Pokémon Pinball

Pokémon Pinball
GB
- Genre
- Puzzlespiel
- Serie
- Pokémon
- Entwickler
- Jupiter
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- GB
Was viele bei Pokémon Pinball zunächst vermuten ist eine Ausschlachtung der derzeit grassierenden Pokémania. Wer Nintendo kennt weiß aber, das es nicht typisch für die Firma ist, dermaßen wertvolle Namen für unreife Produkte zu verwenden. Daher ging ich mit recht hoch gesteckten Erwartungen an das Spiel und die wurden nicht enttäuscht.
Während das Ziel jeden anderen Flippers ist, einen Highscore aufzustellen, rückt gerade dieses bei Pokémon Pinball bereits nach kurzer Zeit in den Hintergrund. Es wird von der Jagd nach den 150 (151?) Pokémon, die man im Spiel fangen kann, abgelöst. Auf jedem der Tische finden sich mehrere Orte an welchen sich unterschiedliche Pokémon fangen lassen. Die Orte sind über je 3 Gruppen verteilt, wobei in der 1. 7 Orte sind, von denen 3 auf beiden Tischen zu finden sind, 4 in der 2. Gruppe, von denen sich 2 auf beiden finden und die 3. Gruppe schließlich besteht auf beiden Tischen nur aus dem Indigo Plateau. Pokémon die während einem Spiel gefangen wurden, müssen weiterentwickelt werden, indem der (Poké-)Ball in die Entwicklungshöhle geschossen wird und einige Aufgaben erfüllt werden, damit auch die Entwicklungsformen im Pokédex verewigt werden können. Zusätzlich gibt es auf den Tischen 5 Minigames zu finden, jeweils 3 auf jedem Tisch - Schade nur, dass es davon nur 2 gibt. Wenigstens sind die 2 Tables jeweils 2 Bildschirme groß, trotzdem hätten ein oder 2 weitere Tische dem Spiel wirklich nicht geschadet. Die nächste Enttäuschung ist die auf der Verpackung versprochene Infrarot-Schnittstellen- und Printer-Unterstützung. Beide sind nämlich nur für die High-Scores gedacht. Während man es bei der Infrarot-Schnittstelle verkraften kann würde eine Möglichkeit zum Drucken von Pokémon-Motiven sicherlich viele freuen und wäre auch wirklich als Printer-Unterstützung zu bezeichnen. Dass das Spiel ein Rumble-Modul ist, ist eigentlich nur eine nette Spielerei am Rande. Die Grafik ist übersichtlich und wirkt nicht überladen, alle Objekte sind gut zu erkennen und sehr detailliert gestaltet. Überhaupt kann man von der Grafik eines GB-Flippers nicht sehr viel erwarten, aber das hält Pokémon Pinball. Die Hintergrundmusiken sind nicht das beste, was man auf dem GB je zu hören bekommen hat, aber auch keine Katastrophe, sie wirken nicht lästig, sondern halten sich eher im Hintergrund. An SFX bekommt man die bekannten Pokémon-Töne zu hören und auch einen Digitalisierten Pikachu-Ruf. Auch hier verhält es sich wie mit der Grafik: man bekommt das was man von einem Pokémon-Flipper erwarten sollte.
Fazit
Fans von Flippern oder Pokémon-Fans werden nicht enttäuscht vom Kauf sein, alle anderen sollten erst probespielen.