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Naruto: Ninja Destiny 2

Naruto: Ninja Destiny 2

Neo2010

Lange gibt es ihn schon und trotzdem wird es nicht still um ihn. Der kleine Ninja Naruto startet auf dem DS in sein nächstes Abenteuer. Normalerweise lässt oft bei Lizenztiteln die Qualität zu wünschen übrig. Ob dies auch bei „Naruto: Ninja Destiny 2“ der Fall ist, könnt ihr im folgenden Review nachlesen.

Des Ninjas abenteuerliche Reise??

Als Ninja wird ein Spion aus dem alten Japan bezeichnet. So kann man sich anhand des Namens ja schon einiges an Spannung erwarten. Doch leider enttäuscht der Storymodus in allen Belangen. In der Rolle Narutos bewegt man sich in einer 3D-Welt, die man aus der Vogelperspektive betrachten darf. Mittels Schultertasten darf die Kamera gedreht werden. Auf einer kleinen Map bekommt man genau angezeigt, wo sich das nächstes Ziel befindet und bereits nach wenigen Minuten merkt man, dass das alles ist, was das Game zu bieten hat. Der recht kurze Modus lässt sich in zwei Spielabschnitte einteilen:

1) Die Suche nach Schriftrollen in Tempeln und Wäldern
2) Der Weg zu markierten Stellen, wo belanglose Dialoge warten.

Für Fans der Serie kann dies natürlich spannend sein, denn ihr begegnet auf euer Reise einigen bekannten Figuren. Zu Beginn muss man sogar gegen seine Freunde kämpfen um die eigene Reife zu zeigen. Die Kämpfe finden immer in 3D-Arenen statt, die sich nur sehr vage voneinander unterscheiden. Spielerisch bewegt man sich auf unendlichen Terrain, wobei das Geschehen über die Knöpfe des DS gesteuert wird. Spezielle Items, wie zB heilende Gegenstände, lassen sich über den Touchscreen wählen. Im Großen und Ganzen ist aber die Bedienung sehr einfach, wobei beim Auswählen eines Gegenstanden ein Treffer vom Gegner so gut wie sicher ist. Was leider auch fehlt, ist ein Trainingsmodus, um festzustellen, wie welche Kombos ausgeführt werden, da dies nicht einmal in der Anleitung angegeben ist.

Was das Spiel noch um einiges erleichtert ist, dass sich Naruto mit einem Klick auf „L“ hinter den Gegner teleportieren lässt und dieser hat dann so gut wie keine Chance mehr. Natürlich ist dies nicht immer durchführbar, da dazu „Chakra-Energie“ benötigt wird. Diese füllt sich auf, wenn Gegner oder man selbst getroffen wird. Spart man jedoch sein Chakra auf, so lässt sich das geheime Jutsu (übersetzt: Ninjatechnik) einsetzen. Das ist eine Spezialfähigkeit, die dem Gegner, in einer netten Sequenz, einen Teil seiner Lebensenergie raubt.

Questmodus

Hat man den Storymodus abgehakt, so kann man sich an den Questmodus machen. Hier wandert man duch ein dreistöckiges Labyrinth, wobei sich die Ebenen nicht wirklich voneinander unterscheiden (es gibt immerhin zehn davon). So irrt man durch die karge Umgebung und muss sich immer wieder vermummten Ninjas stellen. Nach jedem Kampf erhällt man Erfahrungspunkte, die euren Charakter etwas stärker machen. Obwohl es sich sehr RPG-lastig anhört, so ist es aber nicht. Der Questmodus ist vergleichbar dem Storymodus, nur ohne beiläufige Geschichte. So sind beide Modi nicht nur im Spiel, sondern auch in der mangelnden Gestaltung und Abwechslung vergleichbar.
Zusammengefasst ist zu sagen, dass alle Einzelspielermodi wirklich keine Zugpferde sind und unterfordern auf allen beiden Schwierigkeitsgraden, die es gibt. Einziger Reiz ist vielleicht, dass man neue Charaktere freischalten kann (was ewig dauert), aber das war es dann auch schon.

Ninjaprügelei mit Freunden

Oft ist es so, dass wenn der Storymodus enttäuscht, zumindest der Multiplayer wieder alles weg macht. Doch auch hier wird man nur enttäuscht. Um das Game gegen Freunde spielen zu können, benötigt jeder das Spielmodul selbst. Ein Downloadspiel ist nicht möglich. Aus diesem Grund war ein Test nicht wirklich möglich, denn eine Person mit diesem Spiel zu finden, gestaltet sich gar nicht als so leicht. Meine Recherchen besagen aber, dass, sollte man einen Freund finden, ihr gegen diesen in der Arena antreten könnt. Aber auch hier soll das ganze keine Langzeitmotivation darstellen und keine spannende Kämpfe möglich sein.

Grafisch ein Schlag ins Gesicht

Auch technisch ist das Spiel leider so, wie es sich spielt. Die Grafik ist total einfallslos und teils wird man von riesigen Pixeln erschlagen. Nur bei Kämpfen selber lässt es sich so halbwegs ertragen, da die Figuren nett animiert sind. Der Soundtrack geht einem mit der Zeit auf die Nerven, da er sich immer wieder wiederholt. Auch auf eine Sprachausgabe wurde (abgesehen von Kampfesschreie) verzichtet.

5.0Wertung

Fazit

Die Frage zu Beginn des Review lässt sich leicht bewantworten. "Naruto: Ninja Destiny 2" ist ein typischer Lizenztitel. Das Spiel lockt mit dem Namen und einem netten Cover und versucht so, noch einige Käufer zu finden. Doch mehr als das hat das Spiel nicht zu bieten. Schlechte Grafik, sich wiederholender Storymodus, Buttonmashing (da Anleitungen fehlen) und kaum brauchbarer Multiplayer. Das Spiel ist nur etwas für Narutofans, der Rest:“ BITTE FINGER WEG!“ Es gibt genug andere gute Prügelspiele.

Design
4.0
Sound
5.0
Online Multiplayer
4.0
  • einfache Bedienung
  • Naruto-Lizenz
  • im Mehrspielermodus ein Modul pro Spieler Pflicht
  • wenig Abwechslung
  • teils schlechte Grafik
  • schwaches Gameplay

Vielen Dank an die Firma Tomy für die Bereitstellung des Testmusters.

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