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Sword of Mana

Sword of Mana

JetForce

Sword of Mana

GBA

Entwickler
Square Enix
Publisher
Square Enix
Konsole
GBA
Spieler
1 lokal

Sword of Mana


Wieder einmal ist es an der Zeit die Welt zu retten. Obwohl ich schon in unzähligen Verliesen und Gemächern holde Prinzessinnen befreit habe, freute ich mich diesmal besonders auf Sword of Mana. Einerseits da ein Spiel aus dem Hause Square-Enix (normalerweise) für Qualität bürgt, andererseits weil SoM ein Remake des legendären Mystic Quest ist, welches damals schon auf dem UR-GameBoy für Furore sorgte.

Auf geht’s


Doch genug der Gefühlsduselei. Hinein ins Abenteuer lautet die Devise und so schalte ich meinen GameBoy Advance ein. Bereits kurz nachdem der Power Button auf ON steht, verwöhnt die Titelmusik meine Ohren und lässt mich ein wenig in der Vergangenheit schwelgen. Eine wirklich sehr gelungene Version des altbekannten Themes.
Bereits einen Screen weiter erwartet mich dann meine erste, große Entscheidung. Soll ich mich für den Sohn des Konsuls oder die liebliche Heldin des Manavolks entscheiden? Mein Herz schlägt für den männlichen Part, da dieser leichter zu spielen ist ;).
Nachdem ich nun meinen Charakter ausgewählt und benannt habe, geht es auch schon los und ich werde mit einem kurzen Prolog auf die Situation eingestimmt. Der stimmungsvolle Trailer erzählt knapp über die Missstände, welche im Granz-Imperium vor sich gehen. Der Schattenherrscher, Sohn des gerechten Lord Granz, hat es sich nämlich zum Ziel gemacht, sämtliche Manabewohner auszulöschen. Da der Vater unseres Helden einem Manamädchen Zuflucht gewährt, wird er und seine Frau kurzerhand eliminiert. Der Sohn des Konsuls, der Held der Geschichte, wird daraufhin verhaftet und inhaftiert. Nur dem unbekannten Manamädchen gelingt die Flucht.
Die Jahre vergehen und euer Held der sich immer noch in Gefangenschaft befindet, kämpft Tag für Tag um sein Überleben in der Gladiatorenarena des Schlosses Granz.

Nun dürft ihr endlich selber Hand anlegen. Zuerst müsst ihr versuchen, dem Dasein als Gladiator ein Ende zu setzen, was halbautomatisch im Plot vor sich geht. Erst nach der Flucht aus dem Schloss Granz geht es auf die Suche nach dem Mörder der Eltern. Außerdem trefft ihr ihm ersten Dorf auf das mysteriöse Manamädchen, welches seinerzeit aus eurem Haus geflüchtet ist. Da der Beschützerinstinkt bei unserem Helden sehr ausgeprägt ist, macht ihr euch zusammen auf den Weg.
Von nun an geht das Rollenspiel seine Wege. Ihr durchforscht Höhlen, Wälder, Wüsten oder Städte und verbessert fortlaufend eure Fähigkeiten. Bereits nach einigen erledigten Monstern erreicht ihr die nächste Stufe, was euch die Möglichkeit gibt, aus verschiedenen Attributen auszuwählen und so euren Held zu stärken. Je nach dem wie ihr entscheidet, verbessert sich euer Recke in Punkto Angriff, Verteidigung, Geschwindigkeit, Lebenspunkte oder Magiepunkte. Es empfiehlt sich hier auf einen ausgewogenen Helden wert zu legen. Auch wenn ihr den Schwertkämpfer pushen wollt, solltet ihr nie vergessen, dass auch eine erhöhte Magieleiste von Großem Nutzen sein kann. Auch andere Zauberarten werden euch im späteren Spielverlauf helfen. So stellen euch die verschiedensten Manageister neben der obligaten Kraft auch diverse Angriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese braucht ihr neben den Monstern auch für versperrte Barrieren, welche immer wieder den Weg versperren und euer vorwärts kommen behindern.
Neben der Manaenergie und dessen Einsatzmöglichkeiten braucht ihr natürlich auch die guten, bewährten Waffen. Ob Schwert, Speer, Morgenstern oder Pfeilbogen, euer Arsenal an schlagkräftigen Mitteln wird ständig aufgestockt. Je mehr ihr die verschiedenen Instrumente einsetzt, desto stärker und zielgenauer werdet ihr damit. Da die Effizienz der Waffen je nach Gegnertyp unterschiedlich ausfällt, ist es enorm wichtig alle Utensilien gleichmässig zu trainieren. Nur so seid ihr jeder Situation gewachsen.
Neben der Hauptgeschichte erwartet euch auch eine Vielzahl an Mini-Quests. In jedem Dorf gibt es verschiedene Aufgaben zu lösen, welche alleine einige Stunden an Zeit beanspruchen. Da diese Quests zum Glück nicht notwendig sind um das Spiel zu beenden, dürft ihr diese getrost bei Seite lassen. Hartgesottene und solche die vom Spiel nicht genug kriegen können, werden daran aber bestimmt eine helle Freude haben.

Wie spielt sich’s?


Obwohl die vielen verschiedenen Waffen, Gegenstände, Manageister etc. ein riesiges Quantum an Möglichkeiten abdecken, benötigt ihr im Prinzip fast nichts außer drei Waffen und einem einzigen Manageist. Mit dem Geist des Lichts, Illumi, könnt ihr eure Hitpoints jederzeit restaurieren. Da die meisten Monster und Endgegner nur begrenzt intelligent sind, könnt ihr quasi im vorbeigehen alles niedermetzeln. So kommt ihr zwar schnell vorwärts, dem Grundgedanken des Spiels tut es aber keinen Gefallen. Auch die KI eures CPU-Partners lässt sehr zu wünschen übrig. Entweder hängt er irgendwo fest oder er lässt sich sinnlos zu Tode prügeln. Eine nicht sehr sinnvolle Hilfe. Oft habe ich meinen Computer-Ally gar nicht wieder belebt und bin einfach ohne ihn weiter gegangen. Das Game lässt sich so viel angenehmer spielen. Der Held hingegen agiert auf sämtliche Kommandos sehr flott und lässt sich prima steuern. Durch die Summe dieser Faktoren ergibt sich der etwas tiefe Schwierigkeitsgrad, der ein problemloses durchspielen ermöglicht. Die wenigen Rätselelemente retten aber doch noch das wesentlichste und so erreicht ihr trotzdem eine beachtliche Spieldauer von ca. 20 Stunden.

Präsentation


Grafisch präsentiert sich Sword of Mana mit sehr fein gezeichneten Landschaften, schönen Farben und einem tollen Charakterdesign. Einzig die Animationen sind verbesserungswürdig. Alles andere lässt aber sogar Golden Sun alt aussehen. Die verschiedenen Endgegner sind ebenfalls schön gezeichnet, auch wenn diese überhaupt keine Herausforderung an den Spieler stellen. Die Explosionen und Spezial Effekte dürfen aber bei einem allfälligen Nachfolger noch einen Tick feiner ausfallen.
Soundtechnisch gibt es ebenfalls nicht viel zu meckern. Die Stücke lassen sich hören und bleiben gerne mal als Ohrwurm hängen. Leider sind die Soundeffekte etwas zu kurz geraten. Die neu gemixten Mystic Quest Melodien lassen dieses Manko aber verschmerzen und leisten ihr übriges zur tollen Atmosphäre des Spiels. Besonders Nostalgiker werden ihre Freude daran haben.
Abschließend kann man sagen, dass Sword of Mana durchaus Spaß machen kann. Stellenweise zeigt dieses Spiel sogar Suchtansätze. Wenn die Entwickler von Square-Enix noch ein wenig mehr Abwechslung und Rätsel hineingepackt hätten, wäre vielleicht sogar ein Hit daraus geworden. So bleibt uns lediglich ein überdurchschnittliches Rollenspiel, nicht mehr und nicht weniger.

7.5Wertung

Fazit

Überdurchschnittliches Rollenspiel, welches leider an einigen Designmängeln leidet. Trotzdem erwartet euch ein Spiel, welches gerade durch die Abwechslungsreiche Story und die Frage nach dem „Wer ist jetzt der Gute“ zum weiterspielen animiert. Wer Golden Sun schon durch hat, sollte bei Sword of Mana unbedingt mal reinschauen.

Design
9.0
Sound
8.0
  • Gute Grafik
  • Interessante Story
  • Zu leicht
  • Schlechte KI

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

Reactions

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