
The Legend of Zelda: Collector`s Edition

The Legend of Zelda: Collector`s Edition
NGC
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- The Legend of Zelda
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- NGC
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Mit dem Erscheinen der "Collector's Edition" von "The Legend of Zelda" präsentiert euch Nintendo insgesamt vier Videospiele der vielleicht besten Videospielreihe aller Zeiten und eine Demo zum aktuellen Gamecube-Zelda-Titel "The Wind Waker". Damit bekommen die, die diese NES- und N64-Gamehighlights damals verpasst haben, die Chance das Verpasste nun endlich nachzuholen und zugleich noch einige Informationen zu aktuellen Zelda-Titeln und der Zelda-History.
Schon einmal durften die Gamecubebesitzer und Zeldafans mit Freude ein klassisches Zelda auf dem Gamecube zocken. Es handelte sich dabei um die Zelda Bonusdisc mit "Ocarina of Time" und "Master Quest", die beim Release des Gamecube-Zelda "The Wind Waker" dem Spiel beilag. Die "Zelda Collector's Edition" hingegen bietet euch insgesamt vier komplette Spiele. Es handelt sich dabei um die beiden NES Zeldas "The Legend of Zelda" und "The Adventure of Link" und um die beiden N64 Zeldas "Ocarina of Time" und "Majora's Mask". Mit diesen vier Action-Adventures erwartet den Spieler eine Menge Stoff zum Zocken. Aber das ist noch nicht alles, denn die Disc beinhaltet ebenfalls eine Demo zu "The Wind Waker" und zwei kleine Zelda-Movies. Das erste Movie zeigt euch interessante Ausschnitte aus "The Wind Waker", während euch das zweite Ausschnitte aus allen bereits erschienenen Zelda-Spielen präsentiert. Vor allem für Neulinge in Sachen Zelda dürfte das ein nettes Info-Movie sein.
Startet ihr die "Collector's Edition", werdet ihr direkt darauf hingewiesen, dass die Disc nur unter einem 60 Hz-Modus (wie schon die OoT Bonusdisc) gespielt werden kann. Danach geht's direkt ins Hauptmenü, wo ihr per Analogstick die einzelnen Spiele (oder Movies) anwählen und starten könnt. Die Memory Card kommt erst beim Starten der einzelnen Spiele zum Einsatz; insgesamt verschlingt die Disc bei vollem Gebrauch (will heißen: Beim Speichern aller Spiele) 36 Speicherblöcke, wobei jedes Spiel seinen eigenen Platz auf eurer Memory Card beansprucht. Wählt ihr ein Spiel an, bekommt ihr erst einmal eine ausführliche Information zur Steuerung, bei den N64-Titel ist natürlich auch das Rumble-Feature aktivierbar. Danach beginnt das Laden der einzelnen Spiele und ihr werdet gefragt, ob ihr einen Speicherstand für das Spiel erstellen möchtet. Nur bei der Wind Waker-Demo ist das nicht möglich, da dort das Spielbare sowie die Spielzeit vorgegeben sind.
The Legend of Zelda
Mit "The Legend of Zelda" erhaltet ihr die Möglichkeit, das allererste Zelda zu spielen. Nur 3 Speicherblöcke beansprucht dieses Spiel und ermöglicht euch insgesamt 3 Savegames. Damals erschien "The Legend of Zelda" noch für das NES und zwar im Jahre 1986. Das Spielprinzip, das Zelda mitbrachte, war brandneu und machte das Spiel innerhalb kürzester Zeit weltberühmt. Auch die gute Story des Spiels wurde legendär und noch in heutigen Spielen tauchen oft Namen, Orte oder Items vom ersten Zelda auf. So gab es einmal vor langer Zeit das Königreich Hyrule, welches von dem sagenhaften Triforce beschützt wurde. Dieses Triforce wurde von den drei Göttinen erschaffen und vereinte drei Kräfte in sich: Mut, Kraft und Weisheit. Doch dann überfiel der Prinz der Dunkelheit, Ganon genannt, Hyrule und versuchte, das Triforce für sich zu erlangen. Prinzessin Zelda ahnte, dass es Ganon auf nichts anderes als das Triforce abgesehen hatte und so teilte sie das Triforce in 8 Fragmente und versteckte sie in 8 Verliesen, die in ganz Hyrule verstreut waren. Aber dann entführte Ganon Prinzessin Zelda und so ist es die Aufgabe des tapferen Link, Zelda zu befreien, die Triforce-Fragmente zu finden und Hyrule zu retten. Beginnt man nun mit dem eigentlichen Spiel, fällt einem zuerst auf, dass es komplett in Englisch gehalten ist - wie auch damals die NES-Version, die hier in Europa erschien. Eine nachträgliche Übersetzung für die CE ist allerdings anhand des wenigen Textumfangs des Spiels auch nicht weiter notwendig. Die Grafik und der Sound sind genau so, wie man sie von dem Original kennt. Bei der Konvertierung dieses Spieles kann man sich damit zufrieden zeigen, auch was die Steuerung anbelangt: Analogstick bzw. Steuerkreuz dienen dazu, Link zu steuern. In diesem Zelda-Spiel dient der A-Button zum Einsatz eures Schwertes, wobei der B-Button euch den Einsatz von verschiedenen Items ermöglicht. Je nach Konsolen-Generation, mit der der jeweilige Spieler aufgewachsen ist, wird er mit der Steuerung anfangs vielleicht diverse Probleme bekommen, denn es ist in Zelda 1 noch nicht möglich, quer zu laufen wie in "A Link to the Past", was einem bei Gegnerkämpfen doch schon mal auf die Nerven gehen kann. Mit dem Y-Button könnt ihr das Spiel jederzeit pausieren. START ruft das Anzeigemenü auf, wo euch eure Items, Rubine und Triforce-Teile angezeigt werden. Per Druck auf den Y-Button könnt ihr hier auch das Speicher-Menü aufrufen. Allerdings geht es nach jedem Speichern direkt aus dem Spiel und ihr müsst wieder von der Startposition beginnen. Die Vogelperspektive, auf die auch in zukünftigen Titeln zurückgegriffen wurde, zeigt sich als äußerst praktisch. Ihr könnt mit Link in den einzelnen Arealen umherlaufen und Gegner erledigen, die dann auch bis zu einem Neustart des Spieles nicht mehr auftauchen. Im ganzen Spiel gibt es jede Menge Items die gefunden werden wollen. Außerdem warten noch die 8 Triforce-Splitter darauf, gefunden zu werden und diverse Sidequests können auch in Angriff genommen werden. Dieses Spiel sollte man gespielt haben, denn es ist der Grundbaustein aller Zeldas, wie wir sie heute kennen. Die Grafik und der Sound sind zwar veraltet, aber ganz klar kult und auch heute kann dieses Spiel einen noch vor den Bildschirm fesseln.
The Adventure of Link
Nach einem schweren Kampf besiegte Link Ganon und rettete dadurch Prinzessin Zelda, das Triforce und damit auch das Königreich Hyrule. Doch das Böse war nicht ganz besiegt worden: Zelda fällt plötzlich in einem tiefen Schlaf. Schuld daran sind Ganon und seine Verbündeten, die von Zelda endlich erfahren wollten, wo sich das Triforce befindet. Nun ist es an Link, Zelda zu retten. Dazu muss er insgesamt 6 Kristalle finden und sich wieder durch viele Dungeons kämpfen, um Zelda aus ihrem ewigen Schlaf zu erwecken. Nicht nur die Story, sondern auch das gesamte Spiel unterscheidet sich heftig von dem Vorgänger "The Legend of Zelda" und ist auch heute noch in dieser Form für ein Zelda-Spiel einzigartig: Ihr steuert Link zwar auch in diesem Spiel in einer Oberwelt, aber sobald ihr Dörfer, Dungeons oder Gegner antrefft, wechselt die Bildschirmansicht ins Seitliche und ihr könnt Link nun (Jump'n'Run-Mario lässt grüßen ;)) von links nach rechts steuern. So kann Link nun auch springen, aber sein Schwert steht ihm natürlich auch zur Verfügung. In Dörfern kann Link auch Häuser betreten und sich mit den Dorfbewohnern unterhalten. Allerdings gibt es auch in dieser NES-Konvertierung keine Übersetzung: Das Spiel ist komplett Englisch. Eine weitere, eher zelda-untypische Eigenschaft des Spiel ist die Tatsache, dass Link in diesem Spiel auch levelbar ist: Gegner geben ihm eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten und ab einer erreichten Grenze steigt Link um einen Level, was ihn stärker werden lässt. So kann er ab einem gewissen Level stärkeren Gegnern eher entgegentreten und den Sieg davon tragen, als wenn es es mit einem niedrigeren Level versucht. Wenn Link aber mal keine Lust zum Kämpfen hat, kann er links oder rechts aus dem aktuellen Kampffeld laufen. Danach wechselt wieder die Spielansicht und man landet wieder auf der Oberwelt. Die Steuerung ist im Gegensatz zu Zelda 1 leicht verändert, aber schnell durchschaubar: Mit dem Analogstick bzw. dem Steuerkreuz wird Link gesteuert. Im Kampf kann man mit A springen, mit B sein Schwert zücken und mit Y die Magie einsetzten. Zusätzlich habt ihr in diesem Spiel ein extra Menü, dass euch wie in Zelda 1 das Speichern ermöglicht. Während den Kämpfen kann Link natürlich Energie verlieren - mit 4 Energiecontainern startet er, was sich aber auch durch Finden neuer Container ändern lässt. Auch Magiecontainer lassen sich im Spiel finden, um verschiedene Zauber wirken zu lassen. Mit diesen Zaubern und natürlich mit diversen Items wird man sich dieses Mal während des Abenteuers bewaffnen müssen, um für die vielen Rätsel und Gefahren gewappnet zu sein. Die zelda-typischen Rätsel-Elemente des Originals wurden aber beibehalten (manche Sachen haben wirklich schon Zelda-Geschichte geschrieben). Dieses Spiel erschien 1987 auf dem NES als Nachfolger von "The Legend of Zelda" und dem Alter entsprechend ist die Grafik und der Sound veraltet. Außerdem hat dieser Zelda-Teil dank seines (eher zelda-untypischen) Spielprinzips nie den Erfolg der anderen Teile erreicht, doch auch mit diesem Spiel kann man viel Spaß vorm Bildschirm haben. Hier kommt es allerdings wirklich auf die verschiedenen Geschmäcker an. Kann man sich mit Link in der Seitenansicht-Optik anfreunden?
Ocarina of Time
Eine Legende berichtet von dem heiligen Triforce, dass die Wünsche dessen erfüllt, der es berührt. Dieses Triforce ruht im heiligen Reich. Eines Tages taucht der dunkle Gerudo-König Ganondorf aus der Wüste in Hyrule auf. Er hat vor, das Triforce zu stehlen und mit Hilfe dieser mächtigen Waffe die Herrschaft über Hyrule zu erlangen. Doch eines Tages wird der junge Kokiri Link zu dem mächtigen Deku-Baum gerufen, der Link über alles aufklärt. Link ist ein Auserwählter und es soll seine Aufgabe sein, Ganondorf aufzuhalten. So beginnt "Ocarina of Time", eines der besten Videospiele, die es jemals gab. Dieses Spiel erschien 1998 für das Nintendo 64 und wurde in der Tat von vielen als "das unschlagbares Spiel" bejubelt. 5 Jahre brauchten Shigeru Miyamoto und seine Leute dafür, dieses Spiel fertig zu stellen. Bereits mit der OoT-Bonusdisc, die "The Wind Waker" beilag, konnten die Fans dieses Spiel auf dem Gamecube noch einmal erleben - und die Aufregung um "Ocarina of Time" war groß und ist es auch heute noch. Die "Collector's Edition" bietet euch für 9 Speicherblöcke das gute alte "Ocarina of Time" mit 3 Savegames in komplett deutscher Sprache und einer leicht veränderten Steuerung im Vergleich zum N64. Der Analogstick dient wie gewohnt dazu, Link zu steuern. Mit dem C-Stick oder den Y-, X- und Z-Buttons könnt ihr eure Items einsetzten. Der A-Button dient dazu, Aktionen aufzuführen und mit B könnt ihr eurer Schwert schwingen. Der sehr nützliche Auto-Fokus wird mit mit dem Schulterbutton L genutzt, während euch der Schulterbutton R eurer Schild zur Verfügung stellt. Die Steuerung ist insgesamt (wie wir es von Miyamoto gewohnt sind) wirklich sehr gut und sorgt für absolut keine Probleme.
Link zieht, nachdem er vom weisen Deku-Baum endlich über die schwere Lage von Hyrule aufgeklärt worden war, auf zu einer gewaltigen Reise, um Hyrule vor der Unterwerfung Ganondorf's zu retten. Während dieser Reise gilt es, die vielen Orte in Hyrule zu suchen, Verbündete zu finden, Geheimnisse zu lüften, Dungeons zu meistern und - auch durch die Zeit zu reisen. Das Zeitfeature ist etwas ganz besonderes und schon der Titel "Ocarina of Time" lässt vermuten, dass dieses Spiel etwas mit Zeit zu tun hat. Die wertvolle Okarina der Zeit nämlich ist ein Artefakt der königlichen Familie von Hyrule und birgt die Kraft in sich, das so genannte Zeitportal, welches den Zugang zum legendären Masterschwert versperrt, zu offenbaren. Es gehört auch zu Link's Aufgaben, nach dieser Okarina zu suchen und sie zu nutzen, um Hyrule in der fernen Zukunft zu retten. Davor gibt es aber auch einiges zu erledigen. Link reist durch Hyrule und bekämpft die ersten Gegner und sucht, wie vom Deku-Baum beauftragt, nach den heiligen Steinen. So lernt Link auch die verschiedenen Völker von Hyrule kennen. Dazu gehören zum Beispiel die Goronen, die am Fuße des Todesberges leben. In "Ocarina of Time" kann man die verschiedenen Dungeons, welche zweifelsohne die "Hauptbeschäftigung" des Spieles darstellen, nacheinander abklappern. Es gibt jede Menge Sidequests. Einige müssen nicht für den Fortlauf des Spieles erledigt werden, bieten euch aber trotzdem nette Boni wie zum Beispiel Herzteile, mit den Link mit insgesamt 4 Stück seine Herzleiste erweitern kann. Oft ist es in diesem Spiel nötig, um gewisse Wege zu öffnen oder Items zu erhalten, andere Aufträge vorher zu erledigen. Und das kann neuere Spieler schon manchmal verwirren, denn die Welt von Hyrule ist nicht grade klein. Allerdings läuft man im Spiel eigentlich nie herum, ohne dass mein weiß, was man aktuell tun soll. In den einzelnen Dungeons erwarten euch viele unterschiedliche Rätsel und Gegner. Jeder Dungeon unterscheidet sich komplett vom anderen und sorgt für mächtig Abwechslung in Sachen Spielspaß. Die Dungeons liegen alle in ganz Hyrule verstreut, und Link muss hier und da ein echtes Stück Weg hinter sich bringen, um einen Dungeon zu erreichen. Aber auch hierfür gibt es später Aushilfe: Die so genannten Warpsongs, die ihr mit eurer Okarina spielen könnt, sobald ihr sie erlernt habt, teleportieren euch immer wieder direkt zur Nähe eines Tempels. Die Okarina der Zeit, die dem Spiel seinen Namen verleiht, ist eines der wichtigsten Items für das Spiel. So erlernt ihr während des gesamten Abenteuers jede Menge Lieder von verschiedenen Personen. Diese Lieder haben alle mysteriöse Kräfte. Mit einem könnt ihr beispielsweise den Lauf der Zeit beeinflussen. An Tag- und Nachtwechsel wurde in "Ocarina of Time" auch gedacht und die Tatsache, dass manchmal die Sonne scheint oder es stockfinster ist, beeinflusst auch das Verhalten der Umgebung oder einzelner Personen im Spiel. Es schließt sich so zum Beispiel jeden Tag bei Einbruch der Dunkelheit die Brücke von Hyrule und Link muss bis zum Sonnenaufgang warten, bis er eingelassen wird. Außerdem befinden sich viele Personen nachts in anderen Umgebungen. Und das alles ist nicht um sonst, denn Link kann nur nachts bestimmte Bereiche betreten oder bestimmte Personen treffen und so wieder auf ein Sidequest stoßen, welches man sonst nie gefunden hätte. Aber es wird schwer fallen, dieses Spiel einfach so mal komplett durchzuspielen. Denn der Umfang dieses Spieles ist einfach traumhaft: Wenn Link sich grade mal nicht auf der Suche nach irgendwelchen Tempeln befindet, kann er zum Beispiel Herzteile suchen, um seine Energieleiste zu erweitern. Oder er kann auf Skulltulla-Jagd gehen. 100 dieser goldenen Skulltullas gibt es in ganz Hyrule (auch in den Dungeons) zu finden, was eine langfristige Beschäftigung werden kann, denn manche dieser kleinen Spinnen sind echt raffiniert versteckt. Aber man geht nicht umsonst auf Spinnenjagd, denn für eine gewisse Anzahl gefangener Skulltullas gibt es wieder gewisse Extras an einem Ort in Hyrule. Man denkt, das wäre es aber und plötzlich findet man weitere Dinge, die es im Spiel zu erledigen gilt. Es gilt noch, auf Nachtschwärmer-Jagd zu gehen, ein Rennen gegen einen Toten zu gewinnen, einen Hund zum Herrchen zurückzubringen und und und. Der Umfang dieses Spieles ist absolut einzigartig. Auch ohne die Hauptquests gibt es genug zu erledigen. Zu den Haupt- und Sidequests kommen noch eine ganze Reihe Minispiele, die ihr in Hyrule für einen gewissen Einsatz an Rubinen bestreiten könnt. Es geht auf zum Reiten oder man wird zu Pfeil und Bogen gebeten - Link hat einfach eine Menge zu tun. Aber durch das Lösen der vielen Aufgaben wird Link mit der Zeit immer stärker und irgendwann hat er die Macht erreicht, gegen Ganondorf, dem Großmeister des Bösen anzutreten. Auch ein kräftiges Lob geht hier an das Finale und das lange Ende. Hier wird der Spieler echt verwöhnt. Hier gibt es kein einfaches "Boss töten und The End" - man hat sich einiges mehr ausgedacht, was einen am Bildschirm hält. Aber das tut dieses Spiel sowieso schon von der ersten Minute an. Schon zu Beginn wird man in diese Welt hineingezogen und will einfach nicht mehr aufhören zu spielen - auch bei einem mehrmaligen Durchspielen nicht. Dieses Spiel verdient zu Recht den Titel als eines oder vielleicht sogar das beste Videospiel aller Zeiten, denn der Umfang, die Atmosphäre, die Story und das viele Drumherum, dass dieses Spiel einem bietet, ist absolut einzigartig. Was Herr Miyamoto hier für die Fans geschaffen hat, ist mehr als nur ein einfaches Videospiel und man sollte dieses Stück Spielgeschichte auf jeden Fall gespielt haben, auch wenn "Ocarina of Time" inzwischen schon seine 5 Jahre feiert.
Die Grafik und der Sound der OoT-Version in der CE wurden sehr gut vom N64 auf den Cube konvertiert. Änderungen gibt es hier keine und es treten auch keine Probleme beim Spielen (ganz anders als in "Majora's Mask") auf. Die OoT-Version auf der Collector's Edition stimmt mit der, die man von der TWW-Bonusdisc kennt überein, wobei "Master Quest" hier natürlich nicht anwählbar ist. "Ocarina of Time" ist insgesamt sehr gut spielbar und nimmt mit grade mal 9 Speicherblöcken auch nicht den größten Platz auf der Memory Card in Anspruch.
Majora's Mask
Die Legende um die Okarina der Zeit und Link, dem großen Helden, wurde 2000 mit dem N64-Titel "Majora's Mask" fortgesetzt. In diesem Spiel begleiten wir Link auf seinem eigenen Abenteuer, fern von Hyrule, Zelda und dem Triforce. Nur die Ocarina ist ihm geblieben und so reitet er mit seinem treuen Pferd Epona durch die verlorenen Wälder. Dann überfallen ihn plötzlich zwei Feen und ein Horror Kid, welches Link die wertvolle Okarina der Zeit stiehlt. Aber zu allem Überfluss landet er schließlich auch noch in einer parallelen Welt zu Hyrule, Termina genannt und muss diese Welt vor der drohenden Apokalypse bewahren. "Majora's Mask" änderte so einiges, was man noch von "Ocarina of Time" gewohnt war. Die Aufgabe in diesem Spiel besteht darin, das Horror Kid, welches Majora's Maske trägt, davon abzuhalten, den Mond auf Termina stürzen zu lassen. Außerdem muss Link wieder zurück zu seiner eigenen Welt, doch der Zugang wurde ihm versperrt. Insgesamt hat Link 3 Tage Zeit, jede Menge Haupt- und Nebenquests zu lösen und Termina den Frieden zu bringen. Das Zeitfeature ist in "Majora's Mask" das beherrschende Thema: Innerhalb dieses Zeitraums müssen Quests komplett erledigt werden, sonst stürzt der Mond auf Termina. Aber Link hat Glück: Wenn er seine Okarina der Zeit wiedererlangt, kann er mit ihrer Hilfe immer wieder an den ersten der drei Tage zurückreisen, um sich damit genügend Zeit zu verschaffen, denn die wird er brauchen. Eine Stunde im Spiel ist gleichbedeutend mit einer realen Minute. Insgesamt habt ihr so also 72 Minuten Zeit, um Dugeons zu erforschen, Items zu suchen und den Bewohnern von Termina zu helfen. Denn in diesem Zelda-Spiel wurde vor allem auf die Nebenquests gesetzt, wovon es einfach eine Menge gibt. Aber es ist schwer, hier alles zu entdecken, denn so manche Aufgabe kann nur zu einer gewissen Uhrzeit im Spiel erledigt werden. Oft erhaltet ihr von den Personen nützliche Items, Herzteile oder Masken. Die Masken spielen ebenfalls eine Hauptrolle in "Majora's Mask". In OoT noch als kleines Zusatzfeature gedacht, gibt es hier insgesamt 24 davon im ganzen Spiel zu finden und alle haben unterschiedliche Verwendungszwecke und Fähigkeiten. So ist es Link hier erstmals möglich, sich mithilfe der Masken in zum Beispiel einen Deku oder einen Goronen zu verwandeln, wodurch Link ganz neue Stärken, aber auch Schwächen erhält. Auch die Bewohner Termina's reagieren auf Link unterschiedlich, wenn er in anderer Gestalt daherkommt. So kann er neue Geheimnisse lüften oder vielleicht neue Wege freischalten. Vor allem diese Kleinigkeiten sind sehr erwähnenswert und man merkt schnell, wie detailgetreu man die Welt um Link herum in diesem Spiel gestaltet hat.
Die Grafik ist die selbe, wie vom Vorgänger "Ocarina of Time" und es wurden auch viele Charaktere direkt übernommen. Aber es erwartet einen auch sehr viel Neues. Link sieht leicht verändert aus und findet neue Schwerter und neue Items. Und diesmal gibt es auch sehr auffällige Veränderungen in der Landschaft, die ihr durch das Lösen von Quests herbeiführen könnt. Befreit ihr zum Beispiel den Pic Hibernia von seinem Fluch, schmilzt der Schnee und der Frühling bricht ein, was euch ebenfalls andere Wege freigibt. Hier erwartet einen also ständig etwas Neues. Neu im Vergleich zu OoT ist auch der Sound des Spieles. Es gibt jede Menge neue Themes und neue Songs für eure Okarina. Hier und da werdet ihr aber auch auf ein altbekanntes Theme stoßen, während ihr mit Link durch die Welt von Termina reist. Wo wir bei der Steuerung wären, die aber im Vergleich zu Ocarina of Time eigentlich keine Unterschiede aufweißt. Der größte Kritikpunkt des Spieles, vielleicht auch der gesamten "Collector's Editon" ist allerdings, dass die Konvertierung von "Majora's Mask" auf den Gamecube so einige (teils schwerwiegende) Bugs mit sich bringt. Schon beim Ladebildschirm wird man darauf hingewiesen, dass es zu vereinzelten Soundproblemen kommen kann. Damit aber nicht genug: So kommt es im Spiel sogar manchmal zu lästigen Slowdowns und sogar ein Einfrieren des Bildschirms ließ sich schon beobachten. Das kann schon enormen Frust beim Spieler hervorrufen, vor allem da man nicht einfach Speichern kann, wenn man grade an längeren Quests herumsitzt, die mehrere Spieltage dauern. Aber es lässt sich leider nicht ändern. Die diversen Slowdowns und Soundprobleme allerdings halten einen nicht wirklich vom Spielen ab und sind manchmal auch gar nicht so auffällig. Spielbar ist diese Version allemal, obwohl man nach den ersten Problemen schon etwas aufmerksamer durch Termina läuft und wohl etwas öfters die Hyme der Zeit spielt. Für insgesamt 21 Speicherblöcke, die euch 2 Savegames ermöglichen, könnt ihr euch Majora's Maske und dem Horror Kid stellen.
The Wind Waker (Demo)
Im Mai 2003 erschien das langerwartete Zelda-Spiel "The Wind Waker" endlich in Deutschland. Dieses Spiel sorgte schon vorher für reichlich Diskussionen, die sich häufig auf die verwendete Toon-Shading-Technik beschränkten. In der Demo könnt ihr beim Start 3 gegebene "Speicherstände" laden. Zur Verfügung steht euch der erste Dungeon aus der Vollversion, die Händlerinsel "Port Monee" und die "Verwunschene Bastion". Ihr könnt euch in den drei Arenen frei bewegen (außer natürlich bei der Bation ;)) und Aufgaben lösen, doch egal, wieviel ihr erreicht, endet die Demo genau nach 20 Minuten und ihr landet wieder im Hauptmenü der Bonusdisc. Dort müsst ihr die Demo dann wieder von vorne starten, denn Speichern ist nicht möglich. Von der Story in TWW bekommt man in dieser Demo eigentlich recht wenig mit. Vielmehr bekommt man die Möglichkeit, die Features dieses Spieles genau anzutesten. Vor allem die, die sich der neu angewandten Grafik noch immer nicht sicher sind, können sich nun einen guten Eindruck davon verschaffen. Die Demo ist eine nette Bereicherung zu der "Collector's Edition", aber insgesamt ein Feature, das bei den 4 Vollspielen etwas im Hintergrund steht.
Die kleinen Extras
Zusätzlich zu den 4 Spielen und der Demo zu "TWW" könnt ihr euch noch zwei kleine Movies anschauen. Das TWW-Bonus-Movie zeigt euch ein paar nette Mitschnitte aus der englischen Version des Spieles und das Zelda-Retro-Movie gibt euch kurze Ausschnitte aus allen vergangenen Zelda-Spielen. Diese Extras sind zwar ganz nett, aber doch etwas zu kurz geraten. Eigentlich schade, denn vor allem bei dem Retro-Movie hätte man mehr draus machen können.
Insgesamt fällt der Eindruck zu der gesamten Disc recht gut aus, obwohl man von den Mankos nicht wegsehen kann. Hier erwarten euch insgesamt vier geniale Videospiele, für die man damals viel Geld bezahlen musste. Mit dieser Disc habt ihr eine etwas längere Spielunterhaltung. Alle vier Spiele wurden an sich recht gut auf den Gamecube konvertiert, nur die Soundprobleme und die vereinzelten Slowdowns in "Majora's Mask" sind ein starker Kritikpunkt. Schade ist eigentlich auch, dass man die NES-Zeldas nicht übersetzt hat, aber das ist bei dem wenigen Text eigentlich auch nicht nötig gewesen. Sonstige neue Extras für die Spiele sucht man auf dieser Disc leider vergebens. Aber auch wenn man die Spiele schon mal gespielt hat, kann und wird man mit der "Collector's Edition" seinen Spaß haben. Allerdings erwarten den Besitzer hier keine neuen Spiele. Es gibt keine neuen Quests, Dungeons, Items oder sonstige Extras in irgendeinem der vier Spiele, aber das stört eigentlich nicht, obwohl solche Extras doch schon wünschenswert gewesen wären. Der Umfang der Spiele, vor allem von "Ocarina of Time" und "Majora's Mask" ist mehr als befriedigend und wird einen lange vor den Bildschirm fesseln. Die Grafik in den einzelnen Spielen ist zwar nicht mehr die aktuellste und es gibt auch keine grafische Aufpolierung der Spiele zu bewundern. Überzeugend ist aber noch immer der zeldatypische Sound in den Spielen, den man sich auch heute noch gerne gibt. Die Steuerung ist sehr gut dem Gamecube-Controller angepasst worden; hier gibt es rein gar nichts auszusetzen. Die "Collector's Edition" zu Zelda ist insgesamt ein netter Bonus, wäre aber durch gewisse Extras wie zum Beispiel eine grafische Aufpolierung lohnenswert geworden; Zeldafans sollten aber natürlich Ausschau nach der Disc halten ;). Aber auch Adventure-Fans, die vielleicht noch nichts mit Zelda zu tun hatten, sollten sich von der etwas veralteten Grafik nicht abschrecken lassen. Diese Disc sorgt für jede Menge Spielspaß und man kann nur hoffen, dass Nintendo uns auch in Zukunft wieder mit solchen genialen Spielen beglückt.
(Da diese Collection Spiele aus unterschiedlichen Konsolengenerationen enthält und die technische Bewertung nach heutigen Maßstäben nur schwer möglich wäre, verzichten wir auf eine Grafik- und Sound-Note.)
Fazit
Mit dem Besitz dieser Disc erhält der Spieler 4 gigantische Spiele aus einer Videospielserie, die Geschichte geschrieben hat - Spielspaß pur ist garantiert. Wer sich durch die Fehler in MM nicht stören lässt, sollte nach der Collector's Edition unbedingt Ausschau halten.
- 4 Zelda-Spiele
- Langer Spielspass
- Vereinzelt Slowdowns in MM
- Soundbugs in MM
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

