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F-Zero GX

F-Zero GX

SuperMario80

F-Zero GX

NGC

Genre
Racer
Publisher
Nintendo
Konsole
NGC
Spieler
1–4 lokal

Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Ein Jahr nach dem damals lang erwarteten F-Zero X Grand Prix geht es nun endlich weiter. Damals konnte Captain Falcon, der mysteriöse Kopfgeldjäger mit der Startnummer 7, den Grand Prix für sich entscheiden. Nun heißt es wieder: Anschnallen, festhalten und Gas geben, denn wilder als jemals zuvor wird es im Grand Prix zugehen. Noch anspruchsvollere Strecken und überarbeitete Gleiter werden den Cup in diesem Jahr sicher noch spannender machen. Wer kontrolliert die über 2.000 km/h schnellen Gefährte am besten und wird am Ende den Pokal in der Hand halten? Es liegt an euch...

Möge der Schnellste gewinnen

Der primäre Sinn des Spiels ist mit Sicherheit der umfangreiche Grand Prix Modus. Nach der Auswahl des Schwierigkeitsgrades (Einsteiger, Fortgeschrittener oder Experte – später kommt auch noch Master dazu), des Cups (Rubin, Saphir oder Smaragd – später auch noch Diamant) und des Gleiters geht es auch direkt zur Sache. Man findet sich auf dem 30ten Platz wieder und wartet darauf, dass der Countdown bis zum Start endlich vorbei ist.

Unmittelbar nach dem Starsignal beginnt ein Rennen in einem atemberaubenden Tempo. 30 Gleiter streiten sich auf drei Runden um einen Platz möglichst weit vorne. Dabei ist alles erlaubt, von Schubsen über Rammen bis hin zum Abdrängen. Nach fünf solchen Rennen steht der Sieger des Cups fest. Schafft man es, einen Cup zu gewinnen, sollte man sich umgehend an den nächsten setzen. In der Einsteiger-Klasse sind die drei ersten Cups noch relativ leicht zu gewinnen. Spielt man jedoch in einem höheren Level, dann wird es schon schwieriger, bis hin zu fast unmöglich.

Hat man alle drei Cups in der Fortgeschrittenen-Klasse gewonnen, bekommt man den Diamant-Cup dazu. Dieser Cup hat es echt in sich und verlangt absolute Konzentration, damit man es überhaupt schafft, das Ziel in einem Stück zu erreichen. Für Leute, die dies meistern, ist nur noch die Master-Klasse zu empfehlen. Hier kämpft man gegen brettharte Gegner, die keine Gnade kennen und einen nahezu perfekten Fahrstil an den Tag liegen. Hier kann man nur Erfolg haben, wenn man das Spiel im Schlaf beherrscht und die Strecke in- und auswendig kennt. Soviel also schon mal zum Thema Langzeitmotivation.

Im Story-Modus geht es dann darum, Captain Falcon bei der Lösung von diversen Aufgaben zu helfen. Dabei geht es zum Beispiel darum ein Rennen zu gewinnen, einen bestimmten Gegner zu zerstören oder während eines Rennes alle Gegenstände einzusammeln. Auch hier gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die wiederum sehr differenziert gestaltet sind.

Zunächst sollte man den Normal-Modus wählen und sehr viel Geduld und Ausdauer mitbringen. Die Aufgaben sind selbst auf der leichtesten Stufe kein Kinderspiel und benötigen viel Zuwendung, bis sie erfolgreich abgeschlossen sind. Von den zwei höheren Stufen möchte ich hier nicht sprechen. Nur soviel sei gesagt: Ich habe nicht eine Aufgabe in einer der höheren Levels geschafft. Wer das Spiel beherrschen will, muss unzählige Stunden investieren. Andererseits könnte der hohe Schwierigkeitsgrad ungeübte Spieler auch schnell frustrieren. Entscheidet am besten selbst, zu welcher Gruppe ihr euch zählt.

Neben diesen zwei Modi gibt es noch eine Reihe anderer, wie z.B. VS. Battle oder Time Attack. Da die Namen für sich sprechen sollten, erläutere ich die Punkte jetzt nicht weiter. Allerdings befindet sich hier der einzige wirkliche Schwachpunkt im Spiel. Man kann zwar mit bis zu vier Spielern gegeneinander antreten, aber dies ist leider nicht im Grand Prix möglich. Das lässt diesen Modus in meinen Augen sehr schnell etwas fade werden.

Beherrsche Deinen Gleiter

In einem Spiel, in dem Geschwindigkeit und Durchhaltevermögen über den Sieger entscheiden, ist es immens wichtig, dass die Steuerung präzise funktioniert und intuitiv zu beherrschen ist. Es gibt nichts schlimmeres, als Frustration auf Grund von vermeidbaren Eingabefehlern. Also haben sich die Jungs (und vermutlich auch Mädels) von Sega bei diesem Punkt besonders viel Mühe gegeben.

Die Steuerung mittels analogem Joystick funktioniert tadellos, absolut präzise und punktgenau. Die Belegung der übrigen Tasten ist auch wohl durchdacht, obwohl es ab und zu ein wenig schwierig sein kann, einen Angriff zu starten, weil man gerade keinen Finger frei hat. Dies ist allerdings nur äußerst selten der Fall und kann mit wenig Übung vermieden werden.

Weil die Einsteigertechnik recht schnell gelernt und einfach zu beherrschen ist, haben die Programmierer eine Fahrtechnik eingebaut, die sich nur mit stundenlangem Training beherrschen lässt. Hierbei handelt es sich um eine Art Fahrt in Schlangenlinien, wobei man das Fahrzeug durch abwechselndes Driften nach rechts und links und gleichzeitigen Lenkbewegungen auf unglaubliche Höchstgeschwindigkeiten bringen kann. Wer diese Technik beherrscht, kann sich zu Recht Profi nennen!

Durch die sehr gute Verarbeitung des Controllers und der präzisen Steuerung des Spiels behält man jederzeit die Kontrolle über den Gleiter und kann auch bei über 2.000 km/h noch selbst bestimmen wo man hin will und wo nicht. Zumindest so lange, bis man von einem Gegner unsanft attackiert wird...

Wer passt zu Dir?

Ein weiterer großer Vorteil des Spiels ist der Umfang an Gleitern und dazugehörigen Piloten. Anfangs kann man zwar nur aus vier Gleitern wählen, aber im Laufe des Spieles kann man insgesamt 30 Gleiter erhalten. Außerdem hat man die Möglichkeit einen eigenen Gleiter zu bauen, der den jeweiligen Präferenzen am besten entspricht. Dafür gibt es das Shop System, in dem man Teile kaufen und verbauen kann, neue Gleiter freikaufen kann und die Gleiter sogar selbst bemalen kann.

Die Gleiter unterscheiden sich wie üblich in vier Kriterien. Die Werte bei Panzerung, Turbo und Haftung werden in einer Skala von A-E einsortiert und für das Gewicht gilt: je höher, desto schwerfälliger. Man sollte sich also überlegen, worauf man viel Wert legt und was man nicht braucht um Eins mit dem Gleiter zu werden. Im Prinzip kann man sagen, dass schwerer besser ist, aber auch schwieriger zu beherrschen. Für den Anfang tut es ein gesundes Mittelmaß, aber im Laufe der Zeit sollte man auf schwerere Fahrzeuge umsteigen, da man ohne ausreichend Gewicht in den höheren Klassen nicht überleben kann!

Futuristische Strecken en masse

Anfangs hat man drei Cups zur Verfügung und damit 15 verschiedenen Strecken. Sobald der vierte freigespielt ist, gibt es 20 Strecken. Diese sind alle extrem unterschiedlich. Das gilt sowohl fürs Design als auch für den Schwierigkeitsgrad.

Dieser ist in Sternen angegeben. Ein Stern ist einfach und sechs ist mordsschwer. Wobei ich den Bewertungen nicht immer zustimmen kann, denn ich finde so manche Vier- oder Fünf-Sterne-Strecke schwerer als die (einzige) Sechs-Sterne-Strecke. Aber das ist sicher sehr objektiv.

Das Design variiert zwischen „normalen“ Strecken mit Hügeln, Sprüngen, Loopings oder Schrauben über zylinderförmige Strecken und Röhren bis hin zu Half-Pipes. Somit ist die Abwechslung echt riesig und bis man alle Strecken aus dem Effeff kann, wird es ziemlich viel Übung brauchen.

Im Gegensatz zum Vorgänger auf dem N64 gibt es hier auch reichlich Randbebauung, was die Strecken sehr interessant macht und außerdem das Geschwindigkeitsgefühl verbessert. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn man durch einen der vielen engen Tunnel fährt. Wer seinen Gleiter nicht perfekt beherrscht, der wird hier schnell die Ideallinie verlassen und kurz danach vermutlich auch den Überblick.

Das Design der Strecken und deren Umgebung ist meiner Ansicht nach einer der größten Pluspunkte im ganzen Spiel, auch wenn manche wirklich sauschwer sind. Aber dadurch ist der Langzeitspielspaß deutlich gesteigert.

Perfektes Spiel – Perfekter Look

Der größte Pluspunkt im Spiel ist meiner Meinung nach allerdings die Grafik. Schon als die ersten Videos veröffentlicht wurden, war ich hin und weg. Eine Zeit lang dachte ich sogar, dass das nur vorgerenderte Szenen sein können. Spätestens als ich es zum ersten Mal selber gespielt habe, war ich aber vom Gegenteil überzeugt. Die Texturen sind umfangreich und sehr detailliert, die Randbebauungen sind mehr als zahlreich vorhanden und die Masse an Gleitern, die gleichzeitig dargestellt werden können, sollten jeden Skeptiker von der Grafikpower des GameCube überzeugen. Es gibt einfach kein anderes Rennspiel, das bei so hoher Geschwindigkeit mit konstant hohen Frameraten so perfekt aussieht. Im direkten Vergleich mit Extreme G3 wirkt selbiges wie eine Schnecke.

Um diesen Effekt zu verstärken, sind viele Strecken leicht durchsichtig, so dass man auch den Boden unter der Strecke vorbeifliegen sieht. Auf einer Strecke bewegt sich der Bodenbelag sogar entgegen der Fahrtrichtung, so dass die Geschwindigkeit noch schneller wirkt, als sie eigentlich ist. Alle diese Punkte machen das Spiel zu einer der Grafikreferenzen auf dem GameCube.

Der Sound steht der Grafik in nichts nach. Mit Dolby Pro Logic II ausgerüstet, braucht er sich wirklich nicht zu verstecken. Die Tracks sind alle sehr schnell, was ja nur logisch ist, und auch in den Genres sehr verschieden. Es gibt einige Techno-Stücke und einige die eher in die Metal Richtung gehen. Viele Melodien sind auch aus den alten Spielen schon bekannt und nun neu interpretiert worden. Auch hier haben die Programmierer alles richtig gemacht, denn die Songs unterstützen das Spiel optimal.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Hier hat Sega es geschafft ein wirklich geniales Rennspiel auf die Beine zu stellen und hat F-Zero X einen würdigen Nachfolger beschert. Die Grafik ist der absolute Wahnsinn, es gibt eine große Auswahl an Strecken, Gleitern und Spielmodi und durch den teilweise hammerschweren Schwierigkeitsgrad ist eine unglaubliche Langzeitmotivation gegeben. Mittlerweile gehört das Spiel zu den Player’s Choice Titeln und ist daher für gute 30,- € zu erwerben. Wer da nicht zugreift, ist selber Schuld!

Design
9.0
Sound
9.0
Online Multiplayer
5.0
  • geniale Grafik
  • tolles Streckendesign
  • hohe Langzeitmotivation
  • Multiplayer kaum erwähnenswert

Reactions

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