
Atari steigt wieder ins Konsolengeschäft ein
Lange noch vor dem Nintendo Entertainment System war Atari der König der Videospielindustrie. Sie machten das Medium mit dem VCS/2600 allerdings nicht nur populär, sondern waren auch für den sogenannten "Video Game Crash" verantwortlich. Mangelnde Qualitätsstandards führten dazu, dass sehr schnell billige Games auf den Markt geworfen wurden. Aus diesem Grund ziert noch heute das "Nintendo Seal of Quality" auf jeder Spieleverpackung - denn nur durch diese Qualitätsmaßnahmen konnte Nintendo denw estlichen Konsolenmarkt wiederbeleben.
Danach wurde Nolan Buschnell's Atari an Time Warner verkauft und operierte noch einige Zeit als Konsolenhersteller. Ihr letztes Exemplar kam dann allerdings schon 1993 auf den Markt: Der 64-Bit Jaguar, welcher sich aber nicht gegen Nintendo und Sega durchsetzen konnte, 1995 kam dann noch Sony hinzu.
Lange Zeit war die Firma daher nur eine Marke auf Videospielverpackungen.
Sprung ins Jahr 2013: Atari erholt sich von einem Bankrott und legte den Fokus auf Apps und Casino-Games. 2017 bestätigte CEO Fred Chesnais, dass sich nun eine Ataribox in Entwicklung befindet. Viel mehr als ein Teaser ist aber auch noch nicht bekannt. Anhand der Aufmachung des Teasers kann man aber davon ausgehen, dass die Firma an den Nostalgie-Faktor der Marke anknüpfen will.
Insider spekulieren, dass die Konsole auf PC-Hardware basiert. Ob das "product years in the making" aber auch mit Nintendo, Sony und Microsoft mithalten kann ist eher fraglich. Theoretisch wäre auch eine reine Nostalgiekonsole - bspw. ein Atari 2600 Mini - möglich... Diese müsste allerdings mit etablierten, lizensierten Plug'n'Play-Konsolen konkurieren.
Dennoch scheint die Firma Ernst zu machen: In Blade Runner 2049 wird wie schon im Original auch ein Atari-Logo als "Product Placement" gezeigt. Bleibt allerdings fraglich, ob sich dadurch der "Blade Runner-Fluch" - den viele Firmen, die im ersten Teil geworben haben, ereilt hat - umkehren lässt.