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Super Mario 64 DS (US)

Super Mario 64 DS (US)

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Es war das Jahr 1996, als Nintendo mit Super Mario 64 das erste wirklich gute 3D Jump & Run auf den Markt brachte. Natürlich musste darin Prinzessin Peach von Mario gerettet werden. Knapp neun Jahre später, pünktlich zum Erscheinungstermin des Nintendo DS, kommt auch der Klassiker wieder zurück. Allerdings handelt es sich diesmal nicht um eine 1:1 Umsetzung, sondern um eine erweiterte und aufgebohrte Version.

Aller Anfang ist anders

Da man in der ursprünglichen Version nur Mario steuern konnte, fällt die erste Änderung sofort auf. Es werden Mario, Luigi und Wario ins Schloss der Prinzessin eingeladen. Yoshi liegt (wie schon im Original) auf dem Dach und schläft. Allerdings ist seine Ruhe nicht von Dauer. Kurze Zeit später wird er von Lakitu geweckt, denn die drei Besucher und die Prinzessin sind verschwunden. Das kann nichts Gutes heißen. Also begibt sich Yoshi ins Schloss und stellt mit Erschrecken fest, dass seine vier Freunde von Bowser entführt und eingesperrt worden sind. Ebenso die Sterne der Prinzessin, welche das Schloss mit Kraft versorgen. Also macht sich Yoshi auf den Weg die Sterne, seine Freunde und die Prinzessin zu retten.

Aus 120 wird 150

Während es in der Originalfassung lediglich 120 Sterne zu finden gab, sind es nun 30 mehr geworden. Zunächst gibt es in den 15 Welten nun einen Stern extra. Meistens muss man dafür einen Schalter drücken und dann in vorgegebener Zeit den Stern finden oder fünf silberne Sterne suchen, um den goldenen zu bekommen. Hat man in jeder Welt alle sieben regulären Sterne und den für 100 gefundene Münzen bekommen, bleiben noch 30 übrig. Diese sind im ganzen Schloss versteckt und nicht immer leicht zu finden. Einige bekommt man, wenn man Toad anspricht, der überall im Schloss herum steht. Andere findet man in versteckten Welten oder in Bowsers Welten. Ohne Zweifel ist das der schwerste Teil am Spiel, denn manche diese geheimen Sterne sind nur sehr schwer zu finden und/oder zu erreichen.

Drei neue Helden

Wie schon erwähnt ist zunächst nur Yoshi spielbar. Es stellt sich jedoch schnell heraus, wo die anderen drei Helden gefangen gehalten werden. Um sie zu befreien, benötigt ihr jeweils einen Schlüssel. Diese Schlüssel sind sehr gut versteckt und immer von einem fiesen Endgegner bewacht. Sie zu finden sollte zunächst oberste Priorität sein, denn jeder Charakter hat andere Eigenschaften. Spätestens nach dem 30ten Stern solltet ihr alle vier gefunden haben.

Yoshi ist relativ flink unterwegs und kann besonders weit springen. Außerdem kann er Feuer spucken, wenn er eine Feuerblume findet und damit viele Hindernisse aus dem Weg räumen. Mario ist etwas langsamer aber dafür wendiger. Er ist der Einzige in der Runde, der fliegen kann. Entweder mittels Feder wie im Original oder mittels Blume. Dann pumpt er sich wie ein Ballon auf und kann fast schwerelos durch die Gegend schweben. Luigi ist der schnellste im Bunde und kann sich mit Hilfe einer Blume unsichtbar machen. Wario ist sehr schwerfällig und langsam, dafür aber unglaublich stark. Er wird zu Metall-Wario, wenn er eine Blume findet und kann damit sogar am Boden im Wasser laufen. Die meisten Sterne kann man zwar mit jedem erreichen, allerdings gibt es einige, die nur ein spezieller Charakter finden kann. Außerdem ist Mario der Einzige, der Bowser besiegen kann!

Fühle die Steuerung

Da der DS über einen Touchscreen verfügt, ist die Steuerung ganz anders als auf dem N64. Man hat die Wahl zwischen drei verschiedenen Methoden. Im „Standard Mode“ steuert ihr Mario (Der Einfachheit halber erwähne ich immer nur Mario. Für die anderen Helden gilt selbstverständlich dieselbe Steuerung) mit dem Steuerkreuz oder mit dem Daumen-Stylus. Die Kamera wird auf dem Touchscreen bedient und die restlichen Aktionen werden mit den anderen Tasten ausgeführt. Im „Touch Mode“ steuert man Mario mit dem Daumen-Stylus und bedient die Kamera und alle anderen Aktionen mit den Tasten. Im „Dual-Hand Mode“ hat das Steuerkreuz dieselben Funktionen wie die vier Aktionstasten, sodass man den Daumen-Stylus an beiden Händen benutzen kann. Um das Ganze etwas plastischer vorzustellen, erkläre ich mal, wie das genau geht.

Man hat generell die Wahl, Mario mit dem Steuerkreuz oder mittels Touchscreen zu steuern. Wählt man das Steuerkreuz, dann kann Mario allerdings nur langsam gehen. Zum Laufen muss man die Y-Taste gedrückt halten. Steuert man mittels Touchscreen, dann zieht man sich am besten den Daumen-Stylus über den Daumen und kann dann den Touchscreen wie einen analogen Joystick benutzen. Diese Steuerung verlangt viel Finderspitzengefühl und vor allem viel Training. Im Laufe der Zeit klappt das aber recht gut und man bekommt Mario immer besser unter Kontrolle. Da das Spiel im Laufe der Zeit auch immer anspruchsvoller wird, empfiehlt es sich, früh mit dem Training anzufangen, da es über den Touchscreen viel besser und präziser steuerbar ist.

Sicht- und hörbare Veränderungen

Da die Grafikleistung des DS in etwa auf dem Niveau des N64 liegt, konnte man keine großen Verbesserungen erwarten. Daher ist es umso erstaunlicher, wie gut das Spiel aussieht. Die Figuren sind detaillierter als im Original und wirken dadurch irgendwie echter. Die einzelnen Welten sind allerdings kaum verändert worden. Es gibt lediglich einige Erweiterungen, um sie den unterschiedlichen Charakteren anzupassen und den Schwierigkeitsgrad etwas zu reduzieren. Im Schloss gibt es außerdem einige neue Räume zu entdecken.

Der Sound klingt auf dem DS einfach genial. Die Lautsprecher sind so gut, dass man kaum einen Unterschied zum Fernseher feststellt. Noch besser wird es allerdings, wenn man mit Kopfhörern spielt. Das ist insbesondere bei der Rettung von Luigi wichtig, denn hier braucht man ein gutes Gehör, um den Schlüssel finden zu können. An den Melodien hat sich nichts verändert und das ist auch gut so. Viele sind mir von damals im Gedächtnis geblieben und so fühlte ich mich im Spiel direkt wieder wie zu Hause.

Langzeitmotivation

Besonders erfahrene Spieler der N64 Fassung werden das Spiel schnell schaffen können, denn die 80 Sterne, die man zum Bezwingen von Bowser braucht, sind schnell gefunden. Richtig schwer wird es allerdings dann, wenn man alle 150 Sterne finden möchte. In den höheren Welten muss man die Steuerung wirklich gut beherrschen, um zum Ziel zu gelangen, allerdings ist das Meiste durch viel Training lösbar.

Da das Spiel alleine aber nicht die vollen Möglichkeiten des DS ausschöpft, hat Nintendo dem Spiel einige Minispiele eingebaut. Immer wenn man im Schloss oder im Garten des Schlosses einem Hasen begegnet und ihn fangen kann, dann bekommt man ein neues Spiel. Jeder Charakter kann bis zu neun Spiele frei spielen. Darin geht es dann darum, den Touchscreen optimal zu nutzen. Man muss Trampoline zeichnen, damit Mario nicht abstürzt, Wege malen um zum Ziel zu kommen, einen Schneeball anschubsen, Bob-Ombs sortieren, den richtigen Charakter finden und noch vieles mehr. Diese Minispiele sorgen für die nötige Langzeitmotivation, denn sie machen teilweise mehr Spaß als das eigentliche Hauptspiel.

Einen Mehrspielermodus hat das Spiel auch zu bieten. Hierbei können mehrere Spieler zusammen in einer der vier speziellen Arenen auf Sternenjagd gehen. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Sterne gefunden hat, gewinnt das Spiel. Getestet habe ich diesen Modus allerdings noch nicht, da ich nur einen DS zur Verfügung habe.

8.5Wertung

Fazit

Super Mario 64 DS ist eine sehr gelungene Neuauflage des Klassikers. Neben dem erweiterten Umfang des Spieles sorgen vor allem die zahlreichen Minispiele für die nötige Langzeitmotivation, um auch solche Spieler zu motivieren, die das Original kennen. Das Spiel ist ein absolutes Muss für jeden (zukünftigen) Besitzer des Nintendo DS, denn es verbindet tolles Leveldesign, schöne Grafik und tollen Sound mit einer absolut innovativen Steuerung.

Design
8.0
Sound
9.0
  • Innovative Steuerung
  • Langzeitmotivation durch Minispiele
  • Toller Sound
  • Steuerung verlangt viel Übung

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