
Smuggler`s Run
Smuggler`s Run
GBA
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Take 2
- Publisher
- Take 2
- Konsole
- GBA
- Spieler
- 1 lokal
Aus den Hintergrundstories von Videospielen kann man doch oft eine bemerkenswerte Portion Allgemeinbildung ziehen. So war mir vor dem Spielen von Smuggler's Run unbekannt, dass Schmuggler heutzutage Ihre Waren mittels Jeeps im Niemandsland von einer Rauchboje zur nächsten befördern. Doch fangen wir ganz von vorne an...
In der Rolle eines Schmugglers erledigt Ihr in Smuggler's
Run für Euer Team Aufträge. Vor jeder Mission wählt
Ihr einen der insgesamt 3( 1) Wagen aus Eurem Fuhrpark,
der erst nach und nach seinen vollen Umfang erreicht.
Dannach wird Euch durch ein kurzes Briefing Sinn und
Zweck Eurer Mission vermittelt. Es ist ratsam nicht
allzu genau über Euren Auftrag nachzudenken, da Ihr Euch sonst
z.B. Fragen könntet warum Ihr um für einen Gangster-Boss
illegal eine Leber zu besorgen 3x hin und her fahren müsst.
Wenn wir schon beim Thema "Hin und her fahren sind". Genau
das müsst Ihr nach dem Briefing tun. Ihr fahrt von Boje
zu Boje bis Ihr Euren Auftrag nach einigen Touren erledigt habt.
Das hört sich nicht nur stupide an, sondern das ist es auch.
Mittels Kompass justiert Ihr Euer Vehikel in Richtung der
nächsten Boje. Danach heißt es eigentlich nur noch Gas geben.
Selten müsst Ihr auf Grund von Hindernissen (Steine, Bäume oder
sinnlos im Ödland stehende Absperrungen) nachjustieren.
Verfolgen Euch in späteren Leveln Polizeiautos, müsst Ihr
ab und an etwas ausweichen (denn die Polizei will Euch nicht
etwa festnehmen, sondern lediglich anrempeln...). In besonders
spannenden Missionen, in denen Ihr mit Teamkollegen gegen
gegenerische Schmuggler antretet, müsst Ihr ganz selten auch
einmal durch Streifen eines gegnerischen Wagens die Beute
wieder in Euer Gewahrsam bringen, bevor dieser sie abliefern kann.
Man könnte nun annehmen, dass es in Smuggler's Run an spielerischen
Herausforderungen fehlt. Gnadenloser Zeitdruck (*gähn*) und
eine Schadensanzeige, die selbst bei gewolltem Fahren gegen Hindernisse
nur marginal ansteigt, bieten dem geübten Gamer aber dann doch genug
Druck.
Das faszinierende Spielprinzip von Smuggler's Run dürft Ihr gleich in 3 Umgebungen genießen. Die Rocky-Mountain-Wälder, eine Wüste und eine Tundra-Landschaft laden zum ausgiebigen Halten des B-Knopfs ein. Die Umgebung wird übrigens in echtem 3D präsentiert und auch die Vehikel bestehen aus Polygonen. Letzteres ermöglicht in den hügeligen Landschaften eine korrekte Darstellung der Fahrzeugausrichtung. Der Nachteil der 3D-Darstellung ist jedoch, dass die die Landschaft oft in der Ferne "aufpoppt" und die Texturen oft zum Pixelbrei verschwimmen. Die Hindernisse, die als Billboards (= Bitmaps, die von jeder Seite in der 3-dimensionalen Welt aus betrachtet perspektivisch gleich aussehen), dargestellt werden, sind zu selten und zu klein, als dass sie Abwechslung in die weitflächig gleich aussehenden Gebiete bringen.
Die Musikuntermalung weiß im Menü noch zu gefallen, der in
Grundzügen immer gleiche Dudel-Sound der Missionen nervt
allerdings dann doch mit der Zeit. Glücklicherweise ermöglicht
die einzige Option im Options-Menü diesen zu deaktivieren.
Einziger Trost ist die Sprachausgabe, die in Form von
Motivationsrufen während den Missionen und Kommentaren zum
Missionsende, vorkommt.
Fazit
Die GBA-Umsetzung des Spielprinzips von Smuggler's Run ist schlicht und ergreifend zu flach geraten. Die, wohl auch durch die Fähigkeiten des GBA limiterten, öden Umgebungen fördern ebenfalls nicht gerade die Motivation des Spielers. Wer als Fan der weitaus besseren Heimkonsolen-Versionen sehr an diesem Titel interessiert ist, sollte diesen erst einmal anspielen.
- Echte 3D-Grafik
- Flaches Spielprinzip
- Öde Levels
- Speichern nur per Passwort
Vielen Dank an die Firma BigBen Interactive für die Bereitstellung des Testmusters.

