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Driver: Renegade 3D

Driver: Renegade 3D

Ulrich

Driver: Renegade 3D

3DS

Entwickler
Ubisoft
Publisher
Ubisoft
Konsole
3DS
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 16

Im Oktober 1999 erschien das erste Driver für PS1, GameBoy, PC und Apple-Macintoshs. Danach wurden noch zwei weitere Titel der Reihe veröffentlicht, wobei „Driv3r“ 2004 und danach 2005 auch für den GameBoy Advance herauskam. 2007 erschien noch Driver: Parallel Lines für die Wii, aber seitdem wurde es still um das Franchise. Rund 4 Jahre später gibt es endlich wieder Nachschub. Neben Ablegern für die HD-Konsolen und die Wii-Version (siehe Testbericht), gibt es auch ein Spiel für den Nintendo 3DS mit dem Namen „Driver: Renegade 3D“. Worum geht es?

Tanner strikes back!

Undercover Cop John Tanner hat nach vielen Jahren seinen Job an den Nagel gehängt, weil er meint, der Justiz nicht mehr vertrauen zu können und er auch im Clinch mit seinem ehemaligen Leutnant „McKenzie“ liegt. Eines Tages rettet Tanner zufällt Senator Ballard, der ihn danach sofort engagiert um die Stadt New York vor fünf Gangsterbossen zu befreien. Doch meistens kommt es anders, als man denkt...

Das Abenteuer kann beginnen

In Driver: Renegade 3D gibt es zwei Spielmodi, nämlich den Abenteuer- und den Karrieremodus. Ersteres umfasst 20 Missionen, in denen Jagd auf die Gangsterbosse gemacht wird.

Die Herausforderungen werden durch kurze Zwischensequenzen aufgelockert, aber ansonsten gilt es nur, Aufgaben mit verschiedenen Autos zu lösen, wie beispielsweise von A nach B zu fahren, vor Fahrzeugen zu flüchten oder bestimmte Ziele vor Ankunft am Ziel zu eliminieren. Hauptsächlich laufen die Missionen ziemlich ähnlich ab und sind vergleichbar mit Straßenrennen, welche auch noch verdammt einfach sind. Den Schwierigkeitsgrad „schwer“, hätte man besser „very easy“ nennen sollen. So ist es auch kein Problem, Autos für die Karriere freizuschalten, denn dies ist nur möglich, wenn man ein Kapitel auf der höchsten Schwierigkeitsstufe abschließt. Alles in allem hat man nach ca. 4 bis 6 Stunden den Abenteuermodus durch. Ein Grund für die Leichtigkeit ist sicher auch der Levelaufbau. Ist das eigene Auto beschädigt, so beginnt es zu qualmen und im schlechtesten Fall zu brennen. Jetzt ist es ratsam, Werkstätten aufzusuchen, die in der gesamten Spielewelt verstreut sind. Es genügt einfach durch diese hindurchzufahren und schon ist man wieder wie neu. Da es ziemlich viele von denen gibt, kommt es nur selten vor, dass man wirklich von Neuem beginnen muss. Durch die sehr übersichtliche Straßenkarte auf dem Touchscreen, lassen sich die Werkstätten auch immer leicht finden.

Die etwas schwierigeren Missionen sind jene, wo eine gewisse Anzahl an Gegner eliminiert werden muss. Es gibt hier aber vom Spiel her keine Vorgaben wie und wo das passieren muss (nicht einmal eine Zeitvorgabe). Wie wenn es nicht schon einfach genug wäre, muss man die Feinde nicht mal suchen, sondern sie kommen zu dir. Da diese Missionen natürlich darauf ausgelegt sind die Karren zu schrotten, ist die Möglichkeit eines Totalschadens riesengroß. Doch nicht bei der richtigen Technik, die man aufgrund des wenig ausgeklügelten Spielsystems entwickeln kann/wird. So brauche ich mich nur vor eine Werkstatt zu stellen, warten bis die Feinde kommen, um dann zu crashen was das Zeug hält. Raucht mein Auto, dann schnell daneben gleich zur Reparatur und weiter geht es. Das Gameplay hätte sicher etwas spannender werden können, wenn man es etwas besser durchdacht hätte. Wer nach kurzer Spielzeit noch nicht genug von Driver hat, der hat nun noch die Möglichkeit, den Karrieremodus zu besuchen.

Der Karrieremodus

Die im Abenteuermodus freigespielten Karren, kann man nun in der Karriere fahren. Doch auch hier gibt es noch viele Autos zu entdecken und freizuschalten. Ansonsten gibt es kaum Individualisierungsmöglichkeiten für die eigenen Automobile. Im Hauptmenü ist zwar eine Werkstatt untergebracht, aber hier kann man lediglich die Farbe etwas verändern, dann war es das auch schon.

Der Karrieremodus unterscheidet sich nur sehr gering vom Storymodus. Ziel ist es, sich vom Nobody zu etwas besserem hochzuarbeiten. Die Missionen, die zu erfüllen sind, ähneln denen des Abenteuers, nur unter anderen Namen, wie zB „Zeitrennen“. Auch wurden die Aufträge eben durch ein paar Dinge, wie eben Zeitspannen erweitert. Wurde eine Mission gemeistert, so erhöht sich das eigene Erfahrungslevel und es werden neue Vehikel freigeschaltet, welche jede über verschiedene Eigenschaften verfügen. Für diesen Modus wird man schon etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen, da es über 100 Herausforderungen gibt.

Wie fühlt es sich an?

In Driver: Renegade 3D sind nicht nur die Aufgaben sehr einfach, sondern auch die Steuerung. Mit B gibt man Gas, mit Y wird gebremst und X ist die Handbremse. Mit Y setzt man den Turbo, das sogenannte „Rage“ ein. Rammt man Gegner, Straßenlaternen, Zeitungsstände etc. so füllt sich die Rageanzeige. Je nachdem wie voll diese ist, desto länger kann man für zusätzliche Einspritzung sorgen. Es ist aber kein Problem die Leiste immer gut gefüllt zu haben.
Driver: Renegade 3D ist auf alle Fälle KEIN Spiel für Leute, die auf eine ernsthafte Rennsimulation aus sind. Dazu ist es viel zu sehr Arcadelastig. Auch findet man sich als „Nichtrennsportfan“ sofort zurecht und das Fahren ist keine besondere Herausforderung. Dem Spiel fehlt auch ein klein wenig das „Open-World-Gefühl“. Ein bisschen Abwechslung wäre wünschenswert gewesen und wenn man nur Aussteigen kann, um Aufträge in Telefonzellen anzunehmen.

Grafisch gesehen ist das Spiel eine Achterbahn. Die Zwischensequenzen mögen zu überzeugen, wobei auch diese, wie viele andere Videos auf dem 3DS, unter kleiner Verpixelung und Verschwommenheit leiden. Dies liegt aber nicht am Spiel. Dasselbe ist beispielsweise auch bei LEGO Star Wars oder einigen Movies aus dem Video-Kanal so. Die Autos, sowie die Levels sehen gut aus. Die Präsentation der Stadt New York, inkl. der Tunnel und Brücken, ist super. Die Texturen scheinen sehr sauber und wirklich gelungen zu sein. Auch bei der Raserei im Auto gibt es kein Ruckeln. Das Spiel leidet etwas unter der mangelnden Weitsicht und bei plötzlich entgegenkommenden Fahrzeugen muss man schon die Reaktionen eines Jedi-Ritters haben, um rechtzeitig ausweichen zu können. Den 3D-Effekt kann man nicht mit Spielen von Nintendo selbst vergleichen, aber auch dieser ist super. Einige Male im Spiel und vor allem in der Werkstatt lässt sich des Öfteren ein Höheneffekt feststellen. An sich ist die Grafik eben gut, aber leidet etwas an Detailarmut. Man fühlt sich wie in einer Geisterstadt. Sogar der Gegenverkehr ist äußerst selten. Es gibt weder Ampeln, noch Shops, Werbeplakate etc. Also es fehlen die Dinge, die eine Stadt zu einer Metropole machen (ihr versteht schon was ich meine).

Der Sound sitzt wohl in der selben Achterbahn wie die Grafik. Die Vertonung der Zwischensequenzen, vor allem die deutsche Synchro, macht Spaß. Die Hintergrundmusik ist nicht störend, aber auch nicht motivierend. Sie klimpert einfach so dahin, ohne aufzufallen. Lediglich im Karrieremodus kann man aus verschiedenen Tracks den Titel des Gefallens wählen. Die Motorengeräusche sind sehr Mager und erinnern eher an Mopeds, hier wäre sicher mehr drinnen gewesen.

7.0Wertung

Fazit

Driver: Renegade 3D ist ein Arcaderennspiel welches Spaß macht. Man darf sich aber nicht all zu viel erwarten. Es gibt über 100 Missionen und Herausforderungen, sowie jede Menge freispielbare Karren. Diese Aufträge sind zwar nett, aber nach gewisser Zeit eintönig. Rennspielfreunde kommen hier auf keinem Fall auf ihre Kosten. Zu wenig kommt richtiges Fahrgefühl auf und weiters gibt es kaum Individualisierungsmöglichkeiten der Fahrzeuge. Ein kleiner Minuspunkt ist auch ein fehlender Online-Multiplayer, aber zumindest verfügt das Spiel über eine StreetPass-Funktion. Grafisch ist das Spiel sauber und schön, aber leider fehlt es an jeder Ecke an liebevollen Details. Gamer, die auf leichte Kost stehen, jene die ein Spiel für Zwischendurch, zum Abschalten etc. suchen, dem sei „Driver: Renegade 3D“ auf alle Fälle empfohlen. Wer ein ernsthaftes Rennspiel oder einen GTA-ähnlichen Titel möchte, der soll lieber die Finger davon lassen.

Design
7.0
Sound
7.0
  • tolle Zwischensequenzen
  • viele Herausforderungen
  • große Anzahl an Fahrzeugen
  • kaum Individualisierungs-
  • möglichkeiten
  • fehlender Multiplayer
  • viel zu einfach

Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.

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