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Spectrobes - Der Ursprung

Spectrobes - Der Ursprung

Bensei

Spectrobes - Der Ursprung

WII

Konsole
WII
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 6

In einer weit entfernten Galaxie gab es vor langer Zeit Wesen des Lichts, die Spectrobes. Nur eine auserwählte Anzahl von Menschen, die sich selbst als Spectrobe-Meister bezeichnen, können diese Wesen kontrollieren um sie zur Verteidigung gegen die dunklen Krawl zu verwenden.

Wir sind nur zwei arme, einsame Space-Cowboys. Weit weg von zu Haus.

Einer dieser Spectrobe-Meister ist Rallen, der für die Nanairo Planeten-Patroullie arbeitet. Er bekommt den Auftrag zusammen mit seiner Partnerin Jeena eine Weltraum-Anomalie zu untersuchen. Diese Unnatürlichkeit entpuppt sich als Portal zu einem fremden Planetensystem, welches unsere Helden prompt einsaugt. Noch bevor sie überlegen können, wie sie wieder nach Hause kommen erreicht sie ein Hilferuf des Planeten Wyterra, der von den Krawl angegriffen wird. Doch nicht alles funktioniert im Kaio-System, wie es sollte. So muss Rallen erst einen Cosmo-Link und einen geeigneten Partner finden, bevor er Spectrobes zu Hilfe rufen kann.

Ein Partner ist schnell gefunden, beziehungsweise war Sie schon von Anfang an dabei. Immerhin brauchen die weiblichen Spectrobes-Spieler noch eine gleichgeschlechtliche Spielfigur. Ihr könnt den Charakter jederzeit wechseln, wenn ihr einen Speicherpunkt betretet, dies bringt jedoch nur optische und akustische Unterschiede. Sogar das antrainierte Level bleibt das gleiche.

Die Monster werden in die Flucht geschlagen, doch wenn die Helden jetzt einfach heimkehren würden wäre das Spiel ja schon vorbei! Immerhin muss noch erforscht werden, warum es in diesem System auch Krawl gibt, und warum diese zielgerecht handeln können. Steckt Krux dahinter? Wusste der Commander, dass auf Rallen und Jeena ein Portal wartet? Und wieso heißt dieses Spiel „Der Ursprung“? Wessen Ursprung? Jener der Spectrobes? Der von den Krawl? Oder hat Krux auch hier seine bösen Finger im Spiel? Diese Nachforschungen verheißen natürlich nichts Gutes, denn es scheint als ob das Gesamte Kaio-System in Gefahr ist...

Weltraum-Abenteuer und Fossilienausgrabung?!?

Es gibt drei Arten von Spectrobes, Primär-, Sekundär- und Tertiär-Formen. Diese besitzen eine von sechs Elementar-Eigenschaften, die sich im Schere-Stein-Papier Prinzip auf den Kampf oder die Umgebung auswirken.

Als erstes müsst ihr ein Spectrobe-Fossil finden und dieses freilegen. Dies passiert in einem kleinen Minispiel, in welchem der richtige Einsatz von Scannern, Bomben, Lasern, Hämmern, Bohrern und dem Gebläse gefragt sind um das Fossil nicht bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören. Gesteuert werden diese durch den Pointer der Wiimote. Diese funktioniert ähnlich gut wie am Touch-Screen mit dem DS. .

Je nach Zeit und übriger Energie ergibt sich euer Rang (diese Rekorde können über Wifi-Connection in Ranglisten eingetragen werden). Danach muss das Fossil durch eine Melodie aufgeweckt werden, die man mit Wii und Nunchuck nachspielt (Rhythmusgefühl ist jedoch unwichtig). Je höher der Rang desto höher ist das Level des Spectrobes. Schon ist ein neues Monster „geboren“. Das Level passt sich immer dem Level eures „Meisters“ an. Das erspart lästiges aufleveln, verleitet aber dazu, bei den letzten Bossen einfach ein Fossil eurer Lieblinge erneut auszugraben und es durch euer selbst trainiertes zu tauschen.

Das frisch „geschlüpfte“ Monster wird Primär-Form genannt und kann noch nicht kämpfen, steht dafür aber in jeder anderen Situation gern zu Diensten. So kriechen sie gern durch enge Schächte um Schalter zu betätigen, Träger des Wasser-Elementes können schwimmen und fliegende Monster können sogar hoch gelegene Orte erreichen. Die wichtigste Funktion ist aber die des lebendigen Detektors. Vertikales schütteln der Wiimote sendet es zur Suche aus, durch horizontale Bewegungen wird es wieder zurückgerufen. Wenn sich ein Item im Umkreis des „Schnüffel-Ultraschalls“ befindet (die Geräusche der Kreatur werden übrigens auch über die Wimmote-Lautsprecher ausgegeben), kann euer kleiner Freund Mineralien, Reisbälle, neue Fossilien oder unentdeckte Zugänge finden. Doch Vorsicht! Schwarze Mineralien locken Krawl an!

Iku Ze!

Hat euer Spürhund durch die Ausgrabungen oder Fütterungen im virtuellen Inkubator-Garten Level 5 oder höher erreicht, wird es Zeit für ein Entwicklungsmineral. Wie der Name schon sagt werden die kleinen Tierchen Erwachsen und erreichen die Sekundär-Form. Wenn sich kein zweiter Spieler findet, der euch im Echtzeit-Kampf beistehen möchte, könnt ihr dessen Angriffe wieder mit der gleichen Schüttel-Technik steuern. Später kann es auch Spezialangriffe erlernen, bei der eine Abfolge von Bewegungen nachgeahmt werden muss. Die dritte und letzte Form ist einfach eine stärkere Variante der zweiten Form und kann ab Level 30 durch die gleichen Steine durchgeführt werden.

Aber ihr seid doch keine Weicheier, natürlich wollt ihr auch selbst kämpfen! Eure Attacken steuert ihr durch das Drücken von A. Je nach Waffe variiert euer Angriffsverhalten. Schwerter eignen sich gut für Combos und unkontrolliertes Button-Smashing. Lanzen vollführen einen Schlag der mehrere Treffer landet. Handschuhe haben eine kurze Reichweite, sind dafür aber stärker und können Gegner in die Luft oder zurück schleudern. Äxte sind sehr langsam, durchbrechen aber die Verteidigung des Gegners. Schusswaffen sind schwächer, haben dafür aber eine hohe Reichweite. Zudem könnt ihr euren Schild zur Schadensbegrenzung einsetzen, indem ihr Nun-chuck und Wiimote hochhaltet. All diese Waffen gibt es auch noch in elementaren Varianten, die wie bei euren Monstern Auswirkungen auf die Krawl haben. Sollte euch die Energie ausgehen könnt ihr durch das Drücken von 1 Reisbälle essen, doch das funktioniert leider nicht bei euren tapferen Lichtwesen, die müssen ohne Essen durchhalten...

War doch ein Kinderspiel!

Wenn diese Handgriffe erst mal sitzen ist das Kampfsystem recht simpel, immerhin richtet sich das Spiel eindeutig an jüngere Semester. Ihr schleudert den Krawl Angriffe entgegen und schüttelt eure Monster hinterher, bis keiner mehr steht. Erst ab Level 50 fällt es auf, dass eure Spectrobes 20 Level unter eurem Gegner stehen (euer Held ist übrigens immer ca. auf gleichem Level wie eure Gegner). Dafür erfordern die Riesenkrawl wesentlich mehr strategisches Handeln, um nicht platt getreten zu werden. Dadurch fragt man sich als älterer Spieler, wie die Kids mit den letzten, hartnäckigen Bossen zurecht kommen sollen, wenn sie sonst immer mit Seidenhandschuhen angefasst werden.

Die Charaktere und die Story sind bescheiden und sie enthält kaum unerwartete Wendungen, auch wenn sich die Geschichte nicht selbst spoilern würde. In der Wüste wird beispielsweise eindrücklich erklärt, dass man mit Pegatinum die Falle rechtzeitig aktivieren muss und dass man dafür nur einen Versuch hat. Man denkt man bekommt den Handlungsablauf für ein „Minispiel“ erklärt, es handelt sich dabei jedoch nur um eine Filmsequenz.

Soundtechnisch gibt es nichts zu bemängeln, die Melodien sind schön arrangiert und Film-Sequenzen verfügen sogar über deutsche Sprachausgabe! Grafisch setzt Spectobes zwar keine Maßstäbe, gibt sich dafür aber ordentlich Mühe. Die Welten sind zwar schön gestaltet, die Wege sind aber linear, und man könnte auch ohne zehnfache Erklärung die nächsten Ruinen finden. Lediglich in diesen Tempeln werden euch kleine Rätsel aufgegeben, dessen Niveau sich jedoch auch auf die Zielgruppe fixiert.

7.5Wertung

Fazit

Junge Anime-Fans werden mit Spectrobes sicher auf ihre Kosten kommen. Alle notwendigen Rollenspiel-Elemente sind da und funktionieren einwandfrei. Das Spiel hat einen soliden Einzelspieler-Modus zu bieten, doch alteingesessene Rollenspieler dürften die Spielelemente als zu reduziert und die Story als zu trivial empfinden. Jene würden erst gegen Ende Interesse am Spiel finden, sofern sie dem Spiel eine Chance geben.

Design
8.0
Sound
8.0
Online Multiplayer
7.0
  • Drop-In/Dop-Out Ko-Op
  • intuitive Steuerung
  • deutsche Sprachausgabe
  • gute Grafik
  • simples, lineares Gameplay
  • flache Story, die sich selbst spoilert
  • kein VS.-Modus

Vielen Dank an die Firma Disney Interactive für die Bereitstellung des Testmusters.

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