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Mario & Luigi: Dream Team Bros.

Mario & Luigi: Dream Team Bros.

Tommy

Mit „Dream Team Bros.“ ist vor kurzem der nunmehr vierte Teil der Mario & Luigi Saga erschienen. Die Vorgänger, welche auf dem Game Boy Advance bzw. dem Nintendo DS erschienen sind, konnten teils sehr gute Wertungen für sich verbuchen. Wie sich der neueste Teil auf dem Nintendo 3DS schlägt, und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zu Mario & Luigi: Dream Team Bros.

Mario & Luigi: Dream Team Bros.

3DS

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
3DS
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 6

Dr. Schlummermehr?

Wer bitteschön trägt denn so einen Namen? Nun das erfährt man auch schon zu Beginn des Abenteuers, denn ein mysteriöser Brief mit einer Einladung von besagtem Doktor ist im Pilzkönigreich angekommen. In diesem wird Mario, Luigi und Prinzessin Peach ein kostenloser Urlaub angeboten, welchen die Protagonisten nach einer kurzen Überlegung annehmen. Kann das denn gutgehen...?

Auf der Insel „LA Dormita“ angekommen ist allerdings vom mysteriösen Dr. Schlummermehr nichts zu sehen. Irgendeinen Haken hat die ganze Sache doch immer, ganz besonders wenn man einen kostenlosen Urlaub von einer unbekannten Person bekommt. Also machen sich Mario und Luigi auf, den Doktor zu suchen und entdecken allerlei mysteriöse Dinge die auf der Insel geschehen. So zum Beispiel die Tatsache, das ein magisches Traumportal erscheint, wenn Luigi ein Nickerchen auf einem antiken Steinkissen hält.

Unglücklicherweise wird Prinzessin Peach aber von einem unbekannten Schurken in die Traumwelt entführt. Daraufhin erfahren die Klempner-Brüder, das es sich bei den versteinerten Kissen um gefangene Kisse handelt, welche vom bösen Fledermauskönig Antasma in steinerne Gefängnisse gesperrt wurden. Nun liegt es also an Mario und Luigi die gefangenen Kisse zu befreien und Prinzessin Peach in der Traumwelt zu finden und zu retten. Und damit beginnt auch schon das Abenteuer!

Luigis Träumereien

Im neuesten Teil der Saga übernimmt man wie auch schon in den Vorgängern die Rolle von Mario und Luigi. Das Abenteuer erstreckt sich über die Insel La Dormita, welche in unterschiedliche Umgebungen aufgeteilt ist. Die Reise der Brüder erstreckt sich dabei von der Nickerwüste in welcher es heiß hergeht, einem weniger entspannter Besuch am „Schlummerstrand“, durch die Stadt „Pennemünde“ oder in luftige Höhen auf den „Pyjamagipfel“.
Dabei treffen sie allerdings auf teilweise etwas seltsam anmutende Anwohner. So sieht ein Inselbewohner ziemlich stark nach Spongebob aus, während ein anderer deutlich an Tadeus erinnert. Ob das so gewollt ist und unbedingt sein musste sei einmal dahin gestellt.

Wie an den Namen der Umgebungen schon erkennen lassen, handelt es sich dabei um Ableitungen, welche allesamt etwas mit dem Schlafen zu tun haben. Und das ist es auch die wichtigste Rolle, die Luigi im neuesten Ableger zu Teil wird. Er darf viel und fest schlafen um Mario die Portale zur Traumwelt zu öffnen. Dies geht aber nur, wenn die beiden auf „LA Dormita“ eines der versteinerten Kissen gefunden haben. In der Traumwelt angekommen stellt man schnell fest, dass es Mario nicht nur allein mit Widersachern aufnehmen muss. In der Traumwelt gesellt sich auch Traum-Luigi dazu, welcher das genaue Gegenteil von dem ist, was er in Realität darstellt. Kein kleiner Tollpatsch mehr sondern größer als Mario und mindestens ebenso stark.

Luigision und Double Team-Aktionen

Sollten die Helden in der Traumwelt einmal nicht weiterkommen, gibt es abhängig von der Umgebung und Situation, spezielle Double-Team Fähigkeiten welche erlernt und dann ausgeführt werden können. So zum Beispiel ist es möglich das man mit Traum-Luigi und seinen sogenannten „Luigisionen“ die Zeit beeinflussen kann. Dabei nutzt man den Touchscreen auf welchem der schlafende Luigi zu sehen ist und berührt für Bewegungsabläufe in Zeitlupe an Luigis linker Bartseite, für einen schnellen Bewegungsablauf betätigt man die rechte Barthälfte. Doch das ist nur der Anfang... Auch gibt es die Möglihkeit mit einem kitzeln seiner Nase Luigi zum Niesen bringen, sodass dieser damit Gegenstände aus dem Hintergrund in die vordere Ebene katapultiert. Ebenso kann man mit einem Druck auf einem Schalter neben Luigi die Zimmertemperatur von frostig auf kalt und wieder umgekehrt stellen. Dieses hat dann wiederum Auswirkungen auf die Traumwelt, in welcher sich befindliches Wasser und Gegenstände gefrieren und so verschoben oder benutzt werden können.

Doch es gibt auch normale Double Team-Manöver, ohne das man irgendetwas an Luigis Gesicht machen muss. So gibt es etwa in der Traumwelt noch eine Kugel, mit der man sich mit etwas Schwung über Rampen in höhere Gebiete katapultieren kann oder einen Art Bohrer, mit der man durch die Luft wirbeln und somit weiter entfernte Plattformen erreichen kann. In den jeweiligen Traum-Gebieten sind eine unterschiedliche Anzahl von Albtraum-Splittern versteckt die zerstört werden müssen, um die „Kisse“ zu befreien. Leider sind einige dieser ziemlich kurz und simpel geraten, sodass es teilweise nur 30 Sekunden oder weniger bedarf, in diesen die Splitter zu zerstören und den Kisso zu befreien.
Auch gibt es Abschnitte in welchem 2 oder 3 Albtraum-Splitter versteckt sind, man durch 1 oder 2 Räume geht und sieht, das diese alle nebeneinander stehen. Warum hat man diese denn dann nicht wenigstens verteilt...? Auch schwankt die Qualität der Abschnitte in besagter Traumwelt ziemlich. Es gibt Orte, die sind richtig gut und teils etwas anspruchsvoller Designt, andere hingegen wirken etwas lieblos und uninspiriert. In jeder einzelnen Traumwelt gibt es allerdings immer nur einen einzigen „Kisso“, sodass sich die Suche nach allen auf „La Dormita“ verteilten Kissen etwas mühsamer gestaltet als vielleicht von den Klempner-Brüdern erwartet.

Abenteuerlustige Klempner-Brüder

In der Wachwelt gibt es einige Aufgaben, welche die Brüder erledigen müssen, um im Abenteuer voran zu kommen oder Goodies zu erhalten. So müssen sie etwa etliche Felsbrocken mit einer riesigen Maschine zertrümmern oder bestimmten Personen bei Ihren Träumen und Wünschen helfen. In einigen Gebieten wird man beim ersten Besuch nicht jeden Abschnitt sofort erreichen können, da diese bestimmte Double-Team Aktionen voraussetzt. So können sich beide etwa zu einer springenden Kugel zusammentun, um höher gelegene Plattformen zu erreichen. Auch gibt es Aktionen wie einen Bohrer, mit welchem die Klempner sich durch schmale Passagen schießen können.
Luigi kann Mario aber auch mit einem Schlag auf den Kopf entweder zusammenstauchen , damit dieser durch kleine Durchgänge passt, oder aber unter die Erde katapultieren, um platten zu drehen oder versteckte Bohnen zu finden. Versteckte Bohnen helfen den bärtigen Helden dabei, ihre Erfahrung zu steigern. Pro Bohne kann man einen Bestimmten Effekt auf Mario oder Luigi anwenden und damit um einen Erfahrungspunkt aufwerten.

Neben diesen gibt es aber auch noch kleinere Rätsel, allerdings ist es die Frage ob man dazu schon Rätsel sagen kann. Diese sind nämlich eher selten und so schlicht gehalten, das es kaum Mühe bedarf, diese zu lösen. So muss man etwa unterschiedliche Symbol-Platten in die richtige Position bringen oder aber 2 Symbole via Schwerkraftveränderung in die richtige Position bringen, dass diese übereinander stehen und sich verbinden. Neben diesen gibt es auch noch ein paar andere, allesamt aber auch viel zu simpel und einfach. Hier hätte es ruhig etwas anspruchsvoller sein dürfen.

Stark für den Kampf

Eine Aufwertung sämtlicher Erfahrungspunkte bekommen die beiden aber hauptsächlich bei den Kämpfen. Hat man einen Kampf überstanden, erhält man Erfahrungspunkte die man benötigt um einen Level aufzusteigen. Hierbei gibt es 5 verschiedene Level-Arten, angefangen mit dem Pilz-Level und endend mit dem Regenbogen-Level. Je nachdem, wie viele Gegner in einem Kampf besiegt wurden, erhaltet ihr auch eine unterschiedliche Anzahl von Erfahrungspunkten.

Im Kampf selbst könnt ihr aus den Punkten Flucht, Items, Hammerschlag und Sprung wählen. Mit einem Sprung attackiert man seinen Gegner von oben und springt auf diesen drauf. Sollte dies nicht möglich sein, hat man die Möglichkeit mit einem Hammer zuzuschlagen. Jeder der Brüder verfügt aber auch noch über unterschiedliche Double Team-Attacken, allerdings sind diese nicht von Beginn an einfach so verfügbar. Diese können anhand von eingesammelten Aktions-Fragmenten erlernt werden, die sich in einigen Gebieten der Wach- oder Traumwelt befinden. Diese können das Geschehen erleichtern, besonders wenn man auf größere Gegner trifft.
In der Traumwelt hingegen gibt es die Traum-Attacken, welche sichtlich gewaltiger ausfallen als die der Wachwelt. Darin kann man etwa durch das überrollen von sehr vielen Luigis die Kugel auf der sich Mario befindet immer größer werden lassen, um diese schlussendlich auf die Gegner zu schmettern. In der Wachwelt hingegen stehen den beiden zum Beispiel ein doppelter Feuerwurf oder ein Helikopter-Angriff zur Verfügung. Diese Aktionen erfordern aber Brüderpunkte (BP), welche je nach Art eine unterschiedliche Anzahl erfordert. Habt ihr nicht genügend davon, können die Aktionen auch nicht ausgeführt werden.

Wie schon aus den Vorgängern bekannt gibt es die Möglichkeit einen Kampf mit einem Erstangriff zu starten wenn man den Gegner zuerst trifft. Dann wechselt das Spiel in den Kampfbildschirm und ihr habt eine zusätzliche Attacke und überrascht den Gegner. Allerdings scheint es hier einen kleinen Fehler zu geben. Bei einigen Gegnern die man mit der Erst-Attacke überrascht ist man eher im Nachteil bzw. zieht keinen Vorteil daraus. Startet man nämlich einen Kampf ohne besagten Überraschungs-Angriff, hat man ebenso die Möglichkeit der ersten Attacke auf der sogleich die der Gegner folgt. Bei anderen Situationen hingegen kann man nach dem Erst-Angriff noch einmal eine Attacke starten, bevor sich die Gegner auf Mario und Luigi stürzen. Auch ist es etwas unglücklich gelöst, dass man teilweise nur den schwächeren Gegner auf der „Oberwelt“ zeigt, welchen man mit einer Sprung-Attacke angreifen kann, dann aber im Kampfbildschirm sieht das man Schaden nimmt, weil sich hier auch noch Gegner tummeln, die man so nicht angreifen kann. Des weiteren gibt es mit „Spottbällen“ die Möglichkeit, Gegner die sich manchmal im Hintergrund tummeln zu provozieren, um am Kampfgeschehen teilzunehmen und so mehr Erfahrungspunkte oder das ein oder andere Extra-Item zu erlangen.

Die Kämpfe machen besonders am Anfang des Spiels noch richtig Spaß, allerdings muss man leider sagen, dass dies mit voranschreiten des Abenteuers deutlich fällt. Das liegt zum größten Teil daran, dass die Gegner immer gleich agieren und kaum unterschiedliche Angriffe aufweisen. Auch sind diese zumeist ziemlich leicht zu erahnen und zu kontern, sodass man keine großen Probleme hat, diese zu besiegen.
Im allgemeinen sind die Kämpfe viel zu einfach, nicht nur die normalen gegen kleinere Gegner, auch die Bossgegner sind ohne größere Mühen zu besiegen. Dies gibt den ganzen Kämpfen doch einen etwas faden Beigeschmack. Es gibt zwar die unterschiedlichsten Attacken, allerdings muss man sich die Frage stellen, warum irgendwelche unterschiedlichen Manöver starten, wenn es zumeist der Sprung-Angriff oder eine ganz bestimmte Double Team-Attacke vollkommen ausrichten?! Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn dies etwas ausgewogener gewesen wäre. Einzig die großen Boss-Kämpfe mit Traum-Luigi fordern den Spieler etwas mehr, in dem Luigi zu einem Riesen mutiert und gegen gewaltig große Gegner antreten muss. Diese Kämpfe lockern das Spiel sichtlich auf und wissen zu gefallen.

Die Orden der Macht

Unterstützt werden die beiden Klempner im Kampfgeschehen auch noch mit Orden, die man Erwerben und beliebig kombinieren kann. Damit lassen sich die unterschiedlichsten Ergebnisse erzielen, wenn man diese sinnvoll kombiniert. So kann man etwa erreichen, das man für die nächsten 6 feindlichen Angriffe kein schaden nimmt, eure KP um 50% oder 80% wieder hergestellt wird oder die Gegner einen Verlust von 160 KP erhalten. Dies sind aber nur einige, welche die Kämpfe noch einmal vereinfachen.
Um diese allerdings ausführen zu können, muss in den Kämpfen vorher eine Leiste aufgefüllt werden, was je nach Kombination der Orden unterschiedlich lange dauert. Erst wenn diese gefüllt ist, erscheint das Symbol welches man ab diesem Zeitpunkt 1 Mal benutzen kann. 2 dieser Symbole finden zeitgleich auf dem Touchscreen Platz; füllt sich dann die Leiste ein weiteres Mal, wird das neue einfach gegen ein altes Symbol ausgetauscht. Ärgerlich ist es nur, wenn man vorher 2 unterschiedliche Varianten erspielt hat und vorher vergisst eines zu benutzen, dann wird vielleicht das „wertvollere“ der beiden ausgetauscht.

Items und nützliche Gegenstände

In „Dream Team Bros.“ werden die beiden Bartträger wieder von allerlei Items im Abenteuer unterstützt, um sich Vorteile zu verschaffen oder im Kampf zu bestehen. Diese erhält man entweder bei Händlern, findet sie in Blöcken oder sammelt sie in Kämpfen auf. Leider sind diese aber viel zu oft im Abenteuer verteilt, man braucht sie eigentlich nirgendwo zu kaufen, man wird quasi damit schon überschüttet. Davon einmal abgesehen braucht man von den Items nicht wirklich viel, da man die Kämpfe auch ohne diese ganz gut bewältigen kann und bei diversen Händlern seine Komplette Anzeige für nur 10 Münzen wieder auffüllen kann.

Auch die Tatsache, dass man im Spiel wann immer man will Speichern kann, macht die ganze Angelegenheit nicht schwerer. Man muss dies zwar nicht benutzen, allerdings stellt sich auch hier die Frage: Wer wartet schon bis ein Speicher-Block kommt, wenn er doch jederzeit die Möglichkeit zum Speichern hat?

Grafik, Technik und Präsentation

Die Grafik des Spiels ist den Entwicklern gelungen und bietet abwechslungsreiche Gebiete sowie Personen und Gegner. Die schon angesprochene „Spongebob“ Ähnlichkeit sei hier mal außen vorgelassen. Dennoch wirkt die Umgebung teilweise etwas trist und leblos; ein paar kleine Insekten und ein paar flackernde Lichter bei Nacht hätten das Geschehen sicher etwas weniger steril Aussehen lassen. Positiv hingegen vielen die Bewegungsabläufe sowie Mimik und Gestik der Protagonisten auf. Ganz besonders bei Mario und Luigi sind diese herausragend gelungen und steuern dem Spiel viel Witz und Humor bei. Auch Luigis tolpatschiges Gehabe und Eskapaden können voll Überzeugen und lassen einen immer mal wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

Zum 3D-Effekt sollte man sagen, dass dieser zwar vorhanden, allerdings auch nicht der Rede wert ist. Der Tiefen-Effekt ist eher mau und nur schwach vorhanden. An einigen wenigen Stellen wirkt dieser gar nicht mal so schlecht, zum größten Teil aber ist er einfach zu schwach. Auch wirkt das ohnehin schon etwas unscharfe Geschehen (besonders die Charaktere), in 3D ein klein wenig unschärfer, auch wenn das Bild an sich dann etwas heller ist. Hier hätte man sich den 3D-Effekt auch einfach sparen können, da ältere Spiele wie Ocarina of Time, Resident Evil Revelations oder Sonic Generations das schon früher gewaltig besser gezeigt haben.

Leider zeigt auch die technischen Seite einige Minuspunkte. So ist das Spiel bei unserem Test 2 mal nach einem Kampf abgestürzt, weil 2 Gegner auf der „Oberwelt“ zu nah beieinander waren und das System scheinbar nicht mit dem schnellen Wechsel von Kampfbildschirm, Oberwelt und wieder Kampfbildschirm zurecht kam. Auch gibt es reichlich Momente, in denen das Spiel in deutliche Slowdowns verfällt, obwohl nicht wirklich viel auf dem Bildschirm passiert. Ebenso gab es zwei Szenen, in welcher es einen Schreibfehler gab: Hier wurde in einem Satz statt Schlaf einfach Schaf geschrieben. Nicht so schlimm, aber es sollte zumindest erwähnt werden.

Wer bisher allerdings mit den vorherigen Ablegern oder Mario-Rollenspielen nichts zu tun hatte, dem wird positiv ins Auge fallen, das man mit Erklärung von Bewegungsabläufen, Kämpfen und all dem sehr unterstützt wird. Allerdings wird dies für Kenner der Spiele ziemlich nervig sein, alles und jedes Erklärt zu bekommen. Leider ist auch das ganze Spiel ziemlich Textlastig und nicht unbedingt für Personen geeignet, die mal schnell ein paar Runden spielen wollen. Irgendwann wird man dem ganzen Text gegenüber einfach überdrüssig. Ebenso hätte man die Story etwas interessanter gestalten und präsentieren können, welche fast genauso fad daher kommt wie die Atmosphäre des Spiels, welche nach ca. der Hälfte deutlich nachlässt.

Rhythmische Klänge oder fader Soundtrack?

Nun, das sollte wohl eine Frage des Geschmacks sein... Es gibt bekannte Klänge aus dem Super Mario-Universum, ebenso wie neue Kompositionen. Einige wie etwa die des Schlummerstrandes klingen erfrischend, andere hingegen, ganz besonders die Hintergrundbegleitung der Kämpfe fangen nach einer Weile an zu nerven, sodass man sein Handheld für eine gewisse Zeit auf lautlos stellt oder zumindest die Lautstärke nach unten regelt. Die Geräusche und Effekte klingen und passen wie in jedem Mario-Ableger sehr gut zum Geschehen, ebenso wie kleine Sprachfetzen der Protagonisten Mario, Luigi und Co.

Wie Steuert sich das ganze?

Die Steuerung ist an sich recht simpel gehalten und für Anfänger ohne größere Probleme beherrschbar. Gesteuert werden beide Protagonisten mit dem Schiebepad, mit „A“-Button lasst ihr Mario springen und mit „B“ Luigi. Die verschiedenen Double Team-Attacken sind jeweils auch auf den Tasten A und B platziert und können mit dem R-Button gewechselt werden. Auf dem Touchscreen kann man ins Menü wechseln und Items sowie andere nützliche Dinge auswählen oder ausrüsten. Auch kann man auf diesem angezeigte Kartenabschnitte scrollen welche man vorher mit dem Digikreuz einblenden kann.
In Bosskämpfen mit Traum-Luigi wird der Handheld seitlich gehalten und ausschließlich per Touchscreen gesteuert. Leider fiel uns bei einem Kampf, in welchem man die Bewegungssteuerung nutzt, auf, dass sich dabei ständig die Kalibrierung änderte. Nach 4 bis 5 Angriffen und Ausweichmanövern funktionierte die Steuerung auf einmal entgegengesetzt oder teils überhaupt nicht mehr, sodass man den Kampf gar nicht mehr gewinnen konnte.

8.0Wertung

Fazit

Mario & Luigi: Dream Team Bros. ist ein gelungener Ableger der Saga mit einem recht großen Umfang (ca. 35 Stunden), viel Witz und Humor und einem interessanten Traum-Setting. Leider ist das Spiel aber recht leicht geraten: seien es die Kämpfe, das teilweise Level-Design oder die simplen Rätsel-Einlagen. Hier wäre etwas mehr Herausforderung wünschenswert gewesen. Einzig die großen Bosskämpfe mit Traum-Luigi fordern den Spieler etwas mehr. Trotz der Abstriche kann man Mario & Luigi: Dream Team Bros. dennoch empfehlen. Fans der Reihe und Serienneulinge können bedenkenlos zugreifen.

Design
8.0
Sound
8.0
  • Humor und Spielwitz
  • Umfang
  • Traum-Setting
  • Luigisionen
  • sehr leicht
  • einige Traum-Abschnitte zu kurz und simpel
  • schleppender Spielverlauf
  • teils unausgewogene Kämpfe
  • Rätsel-Einlagen zu simpel

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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