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Yoshi Touch & Go (US)

Yoshi Touch & Go (US)

Seppel

Angefangen als einfaches "Reittier" mit einem zu dicken Klempner auf dem Rücken hat es Yoshi mittlerweile auf einige nennenswerte Titel gebracht. In Yoshi´s Island, Yoshi´s Cookie, Yoshi´s Story, usw. spielt er selbst die Hauptrolle - und nun reiht sich Yoshi Touch & Go (fast) nahtlos ein.

Auch in diesem Spiel nutzt der grüne Saurier alle Fähigkeiten, die ihm in die Wiege gelegt wurden: Er frisst, legt Eier undschießt diese anschließend durch die Gegend. All das vollbringt Yoshi mit einem quäkenden Mario in seinen jüngsten Jahren als Ballast. Mit der kleinen Geschichte, wie das ungleiche Paar aufeinander trifft, beginnt das Spiel.

Eines schönen Morgens fliegt ein Storch hastig durch den dämmernden Himmel. Im Gepäck hat er eine erfreuliche Ladung: Das Zwillingspaar Mario und Luigi ist auf dem Weg zu seinen Eltern. Wie es aber bei Nintendo üblich ist, gibt es selten ein Spielohne eine dramatische Entführung. So wird der fleißige Storch von einem düsteren Schatten überrascht, der ihm die beiden heranwachsenden Superhelden aus dem Schnabel reißt.

Das Spiel ist unterteilt in zwei Abschnitte. Im ersten muss man dafür Sorgen, dass Baby Mario heil zu Mutter Erde zurückkehrt. Dazu wird auf dem oberen Bildschirm gezeigt, wie der Kleine von drei Luftballons getragen nach unten schwebt. Auf dem Weg zur Erdoberfläche trifft er auf zahlreiche Gegner, die ihm an die Windel möchten. Wird er getroffen verliert er einen der überlebenswichtigen Ballons. Bei dreifacher Feindberührung ... ach, darauf möchten wir gar nicht näher eingehen. Um das traurige Schicksal zu verhindern, greift der Spieler ununterbrochen zum Stylus. Somit hat er nur direkten Einfluss auf den oberen Bildschirm.
Im ersten Spielabschnitt zeichnet man auf dem unteren Screen Wolkenlinien. Zum Einen schwebt Mario an diesen Wolken entlang, und zum Anderen kann man mit ihnen Gegner einsperren bzw. sie bei enger Umrandung sogar zu münzgefüllten Blasen umwandeln.
Da das Spiel hier vertikal scrollt, hat der Spieler keine Möglichkeit mehr auf das Geschehen einzugreifen sobald das Bild in den oberen Bildschirm übergeht. Wer zu viel auf einmal machen möchte, oder einfach generell eher einer der langsamen Sorte ist, verliert.
So stellt sich die folgende Frage: Welches ist der sicherste Weg für das hilflose Baby? Und wie kann es dabei gefahrlos noch möglichst viele Münzen einsammeln?

Geld regiert die Welt

Die Münzen im Geldbeutel des Spielers tragen für den zweiten Spielabschnitt eine entscheidende Rolle. Desto lauter es klimpert, umso mehr Eier kann Yoshi tragen und umso schneller bewegt er sich voran. Und das tut er unaufhaltsam wie in einem horizontal scrollenden Shoot`Em Up.
Im Prinzip ändert sich hier nicht viel an der Spielmechanik: Malt Wolken über Abgründe, damit Yoshi sicher auf die andere Seite gelangt, sammelt Münzen ein und zeigt den Gegnern wo´s lang geht. Letzteres ist aber im zweiten Spielabschnitt um einiges interessanter als im ersten. Neben dem normalen Blockieren oder der Münz-Verwandlung kann man sie auch abschießen. Tauchen sie sogar nur auf dem oberen Bildschirm auf, bleibt euch gar keine andere Möglichkeit als mit Eiern um euch zu werfen. Denn auch hier hat der Spieler keinen direkten Einfluss auf diesen Screen. Nur Yoshi´s Wurfgeschosse können dort oben Gegner erledigen, Münzen einsammeln oder Früchte auf den unteren Bildschirm befördern. Dazu tippt man lediglich mit dem Stylus auf einen Punkt und schon kommt ein Ei in diese Richtung geflogen.
Früchte? Genau. Ganz sinnlos und unüberlegt sollte man nicht mit der natürlichen Munition umgehen, denn sie ist nicht unbegrenzt. Um sie wieder aufzufüllen muss Yoshi Vitaminbomben zu sich nehmen. Trauben, Bananen, Wassermelonen, etc. bringen alle unterschiedlich viele Eier in Produktion.
Auch wenn die Eier die wohl spaßigste Stellung im Spiel einnehmen, so ist das Zeichnen der Wolken meist wichtiger. Das sieht man schon allein daran, dass sie noch ein paar anderen Regelungen unterliegen. Wer zuviele Wolken zeichnet, veranlasst damit, dass sich die ersten wieder auflösen. Blöd wenn sich Yoshi gerade auf diesen über einem Abgrund befindet...
Außerdem lassen sich mit Nutzung des Mikrofons sämtiche Wolken auf dem Bildschirm quasi wegblasen!

Ach ja, Eines noch ganz nebenbei: Wird man auch nur einmal von einem Gegner berührt oder stürzt auch nur knapp in einen Abgrund, sieht man sofort die beiden Wörter, die Spieler auf der ganzen Welt seit jeher hassen: GAME OVER.

Mit diesem Spielprinzip hat Nintendo vier verschiedene Modi entwickelt.
In Score Attack gilt es innerhalb von 900 Yards möglichst viele Punkte zu machen und am Ziel angekommen Mario wieder dem bereits verzweifelten Storch zu übergeben.
Möglichst weit muss der Spieler in Marathon kommen. Hier entscheiden keine Punkte, sondern Yards!
In Time Attack geht es um das schnelle Vorankommen. Ziel des Spiels ist es, möglichst schnell und innerhalb einer bestimmten Strecke vier Toadies (nein, keine Pilze, sondern abgewandte, fliegende ShyGuys) abzuschießen und so Baby Luigi aus deren Klauen zu befreien.
Wirklich um die Zeit geht es im Challenge-Modus. Münzen und Gegnerabschuss bringen hier nicht nur Punkte, sondern auch wertvolle Sekunden. Ist die Uhr bei Null angekommen, stattet euch Kamek auf seinem Besen (Wer wohl der düstere Schatten zu Beginn des Spiels war?) einen Besuch ab und schnappt sich Mario.

Zusätzlich gibt es noch einen Zweispieler-Modus, der erfreulicherweise nur eine Cartridge benötigt. Man spielt auf dem TouchScreen während die Spielsituation des zweiten Spielers auf dem oberen Bildschirm gezeigt wird. Wer zuerst das Ziel erreicht oder mitansehen darf, wie sein Gegner von Kamek´s Scharen erledigt wird, gewinnt.
Eine Wertung folgt nach der NCON!

Technisch erinnert das Spiel stark an gute SNES-Zeiten. Leider stockt die Grafik in seltenen Situationen trotzdem. Auch wenn alles wirklich schön designed ist, dürfte das bei den technischen Voraussetzungen, die Nintendo´s kleine Handheld-Revolution mit sich bringt, nicht passieren! Spielstörend ist es aber nicht.
Wer sich jetzt denkt "Das war es schon? Kein richtiges Jump&Run?", stellt die Frage zu recht. Yoshi Touch & Go ist praktisch nur eine große Highscore-Jagd. Diese nutzt aber wirklich die Fähigkeiten des DS gut aus. Volle TouchScreen-Nutzung, zwei sinnvolle Screens und Mikro-Unterstützung... Was will man mehr? Okay... möglicherweise Spracheingabe und WLAN-Funktionen. Aber dafür ist es wohl einfach noch zu früh.
Was man wirklich hätte erwarten können, wäre ein umfangreicheres Spiel. Denn wenn das völlig neue Spielerlebnis erst mal nicht mehr als so "völlig neu" empfunden wird, kann es schnell langweilig werden. Bis dahin werden aber fleißig Highscores gejagt!

8.5Wertung

Fazit

Yoshi Touch & Go präsentiert praktisch die Möglichkeiten des DS, und das wirklich gekonnt. Wer auf Highscore-Jagden steht, wird das Spiel lieben. Alle anderen werden auch lange Zeit Spaß an dem Titel haben. Hat man sich aber erstmal an das Spielprinzip gewöhnt, kann es langweilig werden.

Design
7.0
Sound
7.5
  • super Steuerung
  • SNES-ähnliche Technik

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