Ports von XBox Series S auf der Switch 2 durchaus möglich
Rund vier Wochen nach dem Verkaufsstart der Nintendo Switch 2 melden sich erste Entwickler mit einem klaren Eindruck zur neuen Konsole und dieser fällt durchweg positiv aus. Das international tätige Studio Virtuos, bekannt für zahlreiche Portierungen großer Titel, zeigt sich im Gespräch mit wccftech beeindruckt von Nintendos neuer Hardwaregeneration. Besonders die Verarbeitungsqualität, der technische Fortschritt und die Integration moderner Features wie DLSS (Deep Learning Super Sampling) stehen im Fokus des Lobes.
Überraschend hochwertig neue Maßstäbe für Handheld-Konsolen
Für Virtuos steht fest: Die Switch 2 setzt neue Standards unter den mobilen Spielkonsolen. Das Gerät sei hervorragend verarbeitet und mache im Alltag einen deutlich hochwertigeren Eindruck als der Vorgänger. Die Haptik, so betont man, wirke auf einem Niveau, das sich mit Premium-Handhelds messen könne eine Qualität, die man erst wirklich schätzen lerne, wenn man das Gerät selbst nutze.
Technisch zwischen den Konsolenwelten
Bei der Einordnung der technischen Leistungsfähigkeit der Switch 2 zeigen sich die Entwickler differenziert. GPU-seitig liegt das System leicht unter der Xbox Series S allerdings bringt Nintendo mit DLSS ein starkes Gegengewicht in Stellung. Diese von NVIDIA entwickelte Upscaling-Technologie, in der Switch 2 durch die neue NVN2-API eingebettet, soll gerade im mobilen Einsatz für deutlich bessere visuelle Ergebnisse sorgen. Und das gelingt: In Titeln wie Cyberpunk 2077 seien gegenüber der PS4- und Series-S-Version spürbare Vorteile durch DLSS sichtbar.
Die CPU wiederum ordnet Virtuos leicht über der PlayStation 4 ein. Zwar könne die Switch 2 in dieser Hinsicht nicht mit den neuesten Konsolen mithalten, doch spiele dies in der Praxis oft eine untergeordnete Rolle. Viele Spiele seien ohnehin eher GPU-limitiert, und mit guter Optimierung lasse sich eine Vielzahl aktueller Titel problemlos auf die neue Hardware portieren auch mit ambitionierten Framerate-Zielen.
DLSS: Noch nicht Standard aber vielversprechend
Ein besonders spannender Aspekt bleibt DLSS. Obwohl die Technik bereits in grafisch anspruchsvollen Ports wie Cyberpunk 2077 genutzt wird, kommt sie noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Dafür nennt Virtuos mehrere Gründe. Zum einen sei DLSS nicht in jedem Spiel sinnvoll stilisierte Titel wie Mario Kart World oder das kommende Donkey Kong Bananza profitieren kaum von der Technologie. Zum anderen sei die Integration nicht trivial: Statt einer einfachen Implementierung wie auf dem PC müssen Entwickler die Technik über Nintendos eigene Schnittstellen einbinden ein zusätzlicher Aufwand, der zu Beginn noch nicht bei allen Ports geleistet wurde.
Ein System mit Potenzial auch für Third-Party-Titel
Virtuos zeigt sich insgesamt zuversichtlich: Die Switch 2 sei technisch so ausbalanciert, dass sich viele aktuelle Spiele gut anpassen lassen vorausgesetzt, Entwickler nutzen die vorhandenen Tools gezielt. Besonders bei GPU-limitierten Titeln und Spielen, die ohnehin für 30 oder 60 FPS optimiert sind, stehen die Chancen gut für gelungene Umsetzungen. Ein Monat nach Veröffentlichung scheint klar: Nintendo hat mit der Switch 2 eine überzeugende Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen. Die Hardware ist stark genug, um mit kluger Optimierung ein breites Spektrum moderner Titel zu unterstützen und Entwickler wie Virtuos scheinen bereit, dieses Potenzial auszuschöpfen.