Zelda: Oracle of Seasons / Ages
Konsole
GameBoy / GameBoy Color
GB
In diesen Tagen geht Zelda nun bereits in die siebte Runde - und das gleich im Doppelpack! Neben Zelda: Oracle of Ages erschien zeitgleich auch Zelda: Oracle of Seasons. Da die Spiele technisch identisch sind, haben wir uns entschlossen bei in einem Test abzuhandeln.
Beim ersten Einschalten erblickt man sofort das Capcom Logo - bevor die Zweifler unter Euch schon aufstöhnen, will ich gleich vorwegnehmen, das Capcom die Zelda-Serie würdig weiterführt. Schon das Intro weiß zu begeistern: Man fragt sich fast ob es sich um ein GBC oder ein GBA Game handelt.. In typischer Zelda Manier erscheint dann sogleich Startmenü mit den Spielständen. Nachdem man seinem kleinen Helden einen Namen gegeben hat landet man auch schon im Spiel. Im Falle von Oracle of Seasons befindet Ihr Euch zu Beginn in einem typischen Zelda Wald. Nicht weit von Euch hört Ihr ein fröhliches Fest und eilt mit schnellen schritten Richtung Musik. Nach einem kleinen Tänzchen mit der schönen Din wird die Feier jedoch jäh von General Onox unterbrochen, der mit Donner und Blitz die Tänzerin Din entführt. Die Story ist leicht aufgebaut und schnell erzählt. Onox, der General der Finsternis will mit Dins Kraft (Die übrigens das Orakel der Jahreszeiten darstellt) das Land Holodrum in ein Chaos der Jahreszeiten stürzen.
Zugegeben , Capcom hat sich nicht grade bei der Story mit Ruhm bekleckert, jedoch lindert diese „beschränkte“ Story den Spielspaß nur in sehr geringer Form. Das typische Gameplay wurde beibehalten und auch die Hauptaufgaben im Spiel wurden fast unverändert von den Vorgängern übernommen. Gegenstände sammeln, Rätsel lösen, Dungeons befreien und hier und da ein Tächtelmächtel mit den Bewohnern Holodrums anfangen - das sind die Aufgaben unseres jungen Helden.
Nach den Ereignissen den Intros macht sich Link - nur mit seinem grünen Kleidchen bekleidet in Richtung Stadt auf um den Maku Baum Rat zu fragen. Schnell findet man ein Holzschwert und ein abgenutztes Schild mit dem man die Monsterhorden in kleine handliche Stückchen verarbeiten kann. Im späteren Spiel findet man wieder die typischen Gegenstände wie Bomben, Kraftarmband oder Feder die man sich be uem auf die A oder B Taste legen kann. Oft wurden die N64 Zeldaspiele kritisiert, weil die Typischen Pegasus Stiefel fehlten. Leider gibt es diese in der Form auch in den GBC Spielen nicht, jedoch hat Capcom ein nettes System eingebaut das nicht nur die Pegasus Stiefel ersetzt sondern auch gleichzeitig die Aufgaben von Brennpulver, Eulenkernen und Lockmitteln übernehmen wird.
Etwas total Neues in den neuen Zelda Spielen stellen die Ringe da. Im Laufe des Spieles findet man verschieden Ringe die direkten Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Einige Ringe sind zur Spiellösung zwingend notwendig, andere dagegen stellen nur eine Erleichterung oder ein nettes neben Feature da. Die uns an herzgewachsene Epona ist leider in der Nähe des Schlachthofes verschwunden und wird in Oracle of Seasons und Ages nicht auftauchen. Als Ersatz findet man ein kampfstarkes Känguru, das einem direkt in seinen klebrigen Bauchbeutel willkommen heißt.
Der Schwierigkeitsgrad der neuen GBC Zeldas ist insgesamt sehr hoch und nicht mit den N64 Teilen zu vergleichen. Jedoch stellt es keinen großen Nachteil - eher das Gegenteil.
Grafisch sind beide Versionen top und auch soundtechnisch gibt es nichts zu bemängeln. So gut wie alle alten Zelda Lieder aus Teil 1-6 sind vertreten.
Leider kommt auch Zelda nicht ohne Kritik aus. Neben dem stellenweise unfairen Schwierigkeitsgrad (Save&Load Prinzip) und der schon angesprochenen lauen Story kommt auch noch das sehr lineale Spielprinzip dazu: Es gibt keine großen Überraschungen im Spiel. Alle Aktionen sind schon Stunden vorher abzusehen, was ganz klar ein dickes Minus gibt.
Fazit
Trotz diesen 3 Kritikpunkten ist sowohl Oracle of Age als auch Oracle of Seasons ein Pflichtkauf für jeden Zelda Fan. Würde ich sagen, dass sind die besten Spiele der Serie, würde ich wohl übertreiben. Jedoch knüpfen sie qualitativ direkt an die ersten Zelda Titel an. Abschließend sei noch gesagt das beide Spiele eine absolut unabhängige Story und Level Karte haben, die sich erst am Ende durch ein Passwortsystem zusammenfügt.