“. In letzterem kann man sich einen „Event“ aus verschiedenen Song-Variationen erstellen – ebenso kann man zwischen 3 unterschiedlichen Modi und Länge des Events wählen, welcher bis zu 120 Minuten oder unendlich dauern kann. In den Playlists kann man aus verschiedenen Sets mit Musikstücken wählen oder seine eigene Liste zusammenstellen.
Unter dem Menüpunkt Songs findet man eine Auswahl von 31 Songs, die auf der Verpackung als „Lieblingssongs der Kids“ dargestellt werden. Einige bekannte Kinderstars wie etwa Selena Gomez, Victoria Justice oder gar One Direction sind zwar dabei, ein Großteil der anderen Lieder sind aber nicht von den originalen Künstlern. Auch wird man hierzulande wohl nur die wenigsten Stücke, die in dem Spiel Verwendung gefunden haben, wiedererkennen. Es gibt sehr wohl einige Musikstücke wie „Walking on Sunshine“, „Day 0“, „Do You Love Me“ (bekannt aus Dirty Dancing) oder „Hit Me With Your Best Shot“ die man durchaus kennt, allerdings sind davon aber wohl die wenigsten Lieblingssongs der Kids. Nachfolgend findet ihr eine Liste mit den im Spiel vorhandenen Songs.
Songliste (Auswahl)
"Hit The Lights" by Selena Gomez & The Scene
"Give Your Heart A Break" by Demi Lovato
"We Go Well Together" by Goldheart
"One Thing" by One Direction
"Put Your Hearts Up" by Ariana Grande
"Make It Shine (Victorious Theme)" by Victorious Cast featuring Victoria Justice
"Ready Or Not" by Bridgit Mendler
"Get Ready To Wiggle" by The Wiggles
"The Freeze Game" by Yo Gabba Gabba!
"7 8 9"
"Day-O (The Banana Boat Song)"
"Do You Love Me (Now That I Can Dance)"
"Fireflies"
"Footloose"
"Get Down On It"
"Hit Me With Your Best Shot"
"I Like To Move It"
"Magic Carpet Ride"
"Problem (Monster Remix)"
"Shout"
"Fraggle Rock (Opening and Closing Theme)"
"The Hustle"
"The Tiki Tiki Tiki Room"
"Walking On Sunshine"
Wie auch bei allen bisherigen Ablegern der Just Dance-Reihe geht es darum, zu den laufenden Songs eine Choreografie zu absolvieren und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Dabei hält man die Wiimote in der rechten Hand und führt die vorgegebenen Moves und Aktionen bestmöglich auf um alle zu erreichenden Sterne zu verdienen. Leider kann man aber im Gegensatz zur „Erwachsenen-Version“ mit diesen Sternen nichts anfangen. Das erreichte Ergebnis steht weder neben den Songs, noch kann man mit den gewonnenen Sternen irgendetwas kaufen oder eintauschen. Diese sind quasi nutzlos in der Kids-Variante. Bei jeden Song kann man sich zwischen den Modi „Just Dance“, Freeze & Shake“ sowie „Team High Score“ entscheiden. Bei Just Dance bekommt man die „üblichen“ Moves, die man nachtanzen muss, Freeze & Shake bietet zusätzlich kleinere Gimmicks wie Wiimote schütteln oder stillstehen und im Team High Score geht es darum, gemeinsam mit Freunden den Highscore in die Höhe zu treiben.
Will man nicht alleine spielen, hat man die Möglichkeit, sich mit bis zu 4 Mitstreitern zu duellieren. Dies geht aber nur lokal vor einem TV-Gerät – der online Modus der normalen 2014er Version ist bei Just Dance Kids 2014 nicht enthalten, ebensowenig wie der Just Sweat als auch der Just Dance TV-Modus. Es ist zwar nicht zwingend von Nöten, dass Kinder in dem Alter gegen andere Tänzer online antreten müssten, allerdings wäre dies auch nicht wirklich verkehrt gewesen. Dafür gibt es in der Kids-Variante auch den Dance Director-Modus, mit dem ein Spieler via Gamepad der Wii U entscheiden kann, wie der andere/die anderen tanzen sollen. Allerdings empfanden wir die dort auswählbaren Moves wie etwa die eines Fashion-Models oder eines Cowboys als recht einfallslos, uninteressant und uninspiriert. Dafür muss man aber sagen, dass fast alle Choreografien der 31 Songs durchaus gelungen sind und sehr gut zum jeweiligen Geschehen sowie Rhythmus passen.
Grafische Präsentation
In optischer Hinsicht macht Kids einen etwas besseren Eindruck als die Standard 2014er Version. Dies liegt vor allem daran, dass nicht jegliche Hintergründe sowie Choreografen in grellen Neonfarben erstrahlen, sondern man sich bewusst für einen natürlichen Look entschieden hat. So haben die Tänzer zwar die unterschiedlichsten Kostüme und Kleidungen an, jedoch sind diese passend zu den Hintergründen und wurden nicht im nachhinein mit grellen Neonfarben versehen. Dies ist nicht nur besser für die Augen, sondern wirkt auch viel lebendiger und realer. Jedes Lied hat dazu passen seine kleine eigene Story welche neben den Hintergründen von den Choreografen dargestellt wird. In einem Song sieht man etwa einen Raumfahrer in seinem Raumschiff, in einem anderen wird Katz & Hund gespielt oder man versinkt in die Liebesgeschichte einer Prinzessin. Es gibt hierin ernste Darstellungen sowie auch lustige und spaßige. Dabei verändern sich die Hintergründe stets, die von den unterschiedlichsten Objekten, Lichteffekten oder Sonstigen Dingen gefüllt werden um lebendig zu wirken. Dies ist den Entwickler sehr gut gelungen und nicht der, wenn auch manchmal sehr schick wirkende, Einheits-Neonbrei aus der Standard-Variante.
Ebenso nett ist der Smilie, welcher sich in der oberen Ecke befindet und mit einem Augenzwinkern, einem erstaunten Blick oder einem Lächeln anzeigt, wie gut ihr einen Move ausgeführt habt. Ebenso schlicht wie auch die Menüführung gehalten ist, ist auch die Tabelle mit euren Punkten nach einem Song. Allgemein ist der Aufbau und die Präsentation sehr Kindgerecht und einfach gehalten.
Lediglich die Texte in den Menüs kann man dem Spiel ankreiden, welche nur in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung stehen. Für ein Spiel speziell für Kinder hätte es durchaus deutsche Texte geben dürfen.
Was gibt es auf die Ohren?
Nun, an der technischen Qualität der Songs gibt es generell nichts zu bemängeln. Einzig die Tatsache, das es zu wenige Originale gibt und die Musikstücke generell auf den amerikanischen Markt zugeschnitten sind, trübt den Gesamteindruck etwas. Ansonsten wird wohl für jedes Kind etwas dabei sein, denn gute Songs gibt es allemal in diesem Spiel.
Die Steuerung
Gesteuert wird wie bei jedem Just Dance-Ableger via Wii-Remote. Leider gibt es aber auch bei „Kids“ das Problem mit der korrekten Bewegungserkennung. So werden etliche Moves falsch erkannt, einige werden überhaupt nicht wahrgenommen. Ebenso ist es wieder möglich, ein Großteil eines jeden Liedes auf der Couch zu absolvieren ohne sich dabei groß anstrengen zu müssen.
Fazit
Just Dance Kids 2014 ist durchaus ein gelungenes Spiel und in Sachen Optik dem „großen Bruder“ einen kleinen Schritt voraus. Lediglich die Songauswahl und die Anzahl dieser können nicht durchgehend überzeugen. Die Menüführung ist schlicht gehalten und die Choreografien sehr gelungen. Für Kinder und auch jung gebliebene dürfte die neueste Kids-Variante ein spaßiges Erlebnis sein, auch wenn es leider keine deutschen Bildschirmtexte in den Menüs gibt.
- reale Aufmachung gefällt
- gelungene Choreografien
- einige bekannte Künstler...
- … aber auch zu viele Cover-Sänger
- Songauswahl zu amerikanisch
- geringer Umfang
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


