
Third-Party-Chaos: Die Kritik an den Switch-2-Upgrades
Wer von der klassischen Switch auf die Switch 2 umgestiegen ist, freut sich über jedes Spiel, das die neue Hardware-Power nutzt. Sogenannte Upgrade Packs sollen unsere bestehenden Bibliotheken ins neue Zeitalter holen. Doch während sich bei Nintendos-eigenen Titeln ein Muster erkennen lässt, herrscht bei vielen Drittherstellern eher ein ungeordnete Bild. Die Kollegen von NintendoEverything haben dazu einen Kommentar veröffentlicht. Und wir möchten die Diskussion direkt an euch weitergeben.
Konsole
Nintendo Switch 2
NSW2
Die Kritikpunkte im Überblick
NintendoEverything setzt in seinem Kommentar ein klares Statement: Anstatt den Übergang auf die neue Hardware für treue Käufer so einfach wie möglich zu gestalten, sorgen große Third-Party-Publisher aktuell vor allem für Verwirrung. Die Hauptprobleme lassen sich auf drei Punkte herunterbrechen:
Die Preis-Lotterie: Es gibt keine einheitliche Linie. Manche Publisher bieten das Switch-2-Upgrade komplett kostenlos an (ein lobenswertes Beispiel war hier etwa The Witcher 3). Andere verlangen pauschal 9,99 Euro für ein „Upgrade Pack“, und wieder andere sehen vor, dass das Spiel noch einmal als teure „Definitive Edition“ komplett neu gekauft werden muss. Für den Endkunden ist vor dem Blick in den eShop oft unklar, welche Kosten auf ihn zukommen.
Undurchsichtige Gegenwerte: Wenn schon Geld verlangt wird, muss klar sein, wofür. Doch oft bleibt schleierhaft, was ein kostenpflichtiges Upgrade eigentlich beinhaltet. Handelt es sich nur um einen simplen Patch, der die Bildrate auf 60 fps und die Auflösung auf 1080p anhebt? Oder wurden tatsächlich Ladezeiten optimiert, Texturen ausgetauscht und Quality-of-Life-Features integriert? Oft kauft man die sprichwörtliche Katze im Sack.
Fehlende Standards: Während bei der Konkurrenz Systeme wie „Smart Delivery“ den Wechsel tendenziell reibungslos gestalten, läuft es auf der Nintendo Switch 2 höchst individuell. Auch das Mitnehmen von alten Spielständen vom Basisspiel in die aktualisierte Switch-2-Version funktioniert je nach Hersteller und Spiel mal reibungslos, mal über komplizierte Menüs und mal gar nicht.
Der Kommentar zieht ein bitteres Fazit: Anstatt die Spieler mit kundenfreundlichen Upgrade-Pfaden an die eigenen Marken zu binden, wird oft versucht, mit überschaubarem Aufwand noch einmal abzukassieren. Das dürfte langfristig vor allem dem Vertrauen der Käufer schaden.

Jetzt seid ihr gefragt!
Wir finden den Anstoß von NintendoEverything spannend und wollen wissen, wie ihr diese Situation nach gut einem Jahr Switch 2 wahrnehmt.
Seid ihr bereit, für ein Third-Party-Upgrade nochmal zur Kasse gebeten zu werden, wenn dafür die Performance und oder der Inhalt spürbar steigt?
Erwartet ihr, dass solche Optimierungen bei bestehenden Spielen grundsätzlich kostenlos als Patch nachgereicht werden?
Habt ihr euch vielleicht sogar schon über ein bestimmtes Upgrade Pack geärgert, weil der Gegenwert nicht gestimmt hat?
Lasst uns eure Erfahrungen und Meinungen direkt unten in den Kommentaren da! Wer Lust auf eine direktere Live-Diskussion hat, ist natürlich wie immer herzlich eingeladen, unserem Discord-Server beizutreten. Wir sind sehr gespannt auf eure Perspektive!