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Harvest Moon

Harvest Moon

Ulrich

Im Jahre 1998 erschien Harvest Moon für den Game Boy Color und leitete eine Ära an Farmsimulationen ein. Im Zeitalter von Farmville und zick Nachfolgeteilen scheint der Zauber solcher Spiele etwas verflogen zu sein. Ob das Spiel heute aber noch immer Spaß macht, erfahrt ihr im folgenden Kurztest.

Ghost – Nachricht von Opa

Habt ihr das Geschlecht eures Charakters gewählt, geht es auch schon los. Zu Beginn erscheint der Geist eures Opas. Dieser teilt euch mit, dass ihr ab nun stolzer Besitzer seines Bauernhofs seid und ihr sein Vermächtnis weiterführen sollt. Leider befindet sich alles in einem desolaten Zustand und so liegt es an euch, das Geschäft voranzutreiben, um den jährlichen Überprüfungen von Großvater-Geist standzuhalten.

Zum Glück hat Opi auch einiges Werkzeug auf seiner Farm. So gibt es eine Axt zum Fällen von Baumstümpfen, einen Hammer zum Zerschlagen von Felsen und eine Sichel zum Entfernen von Unkraut.

Es geht voran...

Habt ihr dann endlich etwas Geld gesammelt, könnt ihr euch nun etwas Samen zum Anbauen leisten. Nach einiger Zeit der Bewässerung sind die Pflanzen reif zur Ernte. Habt ihr genug Futter, dürft ihr auch erstmals Tiere einstellen. Im Laufe des Spielverlaufs gibt es natürlich verschiedenste Pflanzenarten für euch Jungfarmer.

Unter dem Geräteschuppen versteckt sich eine Familie von Zwergen, welche euch mit heißen Quellen und Pilzen versorgt, deren Verkauf etwas euer Budget verbessert. Natürlich könnt ihr auch mit diesen reden, aber nach einiger Zeit nerven die sich ständig wiederholenden Phrasen einfach nur.

Mehr hat der erste Handheld-Teil von Harvest Moon leider nicht zu bieten. Ein bisschen Hämmern dort, ein bisschen Anbau da. Selbst die Pflege der Hühner, Küken etc. geht schnell in Fleisch und Blut über. Damals handelte es sich sicher um ein innovatives Spielprinzip, welches für längere Zeit fesselte. Mit der heutigen Übersättigung solcher Titel wird einem jedoch schnell die Motivation am Game vergehen.

Wie damals!

In Punkto Grafik hat sich nichts verändert. Noch immer dürft ihr in die 8-Bit Welt des Game Boy eintauchen – zum Glück auch weiterhin in der Farbvariante der europäischen Color-Version. In Japan und Amerika erschien das Spiel ja in schwarz-weiß. Auch beim Sound hat sich nicht all zu viel verändert. Noch immer lebt das Spiel von lediglich zwei Hauptmelodien - nach einiger Zeit ist es für die Ohren wahrlich ein Genuss, wenn ihr einfach einmal den Ton abdreht.

5.5Wertung

Fazit

Vergleicht man die Wurzel der Serie mit aktuellen Titeln, so ist ein enormer Fortschritt feststellbar. Das Spielprinzip ist sicherlich noch ähnlich, aber dem alten Teil fehlen einfach die innovativen Neuerungen, um Spieler länger an das Game zu fesseln. Das doch eintönige Gameplay und der sich ständig wiederholende Soundtrack motivieren nur für kurze Zeit. Das Spiel besitzt natürlich noch seinen damaligen Charme und wer in Nostalgie schwelgen will, ist bei diesem Titel auch gut aufgehoben. Alle, die eher Spaß am Spiel haben wollen, sind bei aktuelleren Serienteilen sicher besser aufgehoben.

Design
5.5
Sound
5.0
  • simple Steuerung
  • Retrofeeling
  • monotones Spielprinzip

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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