
Pokemon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Himmel

Pokémon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Himmel
NDS
- Genre
- Rollenspiel
- Serie
- Pokémon
- Entwickler
- Chunsoft
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- NDS
- Spieler
- 1–2 lokal
Wer kennt sie nicht, die Pokémon. Schon sehr lange begeistern sie den Markt und haben schon über 10 Millionen begeisterte Käufer gefunden. Eine weitere Folge der Rollenspiel-Kultserie ist „Pokémon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Himmel“. Es heißt aber nicht, dass wo Pokémon drauf steht, Qualität dahinter steckt. Es gibt genug Spin-Offs, die der Marke nicht gerecht wurden. Bei diesem Ableger kann man sich aber zumindest an den Vorgängern orientieren, da es sich um ein Remake von Erkundungsteam Dunkelheit und Zeit handelt. Der Titel ist also kein wirklich neues Spiel. Kann es dennoch mit neuen Features überzeugen und die Fans begeistern?
WO und WAS bin ich?
Wer die Vorgänger kennt, dem wird der Beginn des Spiels sehr bekannt vorkommen. Das Spiel startet mit einem Unwetter und meterhohen Wellen. Am Tag nach der Wetterkatastrophe öffnet man plötzlich die Augen an einem unbekannten Strand. Es hat sich einiges verändert und man stellt fest, dass man auf einmal ein Pokémon ist. Natürlich weiß man nicht, wie das passieren konnte, denn gestern Abend war man noch ein Mensch. Dieses Detail ist aber schon das einzige, woran man sich noch erinnern kann. Der Rest ist wie ausgelöscht.
Plötzlich taucht ein anderes Pokémon auf, welches sich gleich um einen kümmert. So wird schlussendlich beschlossen, ein Erkundungsteam zu gründen, um anderen Pokémon zu Helfen und um seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Die Story ist also haargenau die gleiche, wie schon in den anderen beiden Teilen.
Bevor es losgeht...
Noch vor Beginn des Abenteuers muss natürlich noch das eigene Starterpokémon ermittelt werden. So werden einem auch dieses Mal wieder einige Fragen gestellt um dann am Ende den Finger auf den Touchscreen zu drücken, um die Farbe der eigenen Aura herauszufinden. Aufgrund dieser Erkenntnis wird die eigene Persönlichkeit eingeschätzt und anhand dessen ist man beispielsweise ein Schiggy, Panflam, Endivie oder ein anderes Starter-Pokémon, wie Pikachu, Eneco, Mampfaxo oder Mauzi. So wären wir auch gleich bei der ersten Neuerung, denn Mauzi und Mampfaxo kann man nicht mehr selbst spielen, sondern stehen nur mehr als Partner zur Verfügung. Dafür gibt es aber gleich fünft neue Tierchen zur Auswahl, nämlich Sheinux, Vulpix, Evoli, Phanpy und Riolu.
Wurde einem nun ein Pokémon zugeteilt, fehlt nur noch die Auswahl eines geeigneten Partners. Hier sollte man natürlich aufpassen, dass sich die Elemente gegenseitig ergänzen.
Das Erkundungsteam
Wurde das Team ausgewählt, macht man sich auf, ein Erkundungsteam zu werden. Dein Partner gibt dir die Info, dass es auf der unbekannten Insel eine Gilde gibt, die Erkundungsteams ausbildet und so macht man sich auf den Weg. Wurde man von Knuddeluff, dem Gildenmeister, in diese aufgenommen, so geht es auch schon mit Aufträgen und dem Training los. Es gibt zwei Infobretter, wo diese einzusehen sind.
Hier gibt es kaum Unterschiede. Immer wieder muss man andere Pokémon retten oder böse dieser Art besiegen und einfangen. Die Aufträge sind sehr schemenhaft aufgebaut und immer gleich: Besuche ein Dungeon, schlag dir den Weg zu einer bestimmten Ebene durch und finde bzw. rette ein Pokémon. Natürlich gibt es nicht nur Trainingsmissionen, sondern auch storybedingte Aufträge, welche die Geschichte und die Suche nach der eigenen Erinnerung vorantreiben.
Das Spiel verfügt auch über einen Multiplayer-Modus, indem man Items und sogar Teams handeln, Freunde um Hilfe bitten und gegen Spieler aus aller Welt antreten kann.
Die Gilde
Wie schon beim Großteil des Spiels, blieb auch bei der Gilde alles beim Alten. Die Gemeinschaft ist noch immer ein Ort, der von Pokémon regiert wird. Menschen wird man hier vergeblich suchen, dennoch ist hier einiges los. So kann man bei Händlern Attacken miteinander kombinieren, um so dem Gegner zweifach zu schaden. Bei Zwirrlichts Bank kann man Geld ablegen, welches man als Belohnung für erfüllte Aufträge bekommt. Natürlich lässt sich das Geld nicht nur sparen, sondern man kann es auch fleißig ausgeben, nämlich im Laden von Kecleon. Hier kann man Items kaufen bzw. verkaufen. Hat man keinen Platz mehr für neue Goodies, so bietet der Händler auch einen Lagerraum an.
Ein weiterer Ort im Dörfchen der Gilde ist das Knogga-Dojo, indem man fleißig trainieren kann. Es lassen sich hier bestimmte Programme auswählen, wie beispielsweise das Feuer- oder Wassertraining. Das Dojo wird man aber nur selten nutzen, da man bei den Aufträgen sowieso den ein oder anderen Kampf absolvieren muss. Bei Erkundungsteam Himmel neu hinzugekommen sind der Getränkeshop und der Tauschladen.
S.O.S
Ein weiteres Feature im Spiel ist das SOS-System. Es ist ja so, dass wenn man in einem Dungeon besiegt wurde, man einige Gegenstände und Geld verliert. Diesem Verlust kann man aber mit etwas Glück entgehen, indem man einem Freund einen SOS-Brief sendet. Dieser schickt dann entweder ein Helfer-Pokémon, mit dessen Hilfe sich das Spiel fortsetzen lässt oder es belebt das ursprüngliche Team. Natürlich bedankt man sich danach mit einem Dankesbrief, welchem ein Item angehängt wird. Es ist nun sogar möglich, SOS-Briefe per Email zu verschicken.
Die Dungeons
Wie schon erwähnt besucht man während des Spielens immer wieder verschiedene Dungeons. Diese werden immer wieder neu generiert und somit weiß man nie, was einem beim nächsten Besuch erwartet. Die Grundstruktur der Levels ist aber immer die gleiche und so findet man sich immer zurecht. In den Höhlen begegnet man auch immer wieder wilden Pokémon oder entdeckt die verschiedensten Items. Die Kämpfe sind ganz anders aufgebaut, wie bei den klassichen Pokémon spielen. Diesmal startet kein eigener Kampfmodus, sondern passiert im Stile klassischer Action-Rollenspiele. Man platziert seinen Charakter vor den Gegner und führt beispielsweise mittels der A-Taste einen ganz gewöhnlichen Angriff aus. Mit den Schultertasten und dem A-Knopf lassen sich begrenzt auch Spezialattacken ausführen, wie beispielsweise die Aquaknarre, Silberblick, Ruckzuckhieb usw.
Während der Erkundung wird man immer vom eigenen Teamkollegen begleitet. Dieser lässt sich aber nicht navigieren, jedoch lässt sich steuern, welche Attacken er verwendet und ob er sich eher aggressiv oder zurückhaltend verhält.
Wie bei jedem Pokémon gibt es die Möglichkeit Items zu verwenden und nach jedem Kampf bekommt man auch Erfahrungspunkte, die je nach Einsatz der verwendeten Kampftechniken mehr oder weniger sind. Im Laufe des Spiels lernt man neue Attacken, wobei man, wie gewohnt, nie mehr als vier beherrschen kann. Im Laden, indem man Kampfstile kombinieren kann, lassen sich aber vergessene Moves wieder erlernen.
Es bleibt beim Alten!
Auch beim Remake ist die Grafik noch immer veraltet. Es haben schon viele Spiele gezeigt, was der DS grafisch leisten kann. Was viele Games gut machen, macht „Pokémon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Himmel“ genau falsch. Die Grafik ist schlecht und reizt den Handheld auf keinen Fall aus. Die Atmosphäre im Dorf lässt sich ja noch einigermaßen ertragen und bietet teils animierte Hintergründe. Die Dungeons hingegen sind langweilig und auch den Pokémon stehen nur eine begrenzte Anzahl an Animationen zur Verfügung. Der Sound ist teils nur ein Gepiepse und weit weg von neuartigen epischen Stücken. Also auch hier wird nur sehr wenig aus der Konsole herausgeholt. Was bei der Grafik und beim Sound vergeigt wurde, kann auch die Steuerung nicht weg machen, da diese ebenfalls sehr wenig ausgereift ist. Steuert man per Digipad, so ist das „Rennen“ viel zu hektisch und man kann kaum navigieren und auch die Funktion über das Touchscreen lässt zu wünschen übrig.
Fazit
Wenn man sagt, Remakes sind nur reine Geldmacherei, so könnte das auf dieses Spiel zutreffen. Es gibt durchaus gute Pokémon-Neuauflagen, mit tollen Features und mehr Story. Dieser Titel gesellt sich jedoch nicht in diese Runde. Die Neuheiten lassen sich auf einer Hand abzählen, nämlich ein paar neue Läden und etwas mehr Hintergrundgeschichte. Das war es aber schon. Die Grafik und der Sound sind veraltet und auch die Steuerung kann nicht überzeugen. Für Pokémon-Fans ist das Spiel wahrscheinlich ein Muss, für alle anderen würde ich jetzt keine Kaufempfehlung aussprechen.
- SOS-System
- neue Starterpokémon
- wenig Abwechslung
- veraltete Technik
- kaum Neuerungen
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

