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Jam with the Band

Jam with the Band

Bensei

Kennt ihr Barbara the Bat aus Master of Illusion bzw. aus Super Smash Bros. Brawl? Wusstet ihr auch, dass sie schon lange vor ihrer Zauber-Karriere einen Musikshop hatte? Der Titel Daigasso Band Brothers erschien 2004 nämlich leider nur in Japan. Doch vor kurzem erschien der zweite Teil Daigasso Band Brothers DX unter dem Namen Jam with the Band auch in Europa. Doch was macht den Titel so besonders?

Jam with the Band

NDS

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NDS
Spieler
1–8 lokal

Ich stimme zu mich von Barbara ausnutzen zu lassen

GB-Music ist ein ziemlich heruntergekommener Musikschuppen, doch Barbara the Bat will das ändern. Und hier kommt ihr ins Spiel. Von nun an sollt ihr in über 50 Songs jedes Instrument meistern und täglich Gigs abliefern, um Zuschauer in den Laden zu locken.

Zu Beginn wird erst Mal euer Level bestimmt, um zu entscheiden wie viele Noten ihr auf einmal ihr unter Kontrolle habt. Anfangs müsst ihr nur mit A den Rhythmus treffen. Sollte das ein Kinderspiel sein dürft ihr euch gleich vier Noten bzw. Tasten und Steuerkreuzrichtungen merken. Mit setigendem Level erhöhen sich die Tasten, bis ihr mit R und L dann auch noch die Okatven erhöhen bzw. erniedrigen könnt. Dann beherrscht ihr genug Noten um mit dem DS echte Musik zu machen.

Raus aus den roten Zahlen

Euren Level könnt ihr unter „Heutiger Gig“ weiter erhöhen. Hier müsst ihr unter einem gewissen Thema einen Song mit einem bestimmten Instrument spielen. Schafft ihr mehr als 90 Punkte dürft ihr aufsteigen, bei weniger werdet ihr jedoch gleich wieder zurückgestuft. Leider wiederholen sich die Songs auf niedrigem Level sehr schnell, daher ist es ratsam schnell aufzusteigen.

Obwohl es „Heutiger Gig“ genannt wird könnt ihr so oft spielen wie euch beliebt, und trotzdem Punkte machen. Die Themen passen sich nämlich dem Datum an, so dürft ihr am 14. Juli revolutionären Rock spielen, um den Sturm der Bastille gebührend zu feiern. Dabei werden aber nicht einfach Rock-Songs in den Zufallsgenerator geschmissen, nein! Jeder Song, auch klassische Musik, kann plötzlich mit E-Gitarren gespielt werden. Doch um die breite Palette an Varianten (von NES bis Reggae, von Rock bis Klassik) zu ermöglichen mussten die Entwickler auf Midi-Songs zurückgreifen, wodurch die Qualität gelitten hat. Auf Gesang muss man ganz verzichten.

Kommt zu GB-Music

Außer ihr sorgt selbst für den Gesang. Denn Jam with the Band verfügt auch über einen Karaoke-Modus. Dieser kann auch anhand Stimm-Analyse feststellen, für welche Musikrichtung sich euer Gesangsorgan am Besten eignet. Doch wie sehr sich Karaoke für eine schnelle Partie in öffentlichen Verkehrsmitteln eignet, ist eher fraglich. Denn schon in stillen Räumen scheint die Stimmaufnahme nicht optimal zu funktionieren. Und im Bus besteht auch die Gefahr eine Anzeige wegen Ruhestörung zu erhalten.

Im Laden könnt ihr außerdem jederzeit ohne Druck von Beginn an (fast) alle Songs auf allen Schwierigkeitsgraden mit sämtlichen Instrumenten spielen, jedoch nur im Originalthema. Spielt ihr ein Instrument zum ersten Mal schaltet ihr eine kurze Exkursion in die Musikgeschichte mit Barbara frei. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit spezielle Parts mit virtuellen Gitarrensaiten auf dem Touchscreen zu spielen. Hier muss man jedoch nur im richtigen Moment über den Touchscreen streifen, daher ist das nur ein Gimmick. Apropos Gimmick: Ihr könnt im Klavier-, Gitarren oder Knöpfe-Modus auch ohne Noten einfach drauf los jammen.

Werde zum Maestro!

Für die kleinen Komponisten unter euch hat Jam with the Band auch noch einen Editor in petto. Im einfachen Modus habt ihr die Möglichkeit durch Klaviertasten oder durch Summen die gewünschte Melodie einzugeben. Durch automatische Begleitung wird dabei sogar ein stinknormaler Satz zum wunderschönen Rockkonzert.

Doch um ein Lied exakt nach zu summen eignet sich das Mikrofon schon wieder nicht. Wenn man also nicht auf Zufall steht, sollte man das Klavier benutzen oder den Experten-Modus meistern. In jenem Modus kann man jeden einzelnen Part eigens komponieren. Aber um hier etwas zu komponieren sollte man Noten lesen können, oder ein berühmtes Liede einfach „abschreiben“. Ist man damit fertig, kann man seine Kreationen sogar über Nintendos Datenbank anbieten, vorausgesetzt der Song ist keine Eigenkreation. Denn um sich juristische Komplikationen zu ersparen erlaubt Nintendo nicht Songs auf ihren Servern zu veröffentlichen, die nicht auf ihrer Liste stehen.

Songs zum runterladen

Habt ihr euch erst mal mit dem Internet verbunden dürft ihr euch weitere Songs herunterladen. Doch überlegt eure Wahl gut, denn unter den selbsterstellten bzw. von Nintendo bereit gestellten Songs dürft ihr nur 50 herunterladen. Danach sind eure Download-Tickets verbraucht. Zumindest wurde es hier besser gelöst als mit Daigasso Band Brothers. Beim ersten Teil mit Barbara musste man sich nämlich noch ein GBA-Modul kaufen, das genau so viel wie Vollpreisspiel kostete, obwohl man es nur ein Erweiterungspack und kein eigenständiges Spiel war.

Aber bis zum 25.7.2010 war es ohnehin nicht möglich mehr als 14 Songs herunterzuladen. Denn obwohl in der Datenbank über 200 Songs gelistet werden, rufen alle Lieder unter Platz 14 einen Fehlercode auf, der seit Release des Spiels im Mai 2010 nicht behoben wurde. Nintendo will ihr Online-Angebot in Zukunft verbessern? Dann sollte Nintendo of Europe mit gutem Beispiel voran gehen und zuerst einmal die wenigen Funktionen unterstützen, die sie schon haben.

Jam with your Band

Der wahre Kern von Jam with the Band liegt im Multiplayer. Mit bis zu 8 Freunden kann man seine Lieblingssongs spielenoder selbsterstellte Werke ohne Nintendos Beschränkungen tauschen. Dabei besteht auch die Möglichkeit den Ton über jedes DS-System separat ausgeben zu lassen. Fast so, als würde hätte man tatsächlich eine Band gegründet. Oder man benutzt den beiliegenden Download-Code, um durch die Wii den Ton über den Fernseher ausgeben zu lassen. Man kann auch den Text der Karaoke-Passagen auf dem Fernseher anzeigen zu lassen und den DS zu einem Mikrofon umzufunktionieren. Für diesen Zweck empfiehlt sich jedoch eher eines der Spiele mit USB-Mikrofon für Wii.

DJ Barbara

Solltet ihr mal keine Lust zum Spielen haben oder einfach nur die neuesten Download-Charts verfolgen wollen könnt ihr auch ein virtuelles Radio einschalten. Barbara the Bat spielt euch dann per Zufallsgenerator Songs vor und erzählt euch auf freche Art in deutscher Sprachausgabe ein paar Facts zum ausgewählten Thema, wie etwa „Eine Orgel besteht aus hunderten von Pfeifen – genau wie mein Publikum!“ Seit ihr mit dem Internet verbunden könnt ihr euch auch die Top 10 der Download-Titel Probe hören.

7.0Wertung

Fazit

Jam with the Band bietet ein großes Gesamtpaket an Musik. Leider wurden einige der Funktionen schlecht umgesetzt oder sind nur Spielereien. Wer sich allerdings ein Wii Music mit Punktetafel gewünscht hat, sich durch Midi-Qualität nicht vergraulen lässt oder gerne viel Zeit mit Musik-Editoren verbringt wird seine Freude an dem Titel haben.

Design
7.0
Sound
6.0
Online Multiplayer
8.0
  • viele Möglichkeiten
  • viele Song-Variationen
  • Songs als DLC
  • Song-Editor
  • Midi-Qualität
  • Mikrofon nur bedingt brauchbar
  • kaum Langzeitmotivation

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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