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Beyblade: Ultimate Blader Jam

Beyblade: Ultimate Blader Jam

General_Pepper
BUB

Beyblade: Ultimate Blader Jam

GBA

Entwickler
Atari
Publisher
Atari
Konsole
GBA
Spieler
1–2 lokal

Wer ein Manga und Anime Fan ist, wird den Titel mit Sicherheit schon einmal gehört haben. Die ursprüngliche Anime Serie wurde nun auch für den GBA umgesetzt. Da Film- und Zeichentrickumsetzungen für Konsolen bisher keine besonders rühmliche Vergangenheit besitzen, wird der Titel von uns auf Chip-Herz und Speicher-Nieren überprüft, um bösen Überraschungen nach dem Kauf vorzubeugen.

Japanische Kreiselkämpfer

Grundidee der Serie und des Spiels ist, sich mit modifizierten “Kampf-Kreiseln” in einer Kampf Arena zu messen. Für alle, denen die Anime-Serie unbekannt ist, wird es schwer fallen sich mit diesem Grundmotiv anzufreunden bzw. zu identifizieren.

Der hauptsächliche Spiele-Modus „V-Force Abenteuer” handelt kurz zusammengefasst von den Beyblade-Weltmeistern, deren Fähigkeiten von einem mysteriösen Unbekannten stark in Frage gestellt werden und der erbarmungslos den Titel an sich reißen möchte. Dabei spielt ihr Episode für Episode, mit jeweils sieben Level durch und müsst euch zwischendurch kleineren bis größeren Endgegnern stellen. Die Story wird zwischen den Levels in Standbildern erzählt und zieht den “roten Faden” durch das ganze Spiel. Die recht simple Steuerung wird euch zsammen mit dem Spielprinzip in einem kleinen Tutorial zu Anfang erklärt. Der Ablauf von Beyblade gestaltet sich prinzipiell recht abwechslungsarm: Mit einem von euch „gestarteten” Kreisel fegt ihr über den zu meisternden Parcour, erledigt die feindlichen herumschwirrenden Kreisel und überwindet Schluchten oder virtuelle Brennerpässe, um schließlich den Level mit Eintritt in die „Zielzone” zu beenden. Nervenkitzel bietet hierbei das Verhalten der Drehgeschwindigkeit (Spin) des Kreisels. Ein „Powerstart”, hervorgerufen durch das Drücken des A-Knopfes im richtigen Augenblick, füllt die volle Leiste der Drehgeschwindigkeit auf, die korrekterweise von Zeit zu Zeit immer geringer wird, wodurch eine präzise Steuerung des Kreisels schwerer wird. Das Anstoßen an Kanten und gegnerischen Beyblades verringert ebenfalls die Drehgeschwindigkeit.

Dick & Kreisel

Mit einem jeweils anderen „Haupt-Beyblade“ des zu spielenden Charakters wird euch von Level zu Level das Kreiselleben durch Beschleunigungspfeilen und anderen kleinen Hilfsmitteln bzw. Hindernissen versüßt oder erschwert. Bei den verschiedenen „Boss-Kreiseln” angelangt, gilt es schließlich auch diese von der Plattform zu stoßen, was euch durch Rammen gut gelingen sollte, durch geschicktes Ausnutzen der nicht ganz so hellen gegnerischen „Kreiselhirne”, aber am besten gelingt. Durch cleveres Ausweichen schickt ihr den Kreiselboss ins BeyBlade Nirvana. Fallt ihr indes selbst in die Tiefe, müsst ihr den Level von neuem beginnen und die hart gesammelten Gegestände erneut aufnehmen. So etwas wie „Leben“ gibt es bei dem Spiel nicht. Das "Sammel-Feature" macht wohl den eigentlich Reiz des Spieles aus, denn erworbene Gegenstände oder Kreisel die, sich in „Angriff”, „Verteidigung”, „Ausdauer“ und „Kombination“ unterscheiden, könnt ihr euch in der „Beywerkstatt” im Hauptmenü recht detailliert in Einzelteilen anschauen und gegen einen Freund im Multiplayer Modus verwenden. Als Multiplayer Modi haben sich die Entwickler ein Kreisel-Rennen und einen „Kreisel-Dogfight“ ausgedacht. Neben dem „Rammen“ stehen euch natürlich auch die bekannten Spezial Attacken und „Bit Beasts” als Angriffsmöglichkeiten zur Verfügung, die ihr jedoch erst nach Aufladen der Bit Beast-Leiste zur Verfügung habt. Aufgeladen wird diese durch das Besiegen feindlicher Kreisel oder einen perfekten Start. Zwei bekannte Charaktere aus der Anime Serie beraten euch während des Spiels an einigen Stellen mit Tipps und Tricks.

Albert-Einstein-Spin

Sehr gut gelungen ist den Entwicklern das physikalische Verhalten der Kreisel. Sowohl bei Kollisionen mit anderen Beyblades als auch bei Zusammenstößen der Arena Begrenzungen verringert sich eure Drehgeschwindigkeit korrekterweise erheblich. Sprünge sind nur mit dem nötigen Schwung zu meistern und die ständig sinkende Drehgeschwindigkeit wirkt sich ausgiebig auf das Steuerungsverhalten aus, was den taktischen Einschlag an einigen Stellen des Spieles bringt. Das Gefühl, dass der Kreisel sich dreht, wurde gut „auf die Hände des Spielers“ übertragen und macht Freude beim Steuern des Beyblades. Leider ist es recht mühsam nach allen Items zu suchen, da ihr nicht selten mit der Größe des Parcours und dem kleinen Spielausschnitt ohne entsprechende Karte überfordert seid. Es wird nicht jedem so leicht fallen immer die Motivation aufzbringen fünf verschiedene Wege auszuprobieren oder vor dem Ziel noch einmal rechts abzubiegen, um noch vielleicht ein Item zu ergattern, ungewiss ob dies den „Kreiseltod“ bedeuten könnte. Grafisch gesehen reißt der Titel keine Bäume aus dem GBA-Garten. Die Beyblades sind schlicht animiert wie auch der „leblos“ wirkende Parcour. Die Standbilder, welche die Story fortführen, sind wirklich keine Meisterwerke, was auch nicht durch den typischen Manga „Running-Lines“ Hintergrund wettgemacht werden kann. Schön und detailliert sind jedoch die original Beyblades in der Kreiselgallerie zu bewundern, was jedoch eigentlich nur für Fans der Anime-Serie von wirklicher Bedeutung ist. Die musikalische Untermalung ist wirklich ein kleines Highlight in Hinsicht auf die entsprechende Leistungsfähigkeit des GBA. Das Menü protzt regelrecht mit dem original englischen Musikstück der Anime-Serie das man Lust bekommt den kleinen Lautstärke Regler aufzudrehen. Man hat im ersten Augenblick das Gefühl einen kleinen Mp3 Player in den Händen zu halten, denn die Qualität des Musikstückes ist wirklich gut was nicht zuletzt an der recht deutlichen Sprachausgabe liegt. Gitaleros werden innerhalb der Levels in den Genuss kleiner Tapping-Runs oder rasante Rock-Licks kommen, die für den „Otto-Normal-Hörer“ vielleicht nicht ganz so spannend sind aber dennoch, besonders über Kopfhörer den Teil des Gehirns ansprechen, der für den Rock ’n Roll zuständig ist. Schade nur das bei jedem Speichervorgang für kurze Zeit der Sound unterbrochen wird was sich als recht nervig erweist. Die faden Soundeffekte drücken leider ein wenig auf die Wertung, was aber in Hinblick auf die musikalischen Leistung zu verschmerzen ist. Wie schnell man das Spiel ausgereizt hat, liegt natürlich an euch, denn einzusammelnde Kreisel gibt es massig.

6.0Wertung

Fazit

Ein Geschicklichkeitsspiel mit einigen Action-Elementen aus dem mit Sicherheit hätte mehr herausgeholt werden können, alá Pokémon (sammle & kombiniere). Für Fans der Serie ein spielenswertes Game, besonders im Multiplayer, für alle anderen ein nicht ganz „entfaltetes“ Spiel. Wer jedoch im Geschicklichkeitsgenre Freunde hat, ist mit dem Kauf nicht unbedingt falsch beraten.

Design
5.5
Sound
9.0
Online Multiplayer
7.5
  • orig. Beyblades der Anime Serie
  • viele sammelbare Kreisel
  • spaßiger Multiplayer-Modus
  • qual. gute, fetzige Musik
  • öde Grafik
  • eintöniger Spieleverlauf
  • keine Spieltiefe
  • Story kommt nicht ´rüber
  • nur ein Speicherstand

Vielen Dank an die Firma Atari für die Bereitstellung des Testmusters.

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