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The Incredible Hulk

The Incredible Hulk

Seppel

Sich jede Woche ein neues Hemd kaufen zu müssen würde wohl jeden von uns aus seiner Haut fahren lassen. Der unglaubliche Hulk setzt aber sogar noch Einen drauf und läuft des öfteren Amok. Akute Kleiderverschwendung hin oder her, das ist nicht der eigentliche Grund für die vernichtenden Wutausbrüche des Hulk.
Alles begann mit einem tragischen Unfall in der Wüste. Die neueste Waffenkonstruktion, die G-Bombe, hat ihren ersten Testlauf vor sich. Eigentlich sollte sich in der verlassenen Wüste niemand mehr befinden. Doch während des Countdowns entdeckt der talentierte Wissenschaftler Bruce Banner, und sogleich auch der kluge Kopf hinter der Erfindung, eine Person, die sich unerlaubt im Testgebiet befindet. Ohne zu überlegen läuft Bruce mutig los um das Leben eines unwissenden Mannes zu retten. Doch der Countdown läuft…5…4…3…2…1…zu spät. Die G-Bombe explodiert bevor der Wissenschaftler den schützenden Bunker erreicht hat. Doch auch obwohl er die Explosion überlebt hat, weiß er selbst genau, dass kein Lebewesen solch hoher Gamma-Strahlung ausgesetzt werden kann ohne jeglichen Schaden davonzutragen.
Von den eigenen Mitarbeitern in einem Isolationsraum eingesperrt wird Bruce von der alles verändernden Wut gepackt. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt er sich in den monströsen, giftgrünen Hulk, der das Wort „Selbstkontrolle“ nicht mal mehr buchstabieren könnte. Verfolgt von etlichen Soldaten, Panzern und Kampfhubschrauber ergreift er die Flucht aus den Laborgebäuden um sich im Gebirge zu verstecken.

Es steht an euch, ob die Flucht des grünen Riesen erfolgreich ist. So prügelt ihr euch durch über 30 Level, die stets einen (sehr) ähnlichen Aufbau haben. Töte Gegner, die dir im Weg stehen, suche und zerstöre Maschinen, die Ursachen für versperrte Durchgänge sind und finde den Levelausgang.
Mit diesen wenigen Sätzen ist leider schon (fast) das gesamte Gameplay beschrieben. Selbstverständlich muss auch hier und da mal ein Schalter aktiviert werden, aber von Abwechslungsreichtum kann bei The Incredible Hulk bestimmt nicht gesprochen werden! Vielmehr werden die Level auf Grund von sich stetig wiederholenden Aufgabenstellungen schnell langweilig.

Natürlich könnt ihr beim Durchqueren der Level auch allerhand Gegenstände zerstören. Habe ich das Wort „können“ benutzt? „Müssen“ wäre wohl die bessere Wahl gewesen, denn nur durch das Zerstören von Dingen wie Panzern oder Statuen gewinnt Hulk genug Energie um seine Spezialattacken einsetzen zu können.
Hulks Gesundheit hingegen, neben Gesundheits-Items, ist an Bewegung gekoppelt und regeneriert sich somit praktisch von selbst. Wie auch bei vielen anderen Spielen, die dieses Energiesystem nutzen, findet man sich oft in der wohl langweiligsten Tätigkeit der gesamten Spielegeschichte wieder: Dumpfes Umherlaufen um die eigene Energie wieder aufzuladen. Ein paar nette Ideen, wie z.B. Polizisten, die als einzige Gegner bei Hulk`s Näherkommen furchtvoll die Flucht ergreifen, können diese Gameplay-Patzer keinesfalls ausmerzen.

Selbstverständlich können auch einige Gegenstände wie Kisten, Steine und ähnliches aufgehoben und als überaus effektive Wurfwaffe missbraucht werden. Mehr Interaktivität findet man innerhalb der Level aber leider kaum.

Technisch hingegen hat das Spiel Einiges an Abwechslung zu bieten. Glaubt man anfangs noch, dass die Grafiker unter akuter Ideenlosigkeit gelitten haben müssen, so kommt man später aus dem Bewundern der unterschiedlichen Levelarchitekturen nicht mehr raus. Ob Laborräume, Felsschluchten oder Stadtlandschaften, die schön gestaltenden Level sind immer wieder einen Blick wert!
Auch die Charaktere sind nicht zu verachten. Die beste Figur macht natürlich der Titel-„Held“ Hulk selbst. Wenn das Schwergewicht jedoch zu einer Laufattacke ansetzt, bringt er damit aber leider nicht nur die Gegner ins Schwanken, sondern auch die Grafik ins Stocken. Dies geschieht jedoch nur wenn sich wirklich viele Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln, und ist somit wirklich zu verschmerzen! Störende Clipping-Fehler, die oft an Gebäudeecken auftreten, hätten jedoch wirklich vermieden werden können.

Obwohl der Sound nicht das hohe Niveau der Grafik halten kann, so ist er aber allemal als gelungen zu bezeichnen. Wirkliche Ohrwürmer werden zwar die meisten Spieler unter euch vergeblich suchen, doch fast allen wird wohl bei Hulks Gebrüll das ein oder andere Mal ein Lächeln über die Backen ziehen.

Das Spiel beinhaltet auch einen Mehrspieler-Modus. Im sogenannten Hulk Match treten bis zu vier Spieler gegeneinander an. Als verschiedenfarbige Hulks schlägt man sich hier die Köpfe ein bis nur noch einer mit beiden Füßen auf dem Boden steht.
Dieser Modus konnte jedoch auf Grund fehlender GBAs leider nicht getestet werden.

5.5Wertung

Fazit

Wer an dem klassischen Hau-Drauf-Gameplay seinen Gefallen findet, wird gut unterhalten. Wer sich jedoch auch nur nach ein wenig Abwechslung sehnt, sollte an diesem Titel spurlos vorbei gehen.
Sicherlich gehört „The Incredible Hulk“ nicht zu den schlechtesten Umsetzungen einer Comic-Lizenz, zu den besseren jedoch auch nicht. Daran kann auch die gute Technik nicht rütteln.

Design
8.5
Sound
7.0
  • gute Technik
  • ein paar gute Ideen
  • keine Abwechslung

Vielen Dank an die Firma Vivendi Universal für die Bereitstellung des Testmusters.

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