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Animal Crossing: New Leaf

Animal Crossing: New Leaf

Ulrich

Stell dir vor, du lebst in einem kleinen, aber feinen Städtchen. Überall duftet es nach frischen Blumen und an den Bäumen hängen die saftigsten Früchte. Du hältst Small-Talk mit den freundlichen Einwohnern und hilfst wo du nur kannst. Wenn du gerade nichts zu tun hast, dann kümmerst du dich um neue Klamotten, dekorierst dein Haus um oder genießt die unzähligen Möglichkeiten in der Natur. Genau das erwartet dich in Animal Crossing: New Leaf.

Animal Crossing: New Leaf

3DS

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
3DS
Spieler
1–4 lokal

Willkommen in der Stadt!

Nachdem du ein neues Spiel gestartet hast, wartet schon der Zug in deine Stadt auf dich. Außer dir ist nur ein Fahrgast dabei, nämlich Rover, eine freundliche Katze, welche wissen möchte wo es hingeht. Nun ist der Zeitpunkt, wo du deiner Stadt ihren eigenen Namen verpasst. Ein paar Fragen später hast du auch das passende Outfit und schon kann es losgehen. Das tolle daran ist, dass je nachdem welche Antworten du auf die Fragen von Rover gibst, dein Charakter unterschiedlich aussieht.

Den Bahnhof verlassen gibt es sogleich ein großes Willkommensfest. Ganz unerwartet erhältst du die Karte der Stadt und musst sogleich einen Abstecher ins Rathaus machen. Du erfahrst, dass du ab jetzt der neue Bürgermeister bist. Für deine Arbeit benötigst du aber einmal eine Bleibe und somit geht es gleich weiter zu Tom Nook, bei dem du ein Haus in Auftrag gibst. Natürlich musst du dazu einen kleinen Kredit abstottern. Als Zahlungsmittel dienen erneut die altbewährten Sternis. Zu Beginn ist es noch ein Zelt und nachdem du den passenden Stellplatz gefunden hast, wartet der erste Handlungsakt als Oberhaupt auf dich. In einer großen Zeremonie musst du auf dem Hauptplatz einen Baum pflanzen. Gesagt getan und somit bist du nun offiziell der Vorstand deiner netten kleinen Stadt.

Es gibt noch viel zu tun!

Ab jetzt erwarten dich viele neue Möglichkeiten, wobei sich viele erst im Laufe des Spiels freischalten. Nach ca. 7 Tagen hast du aber schon eine Handvoll erledigt und viele Funktionen stehen dir zur Verfügung. Als Bürgermeister gibt es viel zu tun. Natürlich ist auch etwas Öffentlichkeitsarbeit gefragt und als erste Handlungen werden einmal die Stadtflagge, sowie die Stadtmelodie geändert, welche beispielsweise zu jeder vollen Stunde erklingt. Außerdem kannst du neue Projekte in Auftrag geben, wie das Platzieren von Sitzbänken und der Bau von Brücken, Brunnen etc. Natürlich kostet jede Konstruktion – je nach Größe – eine gewisse Anzahl an Sternis. Zum Glück können auch die anderen Bewohner für die gute Sache spenden. Sind die Baukosten gedeckt, geht der Bau auch schon los. Im Laufe des Spielverlaufs kannst du auch noch Gebäude renovieren und Kaffees, weitere Shops etc. errichten lassen. Des Weiteren darfst du auch noch Weisungen erteilen. Für schlappe 20.000 Sternis müssen die Bewohner beispielsweise für Sauberkeit sorgen oder, falls du eine Nachteule bist, die Geschäft länger geöffnet haben.

Shoppingtour

Bevor wir uns den Geschäften widmen ist noch zu sagen, dass das Spiel in Echtzeit abläuft. Geschäfte haben zum Beispiel wirklich von 08:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Spielst du früher oder später hast du Pech gehabt. Auch das Datum spielt immer eine wichtige Rolle. Abhängig von der Jahreszeit findest du eine herrliche Winterlandschaft oder grüne saftige Wiesen. An gewissen Tagen gibt es auch spezielle Events, wie Neujahr, Weihnachten, Valentinstag, Erntedank und viele mehr.

Nimmst du dir einmal einen Tag als Bürgermeister frei oder gönnst dir eine Pause, lohnt sich immer ein Besuch auf der Einkaufsmeile. Dort findest du das Museum (dazu etwas später) und vielerlei Geschäfte wie Nook’s Home (baut deine Immobilien), Post Office (zum Aufgeben von Briefen und für Einzahlungen aufs Konto), Nookling Junction (ein Shop mit allerlei nützlichem Zeugs) und den Modeshop der Able Sisters (dort gibt es Klamotten). Nach und nach gibt es noch einige weitere Shops zum Freischalten. Oftmals genügt es, dass man in gewissen Läden etwas Geld verprasst und diese sich danach vergrößern. Andere eröffnen zum Beispiel erst dann, nachdem eine gewisse Anzahl an Fundstücken ans Museum gespendet wurden.

Private Angelegenheiten

Zwar ist Shopping sehr nett und auch als Bürgermeister machst du deine Sache gut, dennoch wirst du dich hauptsächlich mit privaten Dingen beschäftigen, die erstens Spaß machen und zweitens die nötigen Sternis für diverse Ausbaus bringen. Als erstes ist es wichtig, dass du eine gute Nachbarschaft pflegst. Im Spiel gibt es mehr als 300 tierische Nachbarn, wobei sich maximal 10 davon in deiner Stadt aufhalten. Außerdem kannst du eine Vielzahl an weiteren Charakteren treffen, welche irgendwelche Funktionen im Spiel haben, egal ob es jetzt die Verkäufer in den Shops sind oder Leute die kommen, um irgendwelche wichtigen Ankündigungen zu machen.

Bleiben wir aber bei den 10 näheren Nachbarn, bei denen es sich immer wieder lohnt ein kleines Pläuschen mit diesen zu halten. Manchmal handelt es sich nur um ein einfaches Gespräch, aber meistens sind irgendwelche Dinge zu erledigen, wie bringe dieses Geschenk zu dem, bringe mir eine Frucht, suche mir einen Salzwasserfisch etc. Manchmal haben die tierischen Bewohner gerade keine Zeit und bitte dich, dass du um eine gewisse Uhrzeit bei ihnen im Haus erscheinst. Das ist deshalb toll, da du dir die Zeit selbst aussuchen kannst, aber dann auch pünktlich sein solltest – in Echtzeit versteht sich. Bist du hilfsbereit gewesen, erwartet dich im Gegenzug meistens ein kleines Geschenk.

Nützliches Zeugs

Für die Erledigung vieler Aufgaben oder um einfach abzuhängen, gibt es jede Menge nützliche Tools. Auch diese werden im Laufe des Abenteuers immer mehr. So gibt es eine Gießkanne, um Blumen zu gießen und deren Wachstum voranzutreiben. Die Pflanzen bringen, je nach Art, unterschiedlich viele Sternis. Als erstes Gerät empfiehlt sich aber die Schaufel. Mit dieser lassen sich nach Lust und Laune Löcher graben und Dinge einpflanzen. Es lohnt sich auch immer wieder ein Schlag auf größere Felsen, die oftmals kleine Überraschungen preisgeben. Am wichtigsten ist das Grabgerät aber für die vielen X-Punkte, die jeden Tag erscheinen. Gräbst du an diesen Stellen findest du, neben Fallen und so eine Art Hydranten fürs Haus, vor allem Fossilen, welche du im Museum analysieren und spenden kannst. Dies ist sehr wichtig, da die Kultureinrichtung anfangs noch ziemlich leer ist und auf deine Spenden angewiesen ist. Egal ob Fossilien, Fische (könnt ihr mit der Angel fangen), Kunstwerke oder Insekten (dafür gibt es das nötige Schmetterlingsnetz) - je mehr du der Einrichtung spendest, desto mehr neue Dinge wirst du in deiner Stadt entdecken. Außerdem macht es natürlich Spaß eine Runde im Museum zu drehen, um die Sachen einfach nur zu bestaunen. Übrigens, falls du bereits einen Kasten besitzt kannst du dort die gesammelten Items immer wieder zwischenlagern. Ansonsten gehe einfach zum Bahnhof und lagere die Dinge im Spind.

Weitere Gegenstände in Animal Crossing: New Leaf sind die Axt, die Steinschleuder, das Megafon und eine Stoppuhr (mit der ihr beispielsweise messen könnt, wieviele Insekten ihr in einer gewissen Zeit sammelt).

Gartenpflege

Wie in anderen Teilen ist die Pflege eurer Stadt wichtig. Entweder du gibst die nötige Weisung aus, damit sich die anderen Bewohner darum kümmern die Blumen zu gießen und den Müll wegzuräumen oder du machst es selber. Rüttle außerdem immer wieder an den Bäumen, da sie sehr oft nützliche Dinge verlieren. Pflücke auch die reifen Früchte von den Bäumen oder sammle am Strand die Muscheln ein. Im Re-Tail-Laden deiner Stadt lässt sich nämlich alles in Sternis umwandeln, egal ob Obst, Pflanzen, Fossilien, Insekten, Fische oder was auch immer. Die Währung ist überaus wichtig, denn ohne wirst du nur sehr langsam die Möglichkeiten im neuen Animal Crossing entdecken. Aufpassen musst du nur, dass du nicht immer wie ein Wilder durch die Gegend stürmst, denn dort, wo du viel herumläufst, entstehen sehr schnell braune Flecken im Gras.

In der Stadt erscheinen an manchen Tagen auch immer irgendwelche Leute wie der Rübenverkäufer, eine Wahrsagerin oder es finden die verschiedensten Events, wie Insektenwettbewerbe uvm. statt. Es wird also nur selten Langeweile aufkommen. Im Gegensatz zu Animal Crossing für die Wii ist es kein Problem, wenn ihr mal länger nicht eure Stadt besucht. Wo man im TV-Ableger nach längerem Fernbleiben sofort mit sehr viel Unkraut etc. bombardiert wurde, hält es sich in Handheld-Abenteuer durchaus in Grenzen. So eignet sich die 3DS-Version auch für Spieler, die möglicherweise pro Tag nur eine halbe Stunde investieren oder auch nach längerer Pause nicht die Lust am Spiel verlieren wollen. Je öfter ihr aber eure Stadt besucht, desto schneller entwickelt sie sich natürlich – auf die Sternis kommt es an.

Das Inselabenteuer

Ist dir in deiner Stadt schon etwas langweilig, kannst du entweder via Bahnhof andere Städte besuchen oder Freunde in dein trautes Heim einladen. Nachdem du übrigens dein erstes Haus abbezahlt hast, wird dir der ehemalige Bürgermeister einen Besuch abstatten und dich auf seine Insel einladen. Gesagt getan, am nächsten Tag geht es auch schon los und ab jetzt kann du für 1000 Sternis jederzeit ein Inselabenteuer erleben. Nach einer netten Bootsfahrt bist du auch schon angekommen und auf der Insel erwartet dich neben tropischem Klima, neuen Früchten und Insekten auch noch jede Menge Action. Egal ob du dir einen Taucheranzug (um im Meer nach Korallen zu tauchen) oder diverse Items ausborgst, es gibt immer etwas zu tun. Außerdem kannst du einige Minigames spielen (auch mit Freunden aus dem Multiplayer). Es gibt verschiedenste Möglichkeiten um die Insel zu erkunden. So könnt ihr eine Tauchtour oder Angelausflug machen, auf Käferjagd gehen, Ballone abschießen, im Labyrinth nach Früchten suchen und noch jede Menge andere Aktivitäten unternehmen (bis zu 64!). Hast du eine Tour abgeschlossen, bekommst du im besten Fall eine Trophäe und Medaillen. Letztere könnt ihr im inseleigenen Shop gegen Dinge eintauschen, die du nur auf der Insel selbst finden wirst. Gesammelte Sachen kannst du natürlich in deine Stadt mitnehmen, dort sammeln, verkaufen oder neue Früchte sogar vergraben.

Gameplay

Bei allen Aktivitäten ist die Steuerung sehr intuitiv und einfach. Via Stylus kannst du deine Dinge organisieren oder deinen Charakter ausrüsten. Natürlich funktioniert alles auch sehr einfach über das Circle-Pad und der Buttons. Das Steuerkreuz könnt ihr zum schnellen Hin- und Herschalten der nützlichen Werkzeuge verwenden, somit ersparst du dir den Weg ins Menü. Ansonsten gibt es auf dem Touchscreen die Karte der Stadt mit der Legende aller wichtigen Häuser der Einwohner.

Optisch ist Animal Crossing: New Leaf wunderschon. Die Bewohner wurden nett animiert und alles wirkt stimmig und verleiht ein durchaus ansehenswertes und motivierendes Gesamtbild. Die Hintergrundmusik wechselt stündlich und trägt zu einer entspannten Atmosphäre bei. Alle Buchstaben des Alphabets wurden außerdem vertont, was sich bei den Charakteren aber als wildes Gebrabbel niederschlägt. So sind Konversationen durchaus oftmals etwas nervig.

Multiplayer

Wie bereits erwähnt kannst du über dem Bahnhof Freunde einladen oder besuchen. So steht einem Auslug in die Stadt oder auf die Insel nichts mehr im Wege. Sprach-Chat gibt es leider keinen, aber dafür ist der Text-Chat auch dann möglich, wenn ihr euch nicht im selben Dorf aufhält. Hast du im Laufe des Spiels bereits das Schlummerhaus freigespielt, kannst du deinen Freunden deine Schlummeradresse geben und ab jetzt können sie deine Stadt im Traum besuchen. Dort lässt sich natürlich allerlei Unsinn anstellen, was auf die Realität zum Glück keine Auswirkungen hat. Über StreePass werden Musterhäuser ausgetauscht und im Musterdorf könnt ihr dann die Häuser der begegneten Personen besuchen. Jeden Monat gibt es über SpotPass natürlich wieder die üblichen Geschenke.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Du siehst, es gibt viel zu tun in Animal Crossing: New Leaf und es macht jede Menge Spaß. Das tolle daran ist, dass der Titel nicht nur für Vielspieler ist, sondern auch für jene, die jeden Tag oder alle paar Tage nur ein bisschen Arbeit in der Stadt verrichten wollen. Optisch ist der Titel wunderschön, egal ob 3D oder nicht. Wie andere Spiele hat das Spiel natürlich kein richtiges Ende, aber der Punkt, dass das Spiel in Echtzeit läuft, sich den Jahreszeiten und speziellen Festivitäten anpasst sorgt für Langzeitmotivation. Es gibt immer wieder andere Dinge zu entdecken und da man selbst Herr der Lage ist, könnt ihr dem Spiel eure eigene individuelle Note aufdrücken – egal ob bei der Einrichtung des Hauses, des persönlichen Erscheinungsbildes , der Bauwerke in der Stadt oder der Beziehung zu euren Nachbarn. Je nachdem, wie schnell ihr den Fortschritt eurer Stadt vorantreiben wollt genügen hier wirklich nur ein paar Minuten pro Tag, was sich erneut sehr positiv auf die Langzeitmotivation auswirkt. Verschiedenste Wettbewerbe und Minispiele, das Sammeln wirklich toller Items, die Jagd auf Insekten, Fische und Fossilien halten einem bei der Stange. Animal Crossing: New Leaf ist sicherlich kein Spiel für Jedermann, dazu muss man schon ein Genreliebhaber sein. Für alle die es nicht kennen oder noch überlegen: Greift zu, ihr werdet es lieben!

Design
9.0
Sound
9.0
Online Multiplayer
9.0
  • jede Menge zu entdecken
  • sympathische Charaktere
  • viele Gestaltungsmöglichkeiten
  • auch für kurze Sessions geeignet
  • simples, aber innovatives Gameplay
  • kein Voice-Chat
  • Aufgaben wiederholen sich teilweise
  • Spiel nimmt nur langsam Fahrt auf
  • etwas kurzes Eingabefeld im Text-Chat

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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